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Gold haussiert, Indizes verlieren – der Trade in Zeiten von Handelskrieg und Zinssenkungen

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Wohin flüchtet alle Welt, wenn sie nicht mehr weiter weiß? Ins gute alte Gold! Im folgenden Chart sieht man das steigende Gold gegen den fallenden Dow seit dem 16. Juli. Im Chart sieht man gut, dass der große Run vor genau einer Woche einsetzte. Das auslösende Ereignis war die Ankündigung von Donald Trump auf weitere 300 Milliarden Dollar chinesischer Importe Zölle einzuführen. Das versetzte die Aktienmärkte in einen Schock, denn damit waren all die kleinen Hoffnungen auf eine Entschärfung des Handelskriegs zunichte gemacht worden. Und seitdem wütet der Handelskrieg munter weiter. Die Aktien crashen seitdem massiv. Der Dow verlor binnen einer Woche unterm Strich 1.300 Punkte. Mal eben so.  Gold konnte seitdem von 1.405 auf 1.501 Dollar zulegen. Natürlich wird das renditefreie Gold attraktiver, je weiter bei Notenbanken und Anleihen die Zinsen beziehungsweise Renditen sinken.

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Wer daran glaubt, dass die Intensität im Handelskrieg zwischen den USA und China so weitergeht, kann natürlich dieses Game auch weiter spielen. Aktien shorten und Gold kaufen. Wie gesagt, dies tue derjenige, der an die Aufrechterhaltung dieses Szenarios glaubt. Auch weiß man nicht, ob langsam mal technisch bedingte Verkäufe im Gold anstehen, sozusagen als Verschnaufpause. Oder geht dieser Trade einfach so weiter, und der Goldpreis steigt ungebremst immer weiter an?

Übrigens: Auch der Schweizer Franken bleibt neben Gold als zweiter sicherer Hafen gesucht. Zum Leidwesen der Schweizerischen Nationalbank. Der Franken wertete seit Mitte letzter Woche weiter auf. Euro vs Schweizer Franken fiel von 1,10 auf 1,0863. Seit zwei Tagen ist die Aufwertung im Schweizer Franken gebremst. Interveniert die Nationalbank gerade in diesem Moment, weswegen der Franken nicht weiter aufwertet? Gut möglich. Denn öffentlich verkünden tut sie solche Maßnahmen nie. Aber es ist auch gut denkbar, dass Devisenhändler mit den Käufen weiterer Franken aktuell zurückhaltend sind, weil sie genau vor so einer Intervention Angst haben. Aber auf jeden Fall bleibt der Fränkli neben Gold ein weiterer Kandidat für eine weitere Aufwertung. Aber beim Franken muss man wie gesagt immer damit rechnen, dass die Notenbanker der Hausse für eine bestimmte Zeit ein Ende setzen. Also, alles rein ins Gold? Entscheiden Sie das bitte selbst!

Gold vs Dow

Auch im großen Bild macht der Chart eine gute Figur. Gold haussiert in den letzten 12 Monaten von 1.200 Dollar auf jetzt ziemlich genau 1.500 Dollar.

Gold in den letzten 12 Monaten

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Gold/Silber

Aktuell: Goldpreis fällt kräftig – aktuelle Daten sind schuld!

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Ein Barren Gold

Der Goldpreis fällt derzeit kräftig nach unten. Er hat vorhin sogar die 1.700 Dollar-Marke nach unten durchbrochen und notiert jetzt bei 1.690 Dollar. Heute Mittag besprachen wir, dass der Goldpreis sich heute Nachmittag aufgrund von zwei Konjunkturdaten bewegen könnte, und genau so kam es auch. Um 14:15 Uhr wurden die privat erhobenen ADP-Arbeitsmarktdaten für die USA deutlich besser vermeldet als erwartet (hier die Details), und zack, der Goldpreis fiel von 1.725 Dollar nach unten.

Dies sieht man gut im folgenden Chart, der den Goldpreis-Verlauf seit heute früh zeigt. Dann um 16 Uhr folgten die ISM-Daten für den US-Dienstleistungssektor, die auch etwas besser als erwartet reinkamen (hier die Details). Das brachte den Markt noch weiter zum Abrutschen. Beide Daten haben den Goldpreis gut 35 Dollar gekostet. Die Aussichten auf eine konjunkturelle Erholung nehmen zu, die Aktienmärkte steigen, und Gold braucht derzeit niemand als Hort der Sicherheit? Tja, zack, Gold fällt. Man sollte das Edelmetall aber nicht völlig aufgeben mit Sicht auf die nächsten Tage und Wochen!

Goldpreis seit heute früh

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Goldpreis fällt – was ist da los? Achtung, heute noch wichtige Daten

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Gold Barren

Der Goldpreis leidet aktuell unter einer optimistischen Grundstimmung am Kapitalmarkt. Massenunruhen in den USA, Coronakrise, Arbeitslose, alles egal. Die Zukunft wird rosig aussehen, die Aktienkurse steigen, auch die Renditen für Anleihen gehen etwas nach oben. Also, warum noch Gold halten? Diese Grundstimmung kann sich nach neuen Konjunkturdaten schnell wieder drehen, aber aktuell ist die positive Grundstimmung vereinfacht gesagt die Lage. Gestern sprachen wir noch über das Aufwärtspotenzial für Gold. Die Inhalte haben sich nicht geändert. Handelskrieg-Eskalation (möglich, aber aktuell nicht auf der Tagesordnung), schwächerer US-Dollar usw. Derzeit interessiert das nicht. Gold macht eine Pause. Der Goldpreis schaffte es bis gestern Nachmittag noch anzusteigen auf 1.745 Dollar. Aber dann kam der Absturz auf bis zu 1.721 Dollar bis 18:30 Uhr.

Euphorie blockiert Anstieg im Goldpreis

Gestern zum Start des Kassa-Handels für Aktien in New York konnte der Dow 30 gut 180 Punkte zulegen. Das war zudem Zeitpunkt wohl zu viel für die ALGOS (Computerprogramme), die dann womöglich Gold verkauften. Seitdem sieht man Schwäche im Goldpreis. Heute früh ging es weiter bergab von 1.725 auf jetzt 1.718 Dollar. Grund hierfür war ein besser als erwarteter Einkaufsmanagerindex aus China, der für die Dienstleistungen im Mai mit einem Indexstand von 55 vermeldet wurde (44,4 im April). Mit einem Wert von über 50 zeigt der Index an, dass wieder Wachstum vorhanden ist!

Achtung Konjunkturdaten

Gute Konjunkturdaten sind tendenziell eher Gift für Gold. Im Chart sehen wir seit gestern Vormittag den Goldpreis in rot-grün gegen den Dow 30 auf CFD-Basis in blau. Die Stärke anderer Assets (mehr Risikobereitschaft im Rahmen einer anhaltenden Euphorie) hält Gold derzeit zurück. Schlechte Konjunkturdaten und/oder eine technische Korrektur bei Aktien kann Gold wieder Auftrieb verleihen. Heute um 14:15 Uhr könnte es zu so einem Ereignis kommen. Stets zwei Tage vor den offiziellen staatlichen Daten werden die ADP-Arbeitsmarktdaten für den Vormonat in den USA veröffentlicht. Heute ist es soweit. Schlechter als erwartete Daten könnten Aktienhändler schockieren, und den Goldpreis pushen. Oder eben auch nicht, wenn die Daten nicht überraschen. Übrigens: Naeem Aslam von Avatrade erwähnt heute Marktspekulationen, wonach der Goldpreis durch die Decke gehen könnte, falls Donald Trump seine “diktatorischen” Züge entfalten und das Militär gegen Demonstranten und Krawallmacher einsetzen sollte.

Aber wie es bisher auch lief, könnte diese mögliche Aktion von Trump den Markt auch völlig kalt lassen. Also, es bleibt dabei. Gold pausiert. Es gibt aber gute Gründe anzunehmen, dass dies eine Art Lauerstellung ist, und bei gegebenem Anlass im Goldpreis viel möglich ist auf dem Weg nach oben. Ipek Ozkardeskaya von Swissquote ist heute der Meinung, dass das Edelmetall für den Fall eines plötzlichen Umschwungs in der globalen Risikobereitschaft auf der Lauer liege, da einige Anleger der Meinung seien, dass die aktuelle Marktrallye (in Aktien) überbewertet scheint und eine Korrektur eher früher als später bevorstehen dürfte. Wichtig: Nach den ADP-Daten um 14:15 stehen um 16 Uhr deutscher Zeit heute noch ISM-Daten in den USA an, die den Markt ebenfalls bewegen können!

Goldpreis vs Dow seit gestern früh

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Warum dem Silberpreis eine Konsolidierung guttut

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Nach der V-förmigen Erholung im Silberpreis im Anschluss an den Corona-Crash hat der Kurs des weißen Edelmetalls nun einen wichtigen Widerstand erreicht. Eine Konsolidierung würde die kurzfristige Überkauftheit abbauen und die Voraussetzungen für den Weg in Richtung 20-US-Dollar-Marke ebnen.

Silberpreis mit V-förmiger Erholung nach dem Corona-Crash

So schnell wie es mit den Notierungen des Silbers nach unten ging, so zügig ging es fast auch wieder nach oben. Dabei hat sich der Silberpreis in kürzester Zeit von einem Niveau von 11,58 US$/Oz. aus durch Fibonacci-Level, horizontale Widerstandslinien und die gleitende 200-Tage-Durchschnittslinie nach oben durchgearbeitet. Aktuell kostet die Unze Silber in der Weltleitwährung 17,86 pro Unze und damit knapp drei Prozent weniger als gestern bei in der Spitze 18,39 pro Unze. Doch nun hat der Silberpreis mit dem mittelfristigen Abwärtstrend eine charttechnisch harte Nuss zu knacken. Daher ist es kein Wunder, dass die Kurse zunächst konsolidieren. Selbst ein Rücksetzer knapp unter die 200-Tage-Linie bis in den Bereich des Schnittpunkts zwischen Aufwärtstrendlinie und horizontaler Unterstützungslinie bei ca. 16,60 US-Dollar pro Unze würde das bullische Chartbild nicht gefährden.

Silberpreis Verlauf im Chart

Zu verdanken hat der Silberpreis die schnelle Erholung, die anderen Rohstoffe, wie z. B. dem Kupfer, in dieser Dynamik bisher verwehrt blieb, vor allem der ultralaxen Geldpolitik der Zentralbanken und der reflexartigen Nachfrage darauf vonseiten der Investoren nach Silbermünzen, Barren und physisch gedeckten Silber-ETF. Zudem hat der Druck von der Terminbörse Comex auf den Silberpreis in den letzten Wochen stark nachgelassen. Die COT-Daten liegen aktuell im positiven Bereich. Der COT-Index signalisiert mit 75 Punkten (Kauf-Zone) nach wie vor ein konstruktives Umfeld für weiter steigende Terminmarktpreise (rote Linie im unteren Bereich des Charts).

Silberproduktion temporär stark eingeschränkt

Die Ausbreitung des Corona-Virus in den bedeutenden Silberförderländern Mexiko, Peru, Chile, Argentinien und Bolivien hat die Zufuhr an neuem Material zuletzt eingeschränkt. Eine Auswertung des GlobalData Mining Intelligence Center zeigt, dass bis zum 18. Mai 66 Prozent der Silberförderstätten weltweit durch Covid-19 beeinträchtigt waren. Erst Anfang Juni beginnen die meisten Silberminen wieder zu arbeiten. Die Auslastung liegt in Ländern wie Peru mit ca 35-40 Prozent jedoch noch weit unter den Normalniveaus von Mitte März dieses Jahres.

Angebotsdefizit bleibt erhalten

Seit dem Jahr 2016 ist die Silberminenproduktion rückläufig. Das Angebot aus Recycling stagniert seit dem Jahr 2015 bei ca. 17 Prozent des Gesamtangebots. Die industrielle Nachfrage ist von 2015 bis 2019 um drei Prozent angestiegen, während die Minenproduktion im selben Zeitraum um zwei Prozent zurückging. Unter Berücksichtigung der Investmentnachfrage rechnet Metals Focus im Jahr 2020 mit einem Angebotsdefizit in Höhe von 105 Millionen Unzen Silber oder 10,6 Prozent des gesamtem weltweiten Silberangebots.

Investoren bleiben auch in Zukunft ein dominierender Faktor

Silber kommt zugute, dass es neben der industriellen Anwendung als deutlich günstigere Alternative zu Gold auch als sicherer Hafen-Investment vor allem in Zeiten desperater Geldpolitik von Anlegern nachgefragt wird. So sind die Bestände der Silber-ETF zuletzt stark angestiegen. Die physischen Nettozuflüsse in Silberinvestitionen (Barren, Münzen, börsengehandelte Produkte etc.), die 2019 im Jahresvergleich um 12 Prozent zulegten, werden in diesem Jahr nach Schätzungen des The Silver Institute voraussichtlich um 18 Prozent anwachsen. Bei den Silberzugängen in die physisch gedeckten ETPs (Exchange Traded Products) wird sogar mit einem Plus von 47 Prozent gerechnet. Damit verwalten die weltweiten Silber-Fonds so viel des weißen Edelmetalls, wie nie zuvor.

Interessant sind die Korrelationen zwischen den Anlageklassen und ihrer Kapitalisierung. Zum Ultimo 2019 gab es überirdisch weltweit bekannte Silbervorräte im Wert von 44 Mrd. US-Dollar. Demgegenüber standen Goldreserven im Wert von 10,9 Billionen US-Dollar. Der weltweite Aktienmarkt hatte ein Volumen von 89,5 Billionen US-Dollar, der Wert der Staatsanleihen betrug 253 Billionen US-Dollar und der Wert aller Immobilien 280 Billionen US-Dollar (Daten-Quelle: Visual Capitalist vom 27. Mai 2020). Aufgrund dieser Korrelationen reichen schon kleinste Umschichtungen zugunsten des weißen Edelmetalls, um den Silbermarkt in ein deutliches Angebotsdefizit und den Silberpreis dynamisch weiter nach oben zu treiben.

Fazit und Ausblick

Die Kursverluste im Zuge der Coronakrise konnte der Silberpreis nahezu komplett wieder aufholen. Die Rahmenbedingungen für weiter steigende Kurse sehen jetzt sogar noch besser aus als vor der Pandemie. Neben der Nachfrage als High-Tech-Rohstoff mit für die Industrie interessanten physikalischen Eigenschaften zu überschaubaren Preisen kommt nun das Lager der Investoren wieder verstärkt auf die Nachfrageseite zurück. Die bereits vor der Coronakrise positive Preistendenz seit November 2018 wird durch die explodierenden Schulden und die dadurch in die akkommodierende Geldpolitik hineingezwungenen Notenbanken noch verstärkt. Zudem droht Silber aufgrund der massiven Investorennachfrage ein signifikantes Angebotsdefizit. Auch deshalb, weil die Produktion der Silberminen, bedingt durch die Covid-19-Einschränkungen, in diesem Jahr um ca. 5 Prozent rückläufig sein wird. Das Gesamtangebot wird um 4 Prozent geringer geschätzt. Die Gesamtnachfrage, inklusive Industrie, Schmuck und Silbergeschirr, soll um lediglich drei Prozent schrumpfen. Dies ist eine insgesamt günstige Angebots-Nachfrage-Situation im Jahr 2020 für die weitere Entwicklung beim Silberpreis.

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