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Goldpreis fällt nach Powell Rede Gold: Fed-Chef sorgt für nächsten Absturz – Unterstützung in Sicht?

Gold: Fed-Chef sorgt für nächsten Absturz - Untersützung in Sicht?

Die Rede von Fed-Chef Powell in Jackson Hole hat die nächste Verkaufswelle im Gold ausgelöst. Der Goldpreis stürzte in der Folge auf ein Tief bei 1.721 US-Dollar. Trotz anhaltender Kriegs-, Inflations- und Rezessionssorgen geht es für das Edelmetall weiter abwärts. Jerome Powell betonte am Freitag, dass der Kampf gegen die Inflation Priorität hat. Mit unerwartet scharfen Worten erteilte er den Erwartungen des Marktes damit eine klare Absage, dass die Fed ihren re­striktiven Kurs infolge einer sich abkühlenden Wirtschaft revidieren könnte.

Ein Monat fallender Inflation reiche demnach nicht aus, um den Kurs zu ändern. Die Vergangenheit habe gezeigt, dass eine zu frühe Lockerung nach hinten losgehen kann. Im Umfeld der Rede zogen die US-Anleiherenditen an, zudem legte der US-Dollar wieder zu. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen notiert aktuell wieder bei 3,11 Prozent. Für den Goldpreis bedeutet das weiterhin starken Gegenwind.

Gold: Die Stimmung ist schlecht

Die Absicht der US-Notenbank, die Geldpolitik so weit zu straffen, dass die Inflation wieder in Richtung der Zielmarke von zwei Prozent sinkt, hat Powell in seiner Rede deutlich betont. Als Konsequenz könnte dies wahrscheinlich „einige Schmerzen für Haushalte und Unternehmen“ erzeugen. Bei Gold-Anlegern sorgten die Aussagen vom Fed-Chef für schlechte Stimmung. Zudem hat sich seit Freitag laut dem FedWatch Tool die Wahrscheinlichkeit eines weiteren großen Zinsschritts von 75 Basispunkten am 21. September auf 68,5 Prozent erhöht.

Der am Freitag veröffentlichte Commitments of Traders-Report (CoT) zeigt, dass sich die Laune schon zuvor eingetrübt hatte. Vor allem bei den großen Terminspekulanten ist der Pessimismus groß. Innerhalb einer Woche haben diese ihre Netto-Long-Position um rund 11 Prozent reduziert. ETF-Anleger trennten sich ebenfalls im großen Stil vom Gold in den vergangenen Monaten. Die schlechte Stimmung kann man am Verlauf des Goldpreises gut ablesen.

Goldpreis: Wie geht es weiter mit der Kursentwicklung?

Nach dem erneuten Rückgang in den vergangenen Tagen hat der Goldpreis eine Unterstützung bei 1.721 USD erreicht. Unterhalb der Marke droht ein weiteres Verkaufssignal. Von hier aus könnte es aber auch zu einem Pullback kommen.

In der vergangenen Woche misslang den Gold-Bullen der nachhaltige Ausbruch über den Widerstand bei 1.755 USD. Anschließend kam es zu einer weiteren Verkaufswelle, die den Goldpreis nun bis an die Unterstützung bei 1.721 USD geführt hat.

Im bullischen Szenario könnte der Goldpreis von den Unterstützungen bei 1.721 oder 1.708/05 eine Erholung einleiten. Ein möglicher Pullback könnte bis an den Widerstand bei 1.755 heranreichen. Dafür müsste Gold zuerst das 61,8% Retracement bei 1.729 USD überwinden. Ein Anstieg über 1.755 USD wäre ein erstes Entspannungszeichen. Darüber rückt der Bereich bei 1.780/85 USD in den Fokus. Unterhalb von 1.705/03 droht dagegen Ungemach. Bei einem Bruch der Unterstützung könnte schließlich die 200-Wochen-Linie bei 1.690 sowie das Vierfachtief bei 1.682 USD angepeilt werden.

Rede von Fed-Chef: Goldpreis stürzt erneut ab - hält die Unterstützung bei 1.721 US-Dollar?

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