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Gold/Silber

Gold – langfristig!

Erst langfristig stark steigende Preise – davor Korrektur..

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Eine Analyse von Henrik Becker

 

Die Performance seit meiner letzten Analyse konnte diese sehr genau nachvollziehen. Leider bin ich gewillt zu sagen, denn zu einer richtungsweisenden Endscheidung konnte sich das Edelmetall nicht hinreißen lassen. Wie Sie es den Charts entnehmen können, habe ich mein Szenario unverändert belassen, außer einer leichten Verschiebung der Zeitziele. Gold befindet sich sehr tief im Korrekturmodus und wird diesen Zustand auch so schnell nicht verlassen.

Ausblick:

Seit 2011 bildet Gold eine komplexe Korrektur (abcxabc) als übergeordnete Welle (II) aus. Diese relativ gemächlich ablaufende Korrektur befindet sich in der zweiten Welle (b) und damit in der finalen abc-Formation. Aktuell steht Welle (b) unmittelbar vor dem Zielbalken, dem 1.00 Retracement bei 1.278 $. Dieses Ziel hatte ich bereits in der letzten Betrachtung als signifikante Widerstandslinie beschrieben. Daran hat sich durch die zwischenzeitliche Entwicklung nichts geändert. Selbst ein eventueller Ausbruch über diesen Widerstand würde das große Bild für das Edelmetall nicht grundlegend verbessern.

(Chart durch anklicken vergrößern)

Gesetzt den Fall würde sich der Trend bis zur nächsten Sprosse, dem 1.62 Retracement bei 1.564 $ steigen und hier seinen Abschluß finden. Doch allein der Aspekt, daß im Bereich des 1.00 Retracements (1.378 $) die obere Trendkanallinie liegt, verleiht dieser Kursmarke eine enorme Widerstandskraft. Nach Abschluß von (b) bildet Gold die noch ausstehende Welle (c) aus. Unter deren Einfluß wird Gold noch einmal kräftig unter Druck gesetzt, wenngleich ich keine crashartige Performance erwarte. Erst mit Unterschreiten der Unterstützung bei aktuell 1.175 $ (0.76 Retracement) setzt sich (c) in Bewegung.

Das idealtypische Ziel dieser Welle liegt im Bereich des großen 0.38 Retracement bei 879 $. Auch wenn regeltechnisch ohne Weiteres ein Preisverfall bis 406 $ (0.76 Retracement) zu rechtfertigen wäre, erwarte ich keinen größeren Abverkauf. Wie das Zeitlineal es aufzeigt, wird der Trend erst im Verlauf des kommenden Jahres dieses Ziel erreichen. Der sich daran anschließende Trend wird Gold zu neuen Höhen steigen lassen, wie es im Chart bereits angedeutet ist. Dabei stellen Notierungen bis weit über 2.000 – 3000 $ keine Utopie dar. Die kurzfristigeren Avancen halten noch etwas aufwärtsgerichtetes Potenzial bereit. Doch sollten die zeitnah noch stattfindenden Preissteigerungen nicht zu euphorischem Handeln verleiten. Wie der untere Chart es zeigt, wird dadurch lediglich die ABC-Formation, der übergeordneten (b), regelkonform abgeschlossen.

Welle (C) bildet sich als expandierender Diagonalimpuls (iiiiiiivv) und kann bedingt dadurch, daß Welle „5“ häufig aus dieser Formation ausbricht, bis zum 1.38-Widerstand bei 1.480 $ steigen. Eine Regelverletzung stellt sich dadurch nicht ein. Ein wesentlich höheres Ansteigen erwarte ich nicht. Welle (C) und damit verbunden auch (b) wird erst durch einen nachhaltigen Bruch der 0.62-Unterstützung bei aktuell 1.284 $ abgeschlossen.

Die sich daran anschließende Bewegung verläuft sehr dynamisch und kann in der ersten Phase bis zum Tief bei ca. 1.000 $ reichen. Erst von diesem Niveau aus ist von einer größeren dann aufwärtsgerichteten Korrektur auszugehen. Eine Wendung hin zu einem größeren Aufwärtstrend kann ich dem Chart nicht entnehmen. Dazu ist die Konstellation der seit Ende 2015 laufenden Bewegung einfach nicht geschaffen. Selbst ein eventueller Anstieg bis 1.564 $ (1.62 Retracement) würde die große Korrektur nicht beenden können.

Fazit:

Gold befindet sich, ungeachtet der seit über zwei Jahren währenden leichten Erholungsphase, sehr tief im Korrekturmodus. Bereits in der ersten Jahreshälfte wird diese Welle (b) ihren Abschluß finden. Dass dieser Bewegung noch zur Verfügung stehende Potenzial nimmt sich sehr bescheiden aus und sollte für längerfristige Engagements nicht ausreichend sein.

Erst nach Abschluß von Welle (II) und damit der seit´11 laufenden Korrektur, ist von einem erneuten sehr weittragenden Aufwärtstrend auszugehen. Zur Absicherung langer Positionen empfiehlt sich das 0.76 Retracement bei 1.175 $ (Seite 1). Kürzere Positionen sollten dazu auf das kleine 0.62 Retracement bei aktuell 1.284 $ zurückgreifen.

100g Feingold
Foto: Imalipusram, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en

17 Kommentare

17 Comments

  1. Avatar

    leser

    16. Februar 2018 11:22 at 11:22

    Danke für das update.

    „Aktuell steht Welle (b) unmittelbar vor dem Zielbalken, dem 1.00 Retracement bei 1.278 $“; müsste das nicht 1378 $ heißen?

  2. Avatar

    V

    16. Februar 2018 11:31 at 11:31

    „Gold befindet sich sehr tief im Korrekturmodus und wird diesen Zustand auch so schnell nicht verlassen.“
    Wenn diese Analyse mal nicht falsch ist. Es könnte auch direkt nach oben gehen und dann werden viele aufspringen. Aktuell ist ein Ausbruch nach oben ebenso wahrscheinlich. Ich persönlich habe Bestände in den letzten 2-3 Jahren aufgebaut und stocke aktuell weiter auf.
    Andererseits würde ich einen Rückfall auf unter 1000 USD begrüßen, denn ich habe noch bei weitem nicht meine Zielbestände aufgebaut.

  3. Avatar

    Martin

    16. Februar 2018 11:45 at 11:45

    Was ich immer seltsam finde ist, das zB bei diesem Chart der Goldpreis den langfristigen Trend noch nicht durchbrochen haben soll. Nehme ich aber zB mein Chartprogramm, hat er diesen schon letztes Jahr durchbrochen und das habe ich auch schon bei anderen gesehen. Aber selbst wenn er Richtung 879 $ gehen sollte und der Euro noch stärker werden sollte Richtung, würde der Goldpreis in € um die 700 € oder weniger kosten. Das wäre natürlich ein absoluter Kaufgrund. Und ich würde auf jeden Fall zu schlagen. Also eigentlich können wir nur gewinnen. Gehts runter, kaufen, gehts hoch, Kursgewinne.

    • Avatar

      leser

      16. Februar 2018 12:35 at 12:35

      @Martin
      Wenn ich bei meinem Chartprogramm (Prorealtime) einen logarithmischen Monatschart nehme und dann eine Trendlinie über das Hoch bei 1921 (Sep 2011) und das Hoch 1792 (Okt 2012) lege und diese Trendline nach rechts verlängere, dann ist der Kurs im Moment ganz knapp über der Trendlinie. Von einem Bruch kann man aber noch nicht sprechen.

      • Avatar

        Einzahler

        16. Februar 2018 14:07 at 14:07

        Kann ich nur bestätigen!

      • Avatar

        Lausi

        17. Februar 2018 06:37 at 06:37

        @leser
        Habe bei Prorealtime auch gerade diesen Abwärtstrendkanal eingezeichnet (logarithmische Darstellung), den ich bis jetzt noch nicht auf dem Schirm hatte. Bei mir sieht er so aus, dass dieser am 11.01.2018 nach oben verlassen wurde, und am 09.02.2018 noch mal angetestet wurde und der Kurs dann dort nach oben abgeprallt ist. Eigentlich ein sehr bullisches Bild. Sollte der Kurs allerdings in diesen Abwärtskanal wieder eintauchen (bei ca. 1.315 $), sieht es natürlich ganz anders aus. Es bleibt spannend :-)

  4. Avatar

    Franz

    16. Februar 2018 13:03 at 13:03

    interessanter Chart-also müsste es jetzt wieder länger nach unten gehen.Das will ich sehen-ich wette voll dagegen-wir sehen dieses Jahr schon neue Höchstkurse!
    Das die Minen jedoch derzeit nicht mitziehen, daher könnte aber auch was dran sein.Ich lass mich überraschen!

  5. Avatar

    leser

    16. Februar 2018 13:41 at 13:41

    Hier noch der Chart für die bullische Variante, https://kimblechartingsolutions.com/2018/02/opportunity-knocks-will-gold-bulls-answer/

    Ich denke mal, es hängt an der FED, für welche Richtung sich Gold entscheidet.

  6. Avatar

    Columbo

    16. Februar 2018 14:14 at 14:14

    „In Gold we trust“ (Report 2017), von Ronald Stöferle ist Pflichtlektüre für alle, die mit Gold mehr vorhaben, als es ihrer Frau um den Hals zu hängen.

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    franko33

    16. Februar 2018 15:16 at 15:16

    Kann man Gold aktuell rein charttechnisch beurteilen ?
    Es ist so ziemlich der einzigste Wert,der im physischen einen reinen
    Absicherungsfaktor darstellt.
    Bei unser heutigen drastischen Überschuldung und ständigem „pushen“ der
    Fiat Währungen, was passiert bei einem Crash ?
    Ist dieser in der vorgedachten Welle nach oben so dargestellt ?
    Dann könnten wir ja alle ziemlich genau vorbestimmten,wann der Finanzmarkt kollabiert,wenn wir nur die Charttechnik verwenden würden.
    Trotz alledem,eine interessante These…

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      16. Februar 2018 15:22 at 15:22

      @franko, das Problem bei Gold sehe ich vor allem darin, dass es über Derivate gehandelt wird – wenn es eine große Enthebelung an den Finanzmärkten geben sollte, dürfte daher auch Gold fallen; dadurch wird seine Eigenschaft als sicherer Hafen in Frage gestellt, den physisches Gold sicherlich hat!

  8. Avatar

    Harjit Singh

    16. Februar 2018 21:54 at 21:54

    Tolle Analyse! Ich kenne Herrn Becker, oder besser gesagt seine Arbeiten, schon seit über 10 Jahren. Sehr oft hat er mit seiner Sicht gegen die allgemeine Meinung gelegen, macht ihm wohl auch nichts aus, und am Ende doch Recht behalten. Allein aus diesem Grund nehme ich die Grundaussage sehr ernst. Wer seine Arbeiten kennt weiß, dass hier auf lange Sicht gedacht wird. Sie hier wieder zu finden war eine echte Überraschung für mich.

    • Avatar

      Henrik Becker

      17. Februar 2018 11:57 at 11:57

      Hallo Herr Singh,
      jetzt wären Sie mir fast abhanden gekommen!
      Ja „Elliottwavetrader“ ist schon lange her. Seit einigen Jahre habe ich eine neue Website mit einer etwas anderen Ausrichtung.

      Beste Grüße
      Henrik Becker

  9. Avatar

    Interessent

    17. Februar 2018 07:51 at 07:51

    Hallo Herr Becker, schöner Artikel mit sehr übersichtlichen einfach zu lesenden Charts; das hat man wirklich nur sehr selten in der Charttechnik. Vor allem aber mal eine Betrachtung auf sehr lange Sicht, wie es für eine wirkliche Geldanlage im Sinne des Wortes unentbehrlich ist. Von Elliott-Wellen verstehe ich nichts, aber allein die „historischen“ Charts geben Hoffnung darauf, daß sich das beschriebene Szenario auch so einstellt.

  10. Avatar

    Henrik Becker

    17. Februar 2018 09:51 at 09:51

    Zunächst einmal möchte ich mich für das unerwartet rege Interesser an meinem Artikel sowie für die sehr sachliche Kommentierung, dieses Verhalten ist im Internet besonders bei Elliott-Analysen nicht selbstverständlich, bedanken. Es ist wohl auch Ausdruck des allgemein hier auf dieser Seite vorherrschenden Niveaus im Umgang miteinander.
    Natürlich besteht momentan die Möglichkeit eines weiterführenden Anstieges bis ca. 1.560 $. Trendkanäle spielen in der EW-Theorie keine allzu große Rolle und sind ohnehin auch immer interpretationsbedürftig. Doch würde diese Variante einer wahren Kriegserklärung an Gold gleichen. Der Grund hierfür ist, daß die seit Ende 2015 laufende Erholungsphase (b), im Sinne der EW-Theorie, keine Trendwendeformation darstellt. Schon gar nicht ist diese Konstellation als Fundament für einen neuen weitreichenden Aufwärtstrend (Impulswelle) geeignet. Sollte Gold nun weiter steigen, dann eben nur als Teil einer übergeordneten Korrektur. Die Folge wäre dann eine, in Kurs und Zeit der bisherigen Korrektur gleichenden, erneute Korrektur mit einem Potenzial von ca. 850 $, also einem Ziel bei ca. 750 $.
    Ein Leser hat den Kauf von Gold als Krisenvorsorge deklariert. Dem ist natürlich nichts entgegenzuhalten, ganz im Gegenteil sollte dieses Bestreben im Vordergrund stehen. Der sich spätestens ab 2022 einstellende Aufwärtstrend wird für die große Geduld mehr als hinreichend endschädigen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Henrik Becker

    • Avatar

      Lausi

      17. Februar 2018 21:34 at 21:34

      Sehr geehrter Herr Becker,

      in Ihrer Chartanalyse zeichnen Sie einen wunderschönen Trendkanal, und sagen dann, dass es auf diesen nicht so ankommen würde? Ab welchen Kursstand würden Sie denn Ihre Analyse verwerfen, und ein Alternativszenario in Erwägung ziehen? Bei über 1.560 $? Eine alternative EW-Zählung sollte man ja immer in petto haben, auch wenn diese im Moment als relativ unwahrscheinlich erachtet wird. Die Möglichkeit, dass wir im Dez. 2015 das Ende der Korrektur schon gesehen haben, scheint mir mindestens genauso wahrscheinlich zu sein, sofern man bei der Chartanalyse nicht nur potenzielle EW-Zählungen berücksichtigt. Mit anderen Worten: Ich halte mal dagegen :-)

      • Avatar

        Henrik Becker

        19. Februar 2018 08:05 at 08:05

        Kein Problem! Selbst wenn Gold über 1.600 $ steigt, ist damit die Korrektur aufgrund der fehlenden Struktur nicht aufgelöst. Der Fokus meiner Kundschaft liegt auf dem sehr langen Bereich. Da zählen ein paar Monate oder ein paar Dollar nicht.
        Beste Grüße
        Henrik Becker

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Gold/Silber

Goldpreis-Verlauf unter Joe Biden – das ist keine einfache Thematik

Claudio Kummerfeld

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Gold mit US-Dollar und Adler

Wenn ein Unternehmen seine Quartalszahlen deutlich besser als erwartet veröffentlicht, dann ist die Lage einfach und klar. Der Aktienkurs sollte steigen. Und im Goldpreis? Da wird die Lage mit Sicht auf mehrere Wochen und Monate etwas schwieriger. Joe Biden ist jetzt neuer US-Präsident. Und nun steht das gewaltige 1,9 Billionen Dollar schwere Stimulus-Paket an. Wird es verabschiedet werden, und was sind die Auswirkungen auf den Goldpreis?

Carsten Fritsch von der Commerzbank wies am Mittwoch in einem Kommentar darauf hin, dass die Verabschiedung dieses gigantischen Konjunkturpakets die erste große Aufgabe von Joe Biden sein werde. Zwar würden die Demokraten nach dem Sieg bei den Senats-Stichwahlen in Georgia über eine knappe Mehrheit in beiden Kongresskammern verfügen. Einfach werde der Genehmigungsprozess dennoch nicht. Von daher bleibe abzuwarten, wie lange es dauert, bis das Paket unterschriftsreif auf dem Schreibtisch des neuen Präsidenten liegt. Gold dürfte laut Carsten Fritsch von dieser Unsicherheit profitieren. Nach Inkrafttreten dürfte die Wirtschaft in den USA dank des massiven Impulses spürbar anziehen, was den US-Dollar aufwerten lassen und den Goldpreis damit belasten könnte.

Goldpreis im größeren Bild mit guten Aussichten?

Das ist das kurzfristige Szenario für die Aussicht auf Tage und Wochen. Und danach, wenn man auf das große Gesamtbild blickt? Gold ist doch der Fluchthafen, wenn die angeblich große Inflationswelle kommt? Ja, dieses Szenario sollte im größeren Bild nie vergessen werden. Die Notenbanken drucken immer mehr Geld, die Staaten verschulden sich immer mehr. Nicht eine Hyperinflation, sondern „nur“ ein deutlich spürbares Anziehen der Inflation könnte den Goldpreis wieder anfachen als Fluchthafen. Die Fed hat Ende letzten Jahres schon klar gemacht, dass sie zur Stützung der Konjunktur eine möglicherweise anziehende Inflation erst einmal nicht bremsen würde mit höheren Zinsen. Dies wäre womöglich die Chance für Gold-Trader auf höhere Kurse zu setzen.

Blickt man ganz aktuell auf den Goldpreis, dann hat er diese Woche zulegen können. Unter 1.830 Dollar am Montag gestartet, ging es bis gestern rauf auf das Hoch bei 1.874 Dollar. Aktuell kann man sich mit 1.862 Dollar auf erhöhtem Niveau halten. Im Chart sehen wir seit Montag den steigenden Goldpreis gegen den fallenden US-Dollar (Dollar-Index blau). Gestern hatten wir schon den nicht einfach zu erklärenden Goldpreis-Anstieg in dieser Woche besprochen. Derzeit ist die Lage nicht ganz so klar wie üblich. Die Biden-Wahl bringt viel in Bewegung.

Chart zeigt Goldpreis-Anstieg seit Montag gegen fallenden US-Dollar

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Gold/Silber

Silberpreis: Geht es jetzt bald deutlich nach oben?

Markus Fugmann

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Der Silberpreis hatte einen holprigen Start in die Woche – aber er hat es geschafft, wieder ins Positive zu drehen. Wohin wird sich das Edelmetall in den kommenden Wochen bewegen?

Der Silberpreis war im Januar 2021 ziemlich instabil. Das gilt insbesondere nach dem deutlichen Pullback, den wir seit Wochenbeginn gesehen haben. Fast unmittelbar danach prallte Silber jedoch vom Unterstützungsniveau bei 24 $ wieder nach oben.

Silberpreis: Der Widerstand bei 26 Dollar

Trotz der deutlichen Erholung beim Silberpreis vom Unterstützungsniveau von 24 Dollar: nun liegt ein starker Widerstand um die $26-Marke vor uns. Sollte es dem Silber jedoch gelingen, diese Marke zu überwinden, könnten im Januar sogar Gewinne bis zur 28 $-Marke möglich sein.

Bricht jedoch das Unterstützungsniveau von 24 $,  dann dürfte der Silberpreis bis auf 22,90 $ zurückfallen. Übergeordnet geht David Jones, chief market strategist bei capital.com, davon aus, dass Silber weiter steigen wird. Aber das größte Risiko wäre eine Erholung beim US-Dollar:

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

Wohin geht der Silberpreis?

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Gold/Silber

Goldpreis steigt weiter an – keine einfache Spurensuche nach den Gründen

Claudio Kummerfeld

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Mehrere Barren Gold

Der Goldpreis steigt weiter an. Gestern Vormittag besprachen wir die gute Laune der Gold-Anleger bei einem Preisniveau von 1.855 Dollar. Jetzt 24 Stunden später notiert Gold bei aktuell 1.872 Dollar. Die Spurensuche für die Gründe ist nicht ganz so einfach.

Schwierige Spurensuche für steigenden Goldpreis

Sogar die Experten der Commerzbank, die in Sachen Edelmetallen ziemlich fit sind, tun sich aktuell schwer. So sagen sie in einem ganz frischen Kommentar, dass die Preise für Edelmetalle gestern Nachmittag urplötzlich und ohne einen erkennbaren Grund nach oben sprangen. Der Preisanstieg auch im Goldpreis sei ohne Zutun des US-Dollar erfolgt, der sogar leicht aufwertete. Möglicherweise habe die Erwartung massiver fiskalischer Stimulierungsmaßnahmen am Tag der Amtseinführung von US-Präsident Biden eine Rolle gespielt, wodurch die Inflationsrisiken steigen und die Staatsverschuldung nochmals deutlich anschwillt. Aber auch charttechnische Faktoren könnten laut CoBa eine Rolle gespielt haben, nachdem der Goldpreis die wichtige 200-Tage-Linie überwunden hat. Dadurch könnten spekulative Finanzanleger weitere Käufe getätigt haben.

Man könnte auch abgesehen von diesen Faktoren sagen (so meine Meinung): Vielleicht setzt derzeit ein neuer Aufwärtsschub im Goldpreis ein, weil die Anleger grundsätzlich wieder stärker in Kauflaune für Gold sind? Die gesamte Gemengelage aus Inflationsangst und globalen Unsicherheiten lässt Gold wieder attraktiver erscheinen in 2021, und die Menschen kaufen mehr Gold? Ganz kurzfristig schaut der aktive Trader heute auf die EZB-Entscheidung um 13:45 Uhr und die folgende PK um 14:30 Uhr. Große Entscheidungen werden nicht erwartet, aber man weiß ja nie. Und um 14:30 Uhr werden die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA veröffentlicht. Auch sie können vor allem den Devisenmarkt bewegen, und somit auch den Goldpreis.

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf seit dem 11. Januar
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