Die wichtigsten Eckpunkte
- Gold bleibt trotz Renditedruck robust.
- Zentralbankkäufe stärken die Goldnachfrage.
- Silberbestände steigen, Solarnachfrage sinkt.
- Kupferknappheit eröffnet Chancen auf Kursanstiege.
Steigende Renditen setzten Gold und Silber zuletzt deutlich unter Druck. Doch hinter dem gemeinsamen Rücksetzer entwickeln sich zwei völlig unterschiedliche Geschichten. Während der Goldpreis erstaunlich widerstandsfähig bleibt, verliert Silber einen wichtigen Kurstreiber. Ausgerechnet der Ausverkauf am Anleihemarkt könnte Gold neue Käufer bringen – während sich bei Silber die Frage stellt, was nach dem Ende der Knappheit noch trägt.
Gold zeigt überraschende Stärke
Für Gold könnte das Umfeld kaum schwieriger sein. Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen sind auf 5,3 Prozent gestiegen, Öl kostet mehr als 100 Dollar je Barrel, und die Erwartungen an die US-Notenbank haben sich deutlich verändert. Die Märkte rechnen mit weiteren Zinserhöhungen. Verzinsliche Anlagen machen dem Edelmetall damit wieder stärkere Konkurrenz.
Trotzdem hat der Goldpreis laut Daniel Ghali, Leiter der Metallanalyse bei der Deutschen Bank, seit Juli kein neues Tief markiert. Für ihn ist das ein Zeichen bemerkenswerter Stärke. Der Rücksetzer falle angesichts dieser starken Belastungen überraschend begrenzt aus.
Auch die Positionierung spricht aus seiner Sicht für Erholungspotenzial. Sie sei so pessimistisch wie seit Oktober 2021 nicht mehr. Zudem ist Gold im kürzeren Zeitfenster bereits überverkauft. Gleichzeitig habe sich die Käuferbasis grundlegend verändert. Die Käufe des offiziellen Sektors, insbesondere der Zentralbanken, liefen mit mehr als dem doppelten Tempo von damals. Der Kreis institutioneller Goldinvestoren sei seit 2021 um rund 70 Prozent gewachsen.
Dass Gold beim Ausbruch des Iran-Kriegs nicht wie erhofft nach oben sprang, habe Anleger enttäuscht und viele an der Seitenlinie gehalten. Für das kommende Jahr sieht Ghali dennoch eine günstige Ausgangslage. Eine niedrige Positionierung trifft auf eine strukturell breitere Nachfragebasis.
Dabei müssen Anleger seiner Einschätzung nach keineswegs zwischen Anleihen und Gold wählen. Gerade fallende Anleihekurse verstärkten den Bedarf an Diversifikation. Pensionsfonds, Versicherer und Stiftungen hätten ihre alternativen Anlagen über Jahrzehnte ausgebaut. Viele dieser Investments reagieren jedoch ebenfalls empfindlich auf steigende Renditen. Gold könne deshalb innerhalb dieser Portfolios an Bedeutung gewinnen.
Der entscheidende Gedanke dahinter: Höhere Renditen belasten den Goldpreis kurzfristig, können aber zugleich institutionelle Nachfrage nach zusätzlicher Streuung auslösen. Dieser Effekt werde am Markt bislang unterschätzt.
Silber verliert seinen Knappheitsbonus
Bei Silber hat sich die Lage dagegen deutlich verschlechtert. Die extreme physische Knappheit, die den Markt zuvor geprägt hatte, lässt nach. Frei verfügbare Bestände in London seien auf den höchsten Stand seit November 2024 gestiegen. Auch Shanghai verfüge über mehr Metall, während umfangreiche COMEX-Bestände einen zusätzlichen Puffer bildeten.
Zugleich hinterlassen die hohen Preise Spuren in der Nachfrage. Nach Einschätzung des Deutsche-Bank-Analysten liegt Chinas industrielle Silbernachfrage für Solaranwendungen 2026 etwa ein Drittel unter dem Vorjahresniveau. Mehr verfügbare Bestände treffen damit auf ein schrumpfendes Defizit. Im kommenden Jahr könnte sogar ein physischer Angebotsüberschuss entstehen.
Ghali erwartet deshalb eine schwächere Entwicklung von Silber gegenüber Gold und geringere Preisschwankungen. Eine Wiederholung der heftigen Kursbewegungen des Vorjahres hält er angesichts der veränderten Fundamentaldaten für unwahrscheinlich.
Das größte Kurspotenzial sieht er bei Kupfer. Die USA und China hätten zusammen rund 70 Prozent der weltweiten oberirdischen Bestände gebunden. Diese Verknappung könnte die Preise kräftig nach oben treiben.
Das vollständige Interview mit Daniel Ghali, Leiter der Metallanalyse bei der Deutschen Bank, sehen Sie hier. Darin erläutert er seine Einschätzungen zu Gold und Silber sowie die Chancen am Kupfermarkt.
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Gold ist im Preis in den letzen 3 Jahren um etwa 100 %, auf etwa 4.000 Dollar gestiegen.
Wer vor 3 Jahren die Prognose aufgestellt hätte, das Gold das schafft oder nur bis 2030 auf 3.000 Dollar steigt, wäre im günstigsten Fall belächelt worden.
Zusammenfassend:
Von physischem Gold nicht zuviel erwarten.
Steuerfreie Kapitalerträge von jährlich über 10 %, über 26 Jahre, sind ja auch schon was.
Das ohne Drittparteienrisiko und wenn gewollt auch anonym.
Viele Grüße aus Andalusien
Helmut
Ohne ‚Drittparteienrisiko‘ geht es alleine beim Digitalgold Bitcoin. Die entsprechenden Belege liefert Roman Reher, der Blicktrainer….
Hallo @ Dan Wick
Ich denke, wenn BITCOIN tausende Jahre seine Kaufkraft behalten hat, dann ist der Beweis erbracht, dass BITCOIN zumindestes kein Drittparteienrisiko dahingehend hat, dass Kaufkraft verloren geht oder sie irgendjemand abschöpft.
Richtig vergleichen kann man BITCON und Gold eigentlich gar nicht.
Gold kann einfach vergraben werden, ohne dass es durch Erdreich beschädigt wird, es kann vollkommen anonym gehalten und vererbt werden, es kann in Deutschland in jeder Summe legal für private Käufe benutzt werde, und in jeder Summe privat (auch gegen bar) verkauft werden und hinterlässt dann keine Spuren.
Selbst ohne Strom funktioniert der Kauf und Handel mit Gold.
BITCOIN hat natürlich auch viele Vorteile.
Ich benutze ja auch Gira- Geld und Bargeld als Zahlungsmittel, obwohl ich die Risiken kenne.
Mit begrenzen BITCOIN „in der Tasche“ wäre ich ich sicher noch flexiebler.
Viele Grüße aus Andalusien
Helmut
Die Edelmetalle profitieren von der Geldpolitik der Notenbanken da diese nicht mehr bereit sind ernsthafte Korrekturen zuzulassen…
Die Antworten sehen immer gleich aus: Die Druckerpresse anwerfen…
„…Die Antworten sehen immer gleich aus: Die Druckerpresse anwerfen…“
…und eventuell den Gold- und Bitcoinhandel kontrollieren (besteuern, einschränken), sollte die Flucht in alternative Geldformen, also die Konkurrenz für das Fiatgeld zu groß werden.
Ist heute relativ einfach durchzuführen.
Das ist richtig Columbo
Wird z. B. eine neue Währung eingeführt oder nach einem Aktien- Chrash, wie 1929 in den USA, muss es zumindest ein Goldhandesverbot geben oder gar ein Gold –Verbot.
Als das Goldverbot in den USA eingeführt wurde, hatten die Aktionäre den Großteil ihres Vermögens verloren. Und nicht nur die Aktien selbst, sonder auch das Vermögen das beliehen wurde, um damit Aktien zu kaufen.
Die Goldbesitzer bekamen den damals üblichen Preis für Gold nach der Abgabe in Dollar erstattet.
So sieht es auch das Grundgesetz vor.
Keine Enteignung ohne Entschädigung.
Würde z. B. der Neuro eingeführt, mit einem gleichzeitigen Lastenausgleich, würde ich einige Hunderttausend, die in Europa gelagert sind, gegen den Neuro eintauschen und die Schuld durch den Lastenausgleich wurden/ werden auf 30 Jahre gestreckt.
Eine rückwirkend Besteuerung ist ebenfalls laut Grundgesetz nicht möglich.
Eine Besteuerung von Gold wird daher mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit so geregelt werden, wie mit den Aktien 2009.
Alles andere wäre grundgesetzwidrig.
Denn es würde damit auch rückwirkend die steuerfreie einjährige Haltefrist in Deutschland rückwirkend aufheben.
Wenn natürlich wieder so Verhältnisse eintreten würden, wie bei den Nazis, dann sollte man schon vorher weg sein.
Die Intelligenz, wie z. B. Einstein, hat Deutschland schon1932 verlassen.
Und dann sind Edelmetalle außerhalb Europas wichtig.
Viele Grüße aus Andalusien
Helmut
Ooooohhhh…Markus Fugmanns Warnung hat gewirkt. Wunderbar.
Yepp, Wolfgang S. würde jetzt wohl sagen, isch over; ein weiser Guru, lobe den Tag nicht zu früh und ein alter Schwede, eine Schwalbe kommt selten im Winter. Ich sach, erst mal abwarten und ordentlich Tee trinken.
Hallo @Columbo,
immerhin waren zwei Verwarnungen innerhalb von zwei Tagen nötig. Warten wir also lieber ab, wie nachhaltig diese erfreuliche Entwicklung sein wird – ob sie also nur eine kleine Verschnaufpause maximal bis übers Wochenende ist oder die neue Woche ebenfalls überleben wird 😏
@Michael, ich lass immer mal wieder meine Goldverbotsgespenster auftreten, dann werden wir ja sehen, wie es um das Nervenkostüm bestellt ist😁.
Hallo Columbo.
Ich bewundere Deine scharfe Analyse über die Inflation und Deflation in einem früheren Goldstandard.
Auch Deine Prognose darüber, wie sich ein etwaiges Goldverbot auf die Goldbesitzer auswirken wird und ob es Entschädigungen in welcher Höhe bei Gold-Enteignungen geben könnte.
Die bis in jede Einzelheit plastische Darstellung des Ablaufs der
Goldenteignung 1933 in den USA, deren Ablauf und Folgen für den Auslandsbesitz, fand ich beeindruckend.
Ganz besonders der Vergleich, wie sich Aktienbesitz und Goldbesitz auf das Vermögen der Besitzer am Tage 1933 der Enteignung auswirkte, bzw. nach der Zahlung der Entschädigung wegen der Enteignung des Goldes.
In der Gegenwart hast Du mit beeindrucken scharfsinnigen Weitblick analysiert, warum es auch bei einem erneuten Aktien-Chrash in der Zukunft und ggf. bei dem Neustart einer neuen Währung, es zu einem weiteren Goldverbot kommt oder zumindest zu einem Handelsverbot kommen wird und wie z. B. nach dem Grundgesetz, so eine Enteignung mit nachfolgender Entschädigung aussehen wird.
Richtig nachdenken musste ich auch, als Du sehr einfach verständlich dargelegt hast, warum in einem Goldstandard privater Goldbesitz überhaupt keinen Sinn mehr macht, ja sogar für den Vermögensaufbau kontraproduktiv wäre.
Vielleicht könntest Du uns auch noch an Deinem Wissen dahingehend teilnehmen lassen, wie es wohl ablaufen wird, wenn deutsche oder europäische Gesetzte in Asien durchgesetzt werden sollen, wenn dort europäische Besitzer von Goldvermögen enteignet werden sollen.
Gefällt Dir das so?
Der Zensur wird es sicher gefallen.
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
Schau, schau, @Helmut, du entdeckst ja auf deine alten Tage bei dir noch eine nette, höfliche Seite. Dass ich das noch erleben darf…
Und dennoch kann er sich den „Zensur“-Hinweis ganz am Ende nicht verkneifen, obwohl „die Zensur“ (Markus Fugmann) lediglich auf seine sprachlichen Entgleisungen hinweist, ohne ihn inhaltlich irgendwie zu beschränken.
Das Nervenkostüm scheint also bereits zitternd zu vibrieren 🙈🍌🍌
@ Columbo, mit dem Beitrag des wiederholenden GOLDVERBOTSGESPENSTERS bestätigen sie eindeutig, dass ihre einzige Absicht die Provokation von Helmut ist um dann später wieder die genervten Antworten zu kritisieren. Wirklich eine glückliche Beschäftigung für einen selbsternannten gebildeten Gutmenschen!
Wenn Helmut souverän bzw. überhaupt nicht reagieren würde, dann wäre der Spaß für die Provokateure schnell vorbei. Aber er springt ja wirklich über jedes kleine Stöckchen, wie ein gut dressiertes Hündchen. Und es funktioniert immer…zu 120%. Und warum mischst du dich bei dem Spiel überhaupt ein? Lass doch die beiden einfach machen, solange es ihnen gefällt. Oder pflegst du eine enge Beziehung zu dem Andaloser oder bist du am Ende mit ihm sogar verwandt? Schone deine Nerven.
@Helmut-Fan
Wer sich seiner Sache sicher ist, ärgert sich nicht über sogenannte „Provokationen“, er hat keinen Grund aggressiv zu reagieren.
Wer sich aber darüber grün und blau ärgert, was man leicht am Aggressionslevel feststellen kann, setzt sich dem Verdacht aus, dass er unsicher ist und Angst hat.
Hallo Helmut- Fan
Das ein Goldverbot für Columbo ein Lieblingsthema ist, ist ja nicht tragisch.
Was soll er auch sonst schreiben, als so eine pauschale Aussage?
Er könnte auch schreiben:
„Irgendwann geht die Welt unter“.
Wie alle Aussagen von ihm, kann er sie aber nicht begründen oder auch nur ansatzweise erklären. Selbst wie frühere Goldverboten abgewickelt wurden und warum es sie gab, kommt bei ihm an seine Grenzen.
Er meint, den Leute wird einfach ersatzlos das Gold weggenommen.
Auch seine Behauptung, dass es im Goldstandard eine anhaltende Inflation geben kann, ohne dass immer eine Deflation folgt, kann er nicht erklären.
Seine Behauptung, dass breitgestreute Investmens -Fonds über Jahrzehnte bessere Renditen gebracht haben als Gold, ist er (trotz mehrfacher Aufforderungen von mir) schuldig geblieben.
Ebenso zumindestens nur eine theoretische Erklärung zu seiner Behauptung, dass Käufer durch den Kauf von physischem Gold pleite gehen können, ist er immer wieder schuldig geblieben.
Die Antworten die er dann von sich gibt, wenn ich mal ab und zu nachgfage, kennst Du ja.
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
Hartmut
Das ist doch faszinierend, wie der ganze Hühnerhof laut gackernd durcheinander läuft. Ein Satz nachgeschoben, und alles beginnt von vorne.
Viele Grüße aus Andalusien
Helmut
@ Hartmut ( Ex Permanix ) warum mischen sie sich denn ein? Ihre Kommentare sind so inhaltlos wie seit Monaten. Ihre einzige Aufgabe scheint die Unterstützung des gelangweilten neidischen Goldphobisten und Helmutbashers zu sein.
@Columbo, wenn sie ihrer Sache sicher wären ,würden sie die gleichen Argumente nicht tausendmal wiederholen. Mit den Kommentaren von ihnen und ihrem Steigbügelhalter ( Hartmut, Permanix u.s.w. ) beweisen sie eindeutig ,dass es euch nur um die Provokation von Helmut geht, ich hätte nie gedacht ,dass Neid den Charakter so demolieren kann. Helmut ist der glücklicheRentner und nicht das Opfer, die Opfer sind die gebildeten Wichtigtue,die es im Leben zu Nichts gebracht haben.
Der alte Spruch eines hochkarätigen Journalisten passt wieder. Der Respekt der akademischen Wichtigtuer vor der wertschöpfenden Gesellschaft ist total verloren gegangen.
@Wichtigtuer, @Immernix, @Helmut-Fan
Viele Grüße nach Andalusien.
Ja, so Antworten bekommt Ihr dann von Columbo.
Viele Grüße aus Andalusien
Helmut