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Flucht in sicheren Hafen Gold: Sechs Wochen in Folge gestiegen – ETF-Zuflüsse und Risikoaversion

Heute für Gold wichtige Daten

Foto: Bloomberg

Gold notiert knapp unter seinem Rekordhoch und ist damit auf Kurs für den sechsten Wochengewinn in Folge. Der Preis des gelben Edelmetalls wird gestützt durch erhöhte geopolitische Spannungen, Zuflüsse in börsengehandelte Fonds (ETFs) mit Golddeckung und eine risikoaverse Stimmung an den breiteren Märkten. Darüber berichtet Bloomberg.

Gold: Sechs Wochen in Folge gestiegen – ETF-Zuflüsse und Risikoaversion

Goldbarren zur sofortigen Lieferung notierten nahe 3.745 Dollar pro Unze, was einem Anstieg von etwa 2% in dieser Woche entspricht – nachdem Gold am Dienstag einen Höchststand von über 3.791 USD erreicht hatten. Europäische Diplomaten warnten den Kreml diese Woche, dass die NATO bereit sei, auf weitere Verletzungen ihres Luftraums mit voller Härte zu reagieren, einschließlich des Abschusses russischer Flugzeuge.

Gold sechs Wochen gestiegen

Gold hat in diesem Jahr einen Höhenflug erlebt und aufgrund der Nachfrage der Zentralbanken und der Wiederaufnahme der Zinssenkungen durch die Federal Reserve immer neue Höchststände erreicht. Die Preise sind auf dem besten Weg, nächste Woche den dritten Quartalsgewinn in Folge zu erzielen, wobei die Bestände an goldgedeckten ETFs den höchsten Stand seit 2022 erreicht haben. Banken wie die Goldman Sachs gehen davon aus, dass sich der Aufschwung fortsetzen wird.

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Nachdem die Notenbanker der Fed Anfang des Monats eine Senkung der Zinsen beschlossen hatten, gab es gemischte Signale hinsichtlich des nächsten Schrittes. In ihren Äußerungen am Donnerstag sagte Michelle Bowman, die oberste Bankaufseherin der Fed, die Inflation sei nahe genug am Ziel, um weitere Zinssenkungen zu rechtfertigen, da sich der Arbeitsmarkt abschwäche.

Heute für Gold wichtige Daten

Die Anleger werden sich am Freitag auf die US-Daten konzentrieren. Einem Bericht zufolge dürfte der Preisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE) ohne Lebensmittel und Energie – der von der Fed bevorzugte Maßstab für die zugrunde liegende Inflation – im August um 0,2% gestiegen sein, nach 0,3% im Juli. Auf Jahresbasis dürfte der Kernindex bei 2,9% bleiben.

Andernorts gibt es Anzeichen dafür, dass die gestiegenen Preise die physische Nachfrage nach Gold belasten. Laut der India Bullion and Jewellers Association werden die Verkäufe von Goldschmuck in Indien während der bevorstehenden Festivalsaison um mehr als ein Viertel zurückgehen, da die Käufer nach kostengünstigeren Alternativen suchen.

Gold notiert heute kaum verändert bei 3.750 Dollar pro Unze und ist damit in diesem Jahr um 43% gestiegen. Auch Silber hat sich stark entwickelt und erreichte diese Woche zum ersten Mal seit 2011 einen Preis von über 45 Dollar pro Unze. Zuletzt lag der Preis bei 44,78 Dollar.

Bei den anderen Edelmetallen stieg Platin im Tagesverlauf auf über 1.557 Dollar pro Unze und erreichte damit den höchsten Stand seit 2013, während Palladium auf einen Wochenanstieg von fast 10 % zusteuerte.

FMW/Bloomberg



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