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Goldman Sachs zahlt 5,1 Milliarden Dollar Ablass für Immobilien-Desaster

FMW-Redaktion

Goldman Sachs zahlt wg. Geschäften mit den berüchtigten verbrieften Immobilienpaketen eine Summe von insg. 5,1 Milliarden Dollar – das hat die Bank vor wenigen Stunden mitgeteilt. Es gäbe eine Grundsatzvereinbarung mit verschiedenen staatlichen Institutionen in den USA um zurückliegende zivilrechtliche Ansprüche gegen Goldman Sachs für 2005-2007 abzuwehren. Eine Bestätigung der Gegenseite liegt noch nicht vor, aber man sei sich schon grundsätzlich einig.

Mit diesen 5,1 Milliarden Dollar zahlt man nicht pauschal für alle noch möglichen Schadenersatzansprüche, sondern nur für die möglichen Klagen, die durch bestimmte Institutionen Richtung Goldman Sachs kommen könnten – und das sind das US-Justizministerium, die Generalstaatsanwälte von New York und Illinois, die „National Credit Union Administration“ und die “ Federal Home Loan Banks“ von Chicago und Seattle. Wenn irgendwer anders in Zukunft noch klagen sollte, hat er auch weiterhin die Möglichkeit dazu, weil Goldman sich ja nur mit diesen Einrichtungen geeinigt hat.

Man zahlt aber nicht 5,1 Milliarden in Cash, sondern erlässt 1,8 Milliarden Dollar an Krediten bei „verzweifelten und in Not geratenen“ Hauseigentümern. Direkt Cash zahlt man dazu 875 Millionen Dollar. Dazu kommen noch 2,4 Milliarden Dolllar als „Bußgeld“, so beschreibt es Goldman Sachs selbst.

Warum Goldman überhaupt zahlt bzw. Schulden erlässt? In den letzten Jahren gelang es der US-Justiz immer wieder nachzuweisen, dass Großbanken die in den USA tätig sind während und vor der Finanzkrise mit verbrieften Immobilienpaketen sehr hohen direkten wie auch indirekten Schaden angerichtet haben. So wurden (nicht zwingend in diesem Fall) z.B. Hauseigentümer die ihre Raten pünktlich zahlen aus ihren Häusern geschmissen, weil niemand mehr wusste wem jetzt eigentlich der Kredit gehört. Auch kam es zu extremen Wucherzinsen uvm. Goldman schreibt selbst, dass man mit dieser grundsätzlichen Einigung quasi die noch laufenden Ermittlungen zu beende, die die sogenannte “ Residential Mortgage-Backed Securities Working Group“ bestehend aus verschiedenen Behörden bisher durchgeführt hat.



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1 Kommentar

  1. Die verrichten eben nur ledglich „des Banksters Werk“ und nicht das des Höheren, an das manche glauben.

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