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Gold schwankt stärker als Bitcoin: Volatilität-Schock

Grafik: ChatGPT

Eigentlich gilt Bitcoin als Inbegriff eines spekulativen und extrem volatilen Assets. Doch zuletzt haben ausgerechnet Gold und Silber der Kryptowährung den Rang abgelaufen. Die Volatilität von Gold ist auf den höchsten Stand seit der Finanzkrise 2008 gestiegen und übertrifft damit sogar Bitcoin. Nach einer außergewöhnlichen Edelmetall-Rally erleben Anleger nun drastische Preisschwankungen, die Gold und Silber kurzfristig sogar riskanter erscheinen lassen als die digitale Leitwährung.


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Gold-Volatilität überholt Bitcoin

Wie Bloomberg berichtet, ist Gold derzeit volatiler als Bitcoin – ein klares Zeichen dafür, dass die beeindruckende Rally des Edelmetalls inzwischen in heftige Preissprünge übergegangen ist, wie man sie nur aus den turbulentesten Phasen der letzten 20 Jahre kennt.

Die 30-Tage-Volatilität von Gold ist laut Bloomberg-Daten auf über 44 % gestiegen – der höchste Wert seit der Finanzkrise 2008. Damit liegt Gold sogar über Bitcoin, dessen Volatilität aktuell bei rund 39 % liegt. Bitcoin gilt zwar als „digitales Gold“, doch in derzeit zeigt sich: Das Original ist deutlich werthaltiger, erlebt jedoch zugleich stärkere Preisschwankungen. Vom Rekordhoch am Donnerstag bei 5.597 US-Dollar stürzte der Goldpreis bereits am Montag auf ein Tief von knapp 4.400 US-Dollar ab – ein Rückgang von mehr als 20 % innerhalb von weniger als zwei Tagen.


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Normalerweise wird Gold als deutlich stabilerer Wertspeicher angesehen als Kryptowährungen, die besonders anfällig für Spekulationen sind. Seit der Entstehung von Bitcoin vor 17 Jahren war Gold nur zweimal volatiler – zuletzt im Mai, als neue Handelskonflikte durch Zollandrohungen von US-Präsident Donald Trump die Märkte erschütterten.

Gold-Volatilität höher als von der Kryptowährung Bitcoin
Die Volatilität von Gold übertrifft Bitcoin

Gold-Rally endet im Extrem

Der starke Anstieg der Schwankungen folgt auf den größten Gold-Einbruch seit mehr als einem Jahrzehnt. Damit setzt sich eine dramatische Trendwende fort: Viele Händler hatten bereits gewarnt, dass die Rally zu schnell und zu weit gelaufen sei.

Am Montag fielen die Preise zeitweise um bis zu 10 % und rutschten im asiatischen Handel kurzfristig auf fast 4.400 US-Dollar je Unze, nachdem Gold erst in der Vorwoche nahe 5.600 US-Dollar ein Rekordhoch erreicht hatte. Bitcoin entwickelte sich in den letzten Tagen auch schwach und fiel am Montag kurzzeitig unter die Marke von 75.000 Dollar.

Wirtschaftliche Unsicherheit hatte die Edelmetalle zuvor auf neue Höchststände getrieben – selbst erfahrene Marktteilnehmer zeigten sich von dem Tempo der Rally überrascht. Die Anstieg beschleunigte sich besonders zu Jahresbeginn, als Investoren verstärkt auf geopolitische Risiken, Währungsabwertung und Zweifel an der Unabhängigkeit der US-Notenbank Fed setzten. Zusätzliche Käufe chinesischer Spekulanten sorgten für noch mehr Überhitzung.

Bitcoin bleibt überraschend schwach

Bitcoin konnte von diesen Entwicklungen hingegen nicht profitieren. Die Kryptowährung fiel am Montag auf ein 10-Monats-Tief, nachdem es am Wochenende zu einem starken Ausverkauf gekommen war. Seit dem Hoch im Oktober hat Bitcoin mehr als 40 % verloren.

Trotz geopolitischer Spannungen, Dollar-Schwäche und heftiger Bewegungen bei Edelmetallen kam es bislang zu keiner Kapitalrotation von Gold in Richtung Bitcoin. Damit wirkt Gold aktuell sogar wie die riskantere Achterbahnfahrt.

Dennoch bleibt Gold insgesamt der stärkere Safe-Haven-Favorit: In den letzten 12 Monaten legte der Goldpreis um rund 66 % zu, während Bitcoin im gleichen Zeitraum etwa 21 % verlor.

FMW/Bloomberg



Über den RedakteurStefan Jäger
Stefan Jäger berichtet als Finanzjournalist über das aktuelle Geschehen an den Aktien- und Edelmetallmärkten. Mit fundierter Fundamentalanalyse und präziser Technischer Analyse beleuchtet er zudem Chancen und Risiken verschiedenster Assets.
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1 Kommentar

  1. Das Gold liegt sowas von fest. Da schwankt gar nichts. Geht voll in Rücken dieses alte barbarische Relikt.

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