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Goldman Sachs-Chef Blankfein: Das Werk Gottes und Donald Trump

Der CEO von Goldman Sachs, Llyod C. Blankfein, verübt ja, wie er einst sagte, das „Werk Gottes“ – aber eben dieser Gott scheint es in diesem Jahr nicht so wirklich gut gemeint zu haben mit dem Vollstrecker seines Willens. Mit Trump wird jetzt natürlich alles wieder gut..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Der CEO von Goldman Sachs, Llyod C. Blankfein, verübt ja, wie er einst sagte, das „Werk Gottes“ – aber eben dieser Gott scheint es in diesem Jahr nicht so wirklich gut gemeint zu haben mit dem Vollstrecker seines Willens: fast alle Prognosen (und damit auch reale Trades, die auf diesen Prognosen basierten?) gingen in die Hose. Man war fest davon ausgegangen, dass die Fed die Zinsen schneller anheben würde – und lag damit ziemlich falsch.

Nun aber hat Goldman Sachs wieder Oberwasser, und der Grund liegt auf der Hand: der designierte US-Präsident Trump will Regularien abschaffen wie den Dodd-Frank-Act, den Obama im Jahr 2010 unterzeichnet, sowie dessen Bestandteil, die Volcker-Rule (Begrenzung des Eigenhandels der Banken): alles eine Reaktion auf die Finanzkrise.

Aber diese Finanzkrise ist nun Geschichte, jetzt wird in die Ärmel gespruckt und Amerika wieder great gemacht. Donald Trump ist dabei auf einem großen Feldzug gegen alle Regulierungen, will bei einer neuen Regulierung zwei alte Regulierungen abschaffen, der Trend geht in Richtung totale Deregulierung. Dabei platziert Trump Personen als neue Chefs von Behörden, die faktisch die Abschaffung dieser Behörden gefordert hatten – eine Art Staatsstreich durch die Hintertür.

Einer der ganz großen Profiteure von Donald Trump ist dabei Goldman Sachs – einst in der Finanzkrise duch die Fed und damit den Staat gerettet (vor allem indem man den für Goldman zentralen Partner AIG nicht untergehen ließ). Blickt man auf den Aktienkurs von Goldman Sachs seit der US-Wahl, kennt dieser nur eine Richtung – und das spiegelt sich dann wiederum im Dow Jones, in dem Goldman die am stärksten gewichtete Aktie ist:

goldmansachs

Goldman Sachs-CEO Blankfein findet das natürlich richtig klasse, weil die Regulierungen wie die Volcker-Rule etc. brauche doch kein Mensch, so Blankfein in einem Interview mit dem Handelsblatt. Der Welt würde es ohne diese Regularien nicht schlechter gehen, meint der Top-Banker.

blankfein_ceo_goldman_sachs
Goldman Sachs CEO Lloyd Blankfein
Foto: http://www.goldmansachs.com/who-we-are/leadership/board-of-directors/images/lloyd-blankfein-193×193.jpg
CC BY-SA 3.0

Die Vorschläge amerikanischer Aufseher, Anteile von Banker-Gehältern zu blockieen, um sie bei Fehlverhalten zurückfordern zu können, findet Blankfein auch nicht so richtig gut. Und ohne Risiko wäre doch alles irgendwie fade:

„In einer Welt ohne Risiko will niemand leben, wir könnten den Planeten gar nicht ernähren.“

Klar: ohne Risikobereitschaft keine Investitionen, ohne Investitionen kein Wachstum. So weit so richtig. Aber faktisch ist es doch so, dass unter Trump nun wieder wie zu Zeiten Reagans auf Teufel komm raus dereguliert werden wird, womit dann wieder der Nährboden für Exzesse gelegt ist. Und für Blankfein heißt das: im Zweifel haben die Risiken dann eben die anderen, wenn es bei uns schief läuft. Wir sind doch sowieso too big to fail.

Und während die Welt – und vor allem Europa – nach wie vor mit den Folgen der Finanzkrise kämpft, legt man nun die Basis für die Finanzkrise 2.0. Soll doch keiner sagen, die Menscheit wäre nicht lernfähig..

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    leser

    9. Dezember 2016 15:13 at 15:13

    Auf einer guten Internetseite stand kürzlich sinngemäß, dass Demokratie davon lebt, dass man eine Wahl hat. Die hat man in Amiland (vermutlich auch bei uns) aber nur scheinbar. So wie das System derzeit gestrickt ist, schafft man es nur zum Präsidenten, wenn man eng mit dem Establishment vernetzt ist. Der Kurs von GS spricht Bände. Mit dem „Change“ wurde es schon unter Obama nichts und es spricht wenig dafür, dass sich daran etwas ändern wird. Letztendlich werden nur steigende Zinsen bei 20 Billionen Schulden die Änderung erzwingen.

  2. Avatar

    Marcus

    9. Dezember 2016 15:34 at 15:34

    Ich sagt es schon mal: Die Politik in Washington macht die Wall Street, nicht die Politiker!

  3. Avatar

    sabine

    9. Dezember 2016 22:07 at 22:07

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Impfstoff-Montag 3.0

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Den dritten Montag in Folge veröffentlicht ein Pharmahersteller einen konkrete Impfstoff-Meldung.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

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SAP nach Kurssturz antizyklisch kaufen? – Werbung

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Lieber Börsianer,

das war nicht das Gelbe vom Ei, liebe SAP! Während die US-Konkurrenz in den Coronazeiten mit Cloud und anderen digitalen Anwendungen punktet, tritt die europäische Branchengröße auf der Stelle. Unter dem Strich sank der Umsatz um 4 %, während der operative Gewinn sogar um 12 % schrumpfte.

Offensichtlich sind die schwachen Quartalszahlen keine Eintagsfliege. So hat man die Umsatz- und Gewinnprognosen auch für die Jahre 2021 und 2022 gleich nach unten korrigiert. In der Folge erlebte die Aktie einen mächtigen Ausverkauf und verlor zeitweise über 20 % ihres ursprünglichen Wertes. Das kommt einem mittelprächtigen Erdbeben gleich.

Wo hakt es bei der SAP, warum kann das Unternehmen aus Walldorf zunächst nicht an die starken Wachstumsraten der vergangenen Jahre anknüpfen? Ich sehe drei Faktoren:

1)
Negative Währungseffekte: Die Dollarschwäche bzw. Eurostärke hat die Gewinnentwicklung spürbar belastet. Die US-Konkurrenz hingegen profitiert vom weichen Dollar.

2)
Das Covid-Virus: Die Software-Palette des Unternehmens ist nur eingeschränkt Corona-fest. Ein Beispiel: Mit der SAP-Software Concur planen die Unternehmenskunden der SAP Dienst- und Geschäftsreisen ihrer Mitarbeiter. Es bedarf keiner besonderen Erklärung: Diese Anwendung war in diesem Jahr kein Verkaufsknüller, sondern schlichtweg überflüssig.

3)
Schwächen in der Cloud: Aus der Branche hört man, dass SAP derzeit Defizite im Cloud-Geschäft hat. Die Kunden streben in die Cloud, allein SAP konnte nicht immer liefern. Hier gilt also: US-Konkurrenten wie Oracle und Salesforce haben hier die Nase vorne. Deshalb schwächelt das Neugeschäft der SAP.

Gleichwohl haben die Investoren – wie so oft – das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Der Kursrücksetzer war zwar notwendig, aber in seiner Dimension stark übertrieben. SAP verfügt über eine treue Kundenbasis. Rund 74 % des Umsatzes beruhen auf langfristigen Software-Verträgen. Mit anderen Worten: Das Unternehmen wird auch künftig gut verdienen und verfügt über die Mittel, um den technologischen Rückstand im Cloud-Geschäft wettzumachen.

Trotzdem: Kurzfristig ist die SAP-Aktie sicherlich noch kein Kauf. Wie gesagt es wurde schon Porzellan zerschlagen und Vertrauen verloren. Das deutsche Software-Unternehmen muss sich also nun…..

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Achtung Trader: Deutsche Börse führt „Xetra Trade-at-Close“ ein

Claudio Kummerfeld

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Achtung Trader! Ab 24. November bietet die Deutsche Börse für Trades über Xetra eine neue Handelsmöglichkeit an, die „Xetra Trade-at-Close“ Order. Sie bietet laut aktueller Aussage der Deutschen Börse eine zusätzliche Möglichkeit für Handelsteilnehmer zum offiziellen Schlusskurs zu handeln. Der Service steht dann für alle Wertpapiere im Xetra-Handel zur Verfügung. Hier die Details zu dem neuen Angebot im Wortlaut von der Deutschen Börse:

„Schlussauktionen gelten als Säule der Marktstabilität und des Anlegerschutzes. Sie bündeln die Liquidität pro Wertpapier zu einem Zeitpunkt und gewährleisten eine effiziente Preisbildung unter Berücksichtigung aller relevanten Informationen. Xetra Trade-at-Close adressiert die wachsende Nachfrage nach Orderausführungen am Ende des Handelstages“, sagt Michael Krogmann, Geschäftsführer der Frankfurter Wertpapierbörse.

Der neue Service bietet verschiedene Vorteile: Mit Xetra Trade-at-Close können Marktteilnehmer Aufträge auch nach Ende der Schlussauktion auf Xetra eingeben. Sie profitieren davon, zu einem festen Preis zu handeln, ohne an der Preisbildung in der Schlussauktion teilzunehmen. Außerdem erhalten sie eine zusätzliche Möglichkeit, Positionen vor Ende des Handelstages zu schließen und dabei mit zusätzlicher Liquidität im börslichen Handel zu interagieren.

Wird die Option Trade-at-Close für eine Order ausgewählt, werden Aufträge, die in der Schlussauktion nicht ausgeführt wurden, automatisch in die Trade-at-Close-Phase übertragen. Während der Trade-at-Close-Phase können auch neue Orders eingegeben werden. Der Schlusskurs wird vor allem von Buy-side-Kunden wie Pensionskassen oder Investmentfonds zur Berechnung von Portfoliorenditen, zur Bewertung von Investmentfonds und als Grundlage für viele Derivategeschäfte verwendet.

Xetra-Bildschirme der Deutschen Börse
Xetra-Bildschirme. Foto: Deutsche Börse AG

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