Allgemein

FOMO-Rally ohne Substanz? Goldminen, Silberminen: Goldene Zeiten voraus?

Was der Optionsmarkt verrät

Foto: user16679917 - Freepik.com

Die erst kürzlich veröffentlichte Analyse des Gold- und Silbermarktes zeigte eine auffällige Dissonanz zwischen medialer Euphorie bei Gold und Silber und der tatsächlichen Positionierung am Optionsmarkt. Minen-Aktien sind High-Beta-Werte auf die Edelmetalle – Junior-Minen sogar noch stärker. Wie sich das Smart Money am Optionsmarkt bei den maßgeblichen Goldminen- (GDX und GDXJ) und Silberminen-ETFs (SIL und SILJ) für die Verfallsmonate August und September positioniert, ist Inhalt dieser Analyse.


Werbung

Goldminen, Silberminen: Goldene Zeiten voraus?

Optionen auf einen ETF sind niemals eine isolierte Wette, sie sind direkt mit den real enthaltenen Werten verschweißt (Creation/Redemption-Prozess). Alle Optionsdaten stammen von www.barchart.com.
Goldminen (GDX): Kursrakete oder Heißluftballon?

Ein Blick auf den Chartverlauf der letzten Handelswochen zeigt einen steilen Anstieg von ca. 70 USD bis über 92 USD in knapp vier Wochen. Das ist zweifelsfrei ein impulsiver Anstieg – wie es auch der auf Finanzmarktwelt regelmäßig analysierende Elliott-Wellen-Spezialist Rüdiger Born bezeichnen würde –, der Beginn einer möglichen ersten Welle. Eine klassische Elliott-Welle 1 markiert den Start eines neuen, nachhaltigen Trends. Sie ist das Fundament des neuen Zyklus und baut sich in der Regel dicht gestaffelt auf. Die im Chart eingekreiste Welle ist aber alles andere als das, ihr Hauptmerkmal sind offene Breakaway-Gaps.


Werbung



Auch wenn das Kursbild des GDX davor wie eine fertige ABC-Korrektur aussieht, so mahnt doch der lückenhafte Anstieg und macht es hochgradig unwahrscheinlich, dass die Korrektur mit der einfachen ABC-Struktur bereits ihr endgültiges, stabiles Ende gefunden hat. Dieser Frage nachzugehen, ist elementar, denn eine Zwischenrally in einem Abwärtstrend mag kurzfristig interessant sein, führt aber – in the long run – zu tieferen Tiefs bei den Goldminen.

Elliott-Wellen-Mechanik: Welle 1 vs. X-Welle

Solche rasanten, von Gaps durchsetzten Anstiege sind eher das klassische Kennzeichen einer sogenannten X-Welle innerhalb einer komplexen Korrektur (wie einem Double-Zigzag). Der schnelle Anstieg schafft Momentum und treibt den Kurs lückenhaft nach oben, nur um später wieder in sich zusammen zu brechen.

Selbst wenn man dies als extrem dynamische Welle 1 klassifiziert, wäre die unausweichliche Welle 2 anstehend. Um eine tragfähige Basis für einen echten Bullenmarkt zu schaffen, müssen diese Gaps geschlossen werden. Der Markt muss zurückkehren und den Boden verdichten, sonst bricht der Trend bei der nächsten kleinen Krise zusammen.

Die Kursspanne, in der die offenen Gaps liegen, reicht von 70,70 USD (20./21. Juli) bis 93,95 USD (14./15. Mai). Mit dem gestrigen Hoch bei 92,66 USD und dem anschließenden Abverkauf unter 91 USD (vorbörslich sogar unter 90 USD) sendet der Markt bereits erste Warnsignale. Ob dieser Ausbruch bei den Goldminen tragfähig ist oder lediglich eine spekulative Zwischenrally, zeigt ein detaillierter Blick auf den Optionsmarkt des GDX – und dort hinterlässt das Smart Money eine eindeutige Spur.

Optionsmarkt-Kernzahlen für den GDX-ETF

Über alle drei Verfallstermine hinweg liegt das Put/Call-Ratio nach Volumen drastisch unter der kritischen Marke von 0,50. Der Markt ist sehr einseitig optimistisch positioniert und befindet sich zudem in einem positiven Gamma-Umfeld. Der Gamma Flip liegt beim nahenden August-Verfall bei 85,83 USD, das Max Pain bei 79 USD. Die größte Gamma-Exposure liegt auf dem 90-, 95- und 100-USD-Call-Strike. Auf diesen Niveaus ist der Gegendruck der Market Maker am größten, da sie antizyklisch hedgen.

Ein detaillierter Blick auf die T&S-Listen der letzten Handelstage bei den wichtigsten Call-Strikes kommt zu einem ähnlichen Ergebnis wie die Analyse zu Gold und Silber. Das Smart Money nutzt den Ausbruch und die Volatilität gezielt, um am Optionsmarkt Prämien zu gewinnen. Exemplarisch sei hier der 90-USD-Call: Von den am 12. August exakt 2.707 gehandelten Kontrakten floss nur ein Bruchteil in das klassische, aggressive Ask-Sweeping. Die absolute Dominanz der Mid-Ausführungen mit großen Blocktrades zeigt, dass diese Optionen nicht isoliert gehandelt werden. Hier greifen Preisbildungs-Algorithmen für komplexe Konstruktionen – keine Panikkäufe, sondern komplexe Spreads (wie Iron Condors oder vertikale Call-Spreads). Die großen Adressen rollen, strukturieren und betonieren diese Linie, um ihr Risiko zu nullen und die extrem hohen Prämien einzustreichen. Jeder Intraday-Ausbruch (wie gestern auf 92,66 USD) wird durch diese Absicherungsgeschäfte unweigerlich wieder an der 90-USD-Marke gepinnt.

Kaum Put-Fallschirme unter 90 USD im GDX

Während der Widerstand bei 90 USD massiv verteidigt wird, fehlt auf der Unterseite eine zeitnahe Absicherung. Im nahenden August-Verfall zieht das Max Pain-Level bei 79 USD den Kurs nach unten, da Market Maker ein Interesse daran haben, Optionen wertlos verfallen zu lassen.

Die tatsächliche Positionierung des Smart Money bei den Goldminen zeigt sich im September-Verfall: Das Put/Call-Ratio nach Open Interest springt auf einen deutlich bärischen Wert von 1,45. Die institutionellen Eindeckungszonen liegen tief: bei 80 USD (über 62.000 Put-Kontrakte) und vor allem bei 70 USD (fast 90.000 Kontrakte). Hier schließt sich der Kreis zur Charttechnik: Die massivste Optionsunterstützung bei 70 USD deckt sich exakt mit dem Niveau des untersten offenen Breakaway-Gaps (70,70 USD). Oben werden Ausbrüche abverkauft, unten bei 70 bis 80 USD liegen die Zielzonen für eine Korrektur.

Goldminen, Silberminen: Goldene Zeiten voraus?

Zufall oder Forward-Engineering? Fibonacci trifft auf Max Pain

Legt man ein Fibonacci-Retracement vom Tief bis zum anvisierten Gap-Close bei 93,95 USD an, zeigt sich eine bemerkenswerte Symmetrie: Das 61,8%-Retracement liegt in diesem Fall bei 78,99 USD. Zeitgleich taxiert der Optionsmarkt das „Max Pain“-Level für den August-Verfall bei den Goldminen auf exakt 79 USD.

Analytisch betrachtet spricht vieles für ein gezieltes Forward-Engineering. Die komplexe Options-Architektur wird häufig präzise um etablierte charttechnische Projektionsmarken herum konstruiert. Das 61,8%-Retracement – ausgehend von einem potenziell geschlossenen Gap – dient in diesem Szenario als kalkuliertes Ziel. Sollte der GDX das Gap bei knapp 94 USD in einer finalen Bewegung tatsächlich noch schließen, oder aufgrund der massiven Options-Widerstände bereits im aktuellen Bereich um 90 bis 92 USD endgültig scheitern, stellt die 79er-Marke das magnetische Rücklaufziel dar. Auf diesem Niveau würde ein Großteil der spekulativen Call-Prämien profitabel für die Stillhalter verfallen.

Ein Bruch der 86-USD-Marke im GDX wäre höchstwahrscheinlich der Startschuss für eine tiefe Korrektur, da die Market Maker unter diesem Niveau keinen Widerstand mehr leisten, sondern selbst zu Verkäufern werden, um sich zu hedgen.

Junior-Goldminen (GDXJ): Hohes Rückschlagspotenzial

Beim volatileren GDXJ zeigt sich am Optionsmarkt ein ähnliches, aber noch extremeres Bild. Für den September-Verfall markiert das Put/Call-Ratio nach Volumen mit 0,38 eine starke spekulative Euphorie. Die Market Maker positionieren sich entsprechend: Im August liegen die massiven Call-Positionen bei 115 USD und 120 USD, im September konzentriert sich die Call-Wall auf das Band zwischen 110 USD und 120 USD.

Gleichzeitig fehlen nennenswerte Unterstützungen in Kursnähe. Die größten Put-Volumina liegen weit entfernt bei 100 USD und 90 USD.

Silberminen (SIL und SILJ): Extreme Schieflage im Orderbuch

Noch deutlicher ist die Diskrepanz bei den Silberminen. Beim Global X Silver Miners ETF (SIL) fällt das Put/Call-Ratio nach Open Interest für September auf 0,29. Starken Call-Widerständen bei 90 USD und 100 USD steht insgesamt kaum Put-Absicherung gegenüber (ca. 6.200 Calls vs. nur 1.800 Puts im gesamten Kontrakt). Die wenigen signifikanten Unterstützungen liegen erst bei 75 USD und 64 USD.
Beim Junior Silver Miners ETF (SILJ) akkumuliert sich im August ein enormes Call-Open-Interest von über 221.000 Kontrakten mit starken Hürden bei 35 USD und 40 USD. Im September-Verfall erreicht das Put/Call-Ratio nach Volumen mit 0,04 ein absolutes Extrem – auf jeden gehandelten Put kommen 25 Calls. Die Stillhalter verriegeln den Kurs nach oben bei 30 bis 32 USD (über 36.000 Kontrakte), während nennenswerte Eindeckungszonen erst bei 22 USD und 23 USD zu finden sind.

Fazit: FOMO-Rally ohne Substanz

In allen vier Minen-ETFs zeigt sich dasselbe Muster: Eine extreme Euphorie (FOMO) aufseiten der spekulativen Call-Käufer trifft auf professionelle Stillhalter, die Ausbrüche nach oben systematisch deckeln. Da nennenswerte Put-Absicherungen erst deutlich unter den aktuellen Kursniveaus liegen, ist das Rückschlagspotenzial bei einer ausbleibenden Fortsetzung der Rallye bei Gold und Silber erheblich.
Rechtlicher Hinweis & Haftungsausschluss: Die Options-Daten wurden mit Unterstützung von Gemini Pro analysiert. Diese Analyse dient nur der Information und ist keine Anlageberatung. Investitionen am Optionsmarkt sind mit Risiken bis zum Totalverlust verbunden. Eine Haftung für die Richtigkeit der Daten ist ausgeschlossen. Alle analysierten Daten stammen von www.barchart.com (12. August).



Über den RedakteurThomas Hartz
Politik, Finanzmärkte, Geopolitik und greifbare Anlagestrategien
Kommentare lesen und schreiben, hier klicken

Lesen Sie auch

13 Kommentare

  1. Sehr geehrter Herr Hartz,

    die fundamentale „Substanz“ der Minenwerte würde ich primär nicht am Optionsmarkt oder anhand von Elliott-Wellen beurteilen. Diese Instrumente können durchaus Hinweise auf Positionierung, Sentiment und mögliche kurzfristige Kursbewegungen liefern – über die wirtschaftliche Qualität eines Minenunternehmens entscheiden jedoch vor allem Bilanz, Cashflow, Kostenstruktur, Reserven und Kapitalallokation.

    Und genau dort präsentiert sich ein großer Teil der führenden Gold- und Silberproduzenten derzeit ausgesprochen solide: hohe bzw. teilweise rekordhohe Free Cashflows, bei mehreren Majors Netto-Cash-Positionen, stark gestiegene Gewinne, massive Aktienrückkäufe und höhere Ausschüttungen an die Aktionäre. Newmont erzielte im zweiten Quartal rund 2,2 Mrd. US-Dollar Free Cashflow, Agnico Eagle rund 1,34 Mrd. US-Dollar, Kinross rund 727 Mio. US-Dollar. Barrick allein kaufte im Quartal Aktien für rund 1,2 Mrd. US-Dollar zurück.

    Natürlich ist dieses Bild nicht bei jedem Produzenten identisch: Kosten steigen teilweise ebenfalls, und nicht jedes Unternehmen hat die Analystenerwartungen beim EPS übertroffen. Gerade deshalb sollte man differenzieren.

    Nach dem enormen Kursmomentum sind Korrekturen und Konsolidierungen nicht nur normal, sondern für einen nachhaltigen Aufwärtstrend sogar gesund. Sie ändern zunächst nichts an der fundamentalen Investmentthese oder am übergeordneten säkularen Aufwärtstrend des Sektors.

    Ihr Fazit erscheint mir daher für meinen persönlichen Geschmack zu stark auf die kurzfristige technische Perspektive fokussiert und berücksichtigt die aktuell außergewöhnlich starke fundamentale Verfassung vieler Minengesellschaften meines Erachtens nicht ausreichend.

    1. Sehr geehrter Herr Zipfel,

      es freut mich außerordentlich, dass ein ausgewiesener Fundamentalexperte wie Sie meinen Artikel gelesen und so detailliert kommentiert hat. Genau dieser sachliche Diskurs auf hohem Niveau ist es, den wir auf Finanzmarktwelt fördern möchten.

      Sie haben mit Ihrer Einschätzung zu den bilanziellen Qualitäten von Einzelwerten wie Newmont, Agnico Eagle oder Barrick vollkommen recht; die Cashflows sind unbestritten stark. Aus marktstruktureller Sicht möchte ich Ihnen jedoch noch folgende Gedanken als Ergänzung anbieten:

      Ein Sektor-ETF wie der GDX spiegelt nie die individuelle Klasse eines herausragenden Unternehmens wider, sondern bildet stets den makroökonomischen Durchschnitt ab. Die Historie lehrt uns zudem: Selbst das bilanziell profitabelste Unternehmen der Welt kann am Aktienmarkt spürbar korrigieren, wenn die Kurse im Vorfeld – getrieben von medialer Euphorie – schlichtweg überhitzt sind.

      Sie erwähnen das massive Aktienrückkaufprogramm von Barrick über 1,2 Milliarden US-Dollar. Fundamental ist dies ein immenser Vertrauensbeweis. Aus Perspektive der Mikrostruktur stellt sich jedoch sofort die Frage der Exekution (Liquidität). Derart enorme Volumina werden über komplexe Derivate-Strukturen, Dark Pools und algorithmische Tranchen abgewickelt. Sehr häufig nutzen Unternehmen oder deren beauftragte Broker dafür gezielt den Optionsmarkt – beispielsweise über großvolumige Put-Strukturen –, um die eigenen Aktien in Konsolidierungsphasen mit einem strategischen Rabatt einzusammeln. Sie akkumulieren folglich in den tiefen Unterstützungszonen des Orderbuchs. Genau diese Zonen möchte ich dem Leser durch meine Analysen aufzeigen, die meist auf einen Anlagehorizont von zwei bis drei Monaten ausgelegt sind.

      Ich fokussiere mich redaktionell bewusst auf die hybride Auswertung von Optionsmarkt-Daten in direkter Verbindung mit der Charttechnik, da eine technische Analyse durch den Blick in die Orderbücher der institutionellen Stillhalter enorm an Aussagekraft gewinnt. Die fundamentale Tiefe reiße ich aus journalistischer Seriosität nur grob an – diese Details überlasse ich gerne echten Fundamental-Profis wie Ihnen. Dennoch bin ich absolut bei Ihnen: Die Königsdisziplin ist die Kombination aus beiden Welten.

      Lassen Sie uns diesen Ball doch direkt weiterspielen: Nennen Sie mir gerne drei Minen-Unternehmen, die aus Ihrer Sicht fundamental aktuell ein absoluter Kauf sind. Ich werde diese drei Einzelwerte im Gegenzug exklusiv durch die Brille der aktuellen Optionsmarkt-Positionierung analysieren und die Ergebnisse auf Finanzmarktwelt veröffentlichen. Dann sehen wir, ob das Smart Money Ihre fundamentale Überzeugung kurzfristig bereits teilt oder ob es statisch betrachtet sinnvoller wäre, auf noch tiefere Einstiegsniveaus zu warten.

      Nochmals herzlichen Dank für Ihren wertvollen und konstruktiven Kommentar!

      Mit besten Grüßen

      Thomas Hartz

      1. Sehr geehrter Herr Hartz,

        vielen Dank für Ihre Antwort. Da Sie konkret nach drei Minenaktien gefragt hatten, möchte ich meine Auswahl noch etwas präzisieren. Meine drei Kandidaten wären aktuell Kinross Gold, Agnico Eagle und Pan American Silver – allerdings aus jeweils unterschiedlichen Gründen.

        Kinross Gold ist für mich derzeit vor allem der Bewertungs- und Cashflow-Titel. Im zweiten Quartal wurden rund 727 Mio. US-Dollar Free Cashflow erwirtschaftet, die Marge je verkaufter Goldäquivalent-Unze stieg gegenüber dem Vorjahr um 42 Prozent, und Kinross will 2026 rund 40 Prozent des Free Cashflows über Dividenden und Aktienrückkäufe an die Aktionäre zurückgeben. Gleichzeitig verfügt das Unternehmen inzwischen über eine deutliche Netto-Cash-Position.

        Agnico Eagle ist dagegen mein Qualitätsfavorit. Das Unternehmen erzielte im zweiten Quartal einen Free Cashflow von rund 1,34 Mrd. US-Dollar, verfügte Ende Juni über 3,27 Mrd. US-Dollar Netto-Cash bei lediglich 197 Mio. US-Dollar langfristigen Schulden und will ebenfalls rund 40 Prozent des jährlichen Free Cashflows an seine Aktionäre zurückgeben. Agnico ist sicherlich nicht mehr billig – aber Bilanzqualität, Minenportfolio und Wachstumsperspektive rechtfertigen meines Erachtens einen Bewertungsaufschlag.

        Pan American Silver wäre mein dritter Titel und gleichzeitig die stärker auf Silber ausgerichtete Position. Im gerade veröffentlichten zweiten Quartal erzielte Pan American 344 Mio. US-Dollar attributable Free Cashflow, verfügte über 1,8 Mrd. US-Dollar Cash und Investments gegenüber 841 Mio. US-Dollar Gesamtverschuldung und gab allein im Quartal 300 Mio. US-Dollar über Dividenden und Aktienrückkäufe an die Aktionäre zurück. Dazu kommen Juanicipio und langfristig La Colorada Skarn als bedeutende Wachstumstreiber.

        Genau deshalb würde ich bei diesen drei Titeln zwischen Kursentwicklung und Unternehmensentwicklung unterscheiden. Dass die Aktien nach der starken Performance technisch überkauft sein können und Rücksetzer wahrscheinlich oder sogar gesund wären, bestreite ich überhaupt nicht.

        Mein Punkt ist lediglich: Eine technische Korrektur wäre bei Kinross, Agnico Eagle oder Pan American derzeit keine fundamentale Verkaufsthese.Dafür sind Cashflows, Bilanzen, Margen und Kapitalrückführungen aktuell schlicht zu stark.

        Insofern respektiere ich Ihre technische Einschätzung – würde daraus aber nicht automatisch auf das Ende der säkularen Hausse bei qualitativ hochwertigen Minenaktien schließen.

        Beste Grüße
        Hannes Zipfel

        1. Fresnillo (Mexico) nicht zu vergessen, ist der größte Silberproduzent glaube ich!?

          Ich finde die großen bewegen sich aktuell fast stärker als die kleinen und das kommt mir zumindest eigenartig vor.

          An der Stelle wäre eine Betrachtung der COT-Strukturen, der COMEX Bestände und der aktuellen Futures, vor allem Silber, für September am interessantesten. Es folgen größere Liefermonate glaube ich.

          Womöglich ergibt sich ein synchrones Bild.

          Nach meinem Gefühl sind die Minen an die Metalle in Kursverläufen direkt gekoppelt. D.h., wenn bei den Optionen ein spekulatives bärisches Zeitfenster beschrieben werden kann, müsste sich das ja durch COMEX bestätigen lassen bzw. zumindest nicht widerlegen. Ich meine die Metalle bewegen die Minen, nicht umgekehrt.

          Besten Gruß an die geballte Kompetenz hier!

  2. Von Thomas Hartz und Hannes Zipfel kann man lernen, was sachliche, unaufgeregte Diskussion und respektvoller Umgang miteinander bedeuten.
    Leider geht‘s beim Fußvolk der Forumsteilnehmer vielfach anders zu: Primitiv, dumm und pöbelhaft.
    Von Sachlichkeit keine Spur, dafür umso mehr Aggression.
    Vielleicht könnte man in sich gehen und überlegen, ob sich da was ändern ließe.
    Hoffnung hab ich allerdings wenig.

    1. Haahhha @ Columbo
      Ganz peinliche und billige Ausrede.
      Wochenlang hier eine unbegründete Behauptung nach der anderen in den Raum stellen und dann kneifen.
      Ich werden Dich aber in den nächsten Wochen und Monaten immer mal wieder danach fragen.
      Mal sehen, ob Deine Ausreden an Peinlichkeit noch zunehmen werden.
      Das wird dann das 6. Mal sein.

      Viele Grüße aus Andalusien
      Helmut

      1. Fragen kann man alles😂

  3. Columbo
    Solange Du so weitermachst, Kommetatoren als paranoid zu bezeichnen, und keinerlei Fakten auf die Reihe bekommst, selbst wenn Du mehrfach dazu aufgefordert wurdest, Deine erfundenen Behauptungen zu begründen, wird sich zumindest von Deiner Seite her nichts ändern.
    Soll ich Dir Deine vollkommen aus der Luft gegriffenen Behauptungen nochmals aufschreiben und nochmals um eine Erklärung oder Begründung bitten?
    Oder kneifst Du wieder?
    Wenn man im Glashaus sitzt….

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

  4. Angesichts von Forumsteilnehmern, die selbst Fachleute der FMW-Redaktion angreifen und beleidigen, ist meine Hoffnung gering, dass der Sumpf an einigen Stellen des Forums völlig trockengelegt werden kann.
    Aber damit haben viele Foren zu kämpfen. Man kann diese Stellen ja meiden und sich ausschließlich im Trockenen bewegen.

  5. Columbo
    Dann machen wir es doch ganz einfach.
    Du kannst nun hautnah beweisen, dass Du auch in der Lage bist, eine sachliche Diskussion zu führen, die auch mit Fakten und Zahlen unterlegt ist.

    Mein Angebot daher zum 4. Mail.

    Du schreibst mir, wie oft physische Goldbesitzer in Europa nach dem 2. Weltkrieg wieviel Gold durch Enteignung (mit oder ohne Entschädigung) verloren haben, und ich schreibe Dir dann wieviel Aktienbesitzer zu welchem Prozentsatz ihre Aktienwerte in Europa in dieser Zeit verloren haben.

    Auch bitte Deine Aussage begründen:
    Warum und wie man beim Kauf von physischen Edelmetallen pleite gehen kann.

    Und ob es im Goldstandard Inflation geben kann und wenn, wie die sich auswirkt.

    Und Du wolltest noch belegen, dass breitgestreute Investmens über Jahrzehnte bessere Rendieten einfahren, als physisches Gold.

    Seit Wochen, bei Antworten, außer substanzloses Gelaber von Dir, keine Stellungnahme.
    Und Du forderst eine bessere sachlicher Diskussion?
    Was für ein Treppenwitz.

    Kneifst Du jetzt wieder?

    Natürlich „greifen ich hier im Forum auch Fachleute und Autoren an, die sich hinter einem Pseudonym verstecken, wenn die falsch liegen.

    Jetzt bin ich aber mal gespannt, ob Du zu einer sachlichen Diskussion fähig bist.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

  6. @Helmut, sorry, ich hab jetzt weder Lust noch Zeit, mich mit dir abzugeben.
    Eine liebe Frau, ein Espresso, ein Ebike und ein kühler See warten auf mich.
    Hasta la vista.

  7. Guten Tag Herr Zipfel,

    Minen-Aktien sind ein wirklich spannendes Thema, daher habe ich Ihre fundierten Einschätzungen direkt zum Anlass genommen, die drei genannten Unternehmen aus der Optionsmarkt-Perspektive zu analysieren und für unsere Leser zusammenzufassen.

    „Agnico Eagle, Kinross Gold und Pan American Silver: Minen-Perlen am Optionsmarkt“ liegt der Redaktion vor und wird demnächst online erscheinen.

    Ich danke Ihnen sehr für den inhaltlichen Austausch und die Anregungen, die Sie eingebracht haben.

    Sonnige Grüße aus München, Thomas Hartz

    1. Sehr geehrter Herr Hartz,

      vielen Dank für Ihre freundliche Rückmeldung. Es freut mich sehr, dass Sie meine Anregungen aufgegriffen und Agnico Eagle, Kinross Gold und Pan American Silver nun aus der Optionsmarkt-Perspektive analysieren.

      Ich bin auf das Ergebnis sehr gespannt. In diesem Job lernt man bekanntlich nie aus.

      Auch Ihnen herzlichen Dank für den konstruktiven und angenehmen fachlichen Austausch.

      Mit besten Grüßen aus Sachsen
      Hannes Zipfel

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert




ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung


Meist gelesen 7 Tage

Die mobile Version verlassen
Capital.com CFD Handels App
Kostenfrei
Jetzt handeln Jetzt handeln

Zwischen 74% und 89% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld.

Place this code at the end of your tag:
Place this code at the end of your tag: