Gold

Experte bleibt langfristig bullisch Gold vor neuer Rally: Was Zentralbanken längst erkannt haben

Gold vor neuer Rally dank Zentralbanken
Illustration: KI-generiert mit ChatGPT

Gold ist längst mehr als ein Schutz vor Inflation. Während der Goldpreis nach seiner Rekordrally schwankt, verschiebt sich im Hintergrund die globale Finanzordnung. Zentralbanken bauen ihre Bestände aus, Staaten verlieren das Vertrauen in den Dollar und steigende Renditen werden zunehmend als Warnsignal verstanden. Für André Stagge und den auf Edelmetalle spezialisierten Jan Willhöft spricht vieles dafür, dass die große Bewegung bei Gold und Silber noch nicht vorbei ist.

Gold wird zur Machtfrage

Der wichtigste langfristige Treiber für den Goldpreis sind die Zentralbanken. Seit dem Einfrieren russischer Währungsreserven im Jahr 2022 hinterfragen zahlreiche Staaten, wie sicher ihre Dollarbestände tatsächlich sind. Sie reduzieren ihre Abhängigkeit von US-Staatsanleihen, kaufen Gold und achten stärker darauf, wo ihre Reserven lagern. China baut mit Tresoren und Abwicklungssystemen in Hongkong gezielt eine eigene Infrastruktur auf, die langfristig zur Konkurrenz für die westlichen Handelsplätze in London und New York werden könnte.

Wie aktuell dieser Vertrauensverlust ist, zeigen die jüngsten Schritte Frankreichs und der Niederlande. Frankreich verkaufte 129 Tonnen Gold, die in New York lagerten, und erwarb die gleiche Menge in Europa zurück. Anfang September gab zudem die niederländische Zentralbank bekannt, rund 86 Tonnen Gold aus den USA und Kanada nach London verlagert zu haben. Als Gründe nannte sie zunehmende geopolitische Spannungen, eine bessere Krisenvorsorge und den schnelleren Zugriff auf ihre Reserven. Wenn selbst westliche Zentralbanken die Lagerung ihres Goldes neu ordnen, unterstreicht dies seine wachsende Bedeutung als strategischer Sicherheitsanker.

Die alte Zinslogik bröckelt

Diese neue Rolle als Sicherheitsanker verändert zugleich das Verhältnis zwischen Gold und den Anleihemärkten. Damit verliert auch die alte Börsenregel an Kraft, wonach steigende Renditen automatisch schlecht für den Goldpreis sind. Der Grund liegt in der ausufernden Verschuldung. Die USA haben laut Willhöft inzwischen die Marke von 40 Billionen Dollar überschritten und müssen allein in diesem Jahr rund acht Billionen Dollar refinanzieren – zu deutlich höheren Zinsen. Dadurch wächst die Zinslast, während Zweifel an der langfristigen Tragfähigkeit der Staatsfinanzen zunehmen.

Gold wirft zwar weiterhin keine laufenden Erträge ab. Wenn jedoch das Vertrauen in Staatsanleihen und Papierwährungen schwindet, rückt ein anderer Wert in den Vordergrund: Sicherheit. Willhöft betrachtet physisches Gold deshalb weniger als Spekulation, sondern zunehmend als langfristigen Kaufkraftspeicher. Papierpositionen reduziert er, während er physische Bestände als eine Art modernes Sparbuch versteht.

Besonders deutlich zeigt sich dieser Wandel in Indien. Obwohl der hohe Goldpreis, eine schwache Rupie und gestiegene Importzölle die Schmucknachfrage belasten, erreichte die Nachfrage nach Barren und Münzen im ersten Halbjahr 2026 den höchsten Stand seit 2013. Viele Inder verkaufen ihr Gold selbst zu hohen Preisen nicht, sondern hinterlegen es als Sicherheit für Kredite. Das Edelmetall übernimmt damit eine Funktion, die weit über Schmuck und Geldanlage hinausgeht.

Silber und Minen mit Hebel

Noch größer könnten die Chancen bei Silber sein – allerdings bei erheblich höherem Risiko. Neben seiner Rolle als Edelmetall wird Silber für Solaranlagen, Stromnetze, Fahrzeuge und Rechenzentren benötigt. Gleichzeitig befindet sich der Markt bereits im fünften Jahr einer Unterversorgung. Da ein Großteil des Silbers lediglich als Nebenprodukt von Kupfer- oder Zinkminen entsteht, lässt sich die Förderung nicht kurzfristig hochfahren.

Steigt zusätzlich die Investmentnachfrage, konkurrieren Anleger direkt mit der Industrie um die physisch verfügbare Ware. Genau darin liegt das Potenzial, aber auch die Gefahr heftiger Ausschläge. Silber könne Gold gegen Ende einer Edelmetallrally deutlich übertreffen, nach steilen Anstiegen jedoch ebenso brutal korrigieren.

Minenaktien bieten einen zusätzlichen Hebel. Produzenten profitieren von stark gestiegenen Margen und hohen freien Cashflows, während viele Explorer und Entwickler bislang kaum an der Rally beteiligt waren. Gerade dort sieht Willhöft Chancen, weil neue Minen gebraucht werden und große Produzenten genügend Kapital für Übernahmen besitzen. Sein Favorit für die kommenden zehn Jahre bleibt dennoch Gold: weniger spektakulär als Silber oder Minenaktien, dafür aus seiner Sicht der verlässlichste Schutz in einer immer unsichereren Finanzwelt.

Alle Einschätzungen von André Stagge und Edelmetallexperte Jan Wilhöft zu Gold, Silber und Minenaktien sehen Sie im folgenden Video.



Stefan Jäger
Über den RedakteurStefan Jäger
Stefan Jäger berichtet als Finanzjournalist über das aktuelle Geschehen an den Aktien- und Edelmetallmärkten. Mit fundierter Fundamentalanalyse und präziser Technischer Analyse beleuchtet er zudem Chancen und Risiken verschiedenster Assets.
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22 Kommentare

  1. Gold ist kein Schutz vor Inflation. Gold im Verhältnis zur gesamten Dollar-Geldmenge ist massiv unterbewertet.
    Der Trugschluss ist, dass Gold deshalb steigen müsste. Die Geldmenge wird kollabieren…
    Frankreich und die Niederlande haben in den USA Gold verkauft, was nur auf dem Papier existierte und in Europa damit Gold gekauft, was ebenso nur auf dem Papier existiert. In anderen Worten, man hat weder Gold verkauft, noch gekauft. Der steile Anstieg ab 2024 bei Gold und Silber war die 5. Welle. Es wird bald sehr ungemütlich am Aktienmarkt, also wird jeder Papiergold auf den Markt werfen, mit dem er sich abgesichert hat.

    1. Das ist gut möglich. Ich gehe davon aus, dass wir tendenziell höhere Preise sehen, weil der physische Markt an Bedeutung gewinnt.

      Allerdings ist Gold in anderer Hinsicht momentan nicht besonders über- oder unterbewertet: wenn man die Goldreserven der Zentralbanken daraufhin vergleicht, inwieweit sie prozentual die Geldmenge decken. Es gab auch zu Zeiten des Goldstandards keine 100% Deckung.

  2. Frankreich und die Niederlande haben ihr in den USA (bei der Federal Reserve in New York) gelagertes Gold verkauft und in Europa neues Gold gekauft, um ihre Bestände auf den modernen, internationalen LBMA-Standard zu bringen und sie gleichzeitig näher an den Heimatmarkt zu verlagern. (https://www.bild.de/politik/ausland-und-internationales/niederlaender-ziehn-gold-ab-was-ist-mit-unserem-gold-im-trump-amerika-6a99840edde98c923618073b), [2] (https://www.gold.de/artikel/gold-wird-aus-den-usa-abgezogen-historischer-vertrauensverlust/), [3] (https://www.youtube.com/shorts/IFmN-ZL_bGk)
    Ältere Goldbarren und -münzen in den US-Tresoren entsprachen oft nicht mehr den heutigen strengen Handelskriterien der London Bullion Market Association (LBMA) hinsichtlich Reinheit (über 99,5 %) und Gewicht. Ein physischer Transport alter Barren ist teuer und aufwendig. Daher wurden die Bestände in New York verkauft und zeitgleich normgerechtes Gold in Europa (z. B. nach Paris oder näher an den europäischen Handelsplätzen) neu erworben.

    Alle Banken, die heute mehr Gold halten als Dollars, konnten Ihre Devisenreserven in den letzen 3 Jahren alleine dadurch verdoppeln, dass sie Gold im Tresor liegen hatten, während die Dollars an Wert verloren haben.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

    1. @Helmut
      Auch das dem Untergang geweihte Deutschland konnte seine goldbasierten Devisenreserven und Vermögenswerte in den letzten 3 Jahren verdoppeln und seit 2000 alleine dadurch fast verdreizehnfachen, dass es Unmengen an Gold im Tresor liegen hat 😂

      Genau dein liebstes Argument trifft also auf Deutschland in extremem Maße zu – im Vergleich zu fast allen anderen wirtschaftlich bedeutenden Ländern. Im Falle Spaniens sind es leider nur traurige knapp 282 Tonnen 😮
      Der wertmäßige Goldanteil an den gesamten Währungsreserven der Bundesrepublik Deutschland liegt aktuell bei rund 69 bis 72 Prozent.

      Die links-woke und grünversiffte Bundesrepublik fährt durch die Goldpreisrallye der letzten Jahre genau den bilanziellen Mega-Gewinn ein, den du hier seit vielen Jahren täglich feierst 🤣
      Ich erwähne das nur deshalb, weil du bei deinen üblichen Schulden-Untergangs-Szenarien für das Land mit einer der niedrigsten europäischen Schuldenquoten diese rund 400.000 Milliönchen Euro auf der anderen Seite der deutschen Bilanz noch nie erwähnt hast – genau wie den unbedeutenden Netto-Auslands-Vermögensüberschuss von 3,9 Billionen Euro, während hochverschuldete Länder wie Spanien ein historisch tief negatives Nettoauslandsvermögen aufweisen.

      Die dummen deutschen Lemming-Privathaushalte setzen sogar noch einen drauf: Privatpersonen im dunkelsten und tiefsten Tal Europas halten über 9.100 Tonnen Gold in Form von Barren, Münzen und Schmuck. Das ist fast das Dreifache der veritablen staatlichen Menge.
      Seriöse makroökonomische Fermi-Schätzungen für Spanien weisen für die dortigen Privathaushalte dagegen lediglich eine Größenordnung von insgesamt 1.200 bis 1.500 Tonnen aus – wovon der absolute Löwenanteil aus altem Familienschmuck besteht, während der spanische Markt für krisensichere Anlagebarren im europäischen Vergleich quasi nicht existent ist.

  3. Helix52
    Das Dumme ist nur, dass die Billionen, die der deutsche Sparer zusammen gekratzt hat, nicht dafür verwendet wurden, um die Infrastruktur zu sanieren.
    Sie vergammelt weiter vor sich hin.
    Sondern die Billionen wurden in die Südländer (wozu auch Frankreich gehört) verliehen.
    Von dort aus kommen sie aber nie mehr zurück.
    Daher muss der deutsche Staat sich nun mit Billionen verschulden, um in Deutschland noch Haushaltslöcher zu stopfen und die stärkste konventionelle Armee Europas aufzubauen.
    Die Brücken vergammeln weiter und noch schneller.
    Als nächstes muss Frankreich „gerettet“ werden. Geschätzt von mir:
    Es kostet Deutschland wieder 1 Billiönchen.
    Natürlich geht auch Spanien pleite.
    Ich denke, das ist dann der Moment, wo Spanien den BRICS betreten wird.
    Bis dahin wird man aber alle Wege beschreiten, die Bürger in der EUDSSR bis hin zum Lastenausgleich auszupressen.
    Ja- Spanien wird an seinen Goldreserven noch arbeiten müssen.
    Für mich persönlich ist alles sehr gut gelaufen.
    Für mich als kleinen Rentner, mal eben das Vermögen im Millonebereich verdoppeln in 3 Jahre, ist doch schon was.
    Und das legal steuerfrei.
    Ich kann nicht klagen.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. @Helmut
      „Das Dumme ist nur, dass die Billionen, die der deutsche Sparer zusammen gekratzt hat, nicht dafür verwendet wurden, um die Infrastruktur zu sanieren.“
      Es wäre auch sehr verwunderlich, wenn der deutsche Sparer die staatliche Infrastruktur mit seinem privaten Goldvermögen (legal und steuerfrei) finanzieren müsste. Macht man das womöglich in Andalusien so? 😂

      Der weitaus größte Teil der 14,7 Billionen Euro an Brutto-Forderungen im Ausland (12,4 Billionen = 84 %) gehört der Privatwirtschaft – also Unternehmen, Banken und Bürgern. Dieses Geld liegt in privaten Depots und Firmenbilanzen und hat absolut nichts mit dem Staatshaushalt am Hut.

      Dieses private Geld steckt unter anderem in:
      • Fabriken, Produktionsstätten und Tochtergesellschaften deutscher Konzerne im Ausland
      • Krediten innerhalb von Konzernen
      • Investitionen in ausländische Wertpapiere wie Aktien, Investmentfonds und Anleihen

      Ansonsten, was deinen restlichen Kommentar angeht: Themaverfehlung, Nebelkerzen, Fantastereien, Halluzinationen! 😵

  4. Geldanlage in Aktien, Edelmetallen, Anleihen usw. in der richtigen Mischung ist rationale, erfolgreiche, bewährte Strategie. Damit sind die meisten Reichen reich geworden.
    Geldanlage überwiegend in Gold ist Angst. Aber Angst ist ein gefährlicher Ratgeber und sollte nicht die Investmentstrategie bestimmen.
    Dass gelegentlich mal einer mit Gold reich wird, kann vorkommen, so wie die sprichwörtliche blinde Henne auch einmal ein Korn finden. Glückssache, aber keine gute Strategie.
    Das Geld/Finanzsystem ist alternativlos, es wird bleiben und sich weiter entwickeln.
    Wir werden in Zukunft weder mit Goldnuggets bezahlen, noch mit Pfeil und Bogen jagen gehen.

  5. Ach @ Helix52
    Dir muss man auch alles von Adam und Eva an erklären.
    Der deutsche Sparer bringt sein Geld zur Bank oder zahlt es in die Lebensversicherung ein, usw.
    Dafür bekommt er Zinsen, unterhalb der Inflationsrate.
    Die Banken und Lebensversicherungen verleihen ihr Geld z. B. an Frankreich oder Spanien und erhalten dafür Staatsanleihen.
    Und wenn die Zinsen über den Freibeträgen liegt, darf der Sparer dafür auch noch Steuern zahlen.
    Und wenn er freiwillig in einer gesetzlichen Krankenkasse ist, auch noch etwa 17% Beiträge bis zur Beitragsbenessungsgrenze.
    Das Geld ist zwar als Vermögen dem deutschen Sparer statistisch zuzurechnen.
    Aber es ist aus Deutschland raus.
    Der deutsche Bundeskanzler, der mit seiner Hirnleistund ein Bruder von Habeck sein könnte, spielt ja mit den Gedanken, das Geld der Sparer nochmal zu verleihen um damit die vergammelte Infrastruktur in Deutschland zu sanieren.
    Er meint wohl, das Geld liegt tatsächlich in Deutschland bei den Banken und wartet auf Verwendung.

    Mein Gold, wäre es in Deutschland wäre, von dem alles nicht betroffen.
    Es läge tatsächlich in z. B. einem Schließfach und ich könnte es jederzeit holen.
    Da ich aber in ganz Europa mein Gold keiner Regierung anvertraue, ist das meisten Gold außerhalb Europas gelagert.
    Genauer gesag das Silber.

    Ich hoffe, ich habe es einfach genug erklärt.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

    1. @Helmut
      Deine eigene Hirnleistung auf dem Gebiet entspricht tatsächlich dem Wissensstand von Adam und Eva 🤣
      Also steht nach wie vor der gigantische Elefant im Raum: Warum erwähnst du nie die Billiönchen Euro auf der anderen Seite der deutschen Bilanz, wann immer du vom Untergang fabulierst?

      Ich habe – klar und nachvollziehbar – einerseits von den staatlichen und privaten Goldreserven geschrieben, andererseits von folgenden privatwirtschaftlichen Auslandsvermögen:

      • Fabriken, Produktionsstätten und Tochtergesellschaften deutscher Konzerne im Ausland
      • Kredite innerhalb von Konzernen
      • Investitionen in ausländische Wertpapiere wie Aktien, Investmentfonds und Anleihen

      Kein Wort also von inländischen Bankguthaben und Lebensversicherungen (aka Nebelkerzen). Anleihen (aka Cherrypicking) tauchen zwar auf – allerdings neben vielen anderen Auslandsvermögenswerten.

      Du schreibst: „Dafür bekommt er Zinsen, unterhalb der Inflationsrate … Und wenn die Zinsen über den Freibeträgen liegt, darf der Sparer dafür auch noch Steuern zahlen.“
      Hast du dir schon einmal ausgerechnet, welche Summen der dumme deutsche Lemmingsparer auf extrem niedrig verzinsten Bankkonten bunkern müsste, um die 1.000/2.000 Euro Freibetrag pro Jahr zu überschreiten?

      Du schreibst außerdem: „Da ich aber in ganz Europa mein Gold keiner Regierung anvertraue, ist das meisten Gold außerhalb Europas gelagert. Genauer gesag das Silber.“
      Was denn jetzt? 😂

      P.S. Am besten, du erklärst mir gar nichts mehr, solange du dich ausschließlich im Feld von Scheindebatten, Desinformation, Nebelkerzen und Cherrypicking bewegst. Bitte lege mich wieder auf die Löschtaste, wie du es vor einiger Zeit versprochen, aber leider nie realisiert hast.

  6. Columbo
    Mit Silber hat es auch gut geklappt.
    Seit 2022 fast verdreifacht im Preis.
    Ist Silber nun der kleine Bruder der großen Angst?
    Wenn ich Ende des Jahres einige Hunderttausend in Platin oder Paladium anlegen, sind das dann auch Angstnetalle?

    Die Menschen flüchten aus Angst teilweise in Gold.
    Dann ist die Angst verschwunden.
    Und das sehr tausenden von Jahren.

    Du hast auch die seltene Gabe mit wenig Worten viel Unsinn zu schreiben.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

  7. Blinde Hennen sind besonders stolz auf ihre „zufälligen“ Körner. Sie kompensieren ihre Minderwertigkeitsgefühle durch lautes Gackern. („gackern“ könnte man mit „prahlen“ übersetzen).

  8. Ja @ Helix 52
    Ich habe mir gedacht, dass Du es nicht verstehst.
    Macht ja auch nichts.
    Damit ich nun nicht wieder Kommentar- Pingpong betreiben muss, werden ich die Diskussion zu diesem Thema mit Dir beenden.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

    1. @Helmut
      Danke! 😌
      Bitte nicht vergessen, mich auf die Löschtaste zu legen, um künftige Pingpongs zu vermeiden.

  9. @ Columbo
    Physische Goldbestände entfalten auf den Eigner eine signifikante psychologische Stabilisierungsfunktion. Umgekehrt korreliert das Fehlen entsprechender Sachwerte häufig mit existenziellen Verlustängsten. Die Allokation in Edelmetalle fungiert mithin als kollektiver psychologischer Zufluchtsmechanismus – ein Phänomen, das sich partizipatorisch keineswegs auf private Kleinanleger beschränkt, sondern gleichermaßen im strategischen Agieren souveräner Nationalstaaten widerspiegelt. Akteure mit defizitären Goldreserven versuchen bisweilen, über das Instrumentarium einer ressentimentgeladenen Neiddebatte jene inhärenten Ängste auf den vermögenden Sektor zu projizieren. Bleibt diese psychologische Indoktrination wirkungslos, flüchten sich die Kritiker in moralisierende Diffamierungen. Indem sie Goldinvestitionen als anachronistisch, unsolidarisch oder gar kriminell stigmatisieren, demaskieren sie lediglich die intellektuelle Dürftigkeit ihrer eigenen Argumentation.

    1. Thomas S., herzliche Grüsse an Ihre KI.

      Der Text ersetzt Belege durch komplizierte Sprache. Statt auf Argumente einzugehen, unterstellt er Kritikern Neid, Angst und fehlende Intelligenz. Das macht ihn eher zu einem Meinungsbeitrag als zu einer sachlichen Analyse.

    2. @Thomas. S
      Ab welchem Volumen physischer Goldbestände kann vom Überschreiten einer signifikanten psychologischen Stabilisierungsfunktionsschwelle die Rede sein? Ist der Übergang vom Status existenzieller Verlustängste zu einer stabilen kognitiven Resilienz ein fließender, kontinuierlicher Prozess oder eher als diskretes Ereignis im Sinne einer rapiden, disruptiven Zäsur zu bewerten?

      Leidet nicht auch ein Dagobert Duck trotz oder gerade wegen seiner enorm kumulierten Edelmetall-Allokationen unter permanenten Verlustängsten – bis hin zu nosologisch äquivalenten Phänomenen psychischer Dysfunktionalität, die sich exemplarisch in Symptomen wie tiefem Misstrauen sogar gegenüber der eigenen Verwandtschafts-Entität, chronischen Dyssomnien und inhärenter Paranoia manifestieren?

      Und nicht zuletzt: Kann die phänomenologisch evozierte Befindlichkeit panischer Ohnmacht, induziert durch einen gravierenden Absturz des Goldpreises, bei bis dahin psychologisch signifikant stabilen Eignern zu einer diametral entgegengesetzten, mithin katastrophalen Dekompensation führen – deren Effekte die primären existenziellen Verlustängste kumulativ um ein Vielfaches übertreffen?

      Disclaimer: Dieser Beitrag wurde ohne Zuhilfenahme von artifiziellem Gehirnschmalz rein physisch emittiert.

      1. @Anna Luisa
        Herrliche satirische Parodie im Rahmen einer ressentimentgeladenen Neiddebatte! 😃

        „Ab welchem Volumen physischer Goldbestände kann vom Überschreiten einer signifikanten psychologischen Stabilisierungsfunktionsschwelle die Rede sein?“
        Laut aktuellen empirischen Studien dürfte dieser Schwellenwert in etwa bei einer handelsüblichen Milchtüte liegen 🤭

      2. „Ab welchem Volumen physischer Goldbestände kann vom Überschreiten einer signifikanten psychologischen Stabilisierungsfunktionsschwelle die Rede sein?“

        Die Antwort ist zu finden im Humphrey-Bogart-Klassiker „Der Schatz der Sierra Madre“.
        Mussten wir uns als Schüler im Unterricht ansehen.
        Am Ende sind die Goldjäger drauf wie Jack Nicholson in Shining.

        Ein Muss für alle Goldfetischisten, dieser grandiose Streifen.

        Besitzer grösserer Vorräte physischen Goldes brauchen Nerven wie Drahtseile.

  10. @Thomas S.

    Da sehe ich die Gefahr, dass einseitige, übermäßige physische Goldbestände eine so starke emotionale Bindung und Verlustängste auslösen, dass rationale Überlegungen weitgehend abgeschaltet werden könnten.
    Das nennt man Investitionsreligion.
    Wenn physische Goldbestände auf den Eigner eine signifikante ausschließlich psychologische, womöglich angstbesetzte Stabilisierungsfunktion entfalten (wie Sie das so unnachahmlich formulieren) und diese Tatsache nicht rational und strategisch unterlegt ist, würde ich dem Eigner professionelle Hilfe seitens eines Psychotherapeuten empfehlen, um finanziellen Schaden abzuwenden.
    Geldanlage sollte nur bis zu einem gewissen Grad emotional, der überwiegende Anteil sollte rational besetzt sein. Mehr „Logos“ und weniger „Eros“.
    Insofern empfehle ich diesbezüglich die breite Streuung der Assets, wobei selbstverständlich auch Edelmetalle enthalten sein dürfen, in vernünftigem Maße.
    @Thomas S., es freut mich, mit Ihnen einen sprachlich und intellektuell etwas anspruchvolleren Stil pflegen zu dürfen und schätze ihre fundierte Kenntnis der menschlichen Seele, wobei ich dem Leser das Urteil überlasse, ob und wieviel Satire mein Kommentar enthält.
    PS: Ahja, Ihren Satz „Akteure mit defizitären Goldreserven“ finde ich besonders humorvoll. Das wären also Akteure, die Goldreserven besitzen, die aber defizitär, also verlustbringend sind. Sehr lustig.

  11. Nur Gold ist Geld ,alles andere ist Kredit.

    Und wenn Gold redet,schweigt die Welt.

    An der goldenen Wand werden sie letztlich zerschellen.

    Der Treppenwitz des Tages , Selensky beschiesst russische Raffinerien zur Dieselproduktion mit europäischen Geld ,damit in Europa die Preie weiter steigen . Das Gleiche gilt für Nordstream und Iran .

    Sie verar……..euch ……immmmmer……….allllee………..überalllll………

  12. Hallo @ Klempner
    Wenn man genug Popcorn zu Hause hat, ist das alles zu ertragen.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

  13. Popcorn? Mit 70+ esse ich kein Popcorn mehr, das überlasse ich meinen pubertierenden Enkeln.
    In Andalusien esse ich was anderes, Gazpacho, Jamon Serrano oder…

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