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Gold: bis zur Fed-Entscheidung im Dezember weiter unter Druck

Redaktion

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FMW-Redaktion

Gestern kam der Goldpreis – in Eintracht mit anderen Rohstoffen stark unter Druck und fiel punktgenau auf das Juli-Tief bei 1074 Dollar. Dann eine schnelle Drehung auf 1090 Dollar, bevor es dann wieder nach unten ging:

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Derzeit gibt es eine klare Differenz zwischen der starken Nachfrage etwa nach Goldmünzen und der Reduzierung von „Papier-Positionen“ von Hedgefonds und anderen Investoren. Kurzfristig dürfte sich der Abgabedruck fortsetzen – bis zur Fed-Sitzung im Dezember. Erst wenn diese vorbei ist, könnte Gold mit Beginn des neuen Jahres 2016 wieder durchstarten, sagt Ole Hansen:

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Aktienmärkte: Was für fallende Kurse spricht – die Belastungsfaktoren

Im ersten Teil („Aktienmärkte vor US-Wahl: Wer siegt, Bulle oder Bär? Das Bullen-Szenario“) hatte ich die Positiv-Faktoren für die Aktienmärkte benannt. Was aber spricht für fallende Kurse?

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Im ersten Teil hatte ich die Positiv-Faktoren für die Aktienmärkte benannt. Was aber spricht nun für fallende Kurse?

Aktienmärkte: Die zweite Corona-Welle ist da

Die zweite Coronawelle ist da: Die Marke von 500.000 Neuinfizierten weltweit und pro Tag, wurde kürzlich erreicht. Durch den Anstieg der Infektionen mit Covid-19 auf über 11.000 zum Ende der letzten Woche in Deutschland, befanden sich bereits 350.000 Menschen in Quarantäne, Ende September waren es noch 140.000.

Rekordzahlen, wohin man blickt: USA 83.000 Neuinfektionen, Frankreich 45.000, Italien 21.000, Spanien 20.000, aber auch Deutschland mit über 14.000. Deshalb sollen ab Montag in Italien wieder viele Freizeiteinrichtungen geschlossen werden, in Spanien erinnern die Maßnahmen an den Alarmzustand des Frühjahrs.

Aber gemessen an der Bevölkerung sind die kleinen EU-Länder Tschechien und Belgien mit ihrer Bevölkerungszahl von 10-11 Millionen Einwohner am härtesten getroffen. Die Infektionszahlen je 100.000 Einwohner waren in den vergangenen 14 Tagen nach Angaben der zuständigen Stelle in der EU jeweils fast zehn Mal so hoch wie in Deutschland.

Das hat Aktienmärkte wie den Dax bereits belastet – und dürfte mehr und mehr Auswirkungen auf die Wirtschaft haben. Immer mehr Volkswirte sprechen von einer möglichen Double-Dip-Recession, sollte der Anstieg der Infektionszahlen nicht bald gestoppt werden. Und das dürfte die Aktienmärkte zunächst nicht kalt lassen!

Weltweit hat man deshalb die Marke von einer halben Million Infektionen täglich überschritten. Was viel klingt aber eigentlich wenig ist im Hinblick auf eine Herdenimmunisierung angesichts einer Weltbevölkerung von über 7600 Millionen Menschen. Allerdings dürfte die wahre Infektionszahl – Stichwort Dunkelziffer – weitaus höher legen, vielleicht sogar bei Faktor 10.

Antikörpertests aus den Metropolen Indiens oder Brasiliens (auch Mexikos), wo die Ausbreitung durch die Verhältnisse explodiert sein muss, geben Hinweise darauf. Denn die Infektionszahlen in diesen beiden Ländern haben sich seit ihren Höchstständen vor zwei Monaten etwa halbiert – in gegensätzlicher Entwicklung zur westlichen Welt. Ebenso in Israel, wo sich die Infektionszahlen nach dem Lockdown bereits gefünftelt haben.

Dass sich die Corona-Entwicklung bald auch im Konsumsektor in Deutschland bemerkbar machen könnte, der immerhin 51 Prozent des BIP ausmacht, sieht man an der Entwicklung des GFK-Konsumklimas. Das Verbrauchervertrauen fiel von minus 1,7 auf minus 3,1 Prozent im November. Von seinem Tief im Mai von minus 23,1 Punkten war es bis in den August hinein auf minus 0,3 Punkte geklettert, um angesichts der Sorgen um einen Lockdown wieder langsam nach unten zu gleiten. Das GfK-Konsumklima als eine Art zweiter Infektionsindex?

Aber auch Tourismus leidet weiter. Die jüngsten Zahlen zu den Flugbuchungen sind stark rückläufig und liegen bereits wieder 73 Prozent hinter den Vorjahreszahlen, vor zehn Wochen waren es noch minus 56 Prozent. Ähnliches geben die neuesten Daten des Tourismuskonzerns TUI wieder.

Ausblick auf die Woche

Die Konjunkturdaten dieser Handelswoche beginnen mit dem Ifo-Index aus Deutschland, der nicht nur in der jüngsten Vergangenheit gute Hinweise auf die Entwicklung der Wirtschaft gegeben hat. Deutschland ist ein Exportland, der Dax ein Exportindex, deshalb sind die Ausblicke der insgesamt 9000 Unternehmenschefs ein wichtiger Konjunkturindikator für Deutschland. Und erstmals seit fünf Monaten, das zeigen die heute vormittag veröffentlichten ifo-Zahlen, ging der Index wieder zurück.

Außerdem ist die Veröffentlichung der Daten für das Bruttoinlandsprodukt für die USA (Donnerstag) und Deutschland (Freitag) sehr interessant. Hat der antizipatorische deutsche Leitindex nicht ein sehr heftiges V fabriziert, bis Anfang Juni? Dort hatte er sein Hoch bei 12913 Punkten erreicht, seitdem pendelt er in einer Range und steht heute ungefähr 250 Punkte tiefer. Könnte also bedeuten, dass das Wachstum in Q4 erst einmal sehr mager (oder geringer) ausfällt.

Ja und dann haben wir auch noch die Woche mit dem größten Aufkommen an Quartalszahlen im S&P 500. Melden doch am Donnerstag dieser Woche tatsächlich gleichzeitig Alphabet, Amazon, Apple und Facebook ihre Zahlen. Das dürfte für die Aktienmärkte ein entscheidender Tag sein angesichts der Marktkapitalisierung der Tech-Schwergewichte! Sind die Erwartungen diesmal zu hoch – siehe die Reaktion auf die SAP-Zahlen heute?

Fazit

Vielleicht ist die Wahl am 3. November gar nicht das große Ereignis für die Börsen. Der Artikel „Präsidentschaftszyklen und die Börse“ gibt ein paar Hinweise darauf, wie sich die Aktienmärkte entwickeln. Sollte sich Corona nicht bald eindämmen lassen, bleibt den Regierungen und Notenbanken in den nächsten Wochen gar nichts anderes übrig, als zu „retten“ und zu „drucken“, was das Zeug hält. Das wiederum könnte paradoxerweise jedoch die Aktienmärkte stützen.

Die Gefahrenabwehrbehörden können gar nicht anders, als bei Zunahme der Inzidenzzahlen zumindest regionale Lockdowns anzuordnen. Bei allen Diskussionen über das Übermaßverbot gibt es in Deutschland den Schutzbereich des Art. 2 Grundgesetz mit dem Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit/Leben.

Und für die USA könnte demnächst gelten: Die schönen Wahlprogramme sind zunächst erst einmal zweitrangig. Vorrang hat für alle Nationen die wirtschaftliche Entwicklung, die Verhinderung weiterer Lockdowns, somit stochern alle ein wenig im Nebel, Volkswirte, Kommentatoren und auch Politiker. Die Halbwertszeit und die Validität von Wirtschafts-und Politiknews gehen für mich daher aktuell ziemlich in den Keller.

Und was die Eingangsfrage betrifft – eher Vorsicht, immer mit dem Blick auf die Statistiken der John-Hopkins-Universität oder des RKI.

Die Belastungsfaktoren für die Aktienmärkte - Steilvorlage für Bären?

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Aktienmärkte vor US-Wahl: Wer siegt, Bulle oder Bär? Das Bullen-Szenario

Die für die Aktienmärkte positiven Faktoren gleichen Belastungsfaktoren wie die Coronakrise bisher aus. Was spricht für, was gegen steigende Aktienmärkte? Teil: Das Bullen-Szenario

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Es ist zwar schon seit Wochen und Monaten ein großes Thema für die Aktienmärkte, aber es dürfte sich in dieser Woche noch einmal intensivieren – die US-Wahl. Trotz der großen gesellschaftlichen Bedeutung für die USA haben sich die Börsen angesichts der großen Unsicherheitsfaktoren (bisher) kaum groß bewegt, das saisonale Muster hat 2020 ein weiteres Mal nicht funktioniert. Das Coronajahr ist diesbezüglich ein ganz Besonderes.

Es muss quasi Kräfte am Markt geben, die ein gewisses Gleichgewicht im Kauf – und Verkaufsverhalten der Investoren erzeugen.

Tailwinds – oder was die Aktienmärkte stützt

Die für die Aktienmärkte positiven Faktoren, die zur Entwicklung im Jahr 2020 beigetragen haben, sind bekannt: Wie zum Beispiel die über 30 Billionen an Anleihen, die sich in den Industriestaaten real negativ verzinsen und damit die Basis für TINA bilden. Die vielen Rettungspakete der Staaten, die in diesem Jahr tatsächlich über 10 Prozent des Weltsozialprodukts ausmachen könnten. Wie hoch wird die Rezession in diesem Jahr ausfallen? „Nur“ minus 4,4 Prozent laut Internationalem Währungsfonds IWF. Kein Wunder, dass die Aktienmärkte so hoch stehen angesichts der immensen Hilfsmaßnahmen. Manche Marktbeobachter gehen da immer noch her und vergleichen die Börsenbewertung mit früheren Zyklen.

Nicht zu vergessen die Bilanz der Notenbanken, die durch ihre Käufe an den Anleihemärkten weiter anschwillt. Die Bilanz unserer Europäischen Zentralbank hat in dieser Woche mit 6,743 Billionen Euro (plus 17,2 Mrd.) ein neues Allzeithoch erreicht, so dass dieses bereits 60,6 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt der Mitgliedsstaaten ausmacht, im Vergleich dazu die Quoten der Notenbanken der USA (35,9 Prozent) und der Japans (131,2 Prozent). Jetzt rechnen 43 befragte Ökonomen damit, dass das Pandemie-Aufkaufprogramm der EZB (PEPP) in diesem Jahr noch um 500 Milliarden Euro zu den bisherigen 1,35 Billionen Euro aufgestockt wird. Das Programm läuft bisher bis Juni 2021, könnte aber bis zum Ende des nächsten Jahres verlängert werden. Die Signale aus dem EZB-Tower sind ziemlich eindeutig. Die nächste Sitzung ist bereits am Donnerstag, man erwartet aber, dass es vor der US-Wahl noch zu keiner Entscheidung kommen wird.

In Europa sind damit die Zutaten für eine Jahresendrally der Aktienmärkte gegeben – wenn da nicht der 3. November und Corona wären.

Was hat sich aktuell noch getan?

Trotz der bisherigen Coronazahlen entwickeln sich die Wirtschaften außerordentlich robust, auch das viel angezweifelte V im Verarbeitenden Gewerbe ist zumindest im Vergleich zum 2. Quartal da (ausgenommen Luftfahrt, Gastgewerbe, Hotellerie sowie die Kultur-, Sport- und Eventbranche). Denn die Einkaufsmanagerindizes befinden sich stark im Wachstumsbereich. In den USA lag der Industriesektor im Oktober mit 53,3 Punkten minimal schwächer, dafür im Dienstleistungsbereich bei erstaunlichen 56,0 Punkten, gesamt 55,5 Punkte.

In Deutschland ist der Einfluss von Corona deutlich zu spüren: Der Servicesektor fiel unter die Wachstumsschwelle auf 48,9 Punkte, dafür stieg der Industriebereich auf hohe 58,0 Punkte. Die Wirtschaft Chinas ist im letzten Quartal um 4,9 Prozent gewachsen und reißt den so wichtigen Automobilsektor in Deutschland mit nach oben (Beispiel Daimler).

Ähnliches ist für ganz Europa festzustellen: Service 48,2 – Industrie 54,4 Punkte. Es ist Covid-19, dazu gleich mehr.

In den USA läuft die Berichtssaison für Q3 auf Hochtouren. Obwohl erst ein Drittel der S&P 500-Unternehmen gemeldet haben, liegen mehr als 80 Prozent der Berichte über den Erwartungen, – die vorher zwar abgesenkt wurden, was aber in vielen Fällen von den Firmen so gemacht werden muss, um nicht gegen Unternehmensregeln zu verstoßen (Ad-Hoc-Mittelungen). Für die Aktienmärkte geht es bei der Bekanntgabe der Unternehmensergebnissen um das Delta zwischen der Erwartung und der Realität.

Die große Überraschung könnte am 29. Oktober in den USA kommen, wenn die BIP-Zahlen für das dritte Quartal veröffentlicht werden. Man rechnet bereits schon mit fast 30 Prozent plus gegenüber Q2, was dem Amtsinhaber nicht ganz ungelegen kommen könnte.

Soviel zu dem, was die Aktienmärkte stützt – was bremst, dazu in einem Folgeartikel gleich mehr..

Was spricht für steigende Aktienmärkte?

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Devisen

Türkische Lira fällt erneut auf Rekordtief – die aktuelle Lage

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt immer weiter, heute früh auf ein neues Rekordtief. Die Lage ist dramatisch. Bereits letzte Woche Donnerstag rauschte die türkische Währung auf ein erneutes Rekordtief. US-Dollar vs Türkische Lira stieg von 7,80 auf 7,96. Heute früh springt der Wechselkurs erneut. Für einen US-Dollar muss man aktuell 8,03 Lira aufbringen. Der Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar gegen die Lira in den letzten zwölf Monaten. Die Abwertung läuft immer weiter.

Türkische Lira immer noch enttäuscht nach Zinsentscheid

Erst letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank bei ihrer Zinsentscheidung den Leitzins unverändert belassen, obwohl der Devisenmarkt eine deutliche Zinsanhebung erwartet hatte, um die Lira-Abwertung zu bekämpfen. Aber nein, der Leitzins bleibt bei 10,25 Prozent. Und so fiel die türkische Währung wie gesagt schlagartig auf ein Rekordtief. Und die Abwertung läuft in diesem dramatischen Tempo nicht nur gegenüber dem US-Dollar, sondern auch dem Euro. Für 1 Euro musste man Anfang letzter Woche noch 9,27 türkische Lira aufbringen – jetzt sind es 9,51 Lira.

Weitere Faktoren für Lira-Schwäche

Die Enttäuschung zum Leitzins wirkt heute noch nach. Zudem teilt Präsident Erdogan derzeit verbal aus gegen den französischen Präsidenten, der den Botschafter aus Ankara zurückrief (hier mehr Details dazu). Außerdem könnte der Raketenstreit der Türkei mit den USA erneut wieder aufflammen. Und da wäre noch der aktuelle Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan, und nicht zu vergessen der Gas-Streit der Türkei mit Zypern. Alles zusammengenommen ein geopolitischer Mix, der dem Devisenmarkt Angst macht, mal ganz abgesehen von der Coronakrise.

Und was letzte Woche noch dazu kam, waren Berichte über die Analysen einer unabhängigen Expertengruppe in der Türkei. Sie will ermittelt haben, dass die tatsächliche Inflation in der Türkei vier Mal so hoch sein soll wie offiziell angegeben. Aber das muss aktuell nicht zu viel Auswirkung auf die türkische Lira haben, sondern wohl eher der Mix der vorher genannten Faktoren. Aktuell scheint keine Besserung in Sicht zu sein.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen türkische Lira

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