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Goldman Sachs bremst den Dax aus – Autowerte unter Druck

Schlechter als die Autowerte ist nur.. die Deutsche Bank

FMW-Redaktion

Netter Versuch, aber leider gescheitert: der Dax hat es einmal mehr nicht geschafft, den Sprung über den Widerstand bei 10635 zu bewerkstelligen. Und was nicht steigt, fällt dann irgendwann. Beim Dax in Richtung 10500er-Marke, jenen wichtigen Widerstand von einst, der nun zur Unterstützung geworden ist.

Ein entscheidender Baustein für die Dax-Schwäche ist eine Studie von Goldman Sachs, die den gesamten Autosektor unter Druck bringt. Laut der Studie der Goldmänner gebe es für den europäischen Automarkt „Wolken am Horizont“ Der Markt sei bald gesättigt in Europa, die USA hätten schon ihren Hochpunkt erreicht, dazu kämen strukturelle Veränderungen und Herausforderungen etwa durch Elektroautos. Und die Goldmänner stufen dabei BMW und den MDax-Wert Hella von „buy“ auf „hold“ ab – und ziehen damit die gesamte Autobranche und deren Zulieferer (Continental), die im Dax stark präsent ist, mit nach unten.

BMW:

BMW190816

Auch betroffen ist Volkswagen, die ohnehin durch den Lieferstopp eines Lieferanten (was da wohl vorgefallen sein mag??) unter Druck sind. Da hilft nicht einmal die Schadenfreude darüber, dass nun auch Harley Davidson der Abgasmanipulation verdächtigt wird:

Volkswagen190816

Und wer ist Schlußlicht im Dax? Dreimal dürfen Sie raten – die liebe Deutsche Bank. Und das ganz ohne neuen Skandal. Wir haben da fast schon Entzugserscheinungen. Keine neue Manipulation, nicht mal eine ganz kleine? Ach, schade. Aber ein winziges Skandälchen gibt es doch, weil nun auch die Tochter Postbank weg will von den kostenfreien Girokonten. Und während sich die lieben Deutschen den Betrug von Volkswagen einfach bieten lassen (anders als die Amerikaner), gehen die Deutschen schnell auf die Barrikaden, wenn das Konto nicht mehr kostenfrei ist. Und das lassen sie jetzt aber heftig die Deutsche Bank spüren:

Deutsche Bank190816



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1 Kommentar

  1. „den Betrug von Volkswagen einfach bieten lassen“
    Oder war VW in den USA einfach zu großzügig? Tatsache ist doch, dass bei Anwendung der amerikanischen Entschädigungsleistungen in Europa VW pleite geht. Es rächt sich einfach, dass VW in den USA nicht massiv dagegen gehalten hat. Man hätte notfalls die US-Werke schließen und sich von dem amerikanischen Markt verabschieden müssen. Schon die glaubhafte Drohung hätte zu einem vernünftigeren Verhandlungsergebnis geführt. Wenn VW pleite geht, schießt sich Deutschland ins Knie. Da hängen auch die Arbeitsplätze bei den Zulieferern dran.

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