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Goldman Sachs-Quartalszahlen: Gut oder schlecht? Ansichtssache!

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Die Goldman Sachs-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Eckdaten.

Der Erlös (Umsatz) liegt bei 9,46 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 9,4/erwartet 8,7).

Der Gewinn pro Aktie liegt bei 5,81 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 5,98/erwartet 4,90).

Damit liegen die Headline-Zahlen über der Erwartung, aber nur gerade eben so auf Vorjahresniveau!

Die Dividende wird von 0,85 auf 1,25 Dollar angehoben!

Investmentbanking -9% im Jahresvergleich. Institutional Client Services -3%, Investing & Lending +16%, Investment Management -14%.

Die Aktie von Goldman Sachs notiert aktuell in der Vorbörse mit +0,5%.

Der CEO-Kommentar besteht nur aus einem kurzen Bla Bla-Text, daher verzichten wir an dieser Stelle darauf ihn abzudrucken.

Goldman Sachs Q2

Zentrale in New York - heute Goldman Sachs-Quartalszahlen
Die Goldman Sachs-Zentrale in New York Downtown. Foto: Youngking11 CC BY-SA 3.0

10 Kommentare

10 Comments

  1. Avatar

    Hesterberg

    16. Juli 2019 14:25 at 14:25

    Ich finde die zumeist sehr berechtigten kritischen Betrachtungen von FMW gut und richtig. Aber muss FMW denn – wie so oft – die Quartalszahlen fast regelmäßig schlechter bewerten als sie sind? Sich immer nur auf die negativen oder nicht so berauschenden Zahlen und Vergleichswerte zu stürzen ist genauso wenig objektiv, als immer nur die positiven in den Vordergrund zu stellen.

    Tatsache ist, Goldman Sachs hat die Erwartungen bei Umsatz und Gewinn pro Aktie nicht nur einfach übertroffen, sondern auffällig hoch übertroffen und dass ist doch nun wirklich beachtlich und sollte auch entsprechend Erwähnung finden.

    • Avatar

      Michael

      16. Juli 2019 15:21 at 15:21

      @Hesterberg, meiner Meinung nach ist es durchaus legitim, die Zahlen mit den entsprechenden Werten der Vorjahre zu vergleichen, weil dies höchst objektive Kennzahlen sind.

      Erwartungen hingegen sind subjektive und willkürliche Werte von Analysten. Und gerade derart hohe Abweichungen zeigen doch, dass man sich diese Schätzungen eigentlich ersparen könnte.

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    Roberto

    16. Juli 2019 16:20 at 16:20

    Ich finde auch das die Zahlen im Vergleich zu dem Vorjahr viel wichtiger sind als die Erwartungen der Analysten. Nur diese Zahlen zeigen ob sich das Unternehmen wirklich auf dem Wachstumspfad befindet oder nicht.

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    Hesterberg

    16. Juli 2019 17:42 at 17:42

    @Michael
    Ihre Hinweise gehen am Thema vorbei. Ich hatte mich in keiner Weise gegen einen Vergleich mit den Vorjahreswerten ausgesprochen. Und wer sich Ihrer Meinung zu den Analysten-Erwartungen grundsätzlich anschließt, der darf das doch gerne tun. Dann sollte er deren Zahlen allerdings auch nicht zur Untermauerung seiner Meinung heranziehen.

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      Michael

      16. Juli 2019 18:15 at 18:15

      @Hesterberg, ich verstehe gerade nicht, worauf Sie eigentlich hinauswollen. In dem Artikel wurde doch nur erwähnt, dass die Headline-Zahlen über der Erwartung, aber nur gerade eben so auf Vorjahresniveau liegen. Ich sehe das nicht als regelmäßig schlechte Bewertung, sondern als eine objektive und nachprüfbare Tatsache. Sie nicht? Übersehe ich da irgend etwas? Und wen meinen Sie in Ihrem letzten Satz?

      Ich meine das jetzt nicht böse, kritisch oder gar aggressiv, sondern sitze einfach nur mal wieder auf meiner viel zu langen Leitung 🤫

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        Hesterberg

        16. Juli 2019 19:45 at 19:45

        @Michael
        Oh, jetzt müssen wir aber aufpassen, dass es nicht zu kompliziert wird. :-)
        Es geht mir um eine ausgewogene Berichterstattung! Natürlich darf eine Bärenseite wie diese hier, sich der Argumente bedienen, die eine bärische Haltung rechtfertigen. Und ich stimme mit den Betrachtungen insbesondere von Herrn Fugmann fast immer 1:1 überein. Bei der Bewertung von Quartalszahlen durch FMW fiel mir allerdings schon einige Male auf, dass bärische Aspekte oft in den Vordergrund gerückt werden und den bullischen geringe oder keine Beachtung zuteil wird. Das empfinde ich dann als etwas einseitig. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Bären seit Jahren klar auf der Verliererstraße fahren, weil die Märkte sich mehrheitlich den bullischen Argumenten anschließen. Und es ist nicht ausgemacht, dass sich das kurzzeitig ändern muss.

        • Avatar

          Michael

          16. Juli 2019 21:53 at 21:53

          @Hesterberg, und somit wäre alles geklärt. Ihre Intention war, auch dank meiner langen Leitung, nicht sofort zu verstehen. Meine Intention hätten im Gegenzug auch Sie fast missverstanden.

          Jetzt steht hier endlich Tacheles statt politikerähnlichem, unverbindlichem, kaugummiartigem Brei drumherum, was ich sehr schätze. Aber was erwarten Sie von einer Bärenseite wie dieser hier? Dass sie euphorisch, glücklich und zufrieden über weit übertroffene Erwartungen oder neutral über reale Fakten und Zahlen berichtet?

          Lassen wir doch die Bullen doch ihre Gewinne einfahren und die zweifelnden Bären belächeln. An den Kursen ändern FMW-Artikel ohnehin nicht das Geringste, zur Meinungsbildung ist die Seite eine winzige Welle im großen Ozean des weltumspannenden Netzes.

  4. Avatar

    Hesterberg

    17. Juli 2019 09:30 at 09:30

    @Michael
    Eine winzige Welle im großen Ozean? Das sehe ich anders. Die Videos von Markus Fugmann sind eher eine Jahrhundertwelle für die Meinungsbildung in ansonsten eher seichten Gewässern der Börseninformationen.

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      Columbo

      17. Juli 2019 10:00 at 10:00

      @Hesterberg

      Oben kritisieren Sie die Objektivität und dann
      „Jahrhundertwelle für die Meinungsbildung“
      Klingt ziemlich widersprüchlich und etwas schleimig.

      • Avatar

        Hesterberg

        17. Juli 2019 11:41 at 11:41

        @Columbo
        Es gibt keinen Widerspruch. Man muss nur ein Thema von einem anderen trennen können. Der eine kann es, der andere nicht. Hatten Sie nicht kürzlich erst zugesagt, sich mit Ihren entbehrlichen Unterkommentaren zu meinen Beiträgen zurückhalten zu wollen?

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Automobil-Aktien: Kurse für erste, vorsichtige Käufe! – Werbung

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Lieber Börsianer,

Dass die kapitalintensive, wettbewerbsstarke Autoindustrie in der kommenden Krise hart getroffen werden würde, war wohl fast allen klar. Als teure Konsumprodukte sind Autos das erste, auf dessen Kauf Unternehmen und Verbraucher in einer Krise verzichten. Die Überkapazitäten in der Branche tun ihr Übriges, um die Margen erodieren zu lassen. Die Frage ist, ob Auto-Aktien nach 45% Kursverlust seit Januar nun bereits eine Kaufgelegenheit darstellen oder nicht. Wie so oft in diesen Tagen mache ich diese Entscheidung am Chart fest.

Der Stoxx Europe 600 Automobiles & Parts Index hat inzwischen das Hoch des Jahres 2007 deutlich hinter sich gelassen. 2007 markierte den Gipfelpunkt der vorvorherigen Boomphase. Anschließend stürzte der Kurs von rund 440 auf fast nur noch 140 Punkte. Heute bewegt sich der Index bei 294 Punkten – also mittig zwischen dem damaligen Hoch und Tief. Auf diesem Niveau sind die Aktien zwar noch keine echten Schnäppchen, aber relativ zum Gesamtmarkt gesehen immerhin schon realistischer bepreist.

Bereinigt sich der Markt, gibt es nach der Krise einen größeren Boom

Viel hängt sicherlich davon ab, wie Regierungen in der Krise reagieren. Wahrscheinlich ist, dass sie ihre nationalen Automobilhersteller auf Teufel komm raus versuchen werden zu retten. Damit würden die Überkapazitäten und der starke Wettbewerb zwischen kaum rentablen Herstellern nach der Krise weitergehen und die Margen auch künftig unter Druck setzen. Lassen es Regierungen hingegen zu, dass nicht überlebensfähige Autohersteller auch Pleite gehen können, so wie es Schweden mit Saab tat, dann könnte in der Krise eine Marktbereinigung stattfinden. Mit abgebauten Überkapazitäten und weniger Konkurrenz wäre das Geschäftsumfeld für die überlebenden Hersteller nach der Krise deutlich profitabler. Kandidaten für eine Pleite finden sich in China zuhauf. Mit Tesla haben wir aber auch einen US-Hersteller, der chronisch…..

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Mit Börsianer-Grüßen,
Thomas Kallwaß
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Tesla: Autoabsatz viel besser als erwartet, Aktie vorbörslich +15 Prozent

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Tesla Innenansicht

Tesla ist immer wieder für Überraschungen gut, so auch in der aktuellen Coronakrise. Wo die ganze Autobranche derzeit ächzt, da liefert Tesla heute Nacht Zahlen, die den Markt glücklich machen. Man hat im 1. Quartal 103.000 Autos produziert. Wichtig ist aber der Autoabsatz. Da waren es 88.400 verkaufte Autos. Die Erwartungen lagen laut Berichten bei knapp unter 80.000 Stück. Auch erwähnt man in seiner Mitteilung, dass die neue Fertigung in Shanghai „darüber hinaus trotz erheblicher Rückschläge“ weiterhin ein Rekord-Produktionsniveau erreicht habe. Die Tesla-Aktie notiert heute vorbörslich bei 525 Dollar. Das ist ein Plus von 70 Dollar oder 15,5 Prozent gegenüber gestern Abend!

Tesla-Aktie in den letzten 12 Monaten

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Luckin Coffee: Wachstumstraum war doch nur Betrug!

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Kaffee Beispielfoto - Luckin Coffee hat Probleme

Die chinesische Café-Kette Luckin Coffee war der Star unter den Startups der vergangenen Jahre. Mit immensem Umsatzwachstum expandierte die Kette in zwei Jahren von neun auf 4.500 Filialen in China. Gestern kam heraus: das Wachstum basierte auf erfundenen Umsätzen.

Die Geschäftszahlen waren zu gut, um wahr zu sein

Ich gebe zu, auch ich hätte kritischer sein müssen, als ich erstmals über Luckin Coffee berichtete. Die Daten waren zu schön, um wahr zu sein. Das chinesische Unternehmen gab an, bei 540% Umsatzwachstum nur eine Kostensteigerung von 194% gehabt zu haben. Dass das ungewöhnlich für ein schnell wachsendes Startup ist, fiel mir zwar auf, ich sah es damals aber nicht als Betrugsindikator an. Doch wer einen Teil seiner Umsätze erfindet, kann natürlich deutlich bessere Geschäftszahlen präsentieren als die Konkurrenz. In Krisen werden viele Betrügereien am Kapitalmarkt aufgedeckt. In Boomzeiten fällt es Unternehmen wie Luckin Coffee nicht schwer, Kapital zu beschaffen, ohne dass Anleger viele Fragen stellen. Wenn jedoch in der Krise kein Kapital mehr vorhanden ist und auch kurzfristig keines mehr beschafft werden kann, fliegt der Schwindel auf. So war es schon mit Enron und Worldcom nach dem Platzen der New Economy Blase.

In der Krise dürfte Luckin Coffee kein Kapital mehr bekommen

Der Chief Operating Officer und andere Mitarbeiter des Unternehmens haben nach Unternehmensangaben Umsätze in Höhe von rund 2,2 Milliarden Yuan (290 Millionen Euro) seit Anfang 2019 erfunden. Ob diese Angabe dieses Mal stimmt, bleibt abzuwarten. Denkbar ist, dass schon vorher die Zahlen manipuliert wurden. Für Luckin Coffee wird der Skandal zum doppelten Problem. Erstens ist nun das Anlegervertrauen zerstört, was künftige in der Krise nötige Kapitalaufnahmen immens erschweren wird. Und zweitens gibt es nun für die vergangenen 15 Monate keine vertrauenswürdigen Geschäftszahlen mehr, auf deren Basis überhaupt ein Börsenprospekt für die Kapitalaufnahme erstellt werden könnte.

Das Unternehmen wäre also auf einige kapitalkräftige Einzelanleger beschränkt, die sich des Risikos bewusst seiend aber nur auf Kredite zu absurd hohen Zinsen einlassen werden.Vorerst dürfte das Unternehmen durchkapitalisiert sein, konnte es doch auf Basis der gefälschten Unternehmenszahlen noch im Januar rund 700 Millionen Euro mit Aktienverkäufen und Wandelanleihen einnehmen. Die Teilnehmer an dieser Kapitalaufnahme werden begeistert sein, sank doch der Aktienkurs gestern um 75%.

Personelle Verquickungen reißen auch Car mit in den Abgrund

Der Skandal um Luckin Coffee riss gleichzeitig ein anderes Unternehmen mit in den Abgrund. Die Aktien des Autovermieters Car fielen ebenfalls um mehr als 50%. Beide Unternehmen haben einige delikate personelle Verquickungen. Der Car-Gründer und Großaktionär Charles Zhengyao Lu ist gleichzeitig wichtiger Kapitalgeber bei Luckin Coffee und dessen Chairman. Luckin Coffee wurde von ehemaligen Mitarbeiter Lus gegründet. Nebenbei ist Lu auch noch Chairman, also eine Art Aufsichtsratsvorsitzender, bei Car. Die Gründerin von Luckin Coffee war jahrelang Vorstandsvorsitzende von Ucar, einem Ridesharing-Dienst, gegründet von Lu. Wenn Lu als Chairman die Betrügereien bei Luckin Coffee nicht auffielen, wer garantiert, dass sie ihm bei Car aufgefallen wären?

Auslandsinvestoren haben oft keinen Durchblick bei chinesischen Unternehmen

Die Probleme bei Luckin Coffee werfen ein Schlaglicht auf den chinesischen Aktienmarkt. Dessen Aktien sind in Europa und den USA sehr beliebt, versprechen sie doch oft enorme Wachstumsraten. Doch damit einher gehen auch etliche Probleme. So haben die europäischen und US-amerikanischen Aktionäre in der Regel kaum einen Einblick in den chinesischen Markt und können nicht abschätzen, ob die blumigen Versprechen der Unternehmen und ihres Managements realistisch sind. Dazu kommt, dass in der Regel gar keine Aktien der chinesischen Unternehmen verkauft werden. Bestes Beispiel ist für mich Alibaba. Wer „Aktien“ von Alibaba kauft, kauft tatsächlich nur einen Anteil an einem Firmenmantel auf den Cayman Island, der Alibaba die Abführung von Gewinnen versprach.

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