Folgen Sie uns

FMW

Gold: Wichtige Marken – und was gerade passiert..

Szenarien, was mit dem Gold-Preis passieren wird!

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Gastbeitrag von Mark Sippel

Nach der Trump-Wahl schien Gold – entsprechend der Prognosen zahlreicher Analysten – zunächst nach oben auszubrechen. Kurzfristig aber spielt der Markt nun ein anderes Spiel.

Dazu gehört auch, dass der Dollar für China, Indien, etc. so stark wird, dass Gold in deren heimischer Währung sich nicht verbilligt. Dort bricht auch gerade die Nachfrage ein. Und die einzigen potentiellen Käufer kämen aus den USA, doch da ist gerade die völlige Sorglosigkeit ausgebrochen. Gleichzeitig haben die Gold-Minen ihre Kapazitäten ausgebaut und ihre Produktion vor lauter Sorglosigkeit nicht mehr in dem Maße gehedged.

Bei der Charttechnik geht es darum zu analysieren, wohin die Herde gerade rennt. Anscheinend nimmt die „Goldherde“ momentan hierfür die lineare Darstellung und nicht die Logarithmische.

Bild 1 stellt die Ausgangssituation dar. Der Kurs befindet sich in einem Abwärtstrend und ist in einen Kreuzwiderstand reingelaufen und abgeprallt. Das war vorhersehbar. Die Frage ist nur – was passiert als Nächstes?

gold2
(Durch Anklicken können Sie die Charts vergrößern!)

Szenario 1: Das 61,8% Level hält. Das heißt man würde den jetzigen Rückgang nur als gesunden Pullback in einem Auwärtstrend ansehen. Zum Traden ein schicke Nummer, allerdings ist die Intensität der Abwärtsbewegung heftig, so dass man Szenario 2 und 3 in Betracht ziehen sollte.

gold1

Szenario 2: Gold bricht durch Fibo-Level und die Käufer verlieren ihren Glauben in die Anfang des Jahres gestartete Bewegung. Neues Ziel wäre dann wahrscheinlich 1040, da man hier wieder ein gutes CRV-Verhältnis hat und auf die Ausbildung eines Doppelbodens spekulieren kann. (Super Kaufgelegenheit!!)

gold4

Szenario 3: Gold schafft es nicht, die 1040 zu halten und will die untere Begrenzung des Abwärtstrend testen (worst case). Es würde Mitte des nächsten Jahres in eine Kreuzunterstützung hineinlaufen. Gold wäre dann verglichen mit der Geldmenge M3 der letzten 40 Jahre tatsächlich unterbewertet. Sollte dieser Fall eintreten, würde ich persönlich kaufen bis sich „die Balken biegen“.

gold3

Insgesamt sehe ich die jetzige Bewegung bei Gold (auf Dekadensicht) als Flaggenformation an. Das heißt, wir befinden uns momentan in der Fahne und der nächste Schub nach oben wird mit Sicherheit kommen. Die Frage ist bloß, wann man den Einstieg findet.

Ich tendiere derzeit dazu, Goldminen-Aktien zu kaufen. Man bekommt das Beste aus beiden Welten. Vor dem Zusammenbruch des Casinokapitalismus und einer Währungsreform: Dividende und Kurssteigerung. Während und danach: Anteile einer Firma (also eben kein wertloses Papier oder Bits und Bytes), die oben drein auf Goldreserven sitzt, welche in der dann chaotischen Welt reel noch viel mehr wert sein werden als heute! Auch eine Enteignung von physischem Gold wird dann schwerer.

12 Kommentare

12 Comments

  1. Avatar

    Denker

    25. November 2016 10:30 at 10:30

    Super analysiert,..dem ist nichts hinzuzufügen.
    Szenario 3 wäre für Goldbugs das schönste Geschenk was einem die Hochfinanz zum Abschluss antun könnte….
    Ich tendiere derzeit auch dazu, Goldminen-Aktien zu kaufen, nur… bitte nicht ins fallende Messer kaufen… Cost average hin oder her.
    Vor dem Zusammenbruch des Casinokapitalismus und einer Währungsreform
    …. endlich erwähnt es mal jemand!

  2. Avatar

    KSchubert

    25. November 2016 10:46 at 10:46

    Schöner Artikel – gefällt mir!

  3. Avatar

    marc

    25. November 2016 10:56 at 10:56

    Das einzige Asset, bei dem ich kein mulmiges Gefühl bekomme, wenn es fällt.

  4. Avatar

    Christoph

    25. November 2016 11:53 at 11:53

    wenn es ganz dick kommt, ist die Goldmine im Ausland auch nicht wirklich sicher. Die wird kurzer Hand verstaatlicht! ohne Entschädigung versteht sich.

    • Avatar

      Denker

      25. November 2016 12:46 at 12:46

      Sind nicht alle Minen irgendwie im Ausland?,… Ein Restrisiko besteht doch demnach immer,oder? Man kann auch sein Physisches vergraben, wenn man hinterher noch weiß wo;-)

      • Avatar

        Christoph

        25. November 2016 13:58 at 13:58

        was ich meine ist, dass wenn man Aktien von z.B. Barrick hat oder dergleichen die Mine in Kanada vielleicht noch sicher ist, aber ob die Mine in Südafrika noch zu verwerten ist, ist aus meiner Sicht mehr als fraglich…also im Fall der Fälle

        • Avatar

          Denker

          25. November 2016 16:56 at 16:56

          Naja, seh ich anders… für mich macht es im Falle eines Finanzkollaps keinen besonderen Unterschied wo diese Mine noch liegt, letztendlich wird auch in lupenreinen Scheindemokratien Maßnahmen ergriffen die sich heute noch keiner vorstellen kann. Man darf sich als Kleinanleger nicht der Illusion hingeben das man durch Gesetze geschützt ist,… herrscht Chaos, greifen Notstandsgesetze. In „Demokratien“ werden Gesetze nicht für Demokraten sonder für Plutokraten geschrieben, das sollte man wissen.
          Wer das Geld druckt, druckt auch die Gesetze.
          https://bilddung.wordpress.com/2013/06/11/banksterkratie-wer-das-geld-druckt-druckt-auch-die-gesetze/
          … nur mal so am Rande;-)

  5. Avatar

    Axel

    25. November 2016 13:08 at 13:08

    Bei Allen Scenarien dürfte wohl auch der Euro mit nach unten rutschen. Daher ist es fast völlig Rille, wann ich kauf. Mal 20,- Euro mehr oder weniger machen den Braten auch nicht fett.
    Wenn in den USA die Trump’sche Verschuldungsorgie so richtig fahrt aufnimmt, steigt auch der Euro wieder. Die Gewinne halten sich daher in Grenzen. Vorausgesetzt, den Euro gibt es dann noch…
    Ich gebe @Christoph recht. Wie erst kürzlich die Phillipinische Regierung Verstöße gegen „Umweltauflagen“ feststellte und Minen vorrübergehend stilllegte…

  6. Avatar

    Fabi

    25. November 2016 13:44 at 13:44

    Fundierte und prägnante Analyse!
    Ich stimme mit dem Inhalt überein, habe lediglich bezüglich des letzten Satzes („Auch eine Enteignung von physischem Gold wird dann schwerer“) meine Bedenken und gehe diesbezüglich mit dem Kommentator Christoph.

    Insgesamt richtig erfrischend zu lesen. Gerne mehr von dem Gastautor in Zukunft!

  7. Avatar

    Mimi1705

    25. November 2016 15:02 at 15:02

    … fällt Gold auf die 1046 kann aus wellentechnischer Sicht kein Auftrieb mehr entstehen. Gold muss oberhalb der 1100 bleiben, um die Möglichkeit eines weiteren Anstieges zu haben.

  8. Avatar

    bademeister

    25. November 2016 16:17 at 16:17

    “ Auch eine Enteignung von physischem Gold wird dann schwerer.“
    (bezogen auf Minentitel in Relation zu „physischem“)

    ….da liegt ein kleiner Denkfehler vor:
    Wenn der Finanzler (Anm.: Steuer- und Vermögensfahnder) gerade die Stufen deiner Bank in den Keller hinuntergeht, um nachzusehen ob da vielleicht was Verbotenes in deinem Schließfach liegt, wird und muss er zugreifen….das alles sollte naturgemäß geschehen, wenn die Bank fürs Fußvolk geschlossen ist….das wäre klassisch gesehen eine Enteignung.

    Für Minentitel in deinem Depot erspart er sich den Weg zur Bank, und du bist schwupdiwups zumindest teilenteignet (Steuern, Abgaben oder vielleicht auch komplett weg, weils keinen Handel für kanadische…. Titel mehr für uns gibt….bist dann quasi Besitzer von einem Grundstück am Mond oder Saturn….)

    Der einzig richtige und zeitlose Denkansatz wäre:

    Der Staat oder jemand anders kann nur enteignen, was irgendwie und irgendwo aufscheint.

    …und wenn nix da ist, dann gibt’s auch nichts zu enteignen.

    …und genau das ist der Grund dafür, dass sich EM in den letzten Jahrtausenden so gut gehalten haben.

  9. Avatar

    Flachwitz

    25. November 2016 18:01 at 18:01

    Nach dem Kollaps braucht man nur drei Dinge: Schnaps, fette Bohnen und eine Walther! Hollywood lässt grüßen… :-)

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Finanznews

US-Wahl: Wer liegt falsch? Marktgeflüster (Video)

Die US-Wahl rückt immer näher – und die verschiedenen Märkte senden unterschiedliche Signale! Wer hat Recht – und wer liegt daneben? Eine Analyse der Lage

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Die US-Wahl rückt immer näher – und die verschiedenen Märkte senden unterschiedliche Signale! Das sind die Anleihemärkte, die mit steigenden Renditen von einem klaren Sieg von Joe Biden und den US-Demokraten ausgehen und daher mit einem großen Stimulus rechnen. Die Aktienmärkte dagegen scheinen noch unentschlossen und fokussieren sich auf das kurzfristige Geschehen, ergo die Hoffnung auf einen Stimulus noch vor der US-Wahl. Anders aber sieht es der Devisenmarkt: der US-Dollar bleibt robust, große Player haben ihre Wetten auf einen fallenden Dollar aufgelöst. Wenn aber der Dollar nicht schwächer wird heißt das, dass es den von den Anleihemärkten prognostizierten klaren Sieg der US-demokraten bei der US-Wahl nicht geben wird. Haben also die Devisenmärkte recht – oder doch die Anleihemärkte?

Werbung: Traden Sie smart mit Capital.com: https://bit.ly/316AkWq

weiterlesen

Finanznews

Aktienmärkte: Sind die Stimulus-Hoffnungen tot? Videoausblick

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Die Aktienmärkte werden nach wie vor von den drei großen Themen Stimulus-Hoffnung, den nahenden US-Wahlen sowie der Lage um das Coronavirus getrieben. Immer mehr Anzeichen deuten darauf hin, dass die beiden US-Parteien sich nicht auf einen Stimulus einigen können, schon gar nicht vor der US-Wahl. Letztere rückt nun immer mehr in den Fokus, heute Nacht das Duell zwischen Trump und Biden deutlich sachlicher als bei der ersten Fersehdebatte. Die Aktienmärkte der Wall Street nach wie vor in einer Seitwärtsbewegung – aber das Muster ändert sich: Finanzwerte werden stärker mit steigenden Anleiherenditen, Tech-Werte dagegen schwächer (gestern Intel mit enttäuschenden Zahlen)..

Werbung: Traden Sie smart mit Capital.com: https://bit.ly/316AkWq

weiterlesen

Finanznews

Aktienmärkte: „Dreifaltigkeit“ Stimulus, Corona, US-Wahlen! Marktgefüster (Video)

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Für die Aktienmärkte ist derzeit die „Dreifaltigkeit“ entscheidend: die Frage Stumlus ja oder nein bzw. wann und in welcher Größe, die Lage vor allem in Europa um das Coronavirus – und schließlich die immer näher rückenden US-Wahlen mit der Debatte heute Nacht zwischen Trump und Biden. Immer wieder wiederholt sich in den letzten Tagen ein Muster: die Aktienmärkte der Wall Street starten aufgrund von Stimulus-Hoffnugnen stark, um dann aber deutlich nachzulassen – weil dann doch wieder klar wird, dass die optimistischen Aussagen etwa von Pelosi noch lange nicht bedueten, dass man sich wirklich einigt. Noch jedenfalls handeln die Indizes in einem kurzfristigen Abwärtstrend..

Werbung: Traden Sie smart mit Capital.com: https://bit.ly/316AkWq

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen