Gold/Silber

Gold als sicherer Hafen gegen Kryptowährungen und Aktien – ein Dämpfer

Mehrere Barren Gold

Gold scheint momentan als sicherer Hafen zu fungieren gegenüber den seit Tagen kräftig fallenden Kryptowährungen und Aktienmärkten. Im folgenden TradingView Chart vergleichen wir seit dem 28. Dezember den Bitcoin (blau) mit dem S&P 500 (orange) und Gold (türkis). Der Goldpreis konnte in den letzten Tagen gut 30 Dollar ansteigen. Dem gegenüber stehen seit Tagen kräftige Verluste bei Aktien und Kryptowährungen. Warum ist aber der Goldpreis dann nicht noch viel stärker angestiegen, wenn das Edelmetall als sicherer Hafen funktioniert? Dies liegt am steigenden US-Dollar. Seit dem 14. Januar legt der Währungskorb Dollar-Index eine Aufwärtsstrecke hin von 94,75 auf aktuell 96,19 Indexpunkte. Dies drückt gegen einen möglicherweise noch stärker steigenden Goldpreis. Genau dies sehen auch die Experten der Commerzbank in ihrem heutigen Gold-Kommentar so.

Experten-Kommentare über Stärke bei Gold

Der große Zufluss in Gold-ETFs, über den man gestern berichtet hatte, scheint laut Daniel Briesemann von der Commerzbank eine Eintagsfliege gewesen zu sein. Gestern hätten auf das Edelmetall bezogene ETFs nämlich „nur“ Zuflüsse von knapp einer Tonne verzeichnet, was angesichts des unruhigen Marktumfelds etwas verwundere. Offenbar würden einige Marktteilnehmer dem Braten noch nicht trauen. Naeem Aslam von Avatrade sagt heute zum Thema Gold, dass die zunehmende Volatilität an den Aktienmärkten und die Konflikte in der Ukraine sowie im Nahen Osten die Anleger dazu veranlasst haben ihr Engagement im Edelmetall zu erhöhen, da es als sicherer Hafen gelte und den Anlegern in Zeiten der Unsicherheit Zuflucht biete.

Jüngsten Berichten über die Ukraine zufolge würden die USA planen etwa 8.500 Soldaten in höchste Alarmbereitschaft zu versetzen, damit sie die NATO-Truppen in der Region bei Bedarf unterstützen können. Russland hat laut Naeem Aslam jedoch alle Behauptungen zurückgewiesen, dass das Land die Ukraine übernehmen wolle. Andererseits wird es für Gold seiner Meinung nach sehr schwierig sein seinen Schwung beizubehalten, da die Einleitung von Zinserhöhungen in den kommenden Monaten unvermeidlich sei. Wenn die Zinssätze steigen, würden auch die Opportunitätskosten für das gelbe Metall steigen, was es für die Anleger weniger attraktiv mache. Dies wird letztendlich zu Verkaufsdruck bei Gold führen und den Preis wahrscheinlich nach unten ziehen.

Obacht, morgen werden die Karten neu gemischt

Kurzfristig also bietet Gold offenbar ein gewisses Maß an Stabilität gegenüber anderen angeschlagenen Assetklassen wie Aktien und Kryptowährungen. Morgen Abend werden die Karten aber neu gemischt. Was wird die Fed über die Zinsanhebungen sagen? Dies wird Auswirkungen auf alles haben, Aktien, Kryptos, Anleiherenditen, US-Dollar und Gold.

Chart vergleicht Bitcoin mit S&P 500 und Gold



Kommentare lesen und schreiben, hier klicken

Lesen Sie auch

1 Kommentar

  1. Aus der Sicht des kleinen Sparers, der seine private Altersabsicherung nicht mit Allianz, Riester und Co., Direktversicherungen, und Betriebsrenten angespart hat, sondern mit physischem Gold, sieht das so aus.
    Während der Ansparphase hat sich der Wert der Goldmünzen (in Euro) in den letzten 21 Jahren fasst versechsfacht, und in den letzten 3 Jahren alleine um etwa 50% erhöht. Wer würde sich nicht freuen, wenn seine in Euro eingezahlten Beitäge sich bei der Versicherungsgesellschaft in den letzten etwa 3 Jahren um 50 % erhöht hätten? Da macht einem die Inflation, und die Energiepreiserhöhung, selbst als kleiner Rentner nicht mehr so viel aus. Und alles ist alles legal steuerfrei und es besteht kein Risiko gegenüber einer Versicherung.
    Und ich glaube, es werden immer mehr.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.




ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Meist gelesen 7 Tage