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Goldman glaubt nicht an Zinsanhebung

FMW-Redaktion

Goldman Sachs glaubt aufgrund der heute veröffentlichten Arbeitsmarktdaten für August daran, dass die Federal Reserve am 17. September die Zinsen nicht anheben wird. Die Anzahl der neu geschaffen Stellen (das in der Regel am meisten beachtete Barometer bei den US-Arbeitsmarktdaten) stieg um 173.000, deutlich geringer als erwartet. Im Industriesektor gab es sogar einen Rückgang um 17.000 (Entlassungen in der Ölindustrie). Weniger neue Jobs = geringere Inflationserwartung = keine Zinserhöhung, so die Logik von Goldman Sachs.

Goldman erwähnt auch die deutlich gestiegenen Stundenlöhne, die sich wieder inflationsfördernd auswirken können, geht auf diese Tatsache aber nicht ein. Auch die niedrigere Arbeitslosenquote erwähnt Goldman, ebenfalls ohne die evtl. Auswirkung auf die Inflation anzusprechen. Man sieht einen Mix aus Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe, Verbrauchervertrauen, Autoverkäufen und Gehältern als maßgeblich für die Vorhersage, ob die Fed die Zinsen anheben wird – und kommt aktuell zu den Schluss, dass die Zinsen nicht angehoben werden. Dem wichtigsten und aktuellsten Part, den Anstieg der Stundenlöhne, scheint man wohl nicht so recht Bedeutung schenken zu wollen.

Oder es ist wie so mancher vermutet eine Strategie von Goldman Sachs öffentlich das Gegenteil von dem zu prognostizieren, was man tatsächlich erwartet.



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