Der Goldpreis kennt derzeit kein Halten mehr. Über Nacht sahen wir binnen acht Stunden einen Anstieg um 130 Dollar! In den letzten zwölf Monaten war es ein Anstieg um 77 %. Heute liegt das neue Allzeithoch bei 4.888 Dollar! Zentralbanken kaufen weiterhin massiv Gold auf. Die gestrige Meldung, dass die Zentralbank in Polen dieses Jahr 150 Tonnen Gold kauft, ist ein weiterer Baustein für die Mega-Rally im Edelmetall. Trumps Angriffe auf die Fed, Trumps Angriff auf Grönland uvm. Derzeit werden massenweise bullische Argumente geliefert. Eine aktuelle Umfrage der London Bullion Market Association (LBMA) zeigt, dass Bankanalysten für 2026 teils sehr hohe Kursziele anvisieren!
Edelmetalle gehen mit starkem Rückenwind in das Jahr 2026, aber eine wachsende Reihe von Herausforderungen droht die Marktdynamik in diesem komplexen Bereich neu zu gestalten, so die LBMA. Weiter berichtet die Vereinigung: Analysten gehen davon aus, dass Gold, Silber, Platin und Palladium im Laufe des Jahres neue Höchststände erreichen werden, darunter nicht nur die 6.000 Dollar-Marke für Gold, sondern sogar 7.000 Dollar.
Gold bleibt nach einem Rekordjahr 2025 weiterhin in den Schlagzeilen. Analysten erwarten laut der LBMA, dass der Goldpreis im Durchschnitt 38 % über dem Vorjahresniveau liegen wird, angetrieben von den Erwartungen niedrigerer Realzinsen in den USA, einer anhaltenden Lockerung der Geldpolitik durch die Fed und einer unveränderten Diversifizierung der Zentralbanken weg vom Dollar. Geopolitische Spannungen festigen weiterhin die Rolle von Gold als weltweit führender sicherer Hafen. Allerdings zeigen sich erste Risse in der Rally, so der LBMA: Die Nachfrage nach Schmuck gehe nämlich zurück, einige Zentralbanken würden preisempfindlich reagieren, und massive Spekulationsgeschäfte könnten zu stärkeren Umkehrungen führen, wenn sich die Stimmung verschlechtert.
Analysten gaben gegenüber der LBMA ihre Einschätzungen am 12. Januar ab. Der Goldpreis für 2026 wird demnach voraussichtlich im Jahresdurchschnitt um 4.741,97 USD steigen. Die prognostizierte Handelsspanne liegt jedoch bei 3.700 USD (von 3.450 USD bis 7.150 USD), was einem Anstieg von 103 % gegenüber der tatsächlichen Spanne von 1.816 USD im Jahr 2025 entspricht (und einem Anstieg von 256 % gegenüber der für 2025 prognostizierten Spanne von 1.040 USD).
Am pessimistischsten für Gold ist der Analyst Robin Bhar von RBMC. Die durchschnittliche Prognose liegt bei von 4.000 Dollar, mit einer Prognose von 3.500 Dollar als Tiefstwert und 5.000 Dollar als Höchstwert. Am optimistischsten ist Julia Du von der ICBC Standard Bank. Ihre durchschnittliche Prognose liegt bei 6.050 Dollar, mit einer Spanne von 4.100 bis 7.150 Dollar.

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Was bringen diese Prognosen?
Noch vor kurzem waren die 4000 unvorstellbar und jetzt überbietet man sich gegenseitig.
Das Einzige was Sinn ergibt, sind kurzfristig bzw. mittelfristig Nachfrageströme zu beobachten, insbesondere aus Asien und die COMEX-Teilnehmer in Form des wöchentlichen COT Reports. Langfristig muss man die Zentralbanken im Blick haben, wie schnell die ihrer Währungen aufweichen wollen und wie die Anleihen und die Anleihennehmer so reagieren. Wie hoch ist der spekulative Anteil… usw.
Mittels Preisbeobachtung alleine… was will man da raus kriegen? Der Preis ist gestiegen, ja richtig. Er könnte weiter steien, vielleicht bis hier oder dorthin… Oder fallen!?
Das ist raten.
Davon abgesehen, 130$ erscheint viel aber prozentual durchaus nur eine relativ mittelstarke Bewegung.
Grüße nach Anadalusien!
Naja- etwa 45 % Kurssteigerung wären ja schon was.
Zwar dann deutlich weniger als 2025, aber der Anfang in 2026 sieht ja schon vielversprechend aus.
Viele Grüße aus Andalusien
Helmut