Russland und China im Wettstreit um Malis Gold: Anfang August warnte die chinesische Botschaft in Mali ihre Staatsbürger vor wachsenden Gefahren. Die Botschaft forderte vor allem jene, die in Goldminen oder verwandten Unternehmen arbeiten, auf, ihre Tätigkeiten vorübergehend einzustellen und in sichere Gebiete wie die Hauptstadt Bamako zurückzukehren.
Wettstreit um Malis Gold zwischen China und Russland
Diese Warnung basierte auf Berichten über zunehmende Angriffe und Entführungen außerhalb urbaner Zentren. Nur Tage später, am 4. August, überfielen Kämpfer der jihadistischen Gruppe Jama’at Nasr al-Islam wal Muslimin (JNIM) die chinesische Zuckerfabrik Sakula in Dougabougou. Sie nahmen sechs chinesische Arbeiter als Geiseln und zerstörten Teile der Anlage. Der Vorfall unterstreicht die prekäre Lage ausländischer Investoren in Mali, wo Goldabbau ein lukrativer, aber riskanter Sektor bleibt.
Gold-Abbau in Mali: Segen und Fluch zugleich
Mali zählt zu den größten Gold-Produzenten Afrikas. Das Land fördert jährlich rund 65 Tonnen, was etwa die Hälfte der Staatseinnahmen ausmacht. Der Großteil entfällt auf industrielle Minen im Süden und Westen, doch in abgelegenen Regionen dominiert kleinbetrieblicher Gold-Abbau, oft illegal und mit einfachen Werkzeugen. Jihadistische Gruppen wie JNIM und der Islamische Staat in der Großen Sahara (ISGS) finanzieren sich durch Schutzgelder oder direkte Kontrolle über Minen.
Seit den Militärputschen 2020 und 2021 hat die Junta unter Präsident Assimi Goïta westliche Partner verdrängt und Allianzen mit Russland und China geschlossen. Diese Neuausrichtung Malis verschärft die Sicherheitsprobleme, da russische Söldner der Africa Corps, Nachfolger der Wagner-Gruppe, gegen Aufständische vorgehen, aber oft Zivilisten und Investoren gefährden. Tatsächlich stehen sich Moskau und Peking in Mali eher als Rivalen gegenüber – jeder versucht, dem anderen Einfluss und Ressourcen streitig zu machen.
Mali als der Schlüssel für Russland zu Afrikas Gold-Reserven
Russland nutzt Mali als Brückenkopf in der Sahel-Region. Im Juni begann der Bau einer staatlichen Goldraffinerie in Bamako, finanziert und errichtet vom russischen Yadran-Konzern.
Die Anlage soll 200 Tonnen Gold pro Jahr verarbeiten, weit mehr als die aktuelle Produktion Malis. Damit sollen die Rohgoldexporte enden, und der Mail behält höhere Gewinne. Russland sichert sich im Gegenzug Zugang zu Ressourcen, die es gegen Waffen und Söldner tauscht. Diese Strategie hilft Russland, westliche Sanktionen zu umgehen, die seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine greifen. Der World Gold Council schätzt, dass Russland durch die Wagner-Gruppe jährlich über 2,5 Milliarden US-Dollar aus afrikanischem Goldhandel erzielt.
Firmen wie Nordgold, mit Verbindungen zur Africa Corps, haben Minen in Mali und Burkina Faso übernommen. Die Junta nationalisierte verlassene Standorte wie Yatela und Morila, um Souveränität zu demonstrieren. Ein neues Minengesetz von 2023 erhöht den Staatsanteil an Projekten auf bis zu 35 Prozent.
Gold-Käufe Chinas setzen sich fort
China verfolgt in Mali nicht nur lokale Rohstoffinteressen, sondern bindet das Land in eine breitere Strategie zur Absicherung seiner Wirtschaft ein. Die People’s Bank of China (PBOC) erhöhte im Juli ihre Goldreserven um 60.000 Feinunzen auf 73,96 Millionen Unzen, etwa 2.300 Tonnen. Seit November kauft hat die PBOC etwa 1,3 Millionen Unzen Gold hinzugekauft, wobei die Zukäufe seit Februar deutlich verlangsamt haben und bei etwa um 0,9 Prozent pro Monat aufgestockt wurden. Trotz fallender Goldpreise setzt Peking auf Gold, um Währungsschwankungen und geopolitische Unsicherheiten zu begegnen.
Die Währungsreserven sanken im Juli auf 3,292 Billionen US-Dollar, ein Rückgang um 252 Milliarden gegenüber Juni, bedingt durch die Schwäche des US-Dollars. In Sonderziehungsrechten stiegen die Reserven leicht auf 2,429 Billionen, was die robuste Handelslage Chinas widerspiegelt. Diese praktisch unveränderten Währungsreserven überraschen vor dem Hintergrund, dass der chinesische Außenhandelsüberschuss im Juli weiter zugenommen hat.
Chinas Rückschläge und Russlands Vorteil
Die Konkurrenz zwischen Russland und China eskaliert in Mali. Beide Länder ringen um Konzessionen und Einfluss. Russland dominiert militärisch, schützt Minen mit Söldnern und nutzt Instabilität, um Dienste zu verkaufen. China priorisiert Stabilität für seine Belt-and-Road-Projekte, leidet aber unter Angriffen auf seine Bürger. Die Entführung der sechs Arbeiter zeigt diese Spannung. Jihadisten zielen auf chinesische Ziele ab, möglicherweise provoziert durch russische Operationen, die Konflikte anheizen. Think Tanks wie „The Critical Threats“ beobachten intensive Rivalität in der Sahel-Zone, wo Russland Chaos sät und China Verluste hinnehmen muss.
Mali laviert zwischen beiden, um Abhängigkeiten zu vermeiden. Zudem verhandelt die Junta hart mit westlichen Firmen wie Barrick Gold, die in Steuerstreitigkeiten stecken und Operationen einstellen. Im Juni stellte ein Gericht die Loulo-Gounkoto-Mine unter vorläufige Verwaltung und beschlagnahmte eine Tonne Gold.
Auffällig ist, dass Moskaus Einfluss in Mali vor allem aus Instabilität und kurzfristigen Deals lebt – während Peking trotz Rückschlägen versucht, funktionierende Strukturen aufzubauen.
Die Gold-Produktion sank letztes Jahr durch die Konflikte um 23 Prozent auf 51 Tonnen. Für das laufende Jahr erwartet die Regierung einen leichten Anstieg. Die russischen Investitionen treiben Nationalisierungen voran, während die Jihadisten versuchen, ihren Einfluss in diesen Sektor auszuweiten.
Der illegale Einsatz von Chemikalien wie Quecksilber und Cyanid beim Goldabbau zerstört Böden und Gewässer, was die Lebensgrundlagen von Bauern und Viehzüchtern in Mali vernichtet. Daraus resultieren soziale Konflikte, die Gruppen wie JNIM ausnutzen, um verarmte Gemeinschaften für Rekrutierung und Schutzgelder zu gewinnen. Chinesische Goldwäscher, die durch illegale Minen Umweltzerstörung vorantreiben, befördern so indirekt die Instabilität des Landes, dessen Stabilität sie für ihre Belt-and-Road-Projekte benötigen. Russland nutzt diese Unsicherheit, um seinen Einfluss durch Söldner und Golddeals auszubauen, was Chinas Interessen schwächt. Selten wendet sich Umweltzerstörung so schnell und konsequent gegen ihre eigenen Verursacher, wie in diesem Fall.
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Konkurrenz belebt das Geschäft
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
Gerade in den warmen Sommermonaten kann zu häufiges Kommentieren in Internetforen zu erheblichem Streß führen.
Einfach mal den Rechner zuklappen, ein wenig meditieren und viel trinken, wirkt in solchen Fällen wahre Wunder.
Vor allen Dingen zum Thema scheiben, und nicht nur substanzloses Gelaber.
Zum Tema;
„Aufständische“ oder auch Freiheitskämpfer sind es, wenn sie sich gegen Russen oder China im Land auch mit Waffengewalt wehren. In z. B. Afghanistan waren zur Zeit der russischen Besetzung Afghanistans die Taliban für den Westen die Freiheitskämpfer. Als die USA und Deutschland Afghanistan besetzten, waren die dieselben Taliban plötzlich keine Freiheitskämpfer mehr, sondern Terroristen.
Viele Grüße aus Andalusien
Helmut
@Helmut
Was redest du wieder für einen Schwachsinn? In dem Artikel taucht nirgends das Wort „Freiheitskämpfer“ auf. Der Autor spricht von „Jihadisten“ und benennt zwei Gruppen namentlich. Du baust hiet also mal wieder einen Strohmann.
Dir passt es natürlich nur nicht, dass dein Märchen von den festen Verbündeten China und Russland zerstört wird.
Ja, Helmut, die Realität richtet sich nicht nach deinen Tagträumen am andalusischen Pool
Islamist
Du hast nichts verstanden.
@Helmut
Der Einzige, der hier jeden Tag nichts versteht, bist du:
– Du kennst den Unterschied zwischen Zöllen und Steuern nicht.
– Aus der Pleite einer Bank machst du eine Pleitewelle (Hochachtung – so viel Realitätsverweigerung, dazu gehört schon einiges).
– Kiesinger dichtest du eine SS-Vergangenheit an, die es nicht gibt.
– Du träumst von einer russisch-chinesischen Freundschaft, die es nicht gibt.
-Umweltschutz verwechselst du mit dem Schutz deiner eigenen Brieftasche vor Verlusten.
– Du scheiterst an einer einfachen Prozentrechnung.
– Und „Logik“ verwechselst du mit einem Argumentum ad ignorantiam: Weil sich der kleine Helmut nicht vorstellen kann, dass es einen menschengemachten Klimawandel gibt, kann es ihn auch nicht geben.
– Deine Hausaufgabe, mit deiner unglaublichen Logik den „Nature“-Artikel zu widerlegen, hast du dreimal geflissentlich ignoriert, weil du es nicht kannst.
Also laber nicht deinen Unsinn von wegen „Du hast nix verstanden“.
Als @Helmut in Dauerschleife seine mathematischen Zaubertricks zum CO2-Kreislauf zum Besten gab, hat ihm der Autor bekanntermaßen anständig den Wirrkopf gewaschen. Seitdem reagiert der andalusische Gold- und Sonnenanbeter auffallend gereizt und kehrt noch mehr als sonst den bockigen Besserwisser heraus.
Dazu gehört z. B. auch, dass jeder mit abweichenden Ansichten nichts verstanden hat.
Helmut versteht einfach nicht, dass er nichts versteht.
Der Einfluss von CO2 auf die Erderwärumg ist nachgewiesen und real.
In Andalusien und Portugal herrscht eine große Dürre.
Man muss nicht dran glauben, es ist trotzdem real.
Ein Stückchen weiter nördlich Nähe Valencia gab es letztes Jahr Starkregen, wegen des stark aufgeheitzen Mittelmeers, so dass die Atmosphäre mehr Feuchtigkeit aufnimmt, die dann als Regen wieder runter kommt.
Aktuell ist es 2-3°C wärmer als der der Durchschnitt (Referenzzeitraum 1991-2020).
Ist einfach nachzubauen: Zwei gleich große Töpfe mit gleich viel Wasser gefüllt. Einen kalt stehen lassen, den andern auf 30°C erwärmen und am nächsten mal die Pegel vergleichen.
Bei allen die meinen, 2-3° ist doch nicht viel. Doch, das ist extrem viel. Man beachte die Wärmekapazität von Wasser, die bei 4,18 kJ liegt, bedeutet, um 1KG (1L) Wasser zu erwärmen braucht nach eben die 4,18 KJ (4180 J sind etwa 40 % der Energie einer AA-Batterie.)
Wenn man jetzt die Wassermenge des gesamten Mittelmeerraums bzw. des relevanten Oberflächenwassers betrachtet, kommt da viel zusammen. Und das ist Wärme-Energie, die der Luft „entzogen wird“, d.h., die Meere schützen uns, geben es aber in Form von mehr Regen wieder an uns zurück. Nur die Dürreregionen haben aktuel halt Pech.
Dafür könnten die gut aufgestellt sein, wenn wir durch das Schmelzen der Polkappen das Oberflächenwasser der Meeresströmungen so weit verdünnen, dass der Golfstrom sich verlangsamt, was eine Eiszeit bedeutet. Der Eispanzer könnte kurz vor Portugal oder Nordpsanien stoppen. Dann können sie auch wieder Süßwasser ernten.
Was braucht es denn noch?