Gold/Silber

Gold: Der Preis steht kurz vor der großen Entscheidung

Der Goldpreis steht derzeit im Fokus der Märkte – vor allem die Nachfrage nach physischem Gold ist enorm. Nach wie vor wird das Gold nicht nur als begehrtes Edelmetall gehandelt, es ist zugleich noch eine offizielle Währung.

Nicht umsonst gibt es das Währungssymbol XAU. X steht für „Exchange“ und AU für lateinisch „Aurum“. Der Goldpreis ist auf dem Handelsbildschirm jeden Händlers unverzichtbar. Das Gold hat aber noch eine weitere Eigenschaft: Gold kauft man, um sich zu schmücken oder für unsichere Zeiten vorzusorgen. Wer soll denn schon in einfaches Papiergeld Vertrauen haben?

Wir haben jetzt unsichere Zeiten. Demnach wird Gold nicht gekauft. Wer unsichere Zeiten fürchtet, sollte es schon gekauft haben, sonst ist er zu spät dran. Aktuell wird es tendenziell wieder umgewechselt – wofür war es ursprünglich auch bestimmt. Dennoch reagiert der Goldpreis auf wirtschaftliche  Meldungen sehr sensibel. Der Goldmarkt ist historisch gesehen sehr konstant. Seitdem die großen Notenbanken von Russland, Venezuela, Ungarn, Polen etc. ihre Goldreserven massiv aufstocken, unterliegt der Goldpreis enormen Schwankungen. Das gab es bis dato noch nicht. Teilweise ist die Volatilität auf über 40 USD pro Tag angewachsen. Ein Fakt ist auch, dass sich diese Schwankungen nicht nur auf die Ober-, sondern auch auf die Unterseite beziehen. Wenn die halbe Welt die letzten 5 Jahre das Gold gekauft hat, warum soll es jetzt verkauft werden?

Die Erklärung ist ganz einfach: Die Notenbanken, respektive auch die verschiedenen Staaten, benötigen das Geld jetzt für etwas Anderes. Für die aktuelle Krise nämlich. Somit bricht die starke Nachfrage der letzten Jahre weg. Dazu kommt dann auch noch, dass die Menschen teilweise Gold in Bargeld tauschen. Dies macht prozentual nicht sehr viel aus, aber die Nachfrage ist aktuell nicht wie gewöhnlich am Markt gegeben.

Das mögliche Szenario für den Gold und den Goldpreis

Betrachtet man den mittelfristigen Chart, dann spürt man förmlich, dass der Goldpreis steigen möchte. Nur eine Tatsache stört: Es ist der Deckel bei ca. 1.630 USD. Aktuell gibt es noch einen starken Käufer auf dem Weltmarkt. Er hat ein strenges Limit vorgegeben – und dies liegt bei ca. 1.630 USD. Zugleich gibt es auch noch eine Unterstützung bei ca.1.579 USD (Magenta Linie). Diese Unterstützung ist dynamisch und verändert sich laufend.

Der Goldpreis floatet in dieser Preispanne. Aus technischer Sicht, gibt es aber genügend Kaufsignale (rote Kreise), die ein weiteres Ansteigen des Preises bei Gold vorhersagen. Es bedarf nur des Durchbruchs des Widerstandes bei 1.630 USD, dann wäre der Weg frei bis zunächst 1.643 USD und anschließend bis 1.703 USD. Gefährlich wird es nur, wenn die Unterstützung bei 1.579 erneut getestet werden sollte. Diese Unterstützung muss halten, ansonsten ist das letzte Low bei 1.451 USD für den Goldpreis wieder in Sicht.

Dieses Szenario ist aber unwahrscheinlich. Es gibt aktuell keinen Grund, außer Liquiditätsschwäche, das Gold zu verkaufen. Empfehlenswert ist sicherlich, die obere und untere Marke im Auge zu behalten. Die Break-Out Trader können eine Pending-Order für den Kauf über dem wichtigen Widerstand bei 1.630 USD setzen.
Geht der Kurs durch, ist man mit dabei. Der Goldpreis bewegt sich seit vielen Monaten in sehr schnellen Schritten. Aktuell ist der Kurs in einer Seitwärtsbewegung eingesperrt. Es wird vermutlich demnächst eine sehr schnelle Bewegung geben, die den Ausbruch verursacht. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass diese Bewegung auf der Oberseite zu sehen sein wird.

Gold steht vor einem Ausbruch nach oben


Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

Gold ist physisch extrem nachgefragt



Kommentare lesen und schreiben, hier klicken

Lesen Sie auch

9 Kommentare

  1. Das ist schon Jahre her, daß Venezuela Gold gekauft hat.
    https://www.dw.com/de/die-spur-der-goldreserven-von-venezuela-f%C3%BChrt-um-die-welt/a-49098510
    Sie haben mal mit viel Tamtam das Gold zurück ins Land geholt. Nicht umsonst, weil es oft als Pfand galt, wenn Kredite nicht zurückgezahlt wurden.
    Aber seit langem wird es verschleudert für Schulden. Irgendwann werden sie Öl importieren müssen. Sozialismus eben. Schreibt auch „Vorwärts“ (Spd-Blättle)
    https://www.vorwaerts.de/artikel/venezuela-sozialistischen-utopie-alptraum
    https://www.wiwo.de/politik/ausland/freytags-frage-ist-der-venezolanische-sozialismus-untypisch/24130560.html

  2. Wahrend der Finanzkrise 2008 hatte niemand Gold, alle kauften. Diesmal haben alle Gold, entweder es wird verkauft oder behalten, gekauft wird weniger.

  3. Gekauft wird weniger?? Warum können dann die Goldhändler die Nachfrage nicht mehr bedienen und die Lieferzeiten werden immer länger? Sie sind schlecht informiert.

    1. @Goldfan

      Ich spreche von den großen Investoren…nicht von den Münzsammlern.

      1. Das ist eben BLÖDSINN! ZKB grösste Goldhändlerin im Banken Bereich mit einem der 3 Weltweit grossen ETFs verkauft bei silber uB nichts mehr NICHTs keine 31.11 KG Standartbarren NICHTs kann
        Man mahr bestellen, Platin das selbe! Gold gibts noch das stimmt aber nicht mehr viel….

      2. @Columbo Sie sprechen von großen Investoren? Wen meinen Sie denn damit? Die Zentralbanken? Die halten nur ca. 17% allen Goldes weltweit. Über 70% allen Goldes sind in Privatbesitz. Sie sind wirklich sehr schlecht informiert!

  4. @Columbo: Herr Sascha Opel sieht sogar eine mögliche Short-Squeeze beim Gold:

    https://youtu.be/d-U_oc71X_Y

  5. Columbo,
    die großen kaufen selten physisches Gold (zu problematisch mit Lagerung usw.). Der Papiermarkt an der Comex hat schon seine Schwächen gezeigt (nur ca. 10% Deckung der Kontrakte). In normalen Zeiten funktioniert der Schwindel. Jetzt halt nicht mehr.
    Ist ja eigentlich auch logisch. Wenn ich die Währung durch Gelddrucken verwässer, kann Gold dagegen nicht fallen (ist doch unlogisch aber mit Papier so geschehen, kurzfristig).
    Langfristig wird das physikalische Gold und die Minenaktien durch die Decke gehen.
    Gruß

  6. Fairerweise muss man aber sagen das 70% des Goldes einmal durch eine Schweizer Schmelze geht von den 3 grössten sind 2 im Tessin und dort hat auch die Industrie Lock Down, Agmego Heräus darf also gar nichts schmelzen und desshöab kann da auch niemand was bestellen, weder die grossen noch die kleinen!

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.




ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Meist gelesen 7 Tage