Gold/Silber

Gold: nur Zwischenrally?

Die beiden besten Goldpreis-Prognostiker bleiben bärisch..

Trotz des guten Starts des gelben Metalls in 2014 bleiben die beiden besten Prognostiker für den Goldpreis (nach Bloomberg-Ranking) skeptisch für den Goldpreis.

Robin Bhar, Chef der Researchabteilung für Metalle bei der Societe General in London, sieht den Goldpreis im vierten Quartal bei 1050 Dollar – und damit deutlich tiefer als aktuell. Bhar geht davon aus, dass einerseits die höheren Preise zu Verkäufen genutzt werden, andererseits die Fed ihr Stimulusprogramm weiter reduziert. Zudem sei die US-Wirtschaft weiter auf solidem Wachstumspfad, was den Dollar unterstützen und Gold unattraktiv erscheinen lasse.

Ähnlich sieht das der zweite Top-Prognostiker, Justin Smirk von Westpac Banking Corp., der den Goldpreis zum Jahresende bei 1020 Dollar sieht und den aktuellen Preis für „nicht mehr billig“ hält.

Der derzeitige Preisanstieg beim Gold wird von zwei Faktoren getrieben: erstens haben Hedgefunds seit letzter Woche ihre Long-Positionen fast verdreifacht, wie Daten der CFTC zeigen. Allerdings lagen die bullischen Wetten auf den Goldpreis zuvor auf einem historisch niedrigen Niveau.

Der zweite Treiber ist die physische Goldnachfrage aus China: hier flüchten viele Chinesen ins gelbe Metall, weil sie skeptisch sind für die weitere wirtschaftliche Entwicklung im Reich der Mitte. China hat mittlerweile Indien als größter Nachfrager nach physischem Gold überholt. In anderen Schwellenländer könnte die Goldnachfrage jedoch weiter zurück gehen, da mit Abschwächung der Schwellenländer-Währungen der Kauf von physischem Gold teurer wird.

Übergeordnet dürften die global wirksamen deflationären Tendenzen ohnehin weitere Ansteige des Goldpreises begrenzen. Macht die chinesische Führung weiter ernst mit ihrem Programm der Überprüfung von Krediten, dürften sich die ohnehin vorhandenen Tendenzen in Richtung Deflation noch weiter verstärken.



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