Gold/Silber

Goldpreis-Erholung Gold: Die Erholung stößt auf Widerstand – das ist jetzt wichtig

Gold: Die Erholung stößt auf Widerstand - das ist jetzt wichtig

Der Goldpreis springt in einem aufgehellten Marktumfeld hoch. Unterstützung erhält Gold dabei von einem schwächeren Dollar und fallenden Renditen. Offenbar setzen einige Marktteilnehmer darauf, dass die US-Notenbank Fed ihren aggressiven Straffungskurs verlangsamt. Es gibt sogar Indizien, die diese Hoffnung stützen, wie beispielsweise eine Abschwächung der Konjunktur sowie das Einlenken anderer Notenbanken.

Angetrieben von der Hoffnung auf eine mildere Gangart der Fed konnte der Goldpreis auf Wochensicht um über 100 Dollar zulegen. Der Goldmarkt war aber auch deutlich überverkauft, was die Gegenbewegung zusätzlich befeuert hat. Das technische Bild hat sich dadurch deutlich aufgehellt.

Die Zinssorgen weichen der Hoffnung

Seit der Veröffentlichung der schwachen Stimmungsdaten der US-Industrie sind sowohl die Edelmetall- als auch die Aktienmärkte wieder im Aufschwung. Zugleich schwächelte der Dollar und die Renditen für US-Staatsanleihen haben ein Hoch ausgebildet. Die 10-jährige US-Rendite fiel von rund 4,0 % auf zuletzt 3,7 % – aktuell zieht sie aber wieder leicht an. Die nachlassende Dollar-Stärke sowie die fallenden Renditen treiben das zinslose Gold an.

Investoren setzen nun darauf, dass die aggressive Zinspolitik der Fed früher ihr Ende findet. Die Hoffnung wurde untermauert durch die jüngsten Aussagen von Fed-Mitglied Charles Evans, der sagte, dass es an der Zeit sei, dass die US-Notenbank das Tempo der Zinserhöhungen verlangsame. Da die geldpolitischen Maßnahmen zeitverzögert wirken, müsse man abwarten, wie sich die Inflation in den nächsten Monaten entwickelt.

Anleger blicken dabei auf Bank of England und die australische Notenbank. Während die BoE umgesteuert hat und nun wieder langlaufende Staatsanleihen kauft, hat Australiens Notenbank einen kleineren Zinsschritt als erwartet angekündigt, mit der Begründung, dass man die zukünftige Entwicklung abwarten möchte. All das hat dem Goldpreis Auftrieb verliehen. Aus technischer Sicht hat Gold wichtige Marken zurückerobert, die hoffen lassen, dass es zu einer Bodenbildung kommt. Mit der morgigen Veröffentlichung der Non-Farm Payrolls in den USA steht jedoch noch ein wichtiges Event auf der Agenda, dass Schwung in den Goldpreis bringt.

Charttechnik: Gold überwindet wichtige Marken

Die technische Lage hat sich seit dem Kurssprung deutlich aufgehellt, aber für eine Entwarnung ist es noch zu früh. Mit der Rückeroberung der wichtigen Unterstützung bei 1.680 Dollar befindet sich der Goldpreis wieder in der übergeordneten Seitwärtsrange. Zuletzt kletterte das Gold ebenfalls über die fallende Trendlinie. Im Bereich der markanten Widerstandszone bei 1.724 bis 1.735 kam die Entlastungsrally allerdings ins Stocken. Hier verläuft zudem die 50-Tage-Linie (1.723 USD). Um einen weiteren Befreiungsschlag zu landen, muss Gold den Widerstand durchbrechen. Ein Anstieg über das lokale Hoch bei 1.735 würde dem Goldpreis den Sprung bis an das Niveau bei 1.755/64 USD ermöglichen.

Am Widerstand bei 1.724 USD könnte Gold zunächst eine Pause von seiner Rally einlegen. Der Rücklauf sollte im Idealfall aber nicht die Schwelle von 1.700 USD und schon gar nicht die wichtige Unterstützung bei 1.680 USD unterschreiten. Denn dann könnte sich der Abwärtsdruck wieder erhöhen.

Erholung beim Goldpreis stößt auf Widerstand - Dollar und Renditen stützen

Disclaimer

Offenlegung gemäß § 80 WpHG zwecks möglicher Interessenkonflikte:
Der Autor dieser Veröffentlichung erklärt, dass er jederzeit in einem der genannten und analysierten bzw. kommentierten Finanzinstrumente investiert sein kann. Dadurch besteht möglicherweise ein Interessenkonflikt. Der Autor versichert jedoch, jede Analyse und jeden Marktkommentar unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit erstellt zu haben.

Die Autoren der Veröffentlichungen verfassen jene Informationen auf eigenes Risiko. Analysen und Einschätzungen werden nicht in Bezug auf spezifische Anlageziele und Bedürfnisse bestimmter Personen verfasst. Veröffentlichungen von XTB, die bestimmte Situationen in den Finanzmärkten kommentieren sowie allgemeine mündliche Aussagen von Mitarbeitern von XTB hinsichtlich der Finanzmärkte, stellen keine Beratung des Kunden durch XTB dar und können auch nicht als solche ausgelegt werden. XTB haftet nicht für Verluste, die direkt oder indirekt durch getroffene Handlungsentscheidungen in Bezug auf die Inhalte der Veröffentlichungen entstanden sind.

Risikohinweis:
CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 81% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Anlageerfolge sowie Gewinne aus der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft. Inhalte, Newsletter und Mitteilungen von XTB stellen keine Handlungsansätze von XTB dar.



Kommentare lesen und schreiben, hier klicken

Lesen Sie auch

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.




ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Meist gelesen 7 Tage