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Goldman Sachs: Worauf es bei den Quartalszahlen ankommt!

Worauf es jetzt ankommt – und warum der nächste Abwärtsschub wahrscheinlich ist bei den „Goldmännern“..

Markus Fugmann

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am

Ein Gastbeitrag von Robert Zach

Jetzt geht es Schlag auf Schlag! Neben Johnson & Johnson (NYSE:JNJ) und IBM (NYSE:IBM), gibt heute auch die amerikanische Investmentbank Goldman Sachs (NYSE:GS) ihre Zahlen für die ersten drei Monate bis März bekannt. Die Quartalszahlen werden vorbörslich um 13:35 Uhr deutscher Zeit veröffentlicht.

Laut der Analysten von Zacks Investment dürfte Goldman Sachs einen Gewinn je Aktie von 5,67 Dollar ausweisen. Entsprechend sollten die Erlöse auf 8,89 Milliarden Dollar kletterten. Das entspräche einem auf das Jahr hochgerechnete Wachstum von 10,1 Prozent bzw. 10,7 Prozent. Der Gewinn dürfte stabil um 2,4 Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar wachsen.

Goldman Sachs – Earning per Share – Quelle: Zacks Investment

 

Analysten setzen das 12-Monats-Kursziel für Goldman Sachs auf durchschnittlich 290,67 Dollar. 9 Analysten setzen die Aktie auf Kaufen, 14 auf Halten und 2 auf Verkaufen.

Die Marktturbulenzen zum Jahresauftakt sollten das Handelsgeschäft der Investmentbank wiederbelebt haben. Schließlich hatte sich Goldman Sachs im zurückliegenden Jahr etwas schwer getan aufgrund der Flaute an den Finanzmärkten, so dass die Einnahmen aus dem wichtigen Handel mit Anleihen, Rohstoffen und Devisen schrumpften. Volatilität ist aber nicht gleich Volatilität. Schließlich gab es überwiegend Kursbewegungen, die nur eine Richtung kannten, wie die sich fortsetzende Abwertung des US-Dollar und steigende Zinsen. Dies könnte sich genauso negativ auf das Ergebnis ausgewirkt haben wie ein ruhiges Marktgeschehen. Dies hatten bereits die Rivalen JPMorgan (NYSE:JPM) Chase und Citigroup (NYSE:C) gespürt, die ihre Quartalszahlen in der Vorwoche veröffentlicht hatten. Das Geschäft mit Aktien lief zwar gut. Dafür hatte aber das Geschäft mit festverzinslichen Anleihen enttäuscht.

Neben dem Handelsgeschäft sind außerdem das wirtschaftliche Wachstum und die Geldpolitik der US-amerikanischen Notenbank Fed ausschlaggebende Faktoren für die Performance der einflussreichsten Investmentbank der Welt. Beide sollten sich aber positiv auf das Ergebnis ausgewirkt haben.

Goldman Sachs – Charttechnik

Aus charttechnischer Sicht erholt sich die Aktie von Goldman Sachs langsam aber stetig von den Verlusten im März. Dank der massiven Unterstützungszone aus dem 50% Fibonacci-Retracement des gesamten Aufwärtsimpulses seit September 2017 bis März 2018 und der Glättung der letzten 200 Tage (akt. bei 243 Dollar) hat das Papier bereits gut die Hälfte der Verluste wieder aufgeholt.

(Goldman Sachs; Erholung von Cluster-Unterstützung; Chart durch anklicken vergrößern)

Positiv zu interpretieren ist die Konstellation der technischen Indikatoren auf Tagesbasis. So hat der trendfolgende MACD auf dem tiefsten Niveau seit April 2017 ein positives Schnittmuster erzeugt. Unter dessen notiert der RSI aber nach wie vor unter einer langfristigen Abwärtstrendlinie im Indikatorenverlauf. Erst ein Spurt über diesen Widerstand würde die positive Weichenstellung des Trendfolgers, also dem MACD, bestätigen.

Im Wochenchart liegt dagegen nach wie vor ein Verkaufssignal im MACD vor – jedoch notiert der Indikator nach wie vor über seiner Nulllinie und das Histogramm dreht allmählich wieder gen Norden. Zur Vorsicht mahnt allerdings auch hier der RSI-Indikator, der auch hier unterhalb einer Abwärtstrendlinie notiert. Insgesamt ist die Konstellation der Indikatoren auf längere Sicht negativ zu interpretieren, zumal sich die negativen Divergenzen im RSI als wenig hilfreich erweisen dürften.

(Indikatoren warnen vor weiterem Abwärtsschub; Chart durch anklicken vergrößern)

Das Chartbild wird zusätzlich durch das bearish engulfing in der Woche zum 19. März belastet. Zudem drängt sich der Verdacht auf, dass wir es mit einem potenziellen Doppel-Top zu tun haben. Das klassische Umkehrmuster würde mit einem Abgleiten unter die charttechnische Unterstützungszone bei 244 Dollar aktiviert werden. Das daraus resultierende Abschlagspotenzial reicht bis zu 214 Dollar. Spätestens in diesem Bereich sollte sich die Aktie von Goldman Sachs aber stabilisieren. Schließlich verlaufen hier einige markante Tiefpunkte aus dem Jahr 2017.

Aufhellen würden sich die Aussichten, zumindest aus charttechnischer Sicht, nur, wenn der Kurs die Verluste aus der Woche zum 19. März negiert. Dafür müsste das Papier schnellstmöglich über 267 Dollar klettern. Voraussetzung dafür ist aber zunächst ein Wiederanstieg über das Hoch aus der Woche zum 9. April bei 262,50 Dollar.

Gelingt den Bullen ein Spurt über diese charttechnischen Hürden, so könnten sich Anleger auf weiter steigende Kurse in Richtung der Rekordhochs um 275 Dollar freuen. Nächstes Kursziel befindet sich dann bei 290 Dollar.

Shortpositionen auf Goldman Sachs könnten in der Nähe des Höchstkurses aus der Woche zum 19. März bei 266 Dollar eröffnet werden. Ein Stopp knapp über dem Allzeithoch bietet sich an. Erstes Kursziel entspricht dann der o.g. Unterstützung bei 244 Dollar.

Konservative Trader könnten auch auf ein Aktivieren des Umkehrmusteres in Form eines Doppel-Tops bei 244 Dollar warten und dann in Ausbruchsrichtung Short gehen.

 

Das Hauptquartier von Goldman in Manhattan

Foto: Quantumquark

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Warum ich keine Lieblingsaktien habe! – Werbung

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Lieber Börsianer,

was ist Ihre Lieblingsaktie? Welchem Titel halten Sie unbedingt die Treue und gehen quasi mit ihm durch dick und dünn? Hier verzeihen Sie auch einmal schlechte Nachrichten, weil Sie von dem Unternehmen wirklich überzeugt sind. Das Phänomen der Lieblingsaktie kann auch gleich für eine ganze Branche gelten. So schworen viele Privatanleger vor einigen Jahren auf Unternehmen aus der Edelmetall-Branche. In fester Erwartung eines Euro-Untergangs wurde diese Branche für viele Privatanleger zum bevorzugten Ort der Investition.

Typisch für eine solche Situation ist, dass wir die Nachrichtenlage dann nur noch sehr eingeschränkt wahrnehmen. Schlechte Nachrichten zu unserer Lieblingsaktie blenden wir aus. Gute Nachrichten hingegen bewerten wir in ihrer Bedeutung für die Kursentwicklung über. Mehr noch: Oftmals bilden wir in unseren Lieblingsaktien deutliche Übergewichtungen in unseren Depots, weil wir hier gerne mehrfach kaufen. Plötzlich steht Ihre Lieblingsaktie dann für 10 oder 20 % Ihres Gesamtdepots. Wenn Ihre Lieblingsaktie dann einmal schwächelt, ist Ihr Depot aufgrund der Übergewichtung chancenlos.

Aber wie entsteht eigentlich so eine Lieblingsaktie in unserem Depot? In aller Regel steht am Anfang zunächst eine starke Performance. Folglich mögen wir diese Aktie, weil sie uns eben zunächst viel Rendite beschert hat. Am besten können wir die Produkte unseres Lieblingsunternehmens im Alltag auch noch erfahren und quasi anfassen. Tatsächlich schätzten in der Vergangenheit viele deutsche Privatanleger die Aktien von BMW oder Daimler, weil sie privat ein…..

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Aktienmärkte: Corona-Krise und ein heimlicher Star im deutschen Leitindex

Wolfgang Müller

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Normalerweise waren die letzten Jahre die Zeit für Wachstumstitel, also für Growth, wie man es in der Sprache der Aktienmärkte bezeichnet. Eher jedoch nicht für den deutschen Leitindex Dax – aber dort steht ein Wert ganz oben in der Performance, von dem man es noch weniger erwartet hätte: die Deutsche Post. Man profitiert derzeit vom „Stay at Home“ und vielleicht nochmals durch ein logistisches Thema der Superlative.

Die bevorstehende Massenimpfungen

Was werden nicht alles für Zahlen herumgereicht? Die Gesamtbevölkerung der Erde müsse gegen Covid-19 geimpft werden, 7,7 Milliarden Menschen und dies gleich zweimal. Aber gemach, es werden sich nicht alle impfen lassen wollen, und es einige durch Immunität nicht mehr brauchen (oder durch heimische Pharmafirmen versorgt werden) und viele sich in einem Alter befinden, in dem die Gefährlichkeit des Virus unterhalb des Promillebereichs für die Betagten und Gefährdeten liegt. Dennoch: Es gilt Abermillionen von Impfdosen zu transportieren, mit den verschiedensten Transportmitteln, mit speziellen Behältern und mit der Aufrechterhaltung von Kühlketten und überall ist der deutsche Marktführer gut aufgestellt.

Die unauffällige Hausse bei einem Underdog der Aktienmärkte

Die Deutsche Post (DHL Group) feierte gerade den 20. Börsengeburtstag. Der Logistik-Riese, der aus einem Paket- und Postzusteller hervorging, wurde am 20. November 2000 zu 21 Euro an die Börse gebracht. Zu dieser Zeit stand der Dax bei 6609 Punkten. Betrachtet man nun die Kursentwicklung von Index und den Dax-Wert Deutsche Post (gestern 40,39 Euro), so könnte man den Eindruck gewinnen, als wäre der Dax mit seiner Kursverdoppelung besser gelaufen, als der deutsche Logistiker, der es nur auf gut 80 Prozent Kurszuwachs brachte. Rechnet man die Dividendenzahlungen hinzu, käme man bei der Post aber auf circa 268 Prozent Gewinn. Beim Dax als Performance-Index werden die Dividenden einfach hinzugerechnet. Macht eine Rendite der Deutschen Post von 6,7 Prozent p.a. gegenüber dem Index mit seinen 3,5 Prozent. Der Traditionswert ein heimlicher Star der Aktienmärkte – gewiss, denn ein Großteil der Dax-Werte ist noch weit von seinen ehemaligen Höchstständen entfernt. Bis auf fünf Werte, einer davon ist die Marke mit dem auffälligen Gelb.

Dies ist natürlich den Analysten nicht verborgen geblieben: so erwarten Ökonomen von Goldman Sachs einen Umsatzanstieg der Deutschen Post von aktuell 65 Milliarden bis auf 80 Milliarden Euro im Jahr 2024, der Gewinn soll im gleichen Zeitraum von 4,4 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro steigen. Wäre ein einstelliges KGV, hinzu kommt die niedrige Börsenbewertung im Vergleich zu UPS oder Fedex.

Fazit

Obwohl die Aktienmärkte derzeit die Umschichtung von Growth zu Value spielen, kann dies dem deutschen Logistiker relativ egal sein. Man profitiert weiter von den Auswirkungen der partiellen Lockdowns, vermutlich noch durch die Wintermonate, als auch von der neuen Situation um die Mammutaufgabe Impfung der Bevölkerung mit all den personellen und logistischen Herausforderungen.

Jetzt steht in dieser Woche erst einmal der große vorweihnachtliche Hype um den „Black Friday“ und den „Cyber Monday“ auf dem Programm. Angesichts der Pandemie sicherlich mit bisher noch nie gesehenen Umsätzen. Ein DHL-Manager sprach schon davon, dass Covid-19 die Umsätze der Post in das Jahr 2030 hieven werde. Und jetzt kommt noch das Transportthema Impfstoff hinzu. Ein Goldilocks-Szenario? Nicht ganz, denn da gibt es noch einen übermächtigen Konkurrenten aus Übersee, der bis 2021 mit eigenen Paketzentren in Deutschland zulegen will. Der „All-Star“ der amerikanischen Aktienmärkte Amazon, der bereits schon für ein Viertel der Paketsendungen in Deutschland verantwortlich ist.

Die Aktienmärkte in Deutschland und ihr heimlicher Star

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Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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