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Goldman: Calls auf S&P 500 verkaufen, dafür China-Calls kaufen

Goldman Sachs rät dazu Wetten auf den steigenden S&P 500 abzubauen und stattdessen auf China-Assets zu setzen.

Skyline und Hafen von Hong Kong

Raus aus dem US-Markt, rein in chinesische Assetklassen? Goldman Sachs Group rät Anlegern S&P 500 Index Calls (Optionswetten auf steigende Kurse) zu verkaufen und damit den Kauf der gleichen Optionen auf den Hang Seng China Enterprises Index zu finanzieren, um sich für eine wahrscheinliche Aufholjagd bei angeschlagenen China-bezogenen Vermögenswerten zu positionieren, so berichtet es Bloomberg. FMW: Man sehe dazu den folgenden Chart. Der China-Index verliert seit Jahresanfang 29,7 Prozent, der S&P 500 verliert 23,3 Prozent.

Hang Seng China Enterprises Index und der S&P 500 Index seit Jahresanfang

„Die Stimmung für China-bezogene Vermögenswerte ist in diesem Jahr gedämpft geblieben und spiegelte nicht die Erholung der Risikobereitschaft während des Sommers wider“, was ein Maß für die Stimmung der Anleger in Bezug auf das globale Wachstum untergräbt, schrieben die Strategen, darunter Christian Mueller-Glissmann, in einer Notiz vom 17. Oktober laut Bloomberg. Während der Optionsmarkt kurzfristige Schwankungen für China-bezogene Vermögenswerte ankündigt, ist die Volatilität des HSCEI-Index im Vergleich zum S&P 500-Index im historischen Vergleich günstig, so Goldman.

Schwäche in verschiedenen Assetklassen in China

Bloomberg schreibt weiter: Goldman bevorzugt chinesische Aktien gegenüber US-Papieren, nachdem erstere in diesem Jahr durchweg zu den schlechtesten der Welt gehörten. Rezessionsängste, die durch die straffere Geldpolitik der US-Notenbank noch verschärft wurden, sind die Ursache für das Gemetzel an den weltweiten Aktienmärkten. In der Zwischenzeit gerieten auch chinesische Vermögenswerte unter Druck, und zwar aufgrund von durch den Covid verursachten Schließungen, einer Immobilienkrise und dem Wiederaufflammen der Spannungen zwischen den USA und China.

Goldman mahnte im vergangenen Monat zur Vorsicht bei US-Aktien und argumentierte, dass höhere Zinssätze die Bewertungen von Aktien in den USA belasten würden. Sogar Marko Kolanovic von JPMorgan Chase & Co., der in diesem Jahr der lautstärkste Haussier an der Wall Street war, reduzierte seine Übergewichtung von Aktien mit dem Hinweis auf zunehmende Risiken durch die Politik der Zentralbanken und die Geopolitik.

Goldman ist in seiner anlageübergreifenden Allokation in Aktien insgesamt untergewichtet, bleibt aber bei China in Asien übergewichtet und beim S&P 500 Index neutral. Die Bank bevorzugt chinesische A-Aktien gegenüber Offshore-Aktien, da diese vergleichsweise weniger stark dem globalen makroökonomischen Gegenwind ausgesetzt sind, schreiben die Strategen.

FMW/Bloomberg/Zweiter Chart TradingView



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