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Gold/Silber

Gold und Öl: Fundamental und charttechnisch

Redaktion

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am

Von Naeem Aslam, chief market strategist bei ThinkMarkets

Öl

Rohöl ist wieder im grünen Bereich, es handelt um 1,19 Prozent höher, nachdem der Preis gestern um fast 5,7 Prozent gefallen war. Offensichtlich sind Schnäppchenjäger wieder am Start. Es ist jedoch nach wie vor damit zu rechnen, dass Öl dennoch die schlechteste Woche des Jahres (wie in der folgenden Grafik dargestellt) verzeichnen wird, was auf die Zunahme der Spannungen im Handelskrieg zwischen den USA und China zurückzuführen ist.

Die Investoren sind besorgt, dass der Handelskrieg die Ölnachfrage stark belasten wird,  schließlich sprechen wir über die beiden größten Volkswirtschaften der Welt. Wenn sich der Konjunkturzyklus hier zu verlangsamen beginnt, wird dies enorme Auswirkungen auf die Ölnachfrage haben –  und Tatsache ist, dass die Auswirkungen der Konjunktur in diesen Ländern auch Auswirkungen auf die ganze Welt haben.

Die jüngste Stärke des Ölpreises war hauptsächlich auf die Besorgnis über das Angebot zurückzuführen, da Donald Trump beschlossen hatte, die Republik Iran aus dem Ölmarkt zu drängen – als ob der Mittlere Osten nicht ohnehin schon ein Pulverfaß wäre!

Sanktionen gegen den Iran haben den massiven Anstieg des Ölpreises ausgelöst, dazu kamen die Sanktionen gegen Venezuela und die Unterbrechung der Ölförderung von Russland nach Nigeria. Der Anstieg des Ölpreises, den wir derzeit erleben, könnte also nicht länger anhalten, wenn die Handelsprobleme weiter eskalieren.

Nun tobt der Handelskonflikt zwischen den USA und China schon länger – bislang zeigte sich der Ölpreis davon unbeeindruckt, aber die meisten Teilnehmer am Ölmarkt waren davon ausgegangen, dass viel früher eine Lösung gefunden werden könnte. Donald Trump hat heute zwar seine Haltung gegenüber China etwas abgeschwächt, aber wir sind nicht dort, wo wir sein müssten, damit es einen Deal geben kann.

 

 

Aus technischer Sicht ist der Ölpreis innerhalb von nur zwei Tagen um mehr als 8% gefallen. Dieser Ausverkauf ließ den Preis aus seinem Aufwärtskanal, in dem er sich fast immer seit Jahresbeginn halten konnte, nach unten ausbrechen. Damit dürfte Öl weiter im Abwärtskanal verbleiben –  es sei denn, das Momentum nimmt wirklich zu und drückt den Preis aus diesem Abwärtskanal. Die maßgebliche Unterstützung liegt bei 55,80 – ein Bruch dieser Zone macht weitere Abgaben bis 53,20 wahrscheinlich. Der maßgebliche Widerstand wiederumWiderstand liegt bei 63,96.

 

Gold

Das gelbeMetal hat seinen Abwärtstrend nach einer kurzen Rallye gestern fortgesetzt, die aufgrund der schwachen US-Wirtschaftszahlen (Manufacturing PMI und die Verkäufe neuer Häuser) eingesetzt hatte. Dennoch war die Aufwärtsdynamik für Gold nicht stark genug, um den Preis über das kritische Niveau von 1300 zu drücken.

Ein wichtiger Faktor, der zu beachten ist, dass die börsengehandelten Fonds während der letzten Handelssitzung 7.759 Feinunzen Gold hinzugefügt haben. SPDR Gold Shares, der größte Gold-ETF von State Street, bestätigte auch, dass die Institute ihre Bestände weiterhin halten, und wir haben während der letzten Sitzung keine Veränderung festgestellt.

Der sichere Hafen Gold hat auf die Entwicklung des Handelskrieges reagiert –  aber die bisherigen Kurs-Reaktionen legen nahe, dass die Gold-Trader in diesem Thema keine große Bedrohung sehen. Was ein sehr teurer Fehler sein könnte…

 

Naeem Aslam

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Anleihen

Goldpreis vs Anleiherenditen: Eindeutiger Langfristvergleich

Claudio Kummerfeld

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Mehrere Gold-Barren

Der Goldpreis wird von vielen Faktoren beeinflusst. Da wäre zum Beispiel der US-Dollar, und natürlich das allgemeine Risk On/Risk Off-Szenario. Sind die Anleger bereit aufgrund diverser Faktoren mehr Risiko einzugehen, verkaufen sie Gold und kaufen Aktien, und umgekehrt. Je mehr die Notenbanken Geld drucken und je mehr die Staaten sich verschulden, desto wichtiger erscheint vielen Anlegern auf lange Sicht auch Gold als sicherer Fluchthafen vor Inflation, und der Goldpreis steigt.

Aber vor allem werden auch die Anleiherenditen als wichtiger Beeinflussungsfaktor für den Goldpreis herangezogen. Je mehr Rendite man für Staatsanleihen erhält, desto weniger attraktiv ist das zinslose Gold bei Anlegern. Schauen wir daher mal auf den folgenden Chart, ob man langfristig eine echte Verbindung zwischen Gold und Anleiherenditen erkennen kann. Hier sehen wir seit Anfang 2016 in blau den steigenden Goldpreis, der seitdem 69 Prozent zulegen konnte. Die in orange verlaufende Anleiherendite (für zehnjährige US-Staatsanleihen) ist seitdem um 46 Prozent gesunken (langfristig gesunkenes Zinsniveau). Man sieht eine klare negative Korrelation. Je tiefer die Anleiherenditen, desto besser für den Goldpreis. Das jüngste Ansteigen in der Rendite hat dem Goldpreis einige Schwierigkeiten bereitet, und seinen weiteren Anstieg erst einmal ausgebremst.

Chart zeigt Goldpreis gegen Anleiherenditen seit dem Jahr 2016

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Gold/Silber

Rüdiger Born: Charttechnik bei Dow, Nasdaq und Silber

Redaktion

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Gold/Silber

Gold: Rekorddaten und Ausblick für 2021 durch World Gold Council

Jörg Bernhard

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Für das abgelaufene Jahr meldete der World Gold Council (WGC) diverse Rekorde im Marktsegment der Gold-ETFs und kommunizierte zudem seinen Ausblick zur Entwicklung der Goldmärkte im Jahr 2021.

Gold: Rekordlaune bei Investments in ETFs

Bedingt durch die Coronakrise haben verunsicherte Investoren im Jahr 2020 in großem Stil Gold in Form von physisch hinterlegten ETFs gekauft. Im September kletterten zum Beispiel die Goldbestände von insgesamt 83 erfassten ETFs auf 3.880 Tonnen und einen Marktwert von insgesamt 235,4 Milliarden Dollar. Beide Werte stellten einen neuen Rekord dar. Zum Jahreswechsel stellten sich Werte von 3.751,5 Tonnen bzw. 228,1 Milliarden Dollar ein.

Ein weiteres Allzeithoch wurde aber auch bei den registrierten Gold-Zuflüssen registriert. Mit 877,1 Tonnen Gold wurde der Vorjahreswert in Höhe von 398,3 Tonnen um 120 Prozent und das im Jahr 2009 erzielte bisherige Allzeithoch in Höhe von 649 Tonnen um 35 Prozent übertroffen. In Nordamerika waren Gold-ETFs übrigens besonders stark gefragt. Dort erhöhten sich die Bestände dieser Form von Papiergold innerhalb eines Jahres um 563,3 Tonnen. Der zweitstärkste Appetit war mit 259,9 Tonnen in Europa auszumachen, womit diese beiden Regionen fast 94 Prozent der weltweiten ETF-Nachfrage repräsentiert haben.

Ausblick für 2021 tendenziell optimistisch

In einem weiteren Statement veröffentlichte der WGC seinen Ausblick für das Jahr 2021. Dessen Analysten gehen davon aus, dass Investoren dauerhaft niedrige Zinsen in riskantere Anlageklassen locken könnte. Weil dies mit steigenden Haushaltsdefiziten, wachsenden Inflationssorgen und hohen Aktien-Bewertungen einhergehen dürfte, rechnet die internationale Interessenvertretung der Goldminenindustrie mit einer stabilen Investorennachfrage, während die Konsumentennachfrage dank einer wirtschaftlichen Erholung anziehen könnte.

Die Performance des Goldpreises hängt laut WGC von insgesamt vier Faktoren ab, von denen zwei von strategischer und zwei von taktischer Natur seien. Zur erstgenannten Gruppe gehören das wirtschaftliche Wachstum sowie das Maß an Verunsicherung. Von taktischer Bedeutung seien die Opportunitätskosten und das Momentum.

Fazit

Der WGC rechnet für 2021 mit einer positiven Performance von Gold, wenngleich in gedämpfter Form. Als wichtigsten Grund für diese Erwartungshaltung wurde die Aussicht auf eine höhere Konsumentennachfrage in China und Indien, gefolgt von der Chance auf dauerhaft niedrige Zinsen und dem damit verbundenen Wegfall von Opportunitätskosten (Zinsverzicht bei Gold) genannt.#

Hier finden Sie zusätzliche Informationen des World Gold Council..

Gold dürfte auch 2021 gesucht sein

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