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Gold: Die Bullen sind zurück!

Kurse schaffen Fakten – nach dem Anstieg des Goldpreises kommen die Gold-Bullen aus der Versenkung heraus. Und im Devisenbereich haben sich einige blutige Hände zugezogen..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die 68er nannten das „die normative Kraft des Faktischen“ – und das trifft auch auf die Märkte nicht selten zu, etwa indem Kurse Nachrichten machen und nicht umgekehrt oder die Wahrnehmung eines Marktes entscheidend von dessen Kursverlauf gesteuert ist. So derzeit auch bei Gold: das geleb Metall war stark unter Druck nach der Wahl Donald Trumps, aber seit Anfang Januar käuft der Preis wieder nach oben – und nun sind die Gold-Bullen auf einmal wieder da!

Das zumindest zeigen Daten der CFTC, also der Positionierung am Futures-Markt. Und dort wurden Gold-Longpositionen acht Wochen in Folge reduziert – nun hat sich das geändert in der abgelaufenen Woche. So stieg die Zahl der Long-Kontrakte um gut 8000 Kontrakte auf nun mehr als 135.000 Kontrakte, während gleichzeitig 11.500 Short-Kontrakte glatt gestellt wurden (Nun noch 80.000 Short-Kontrakte). Damit ist die Netto-Long-Quote innerhalb einer Woche um 57% gestiegen, nachdem der Goldpreis auf den höchsten Stand seit sechs Wochen geklettert war – mithin also viele Short-Positionen „unter Wasser“ waren und nun glatt gestellt wurden, während gleichzeitig wieder neue Käufer in den Markt strömten.


(Gold seit Dezember)

Auch Silber wurde wieder gekauft mit knapp 3000 neue Long-Kontrakten, während 1300 Short-Kontrakte abgebaut wurden. Die optimsitischere Haltung zu Silber drückt sich in einem Long-Short-Verhältnis von nun mehr als 3:1 aus (bei Gold dagegen unter 2:1), doch läuft Silber nicht so stark nach oben wie der Goldpreis.

Beim WTI-Öl wurden zwar 3566 Long-Konttrakte geschlossen, jedoch wurden noch mehr Short-Kontrakte aufgelöst (5000), sodass nun 357.000 Long-Kontrakten nur 51.000 Short-Kontrakte gegenüber stehen – also ein Verhältnis von 6:1.

Beim US-Dollar hat sich vor allem die Positionierung gegenüber den Währungen Pfund und Yen geändert, während das Verhältnis bei Euro-Dollar weitgehen unverändert geblieben ist. Aber die Erwartungen vor einem harten Brexit, die durch Medienberichte in UK am Wochenende noch einmal erhärtet worden sind (das war allerdings nach Erfassung der CFTC-Daten) haben die Netto-Short-Quote im Pfund gegenüber dem US-Dollar um ein Drittel erhöht im Vergleich zur Vorwoche. Bei Dollar-Yen war der Markt extrem negativ positioniert gegenüber dem Yen – aber die japanische Währung wertet seit Jahresbeginn kontant auf und bringt damit viele Yen-Short-Positionen unter Druck. Daher hat sich die Yen-Netto-Short-Positionierung zum US-Dollar um 28% verringert – da mussten also viele offenkundig duie Reißleine ziehen nach den Verlusten.

Auffallend ist, dass bei den Devisen-Futures die Menge an Kontrakten um 5% zur Vorwoche gesunken ist – man will offenkundig abwarten, was in den ersten Tagen der Amtszeit Trumps passieren wird.

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