Gold

Das Ende des Goldrauschs? Gold und Silber: Experte warnt vor jahrelanger Durststrecke

Grafik: ChatGPT

Gold und Silber stecken nach Ansicht von André Stagge in einer äußerst kritischen Phase. Während viele Anleger den jüngsten Rücksetzer beim Goldpreis und Silberpreis als klassische Kaufgelegenheit betrachten, vertritt der frühere Portfolio-Manager eine deutlich andere Sicht. Seine zentrale These: Der Markt befindet sich nicht in einer normalen Korrektur, sondern in einem Regimewechsel, der Gold und Silber möglicherweise für mehrere Jahre in eine Seitwärtsphase oder sogar in einen Bärenmarkt zwingt.


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Regimewechsel bei Gold und Silber

Auslöser dieser Einschätzung ist der massive Kursverlust seit den Rekordständen Anfang 2026. Gold verlor nach seinem Rekordhoch rund 27 Prozent, Silber sogar etwa 50 Prozent. Besonders kritisch bewertet Stagge den Bruch wichtiger charttechnischer Marken wie der 200-Tage-Linie sowie den heutige Goldpreis-Rutsch bis nahe an die 4.000-Dollar-Marke. Für viele Marktteilnehmer gilt diese Zone als wichtiger psychologischer Orientierungspunkt. Für institutionelle Investoren gelten solche Signale als Warnhinweis, dass ein etablierter Aufwärtstrend beendet sein könnte. Aus seiner Sicht ziehen sich große Marktteilnehmer deshalb zunehmend aus Edelmetallen zurück.

Der Experte betont, dass der enorme Anstieg des Goldpreises in den vergangenen Jahren nicht nachhaltig gewesen sei. Vielmehr habe eine Mischung aus Inflationsängsten, Schuldenkrisen, dem sogenannten Debasement Trade – also der Flucht aus Papierwährungen – sowie Sorgen um die Stabilität des Finanzsystems einen regelrechten Hype ausgelöst. Solche exponentiellen Kursanstiege würden an den Finanzmärkten jedoch häufig in längeren Konsolidierungs- oder Seitwärtsphasen enden. Genau dieses Szenario könnte Gold und Silber nun bevorstehen und Anlegern nach Einschätzung des Analysten eine jahrelange Durststrecke bescheren.


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Historische Beispiele seien laut Stagge der Goldmarkt nach 2011 sowie frühere Rohstoffzyklen, in denen Anleger teils jahrelang auf neue Höchststände warten mussten. Ein ähnliches Muster könnte seiner Einschätzung nach auch der zuletzt heiß gelaufenen KI-Rallye drohen, die in einigen Segmenten bereits Züge einer spekulativen Übertreibung trägt.

Gold und Silber vor Durststrecke: Stagge warnt vor fallendem Goldpreis

Das Ende des Goldrauschs?

Ein weiterer Kernpunkt seiner Analyse betrifft die Zinsen. Während Gold und Silber keine laufenden Erträge abwerfen, bieten Staatsanleihen mittlerweile wieder attraktive Renditen. Genau hier sieht André Stagge den entscheidenden Unterschied zu den vergangenen Jahren. Damals lagen die Zinsen nahe null, wodurch Edelmetalle kaum Konkurrenz hatten. Heute können institutionelle Anleger mit US-Anleihen wieder verlässliche Erträge erzielen und zugleich die Schwankungsanfälligkeit ihrer Portfolios begrenzen – ein Vorteil, der angesichts der zunehmenden Volatilität an den Aktienmärkten wieder deutlich an Bedeutung gewinnt.

Steigende Realzinsen gelten zudem traditionell als Gegenwind für den Goldpreis. Der Börsenprofi verweist darauf, dass diese negative Beziehung historisch gut dokumentiert sei. Wenn Investoren wieder attraktive Kupons erhalten, sinkt die Bereitschaft, Kapital in Vermögenswerte ohne laufenden Ertrag zu investieren. Deshalb sieht er aktuell eher Kapitalzuflüsse in Anleihen als in Gold oder Silber.

Auch die häufig angeführte Unterstützung durch Zentralbanken bewertet er skeptischer. Zwar hätten zahlreiche Notenbanken ihre Goldreserven in den vergangenen Jahren ausgebaut, doch dieser Effekt sei bereits weitgehend eingepreist. Gleichzeitig verweist er auf Beispiele, bei denen Staaten Goldreserven verkauften, um Liquidität bereitzustellen oder ihre Finanzsysteme zu stabilisieren. Daraus leitet er ab, dass Zentralbankkäufe kein automatischer Garant für dauerhaft steigende Goldpreise seien.

Durststrecke statt Goldpreis-Rallye

Das eigentliche Risiko sieht Stagge jedoch in einem Szenario, das viele Anleger derzeit kaum berücksichtigen: mehrere Jahre ohne nennenswerte Kursgewinne. Seiner Einschätzung nach könnte der Goldpreis über einen längeren Zeitraum seitwärts laufen oder sogar weiter nachgeben, während der Silberpreis aufgrund seiner höheren Volatilität besonders anfällig bleibt. Wer heute kauft, müsse deshalb vor allem Geduld mitbringen.

Sein Fazit fällt entsprechend vorsichtig aus. Langfristig bleiben Gold und Silber für ihn weiterhin sinnvolle Depotbausteine zur Vermögenssicherung. Kurz- bis mittelfristig sieht André Stagge jedoch deutliche Risiken. Anleger sollten sich seiner Meinung nach nicht von den Kursgewinnen der vergangenen Jahre blenden lassen, sondern den aktuellen Regimewechsel ernst nehmen und ihr Portfolio breiter diversifizieren. Eine schnelle Rückkehr zu neuen Rekordständen hält er daher für wenig wahrscheinlich. Stattdessen könnten der Gold- und Silberpreis nach Jahren der Rallye vor einer deutlich längeren Durststrecke stehen.



Über den RedakteurStefan Jäger
Stefan Jäger berichtet als Finanzjournalist über das aktuelle Geschehen an den Aktien- und Edelmetallmärkten. Mit fundierter Fundamentalanalyse und präziser Technischer Analyse beleuchtet er zudem Chancen und Risiken verschiedenster Assets.
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37 Kommentare

  1. Von 1980 bis 2000 waren‘s zwanzig Jahre.

  2. Das könnte wohl so sein.
    Gefühlt 10 x habe ich hier schon geschrieben:
    „Bitte von Gold nicht zuviel erwarten“.
    Mein Traum, meine Hoffnung war es im Jahre 2000, dass Gold weiter so steigt im Preis, wie von 1971 bis 2000.
    Nämlich geglättet um etwa 8 % pro Jahr. Dann würde der Goldpreis heute auf etwa 2000 Euro stehen.
    Sehr mutige/utopische Voraussagen sahen damals den Goldpreis im Jahre 2030 bei 3.000 Dollar.
    Steht der Goldpreis im Jahre 2030 bei etwa 2.900 Dollar, dann ist er seit dem Jahre 2000 um diese 8 % jährlich gestiegen.
    Dann bin ich sehr zufrieden, denn der Kapitalertrag von 8 %, ist für mich auch legal steuerfrei.
    Wie gesagt: Nicht zuviel von Gold erwarten.
    Der Silberpreis, für mein 2022 umgeschichtetes Silber müsste dann, um auch diese 8 % zu erreichen, im Jahre 2.030 bei etwa 37 Euro stehen.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

  3. Kein vernünftiger Mensch, außer ein paar Jünger der Gold-und Untergangssekte, erwartet zuviel von Gold.
    Am besten, man erwartet sich gar nichts.

  4. Der Realzins wird sehr bald negativ sein!

    Was zählt ist der Nominalzins minus der Inflation liebe Leute.

    Die Notenbanken haben fertig und können nur eine gewisse Zeit die Erwartungen und das Momentane Narrativ aufrechterhalten.

    Explodiert die Inflation, dann wird es Lustig 😁

  5. … solange China kauft , mache ich mir keine Sorgen.

    1. FancyTrader

      Hallo @ FancyTrader
      Bei Gold wird das wohl so sein.
      Bei Silber muss aber die ganze Welt kaufen.
      Bei Silber wird die zunehmende Verknappung ausschlaggebend sein.
      Die Preissteigerungen bei Silber interessiert die Industrie aber nicht besonders.
      Wenn in einem Produkt im Wert 1 % Silber enthalten ist und der Silberpreis verdoppelt sich, dann sind in dem Produkt 2 % Silber an Kosten enthalten.
      Das ist kein Problem für die Industrie.
      Ganz extreme Silberpreissteigerungen wird es erst geben, wenn die Firmen anfangen Silber auf Lager zu legen, Produktionsengpässe drohen oder schon eingetreten sind.
      Das wird aber wohl noch einige Jahre dauern.

      Viele Grüße aus Andalusien
      Helmut

  6. Columbo
    Es ist schon seltsam, dass Du immer wieder eine sehr kurz andauernde Fahnenstange dazu benutzt, um beweisen zu wollen, dass es bei Gold von 1980 bis 2000 schlecht gelaufen ist.
    Dabei hat sich Gold von 1971 bis 2000 ziemlich genau *verachtfacht*im Preis.
    Mit der Fahnestange in der Mitte.
    Was einem jährlichen Kapitalertrag von etwa 8 % entspricht.
    Das ist wichtig für Menschen, die z. B. ihre Altersversorgung in Gold absichern wollen und über viele Jahre ansparen.
    Spekulanten können natürlich sehr viel und schneller mehr Kapitalertrag mit Gold generieren als Horter, aber, wie 1980 gezeigt hat, auch schneller verlieren.
    Was selbst bei breit gestreuten Aktien passieren kann, hat z. B. der Nikkei 100 gezeigt.
    *36 Jahre* seitwärts.
    In der Zeit hat sich der Goldpreis mehr als *verzehnfacht*.

    ,,,Der Nikkei erreichte sein Allzeithoch am 29. Dezember 1989 mit 38.915 Punkten.
    Erst 2024/2025 wurde dieses Niveau wieder erreicht…
    Soll ich Dir noch ähnliche und lange andauernde Seitwärtsbewegungen anderer Aktien heraussuchen?

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

    1. Wer alles nur auf Aktien, z.B. nur auf den Nikkei setzt, ist genauso doof wie jemand, der alles nur auf Edelmetalle setzt.

    2. Weißt du @Helmut, deine Kommentare zu Gold sind in meinen Augen unbrauchbar, weil du dich immer und immer wieder nur auf deine persönliche Situation beziehst. Die ist aber für die Allgemeinheit irrelevant, denn ein einzelner kann halt mal Glück oder Pech mit seinem Investment haben. Einzelschicksale zählen aber nicht.
      Für mich ist ein Kommentar zu Gold von einem Experten wie Andre Stagge relevant, einer von @Helmut nicht.
      Und noch was: Die Altersversorgung fast nur mit Gold absichern zu wollen, ist in meinen Augen sehr gefährlich und hochspekulativ. Eben wegen der unendlich langen „Durststrecken“ und Vermögensverluste, die bei Gold typisch sind.
      Gold kann man in vernünftigen Mengen beimischen, aber als Altersvorsorge eignet es sich nun wirklich nicht.

  7. Klumpenmut-Fan
    Ja, klar, man kann die Verluste breit streuen, damit sie nicht so durchschlagen.

    Ich würde auf jeden Fall einen ganz dicken Hals bekommen, wenn ich von den realisierten Kapitalerträgen bei Gold und Silber, auch noch Pauschal 25 % zzgl. 5,5 % Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer (gesamt ca. 26,38 % bis 27,99 %) bezahlen müsste.
    Dann lieber geglättet 9 bis 10 % legal steuerfreie.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

  8. @Helmut, eine Kapitalertragssteuer bei Goldverkauf kommt garantiert, egal wann man das Gold eingekauft hat. Bei Verkauf wird sie fällig.
    Also mach schon mal „den Hals ganz dick“.

  9. Columbo
    Deine Kommentare sind vollkommen unbrauchbar, weil sie auf nichts eingehen.
    Wenn, dann nur immer wieder auf die Tatsache, dass Gold 1980 eine Fahnenstange hatte.
    Das ist ziemlich mager.
    Ich gehe dagegen allgemein auf Gold ein, indem ich erkläre in den Kommentaren, dass Gold auch genauso hohe Kapitalerträge generiert, wie breit gestreute Aktien. Nur eben steuerfrei.
    Und man kann auch Zinsen bekommen für Gold.
    Auch bin ich nicht voll in Gold investiert.
    Gefühlt habe ich es Dir auch schon 5 x erklärt.
    Es schwank natürlich.
    Im Moment bin ich etwa zu 35 % in Gold investiert.
    Columbo.
    Jetzt bitte nicht wieder von Goldverbote, Enteignung, Deine Probleme beim Gold-Verkauf usw. schreiben. Das hast Du schon etwa 30 x geschrieben.
    Schreibe doch mal was mit Zahlen unterlegt.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

  10. Columbo
    Wenn Du etwas nachgedacht hättest, dann würdest Du so einen Blödsinn nicht schreiben.
    Steuern können nie rückwirkend eingeführt werden. Wenn dann wie bei Aktien:
    Ab 2009, vorher angekündigt.
    Eine zukünftige Kapitalertragssteuer auf Gold interessiert mich daher überhaupt nicht.
    Jetzt musst Du Dir noch so einen Unsinn einfallen lassen.
    Denn meinen Hals interessiert eine zukünftige Kapitalertragssteuer auf Gold überhaupt nicht.
    Wie immer:
    Der frühere Vogel….

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

  11. @Helmut, ich befürchte du bekommst einen „ganz dicken Hals“, wenn du meine Kommentare liest.
    Tu es nicht! Beruhige dich, nimm nicht immer alles so ernst und schau auf deine Gesundheit.
    Erholsames Wochenende, denn vor Montag schreibe ich nichts mehr😂.

    Viele Grüße aus dem Paradies

  12. Columbi
    So ist es.
    Außer Deinem substanzlosen Gelaber kommt jetzt nichts mehr.
    Keine Zahlen, keine Fakten, keine Meinung, kein Widerspruch, sondern eben nur Gelaber.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

  13. Dachschadenmut-Fan

    Helmut, ich bin zu 1000% sicher, dass meine breit gestreuten Anlagen erfolgreicher, entspannter und in Summe weitaus weniger und kürzere Durststrecken haben, als ein Klumpen Gold. Menschen die denken können, denen ist es klar.
    Ein Einzelfall ist uninteressant. Es geht um die Wahrscheinlichkeit im langfristigen Gesamtbild. Ich schreib ja auch nicht tagtäglich über meine uralten Apple Aktien mit astronomischer Rendite. Aber klar, wenn ich einen „Dachschaden“ hätte, würde ich es vielleicht tun.

  14. Dachschadenmut-Fan
    Den scheinst Du zu haben.
    Langfristig, seit 2000, sind es etwa 10 % steuerfreien Kapitalertrag bei Gold. Da ich 2022 die Hälfte Gold in Silber umgeschichtet habe, sind es im Mittel etwa 50 % steuerfreien Kapitalertrag in den letzten 365 Tagen in Dollar.
    Was habe ich dafür getan?
    2000 gekauft und 2022 die Hälfte umgeschichtet.
    Ich meine, das ist überschaubar.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

    1. Trockenheitsmut-Fan

      Wenn meine Apple Aktien in 20 Jahren knapp 12000% gemacht haben, kann es sich nicht um einen Dachschaden handeln. Da muss man eher Richtung Andalusien schaue, im Land der eingetrockneten Gehirne.

    2. Wer jeden Tag über seine angeblichen Goldgeschichten schreibt, muss nicht unbedingt gesund und entspannt sein.

  15. Trockenheitsmut-Fan
    Da kann man mal sehen, wie blind Du bist. Die Apple – Aktie hat in den letzten 20 Jahren etwa 9.000 Dollar Kapitalertrag generiert.
    Warum schreibst Du hier, wenn Du zu blind bist, Kurse korrekt abzulesen.
    Vor allen Dingen darüber, was Du gerne gehabt hättest.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. Rechenschwächemut-Fan

      Helmut, wie soll eine Aktie 9000 Dollar Kapitalertrag generiert haben, wenn sie aktuell nur etwa 290 Dollar wert ist? Selbst mit den Dividenden nicht annähernd möglich. Mathematik ungenügend- setzen!
      Gaga ist da noch ziemlich nett gemeint.

  16. Gagamut-Fan
    Dann hast Du aber nicht viel mitbekommen

  17. Goldbashing ist wie Fashing

    Goldbulle hat recht, nur der Nominalzins zählt. Übrigens ist der starke Anstieg des Goldes in der Phase stark steigender Zinsen passiert, ein kurzer Abstieg unter die 200Tageslinie ist bei einem solchen Anstieg normal und bei Aktien schon mehrmals passiert.Die Meinung von Stagge enttäuscht mich erstmals seit langem, habe ihn bisher sehr geschätzt. Weiter steigende Zinsen würden eher den Luftaktien Hype ausbremsen. Gold wird weiterhin vom wertlosen Papiergeld und dem Vertrauensverlust in Amerika und den Dollar profitieren. Lernens Geschichte und hören hie und da ein Video von Marc Faber.
    Columbo ist eher der Konterindikator, liegt er doch bekannterweise überall falsch und Multimut Permanix
    Ist in derKindheit stehengeblieben. Die anfassbaren Dinge ( Rohstoffe und Energie) werden die Papierlihändler in der Zukunft meilenweit schlagen.

    1. Fashing oder Fasching?

      „Die anfassbaren Dinge ( Rohstoffe und Energie) werden die Papierlihändler in der Zukunft meilenweit schlagen.“

      Ist Energie wirklich anfassbar?

  18. „…Die Meinung von Stagge enttäuscht mich erstmals seit langem…“

    Die Analysen und Erfahrungen eines Profiinvestors gegen die Meinung eines einfachen Kommentarschreibers.
    Da bleibt mir nur eines:😂😂😂

  19. Nur Narren, können Menschen für gottähnliche Wesen halten, die nie Irren können.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

    1. Wie ist es, wenn man von sich selbst glaubt, sich niemals zu irren, und dennoch jeden Tag das Gegenteil beweist?

  20. Gold ist ein Instrument mit dem Menschen handeln können wenn sie bereits Geld zur Verfügung haben.
    Wer erst noch Geld verdienen muss, braucht andere Wege.
    Da sind für fleißige Handwerker Immobilien der einzige Weg erfolgreich zu sein.
    Mit einer 100% Finanzierung hab ich 2015 ein Projekt angefangen. Zwischen 2019-2024 habe ich 5 Gebäude mit 18 Wohnungen errichtet. Alles KfW 40+ mit großenteils 0,75 % Zinsen. Bis 2040 habe ich alles abbezahlt. 1500qm Wohnfläche.
    Alles von Mietern bezahlt und keine Steuern zahlen müssen, wegen AfA.

    Gut, als Maurermeister mit 5 Mitarbeiter habe ich einen Information’s – Vorsprung.

    Alles ist Klima- neutral. Ich beziehe nur 1,1% des Stroms das meine Mieter verbrauchen aus dem Netz verkaufe aber schon jetzt 50 % des Stroms den ich mit Bhkw und PV – Anlage produziere.

    Und natürlich verkaufe ich meinen Mietern den nötigen Strom und die Wärme.

    Wer nicht, wie ich, ohne Eigenkapital anfangen muss kann leicht reden.
    Beweist bitte, was ihr ohne Startkapital geschafft habt.

    1. Superleistung. Sie haben die Möglichkeiten genutzt und etwas daraus gemacht. Ich gebe nur zu bedenken, dass die Förderung der EE und Kreditzinsen die niedriger als die Marktzinsen sind, bedeutet, dass man von der Allgemeinheit Geld dazu bekommen hat.
      Es gibt daher allen Anlass, stellvertretend auch der steuerzahlenden Kassiererin Im Supermarkt, die keine solchen Aussichten hat, dankbar zu sein.

      Was Gold angeht widerspreche ich Ihnen in allgemeiner Art. Es gibt im Prinzip drei Möglichkeiten Vermögen zu bilden:

      1. Unternehmerische Arbeit. Das haben Sie gemacht, Gratulation. Das kann aber nicht jeder.

      2. Lottogewinn oder Erben – offensichtlich unseriös und unrealistisch weil nicht legal planbar.

      3. Geldanlage. Schwerpunkt Börse. Und da kommt Gold ins Spiel. Langfristig fährt man an der Börse gut, aber es gibt auch mal schweres Wetter. Dafür ist Gold da. Gold allein ist schlicht Kaufkrafterhalt – was nicht zu verachten ist. Die Mehrzahl der Deutschen verliert beim Anlegen kaufkraftbereinigt.

      Heute ist das sehr leicht für jeden in kleinsten Beträgen möglich. Man muss mal anfangen, sich damit befassen und dann kommt das auch in Schwung. Aber es dauert, es ist für viele wie Muskeltraining. Man kann nicht 10 Stunden Video schauen und dann denken, dass jetzt was kann. Geldanlage ist eine Zivilisationstechnik, die man wie Lesen, Schreiben und Rechnen lernen und bis zu einem hohen Grad beherrschen muss.

      Und dieser dritte Weg ist der einzige, der fast allen Menschen offensteht. In Ländern in denen nicht 10% der Menschen, sondern 90% an der Börse investiert sind, da sitzt dann immer mal die fiktive Kassiererin mit Unternehmern wie Ihnen im Ruhestand vielleicht irgendwo mal zusammen und genießen das Leben.

  21. Hallo @ HD
    Bei mir lief es ähnlich.
    Allerdings haben mir meine Eltern mit 23 Jahren ein Baugrundstück für ein Einfamilienhaus geschenkt und meine lieben Frau und ich haben mit48/49 alles verkauft in Deutschland.
    Mit 17 die Gesellenprüfung.
    MIt 25 die erste Meisterprüfung.
    Ein Haus gebaut.
    Handwerksbetrieb gegründet.
    Mit 30 die zweite Meisterprüfung.
    Einige weitere sehr erfolgreiche Firmen gegründet
    Im Jahre 2000 alles verkauft.
    In Spanien unser Traumhaus gebaut.
    Aus dem restlichen Geld sind bis heute deutlich über 4 Millionen an Edelmetallen geworden, die zum größten Teil außerhalb Europas gelagert sind.
    Seit 2000 bezahlen wir legal keine Steuern mehr und haben dank der spanischen Rente ausreichend Einkommen.
    Jetzt lassen wir uns für unsere letzten Jahre ein Penthouse über Malaga bauen.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

  22. Hallo @ Felix
    Aus meinen etwa 300 Tsd. Edelmetallen, sind nun über 4 Millionen geworden.
    Wer hat schon im Schnitt über 26 Jahre etwa 10 % jährlichen *steuerfreien* Kapitalertrag?
    Nur etwa 100 Euro steuerpflichtigen Kapitalertrag im Monat und wir müssten unsere Renten versteuern.

    Für mich ist es auch wichtig, dass mein Geld zum größten Teil nicht in Europa liegt.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

    1. Guten Morgen Helmut,

      mein Punkt ist der: dieser Weg ist nicht für jeden gangbar. Es gibt Millionen Menschen in allen möglichen Jobs, die erst gar nicht zu 100.000 oder mehr kommen können – es sei denn, sie befassen sich mit den Finanzmärkten und werden von Sparern zu Investoren.
      Sie sollten sich auch als Spekulant ausprobieren, denn selbst wenn die Menschen dann zum Schluß kommen, dass das Spekulieren nichts für sie ist, haben sie doch einiges gelernt, was man als Investor brauchen kann.

  23. Hallo @ Felix
    Ich habe mich auch nicht als Investor und Spekulant gesehen.
    Ich bin nur aus der Rentenversicherung ausgetreten und habe das Geld lieber in Gold fürs Alter angelegt.
    Gold, weil ich mich mit Aktien nicht so auskenne, dass ich mein Geld fürs Alter dort
    anlegen konnte.
    Mit einem breit gestreuten Aktienpaket, hätte ich sicherlich auch nicht mehr als etwa 10 % nach Steuern an Kapitalertrag gehabt.
    Spekulation war dann, dass ich 2022 die Hälfte vom Gold in Silber umgeschichtet gaben.
    Auch konnte ich mit 2 Schenkungen an meine Kinder der Erschafräsrsteuer zuvorkommen. Was natürlich bei dem Inhalt eines Tresores auch recht einfach ist.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. Aus der Rentenversicherung können aber die meisten nicht austreten. Ein Angestellter hat ohnehin ein niedrigeres Einkommenspotential, weil er das Unternehmen durch seine Tätigkeit finanzieren und mit Gewinn versehen muss, damit sein Arbeitsplatz erhalten bleiben kann.
      Der Teil, der in die Rentenversicherung gezwungen wird, ist aus individueller Sicht aller die noch nicht Rentner sind, wie ein sehr schlechtes Investment zu betrachten – es gibt zwar dann was, aber es hätte viel mehr sein müssen. Umso besser müssen die restlichen Investment sein, um die Versorgungslücke klein zu halten oder im Idealfall gar keine zu haben.

      Was man daraus eindeutig ableiten kann, ist, dass Geld/Währung dann immer nur kurzfristig als Cash gehalten werden kann, und man in Sachwerte investieren muss, weil die die Kaufkraft erhalten und zusätzlich im Fall von Aktien Erträge generieren können.

      Das können Immobilien auch, das interessante daran die Möglichkeit der Finanzierung, aber um mit Immobilien Erfolg zu haben, muss man mehr deutlich mehr Bedingungen erfüllen, als erforderlich sind, um sich mit der Börse zu befassen.
      Die Checkliste von der Börsen-Oma ist viel kürzer, als die vom Business-Punk.

      Hinzu kommt, was in der Geschichte ab und zu Bedeutung gewinnt: Aktien sind sehr mobil.

  24. Rückblickend betrachtet ist es doch völlig Wurst in was man investiert hat, das geht mit Gold, Unternehmern, Wäscheklammern und Unterhosen, Hauptsache man hat in günstigen Phasen gekauft und möglichst teuer verkauft. Man nennt es Timing oder Glück oder was auch immer. So ein Gelaber um das bescheuerte Gold hier.

    1. Das ist absolut korrekt! Das ist die sgn. antizyklische Strategie. Im Übrigen entsteht der Gewinn im Wesentlichen über einen möglichst günstigen Einkaufspreis (alte Kaufmannsweisheit).

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