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Globales Vermögen steigt um 14 auf 317 Billionen Dollar – ein Kontinent wird deutlich ärmer

Wir Afrika ärmer? Laut Credit Suisse nicht. Die Bank hat heute ihren „Global Wealth Report“ veröffentlicht. Demnach hat von Mitte 2017 bis Mitte 2018 das weltweite Vermögen der Privathaushalte eine Steigerung von 14 auf 317 Billionen Dollar erfahren (+4,6%). Und Afrika hat demnach 4,4% beim Vermögen zugelegt (rot markiert in Grafik). China legt 4,6% zu, Europa 5,5%, Nordamerika sogar 6,5%. Nur Südamerika verliert dramatisch mit -4,9%. Da die globalen Bevölkerungszahlen zulegten, ist das durchschnittliche Vermögen jedes Erwachsenen um 3,2% gestiegen. Im Schnitt besitzt jeder Erwachsene ein Vermögen von 63.199 US-Dollar.

In Sachen Rückgang in Südamerika fällt einem sofort die dramatische Lage in Brasilien ein, aber noch viel eher in Argentinien, und noch viel, viel schlimmer ist es ja in Venezuela. Der Vermögensverlust durch Inflation, Misswirtschaft, Korruption und allgemeines Chaos machen so einen Rückgang einfach nachvollziehbar, so unsere Meinung!

Interessant sind auch die Veränderungen beim Schuldenstand innerhalb eines Jahres (ganz rechts in der Grafik). Während laut CS Afrika seine Schulden um 1,3% senkt, steigen sie in China binnen eines Jahres um 22,7%, in Südamerika um 5,1%, und in Nordamerika um 4,2% (Europa +5,9%). Also pumpt der chinesische Privatkonsument seinen Schuldenberg gerade massiv auf!

Beim Vermögensaufbau haben alleine die USA 6,3 Billionen Dollar zum Zuwachs von weltweit 14 Billionen Dollar beigetragen. Auch das ist nach unserer Meinung leicht nachvollziehbar. Wenn die Börsenkurse steigen, profitieren vor allem die Amerikaner, für die eine Geldanlage in Aktien so selbstverständlich ist wie das Sparbuch für Deutsche.

Was ist sonst noch interessant? Die Schweiz und Australien führen die Rangliste an, wenn es um das höchste Pro-Kopf-Vermögen geht, mit 530.240 und 411.060 Dollar. Deutschland, Frankreich, UK und Italien haben alle zweistellige prozentuale Wachstumsraten hingelegt bei der Anzahl an Millionären. Die USA haben mit 17,35 Millionen Menschen immer noch die höchste Anzahl an Millionären (+5,3% zum Vorjahr).

Laut heutiger Aussage von CS soll das globale Vermögen bis 2023 um 26% auf 399 Billionen Dollar anwachsen. 32% des Wachstums soll aus den Emerging Markets kommen. Die Zahl der Millionäre soll weiter stark zunehmen, von derzeit 42 auf weltweit 55 Millionen.

Vermögen
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1 Kommentar

  1. Der Einbezug der Arm-Reich-ScherenStatistik, macht diese Auswertung der CS hinfällig.

    Durchschnittliches Prokopfvermögen interessiert wen? Die Armen ? Die Reichen?

    Der ärmste Kontinen reduziert seine Schulden ? Really?

    Chinas privatleute haben 22% mehr Schulden gemacht ???

    Solche Studien, bestehend aus unzähligen Statistiken, sind ABM. Tagesrauschen. Niemand stützt sich auf diese Zahlen. In der nächsten Krise, werden die Studienersteller als erstes entlassen.
    Eine Jedermannsinterpretationsvorlage … Sorry

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