Gold/Silber

Warum der Goldpreis nach US-Daten fester notiert

Adler mit US-Dollars und Gold

Seit der Rede von Jerome Powell vom Dienstag ist der Goldpreis unterm Strich von 1.805 Dollar auf aktuell 1.823 Dollar angestiegen. Es ist keine weltbewegende Bewegung, aber Gold zeigt sich zum jetzigen Zeitpunkt robust. Und das trotz einer massiv steigenden Inflation in den USA (gestern gemeldet bei 7,0 Prozent im Dezember nach 6,8 Prozent im November). Die hohe Inflation würde Gold eigentlich attraktiver machen. Aber seit Wochen ist es das Thema schlechthin – die Federal Reserve hat die große Zinswende klipp und klar angekündigt, die wohl ab März starten wird. Dies machte Fed-Chef Jerome Powell am Dienstag erneut klar. Das würde Gold eigentlich unattraktiv machen.

Warum der Goldpreis aktuell fester notiert

Und warum der Goldpreis dann derzeit fester notiert? Immerhin stieg die Inflation in den USA gestern wie gesagt noch weiter an auf 7,0 Prozent. Nun, das war von Analysten bereits so erwartet worden. Und heute um 14:30 Uhr wurden US-Erzeugerpreise vermeldet, die leicht unter den Erwartungen lagen. Die Experten der Commerzbank (CoBa) haben die Gemengelage zum Thema Gold heute in einem Kommentar eingeordnet.

Gold halte sich nach dem gestrigen Anstieg heute auf dem höheren Niveau. Zum Anstieg im Goldpreis habe laut der CoBA wohl maßgeblich der US-Dollar beigetragen, der nach der Veröffentlichung der US-Inflationsdaten spürbar abgewertet hat. Die Teuerungsrate in den USA zeige den höchsten Anstieg seit fast 40 Jahren. Der Blick auf die Details zeige weiterhin einen relativ breiten Inflationsdruck. Die Volkswirte der CoBa erwarten, dass die US-Inflationsrate in den nächsten Monaten noch geringfügig weiter steigt. Ab dem Frühjahr sollte sie dann aber sinken, auch weil die preistreibenden Lieferengpässe tendenziell nachlassen dürften.

Die gestrigen Daten hätten die Erwartung der Marktteilnehmer laut Aussage der CoBa nicht groß verändert. Gemessen an den Fed Fund Futures seien Zinserhöhungen der Fed von insgesamt fast 100 Basispunkten in diesem Jahr eingepreist. Die Marktteilnehmer würden nicht erwarten, dass die Fed noch falkenhafter agiert, also die Zinsen noch schneller oder stärker anhebt. Die erste Zinserhöhung dürfte im März erfolgen. Auch scheint der Markt laut CoBa auf lange Sicht weiterhin von negativen Realzinsen in den USA auszugehen. Dies bedeute, dass die Zinsen unter der Inflationsrate bleiben. Dies alles habe den US-Dollar belastet und den Goldpreis unterstützt.

Chart zeigt Verlauf im Goldpreis in den letzten 30 Tagen Chart zeigt Verlauf im Goldpreis in den letzten 30 Tagen.



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2 Kommentare

  1. Die FED hat die „grosse Zinswende“klipp und klar angekündigt! Lol und nochmal lol!!! Dieser Running Gag scheint einfach nicht totzukriegen sein.Auf usdebtclock.org könnt Ihr euch unter den Rubriken US National Debt und US Total Debt mal so richtig erschauern.Wer, bei einer seit zig Jahren hochdefizitären,massiv über ihre Verhältnisse lebenden Volkswirtschaft die dann exorbitant steigende Zinslast schultern soll hat der grosse „Märkteberuhiger“ vergessen zu sagen! 1% Zinserhöhung bedeutet ca.800 Milliarden(nach europ.Zählart) höhere Belastungen.Vielleicht denkt der listige Jerome bei den 4 Zinsschritten ja nicht typisch amerikanisch BIG sondern an 0,05er Moves! Seine paralysiert beruhigten Jünger liegen ihm dann wohlig schnurrend im Schoss und alles ist wieder gut.God bless America,Mr.Blofeld!

    1. Scusi,0,005er Moves muss es korrekt heissen.

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