Der Goldpreis ist erneut unter die Marke von 5.000 US-Dollar je Unze gefallen – und das in einem auffallend ruhigen Marktumfeld. Während große Teile Asiens aufgrund des Lunar New Year pausieren und ein US-Feiertag die Liquidität zusätzlich reduziert hat, reagieren Anleger sensibel auf neue Impulse aus den USA. Im Zentrum stehen die jüngsten Inflationsdaten, mögliche Zinssenkungen der Fed sowie die Frage, ob die langfristigen Treiber der Gold-Rally weiterhin intakt sind.
Gold und Silber: Feiertage bremsen Erholung
Der Goldpreis ist im dünnen Handel wieder unter 5.000 US-Dollar je Unze gefallen. Große Teile Asiens blieben wegen des Lunar-New-Year-Festes geschlossen, zudem hatte ein US-Feiertag am Montag die Marktaktivität zusätzlich gedämpft.
Am Dienstag verlor Gold zeitweise bis zu 1,4 % auf 4.922 Dollar, nachdem es bereits in der vorherigen Sitzung um 1 % nachgegeben hatte. Silber rutschte ebenfalls ab und notierte zeitweise rund 2,5 % tiefer bei 73,06 Dollar. Zuvor war das gelbe Edelmetall am Freitag kurzfristig auf rund 5.050 Dollar gestiegen: Moderate US-Inflationsdaten stärkten die Erwartung, dass die US-Notenbank Fed ihre Leitzinsen senken könnte. Sinkende Zinsen gelten als Rückenwind für nicht verzinsliche Anlagen wie Gold, da die Opportunitätskosten gegenüber zinstragenden Assets abnehmen.
Ende Januar hatte eine Welle spekulativer Käufe die mehrjährige Rally bei Gold und Silber auf die Spitze getrieben. Der Goldpreis sprang auf ein Rekordhoch von über 5.595 US-Dollar je Unze, während Silber bis auf 121 US-Dollar kletterte. Eine abrupte, zweitägige Verkaufswelle zu Monatsbeginn drückte die Edelmetalle jedoch wieder in Richtung 4.400 US-Dollar beziehungsweise 71 US-Dollar. Seitdem hat Gold rund die Hälfte der Verluste wettgemacht. Das Handelsumfeld bleibt von erhöhter Volatilität und kurzfristigen Richtungswechseln geprägt – besonders ausgeprägt zeigt sich diese Dynamik bei Silber.

Banken bleiben optimistisch
Trotz der jüngsten Schwankungen rechnen zahlreiche Großbanken mit einer Fortsetzung des übergeordneten Aufwärtstrends. Institute wie BNP Paribas, Deutsche Bank und Goldman Sachs gehen davon aus, dass die strukturellen Treiber der Goldrally intakt bleiben.
Zu diesen Faktoren zählen anhaltend hohe geopolitische Spannungen, Diskussionen über die Unabhängigkeit der Fed sowie eine breitere Umschichtung weg von klassischen Währungen und Staatsanleihen. In einem Umfeld zunehmender fiskalischer Risiken und wachsender Staatsverschuldung gewinnt Gold als sicherer Hafen und Inflationsschutz weiter an Bedeutung.
Analysten von Jefferies, darunter Fahad Tariq, verweisen auf zwei zentrale makroökonomische Stützpfeiler: Inflation und eine schleichende Entwertung des US-Dollars. In einer aktuellen Einschätzung hoben sie ihre Goldpreisprognose für 2026 von 4.200 auf 5.000 US-Dollar je Unze an. Investoren und Zentralbanken, die sich gegen diese Risiken absichern wollen, hätten faktisch „nur eine Option: Sachwerte“.
Kurzfristig bleibt das Risiko jedoch auf der Unterseite. Sollte sich der Goldpreis länger unterhalb der Marke von 5.000 US-Dollar etablieren, könnte dies bullisch positionierte Marktteilnehmer zusätzlich verunsichern – insbesondere vor dem Hintergrund der jüngsten starken Kursschwankungen, so Marktanalyst Fawad Razaqzada von City Index.
Aktuelle Marktbewegungen
Am Spotmarkt fiel Gold um 2,2 % auf 4.884,82 US-Dollar je Unze. Silber gab um 2,6 % auf 74,05 US-Dollar nach (Stand 6:50 Uhr in Frankfurt). Platin und Palladium fielen ebenfalls zurück.
Der Bloomberg Dollar Spot Index, ein wichtiger Indikator für die Entwicklung des US-Dollars, notierte nahezu unverändert, nachdem er die vorherige Sitzung mit einem Plus von 0,1 % beendet hatte. Die Wechselkursentwicklung bleibt damit ein zusätzlicher Einflussfaktor für die weitere Goldpreisprognose.
FMW/Bloomberg
Kommentare lesen und schreiben, hier klicken














Aber Gold und Silber werden nicht auf das Niveau der Jahrtausendwende zurückfallen ( 250 bei Gold und 15 bei Silber)… Viele Aktien wünschten sich ja …sie könnten es, denn es waren fast immer ihre All Time Highs, Allianz, Deutsche Bank, Commerzbank, Deutsche Telekom, die ganzen Aktien des Neuen Marktes… sofern sie noch existieren…und last but not least die Infineon Aktie…
Erster Kurs nach der Emission : 70 Euro …und im Laufe des Jahres … mit 98,15 … ein neues All Time High erreicht…bis heute unerreicht…
Auch die große Lufthansa erreichte mit 18,50 schon im Sommer 98 ein vorläufiges All Time High…da war der Kohl noch an der Macht und wir haben noch mit DM bezahlt..
Was die Performance betrifft sind Gold und Silber also werthaltiger auf lange Sicht…
Kevin Warsh ist bisher nur als Nachfolger von Fed-Chef Jerome Hayden Powell nominiert. Und das Trump-Administration-Mitglied Steve Witkoff trifft sich zwar aktuell erneut mit dem OPEC+-Mitgliedsland Islamische Republik Iran. Zumindest Stand aktuell spricht jedoch noch nicht allzu viel für ein Ölabkommen mit Teheran. Dies alles spricht für die festgestellte momentane Ausgangslage für den Rohstoff Edelmetall Gold von seiten der Deutsche Bank AG und den Investmentbanking-Analysten von Goldman Sachs.
Einzig was mich irritiert ist der Optimismus der Banken.
Eine ganze Woche Festlichkeiten, da nehme man sich mal ein Beispiel. Wir pulvern1-2 Stunden und kaum ist das geschehen: Häddääddäää, Böllerverbot, häddäädäää…
Es ging in den letzte 2 Jahren ohne große Rücksetzer über 2000 Dollar, dann 3000, 4000 und nun 5000 Dollar.
Es wird Zeit, dass es zu einem größeren Rücksetzer kommt.
Wenigstens um 20 % auf 4.000 Dollar oder noch mehr.
Die zittrigen Hände müssen aus dem Markt und es sollte eine gute Kaufgelegenheit für langfristig orientiere physische Käufer geben.
Die Papiergold-Besitzer können, wenn sie richtig aufgestellt sind, dabei auch noch eine Menge Geld verdienen.
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
Viele Grüße aus Andalusien Helmut