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Gold vor schwerer Woche!

Gold ist seit Tagen unter Druck (tiefster Stand seit sechs Wochen) – und es könnte in denn nächsten Tagen noch schlimmer kommen! Der Grund: China feiert in der nächsten Woche seine „Goldene Woche“, die Märkte im Reich der Mitte sind dann geschlossen. Das bedeutet: mit den stets sehr „goldfreundlichen“ Chinesen fehlt ab kommenden Montag eine wichtige Käufergruppe..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Gold ist seit Tagen unter Druck (tiefster Stand seit sechs Wochen) – und es könnte in denn nächsten Tagen noch schlimmer kommen! Der Grund: China feiert in der nächsten Woche seine „Goldene Woche“, die Märkte im Reich der Mitte sind dann geschlossen.

Das bedeutet: mit den stets sehr „goldfreundlichen“ Chinesen fehlt ab kommenden Montag eine wichtige Käufergruppe. Ein Blick auf die Entwicklung des Goldpreises der letzten Jahre während der „Goldenen Woche“ in China macht das mehr als deutlich:


Chart: zerohedge.com

Derzeit ist das gelbe Metall aus vielen Richtungen unter Druck: einerseits die hawkishe Fed, die wohl an den Zinsanhebugen festhalten wird, wie heute Nacht einmal mehr etwa Boston Fed-Chef Rosengren klar gemacht hat.

Dazu kommt die Hoffnung auf die große Steuerreform in den USA, von der sich die Märkte mehr Wachstum, vor allem aber auch – wenn sie denn kommen sollte – mehr Inflation in den USA erwartet, sodass die Fed dann schneller als eigentlich erwartet die Zinsen anheben müsste!

Die Frage, ob Trump wirklich die Steuerreform durchbringen kann, ist für den Goldpreis also mittelfrsitig von großer Bedeutung. Verbunden mit dieser Steuerreform wäre dann auch eine Steueramnestie für die Rückführung von Dollars aus dem Ausland (vermutlich 10% Besteuerung), was tendentiell Dollar-bullisch wäre. Gleichwohl, so hat eine Analyse von Goldman Sachs kürzlich gezeigt, sind die meisten Auslandsassets von US-Firmen (bis zu 80%) ohnehin in Dollars geparkt, sodass der Effekt häufig überschätzt werden dürfte.

Nicht überschätzt werden kann aber die Zinsfrage: sollte die Steuerreform kommen und die Fed dann versuchen, eine Überhitzung der US-Wirtschaft durch raschere Zinsanhebungen zu vermeiden, würde das unverzinste Gold gegenüber dem Dollar dann unattraktiver. Das heißt aber auch: wer auf ein Scheitern der Trumpschen Steuerreform wetten will, ist mit einer Long-Position auf Gold genau im richtigen Markt!

Was dem Goldpreis ebenfalls zusetzt, ist die vermeintliche Ruhe im Konflikt USA-Nordkorea. Aber das dürfte wohl nicht lange anhalten, früher oder später werden die Nordkoreaner wohl wieder einen Raketen-Test veranstalten, doch scheint die Haltwertszeit solcher Anstiege von Gold nach solchen Ereignissen immer kürzer zu werden. Nur wenn der Konflikt dann wirklich in einem Militärkonflikt eskaliert, ist Gold dann der ultimative sichere Hafen.

Vorerst aber ist wohl mit weiteren Rücksetzern zu rechnen, wie auch Steve O’Hare meint:

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    leser

    28. September 2017 12:39 at 12:39

    Die leicht aufwärts gerichte Bewegung sieht eher nach einer Welle 4 in der Abwärtsbewegung aus. Wenn das stimmt, müssen erst die Stops bei 1000 $ abgeräumt sein, bevor der Weg nach oben frei ist.

    • Avatar

      JohnSmith

      28. September 2017 13:24 at 13:24

      Welle 5 wäre sogar noch tiefer, aber das bleibt sicher ein Bären Traum.
      Der Monatschart ist bis 1050 bullish, der Daily auch noch bis 1260
      Ich spiele das bullische Szenario bis 1451 mindestens
      http://de.share-your-photo.com/img/849729f2be.png

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