Gold/Silber

Gold – das ist jetzt aber der Boden?!

Warum Gold jetzt mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Boden erreicht hat..

Ein Gastbeitrag von Ralf Ernst

Harry Dent erfreute uns kürzlich mit einer Elliott-Wellen- Kursprognose für Gold von 400 US$, kaufen würde er aber auch schon bei 700 US$. André Tiedje macht uns heute Angst mit einem bärischen Szenario für Gold, einem Kurswertverfall bis 837,50 US$. Und Jim Rogers hat immer noch kein Gold dazugekauft, er hofft, bei Goldpreisen unter Tausend US$ smart genug zu sein, um wieder zu kaufen.

Wird Zeit, sich mal wieder Gedanken zu machen. By the way, mein track-record liegt ja bei 100 % richtig (bisher).

Gold hat die sehr langfristige signifikante Aufwärtstrendlinie im logarithmierten Chart, auf die ich mich in meinem letzten Post von Dezember 2016 zum wiederholten Mal bezogen habe, gestern erneut berührt:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Das charttechnische Kursziel des Doppeltops nach unten wurde gestern erreicht, gleichzeitig heute ein bullischer Keil nach oben durchbrochen, und die in diesem Chart ebenfalls eingezeichnete besagte langfristige Aufwärtstrendlinie am Schnittpunkt von bullischem Keil und unterem Rechteckrand touchiert. Der RSI hat gestern mit 21,45 den tiefsten Stand seit dem 17.11.2015 (damals 21,18) erreicht.

Auch die Stochastik geht mit und markiert ein Tief.

Die Goldpermabullen haben schon seit drei Wochen geschwiegen. Was noch fehlt, wäre eine dicke fette Schlagzeile in der BILD-Zeitung „Blutbad beim Gold“ – das besorgte aber Christian Kämmerer von JFD Brokers am 18.6.18. Schließlich haben wir Monatswechsel, oft Anlass für einen Richtungswechsel einer Chartbewegung.

Insgesamt schätze ich die Wahrscheinlichkeit für ein j e t z t bereits hinterlegtes zyklisches Tief auf über 80 %.


(Chart durch anklicken vergrößern)



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3 Kommentare

  1. Danke, eine der besten Analysen zu Gold der letzten Wochen, nüchtern und sachlich.
    Bei meinem Trading achte ich immer besonders auf die Positionen der Kleinanleger und schaue mir hunderte von Analysen an.
    Momentan ist mir besonders bei Gold aufgefallen, wie alle Analysten wie das Fähnchen im Wind ihre Meinung ändern und von deutlich tieferen kursen ausgehen. Wenns fällt, dann fällts noch mehr, so der Ansatz der meisten Analysten. Bei Andre Tiedje ist merkwürdigerweise auch immer die kommentarfunktion gesperrt.
    Des weiteren sind die Analysten beim Öl jetzt dermaßen euphorisch, man könnte meinen der WTI -Ölpreis steht nächste Woche bei 200 Dollar, wenn steigt, dann steigst eben noch mehr.

    1. Wenn man den von ihnen erwähnten Analysten Glauben schenken darf, bin ich komplett verkehrt. Ich bin nämlich long im Gold und Short in WTI.

      1. Ja, habe oben vergessen zu erwähnen, ich mache das Gegenteil von den Kleinanlegern und den Analysten. Die Analysten werden erst dann aufmerksam und trauen sich ihre Meinung kund zu tun, wenn der Kurs bereits fast wieder am Wendepunkt ist (es gibt natürlich auch gute Analysten, die kosten dann aber meistens auch ordentlich was).
        Deshalb werden doch viele lieber Analysten als Trader. Die können nämlich nicht traden, aber die Theorie beherrschen sie?

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