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Gold: Trump oder Clinton? Hop oder Top..

Was passiert mit Gold nach der Entscheidung, wer nächster US-Präsident wird? Und was davor?

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Was passiert mit Gold nach der Entscheidung, wer nächster US-Präsident (oder US-Präsidentin im Falle von Trump..kleiner Scherz) wird? Ein Artikel mit dem Titel „US-Wahl Auswirkungen auf Gold: Historische Formation wird wahrscheinlich keine Rolle spielen“, den wir Ihnen hiermit als Lektüre ans Herz legen, kommt zu folgender Zusammenfassung:

„Kurzfristig – Ein Trump Sieg wäre super bullish für Gold, während ein Clinton Sieg zu Verlusten führt, da die Wahrscheinlichkeit auf eine Dezember Zinserhöhung zunimmt.
Langfristig – Die Aussichten für Gold bleiben bullish. Ein Kursrückgang mit Clinton sollte als Kaufgelegenheit wahrgenommen werden, da die Geldpolitik langfristig durch Konjunkturpakte ersetzt wird.
Im Hintergrund haben wir auch stärkere Ölpreise, die zu höheren Inflationserwartungen führen. Das unterstützt die Nachfrage nach dem Metall zusätzlich.“

Wie es kurzfristig aussieht für Gold, bringt wie immer kompetent und mit dänischer Nüchternheit Ole Hansen auf den Punkt:

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Michael

    27. Oktober 2016 16:33 at 16:33

    Wäre ja auch an der Zeit, dass Gold mal wieder ein bisschen was von den 35% wettmacht, die es seit 5 Jahren verloren hat. Und dass der Seit September 2011 anhaltende Abwärtstrend endlich gestoppt würde.
    Das erste Quartal heuer gab ja schon mal etwas Anlass zur Hoffnung.

  2. Avatar

    Michael

    27. Oktober 2016 16:44 at 16:44

    Bei den letzten Wahlen in 2012 wurde dieses Muster allerdings nicht wirklich bestätigt, v.a. nicht Punkt: „5. Wird ein Präsident in seinem Amt bestätigt, so ist die in der Regel gut für den Goldpreis“.
    Naja, schau ma mal, dann sehn ma scho…

    • Avatar

      Michael

      27. Oktober 2016 17:01 at 17:01

      …sorry, ich war etwas zu schnell am Absendebutton :)
      Mit „dieses Muster“ meine ich die Aussagen in dem verlinkten Artikel von fxstreet.de.

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Goldpreis steigt – Luft nach oben? US-Dollar wieder klar zurückgefallen

Claudio Kummerfeld

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am

Ein Stapel Barren aus Gold

Der Goldpreis steigt wieder und hat möglicherweise wieder mehr Luft nach oben. Nach dem gestrigen Tief bei 1.933 Dollar notiert Gold aktuell wieder bei 1.954 Dollar. Das Edelmetall schwächelte vor allem seit Mittwoch Abend. Die Aussagen der US-Notenbank Federal Reserve zeigten eine optimistische Sicht auf die Konjunkturerholung in den USA und boten eine Aussicht, in der die Fed erstmal keine weiteren Stützungsaktionen durchführen könnte. Dies half dem US-Dollar beim Ansteigen. Dementsprechend fiel als Gegenpart der Goldpreis von Mittwoch kurz vor Start der Fed-Sitzung um 20 Uhr von 1.962 Dollar bis wie gesagt auf 1.933 am gestrigen Donnerstag. Der folgende Chart zeigt den Kursverlauf im Goldpreis seit Anfang der Woche.

Chart zeigt Verlauf im Goldpreis seit Anfang der Woche

Goldpreis steigt, weil US-Dollar wieder deutlich verloren hat

Der US-Dollar ist wie gesagt nach den Fed-Aussagen spürbar gestiegen. Dies sieht man gut im steilen Anstieg des Dollar-Index (Währungskorb). Startete er seinen Anstieg kurz vor der Fed-Sitzung am Mittwoch Abend bei 93 Indexpunkten und stieg bis auf 93,62 Punkte, so ist er bis heute früh wieder auf 92,92 Punkte zurückgefallen (siehe folgender Chart). Aber der Goldpreis hat sein Niveau von vor der Fed-Sitzung noch nicht wieder erreicht. Alleine schon deshalb könnte man meinen, dass jetzt für Gold mehr Luft nach oben vorhanden sein könnte.

Wichtige US-Konjunkturdaten und der US-Dollar

Gestern um 14:30 Uhr wurden in den USA die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht, die dem US-Dollar weitere Verluste bescherten. Denn der Markt nahm deswegen wohl an, dass die Wahrscheinlichkeit für weitere Fed-Maßnahmen steigen könnte. Und heute, das ist wirklich wichtig, stehen um 16 Uhr in den USA die Daten der Universität von Michigan zum US-Verbrauchervertrauen für September an. Sie können den US-Dollar und damit auch den Goldpreis in Bewegung bringen! Also, achten Sie bitte auf diesen Termin, wenn sie bei US-Dollar oder Gold aktiv im Trading tätig sind!

Aktueller Analystemkommentar

Naeem Aslam von Avatrade sagt aktuell, dass die Bewegungen am Rohstoffmarkt derzeit auf der Geschichte des schwächeren US-Dollar basieren. Das gelbe Metall halte immer noch an seinem Preisniveau von 1.950 Dollar fest. Angesichts der Tatsache, dass die Aktienmärkte nirgendwo hingehen, sei es wahrscheinlich, dass Händler beginnen werden, ihre riskanteren Wetten durch den Kauf von Gold abzusichern. Unter diesem Szenario könne man sehen, wie der Goldpreis erneut in die Höhe schießt. Was das Unterstützungsniveau betrifft, so liege die unmittelbare Unterstützung bei fast 1.930 Dollar, und die größere Unterstützung liege knapp über dem psychologischen Niveau von 1.900 Dollar. Der primäre Katalysator für den Goldpreis seien die Daten zum US-Verbrauchervertrauen. Wenn man eine Verbesserung der Zahl des Verbrauchervertrauens sehe, werde dies wahrscheinlich den Dollar-Index in die Höhe treiben, was sich möglicherweise nicht positiv auf den Goldpreis auswirken werde, so Naeem Aslam.

Dieser Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar seit Wochenanfang

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Aktienmärkte und Gold: Der Trend kippt nach unten

Markus Fugmann

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Sowohl die Aktienmärkte als auch Gold haben gestern mit und nach der Fed-Sitzung deutlich nachgegeben. Was war passiert? Eigentlich hat doch weder das Fed-Statement noch die Aussagen von Jerome Powell auf seiner Pressekonferenz für einen Abverkauf der Aktienmärkte oder auch von Gold Anlaß gegeben. Aber da war dann doch, wie Chris Zwermann bemerkt, doch eine Aussage von Powell, die die Märkte spürbar verunsichert habe: nämlich dass Blasen auch platzen könnten.

Warnte Fed-Chef Powell die Aktienmärkte?

Nun ist diese Aussage sicher keine Neuheit – aber aus dem Munde des Chefs der wichtigsten Notenbank der Welt klingt das dann doch wie eine Warnung! Und in der Tat sind ja vor allem die heiß gelaufenen Tech-Aktien alles andere als günstig – Apple etwa mit einem massiven Kursanstieg seit dem März-Tief, während gleichzeitig Umsatz und Gewinn stagnierten. In den USA nennt man so etwas „multiple expansion“, frei übersetzt: Kursanstiege lediglich aufgrund heißer Luft!

Aber all das gilt ja nicht nur für Apple: blickt man auf das zukünftige KGV (forward price/earnings-ratio) beim amerikanischen Leitindex S&P 500, dann sind wir derzeit nur ganz knapp unter dem Niveau der Dotcom-Blase. Der gestrige Börsengang von Snowflake macht den Überschwang deutlich: eigentlich sollten die Aktien von Snowflake zunächst in einer Spanne zwischen 75 und 85 Dollar auf den Markt kommen, einen Tag vor Börsengang wurden daraus 120 Dollar, zwischenzeitlich stiegen die Papiere dann im Handel nach dem IPO sogar bis knapp unter 300 Dollar (mit einer damit verbundenen Marktkapitalisierung, die mehr als dem 100-fachen Jahresumsatz von Snowflake entspricht!). Es reicht derzeit scheinbar, wenn irgendwo „cloud“ drauf steht – schon flippen die Investoren aus!

Chris Zwermann von Zwermann Financial ist für die weitere Entwicklung der Aktienmärkte aber nun skeptisch. Der Nasdaq könnte demnach schon in der nächsten Woche die 200-Tage-Linie ansteuern – und damit ein Abwärts-Potential von ca. 1500 Punkten (also etwas mehr als -10%) haben. Und auch der DAX dürfte sich seiner Meinung nach südwärts orientieren nach dem morgigen großen Verfall, ebenso wie Euro-Dollar. Zwermann erwartet für die nächsten Wochen Dollar-Stärke – was gleichsam Gift für die Aktienmärkte sei:

Drohen die Aktienmärkte jetzt zu kippen - ebenso wie Gold?

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Goldpreis fällt deutlich – Fed-Aussagen bewegen Kurse – die aktuelle Lage

Claudio Kummerfeld

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am

Ein Barren Gold

Der Goldpreis tendierte gestern vor der großen Fed-Entscheidung noch recht optimistisch, vor allem weil der US-Dollar wieder schwächelte. Dann übernahm ab 20 Uhr Fed-Chef Jerome Powell das Ruder, und US-Dollar wie auch Gold standen ab dann unter seiner Fuchtel. Schauen wir uns an was er sagte, und wie sich dies auf den Goldpreis ausgewirkt hat.

Fed-Chef bewegt den Goldpreis

Der Goldpreis notierte gestern Abend kurz vor 20 Uhr noch bei 1.961 Dollar, vorher im Hoch noch bei 1.970 Dollar. Nach und nach ging es dann ab 20  Uhr über Nacht bis heute früh runter auf 1.944. Dollar. Dies liegt an der Dollar-Stärke. Denn seit 20 Uhr gestern Abend stieg der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Währungen) von 93,05 auf 93,60 Indexpunkte ich Hoch (aktuell 93,37). Die Kommentare von Jerome Powell könnten bei großen Institutionellen für Enttäuschung gesorgt haben, weil Powell keine weiteren Ansagen in Richtung neuer Anleihekäufe machte. Dies gab womöglich dem US-Dollar Auftrieb. Dazu kamen noch eher optimistische Aussagen zur US-Konjunktur, die auch eher den US-Dollar stärken, und den „Sicheren Hafen“ Gold schwächen.

So habe sich laut Jerome Powell die Wirtschaftslage verbessert, und der Konsum habe drei Viertel des Verlustes nach der Coronakrise wieder aufgeholt. Die Zinsen in den USA werden sich die nächsten drei Jahre wohl nicht ändern. Diese Aussicht hat den US-Dollar aber nicht beeindruckt. Was sagt uns der folgende Chart, der den Goldpreis-Verlauf der letzten zehn Tage zeigt? Dank der Fed wurde der Anlauf Richtung 2.000 Dollar-Marke mal wieder abgewürgt. Aber das muss auf Sicht von Tagen und Wochen nichts heißen. Der grundsätzliche Drang hin zu Gold bleibt bestehen. Es  hängt weiter auch am US-Dollar, und ob er nicht doch wieder zur Schwäche neigt. Dann hätte der Goldpreis auch relativ schnell wieder die Chance nach oben umzuschwenken.

Kommentare

Naeem Aslam von Avatrade kommentiert zur Fed aktuell, dass es sich nicht leugnen lasse, dass die Erklärung der Fed wenig bis gar keine Überraschung enthielt. Aber der Grund dafür, dass wir eine Stärke des Dollar-Index sehen (FMW: Das drückt den Goldpreis runter), liegt darin, dass er ein Safe-Hafen-Angebot erhält, und zwei Mitglieder des Fed-Ausschusses seien nicht für die aktuelle Geldpolitik gewesen. Dies sei wirklich bedeutsam, weil man das normalerweise nicht sehe, wenn es um den Fed-Ausschuss geht. Das wahrscheinliche Szenario sei, dass sich der Markt bei künftigen Fed-Sitzungen auf dieses Szenario konzentrieren werde. Es werde ein Tauben- und ein Falkenlager geben.

Den aktuellen Video-Kommentar von Markus Fugmann finden Sie beim Klick an dieser Stelle. Er sagt dazu unter anderem (was auch den Goldpreis beeinflusst): Die Aktienmärkte sind im Gefolge der gestrigen Fed-Sitzung und der Pressekonferenz von Jerome Powell unter Druck geraten – und das, obwohl die US-Notenbank extrem dovish war und bis 2023 Nullzinsen garantierte. Warum also die Enttäschung der Märkte – und die plötzliche Dollar-Stärke? Offenkundig hatten die Märkte gehofft, dass die Fed ihr QE noch stärker ausweiten würde, zumal der staatliche Stimulus in den USA bisher ausbleibt.

Auch die folgenden Worte von Milan Cutkovic, Marktanalyst bei AxiTrader, geben Aufschluss darüber, warum der Goldpreis seit gestern Abend zur Schwäche neigt. Zitat: Die Zinsen bleiben mindestens bis 2023 bei null und der wirtschaftliche Einbruch in diesem Jahr dürfte laut Einschätzung der US-Notenbanker mit einem Minus von 3,7 Prozent nicht so stark ausfallen wie noch im Juli prognostiziert. Klingt eigentlich positiv, aber die Börse hatte mehr erwartet. Keine Aufstockung der derzeit laufenden Anleiheläufe und auch keine weiteren kurzfristigen Maßnahmen zur Bereitstellung von Liquidität, um die konjunkturelle Erholung zu unterstützen – entsprechend enttäuscht reagierten die geldpolitisch verwöhnten Anleger an der Wall Street.

Chart zeigt Goldpreis-Kursverlauf der letzten zehn Tage

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