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Goldman erhöht Jahresprognose für S&P 500, Ölpreis unbeeindruckt von API-Daten

Gestern Abend wurden wie jede Woche üblich kurz vor den offiziellen Daten die privat erhobenen API-Lagerbestände für Öl in den USA veröffentlicht. Zuletzt waren die API-Daten eher…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Goldman Sachs hat aktuell seine Prognose für den globalen Leitindex S&P 500 erhöht. Und das, wo doch gerade erst wichtige Notenbanker die hohen Bewertungen von Aktien kritisiert haben. Aber was soll´s. Goldman erhöht die Prognose für das Jahresende 2017 von bisher 2300 auf jetzt 2400 Punkte. Aktuell notiert der S&P 500 aber schon bei 2.425. Also geht man einerseits davon aus, dass der Index in den nächsten sechs Monaten leicht schwächeln wird.

Andererseits trägt man aber dem kräftigen Anstieg in der ersten Jahreshälfte Rechnung (Ende Dezember 2016 noch bei 2.242 Punkten), und musste die bisherigen Prognosen anheben. Die Erwartung für die gesamten Gewinne pro Aktie im S&P 500 erhöht man für 2017 von bisher 123 Dollar auf jetzt 129 Dollar, für 2018 steigt die Erwartung von 129 Dollar auf jetzt 139 Dollar. Also geht man folgerichtig davon aus, dass die Unternehmen gewinnträchtiger sein werden als bislang gedacht.

Diese Annahme resultiere aus starken Unternehmensgewinnen im 1. Quartal des Jahres, sowie höheren Wachstumsraten des Finanzsektors und der Informationstechnologie. Die Umsätze der S&P 500-Unternehmen sollen in 2017 um 5% wachsen. In den letzten Monaten, wo der Markt so gut gestiegen war, hatte Goldman seine Prognose nicht angehoben. Diese Anpassung nach oben nimmt man jetzt erst vor, wo der Markt aktuell schon höher liegt als die neue Prognose…

Ölpreis

Gestern Abend wurden wie jede Woche üblich kurz vor den offiziellen Daten die privat erhobenen API-Lagerbestände für Öl in den USA veröffentlicht. Zuletzt waren die API-Daten eher unzuverlässig, aber nach wie vor gelten sie als wichtiger Indikator, was nächsten Tag offiziell verkündet wird. Für gestern wurde eigentlich ein Rückgang bei den Rohöl-Lagern von mehr als 2 Millionen Barrels erwartet. Heraus kam ein Plus von 851.000 Barrels. Die Benzinbestände, die unverändert erwartet wurden, lagen bei +1,35 Millionen Barrels.

Da hätte der Markt eigentlich kräftig einbrechen müssen gestern Abend. Aber wie wir gestern schon vermuteten, könnten wir eventuell am Beginn einer Shortsqueeze stehen. Der Ölpreis könnte schlicht und einfach überverkauft sein. Könnte, nicht muss! So fiel der Ölpreis gestern Abend nur ganz kurz von 44,15 auf 43,52 Dollar (WTI-Öl). Danach erholte er sich aber wieder, und hat nach den API-Daten quasi gar nicht verloren.

Jetzt warten wir mit Spannung auf die offiziellen Lagerdaten um 16:30 Uhr. Wir berichten sofort nach Veröffentlichung über die Daten.


Der WTI-Ölpreis seit 18. Juni.

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