Devisen

Gold, Dollar, Euro: Neue Trends

Die EZB weitet ihre Bilanzsummme aus, und will so vor allem die Deflationsgefahren bekämpfen. Mit anderen Worten: die EZB will Inflation erzeugen. Damit wird die europäische Notenbank zum globalen Spender der Liquidität – die Märkte werden sich daher zukünftig mehr an der EZB orientieren als an der Fed. Und: der Euro wird zur globalen Weichwährung, die man sich praktisch unverzinst leiht, um das geliehene Geld dann dort anzulegen, wo man noch mehr Renditen bekommt (zum Beispiel Währungen und Staatsanleihen von Schwellenländern).

Was bedeutet das für die Zukunft? Der Euro wird weiter abwerten, sodaß über steigende Importpreise in der Eurzone Inflation erzeugt wird. Das ist politisch gewollt, da ein schwacher Euro vor allem die Exportchancen der Länder der Euro-Peripherie verbessert. Inflation und die Erwartung steigender Inflation aber ist einer der Haupttreiber für den Goldpreis. Daher dürfte Gold zu Euro in größerem Maßstab zulegen.

Im Vergleich zum Euro wird auch der Dollar stärker. Dollar-Stärke ist normalerweise nicht gut für Gold, wird aber durch gestiegene Inflationserwartungen mehr als kompensiert. Die Stärke des Dollar aber wird vor allem der Schwäche des Euro geschuldet sein.

Fazit: Gold und Dollar werden die Hauptprofiteure der Euro-Schwäche. Und nicht zu vergessen: auch Rohstoffe werden teurer – zumindest in Euro!



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