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Goldpreis – $1.500 bleibt wichtiger Widerstand

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Der Goldpreis hat sich im Wochenverlauf kaum verändert – gleichwohl bleibt der Trend im Monatschart weiter aufwärts gerichtet.

Der abgebildete Monatschart (mit logarithmischer Skalierung) zeigt die Kursentwicklung des in New York gehandelten Gold-Futures (GC) seit Anfang 2010 bei einem letzten Kurs von $1.493,5. Jeder Kursstab stellt die Kursbewegung für einen Monat dar.

Der Goldpreis hat sich in der vergangenen Woche wenig verändert und notiert weiterhin knapp unter der wichtigen $1.500 Marke, die einen starken psychologischen Widerstand darstellt. Der Goldpreis nähert sich nun wieder dem Vormonatstief, welches sich bei $1.470,5 befindet.

Das aktuelle Monatshoch liegt bei $1.525,7 und damit fast punktgenau am Tief des Jahres 2012, welches ebenfalls ein relevanter Widerstand ist.

Das aktuelle Jahreshoch sehen wir weiterhin bei $1.566,2 und somit nur etwas mehr als $20 unter der 61,8 % Fibonacci Korrektur, die sich bei $1.588,2 befindet. Auch dieses viel beachtete Kursniveau ist ein wichtiger Widerstand, der auf steigende Kurse drücken kann.

Wie geht es weiter mit der Kursentwicklung beim Goldpreis?

Aus Sicht des Monatcharts liegt ausgehend vom Vorjahrestief bei $1.167,1 ein definierter Aufwärtstrend vor. Die Wahrscheinlichkeit für längerfristig weiter steigende Kurse am Goldmarkt beträgt somit etwa 60 %. Allerdings konnte der zurzeit relevante charttechnische Widerstand bei $1.526,7 (Tief des Jahres 2012 und rote gepunktete horizontale Linie im Chart) bislang nicht nachhaltig nicht überschritten werden, was negativ zu werten ist.

Nach dem kräftigen Kursanstieg der vorangegangenen fünf Monate setzten im September Gewinnmitnahmen ein, die den Goldpreis zeitweise deutlich unter $1.500 drückten. Die Monatskerze des Septembers stellt sich als negative Umkehrkerze dar und könnte auch darauf hindeuten, das die Aufwärtsdynamik des Goldpreises unterbrochen ist. Das Chartbild würde sich dann weiter verschlechtern, wenn das Septembertief bei $1.470,5 unterschritten wird. Möglicherweise besteht dann weiteres Korrekturpotential, welches zunächst bis zum Augusttief bei $.1412,1 führen könnte.

Der Aufwärtstrend würde erst dann wieder bestätigt werden, wenn das Jahreshoch bei $1.566,2 überschritten wird. In diesem Fall könnte sich weiteres Aufwärtspotential bis zum 61,8 % Fibonacci-Korrekturniveau ergeben.

Mehr von Karsten Kagels unter https://www.kagels-trading.de/chartanalysen/

Der Goldpreis handelt weiter unter dem wichtigen Widerstand von 1500 Dollar

11 Kommentare

11 Comments

  1. Avatar

    Columbo

    20. Oktober 2019 11:07 at 11:07

    „…Das Chartbild würde sich verschlechtern, wenn das Septembertief unterschritten wird…“
    „…Der Aufwärtstrend würde bestätigt werden, wenn das Jahreshoch überschritten wird…“

    Das Wetter wird schön, außer es regnet😀👍

  2. Avatar

    Hesterberg

    20. Oktober 2019 13:17 at 13:17

    Schon wieder dieser Schwachsinn. Da tun mir die Augen weh beim Lesen. Immer die gleiche Leier. Das ganze Geschwafel der Charttechniker lässt sich immer in einem Satz als Fazit zusammenfassen: Wenn die Kurse steigen, könnten sie weiter steigen, fallen sie aber, könnten sie auch weiter fallen. Was für eine geniale Erkenntnis und wie hilfreich für den Anleger.
    Seit Jahrzehnten müssen sich Anleger auf der ganzen Welt tagein tagaus diesen Unsinn anhören oder ihn lesen und genauso lange ist es bereits erwiesen, dass man mit der Charttechnik nur seine Zeit vergeudet, niemals aber konstant Geld mit ihr verdienen kann. Als ob sich die weltweite Goldnachfrage um eine 61,8 % Fibonacci Korrektur scheren würde. Solche Artikel beleidigen meine Intelligenz.

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    Prognosti

    22. Oktober 2019 15:55 at 15:55

    @ Hesterberg, ich bin auch kein Fan von Charttechnik, was man aber auch im Nachhinein beobachten kann,dass diese 61,8% Marke sehr oft eine Rolle spielt. Wenn eben Tausende eine Marke im Visier haben,könnte der Herdentrieb eine Rolle spielen.Bei den Amis reden man im Moment sehr oft von der 261,8% Marke, wovon 200% heisse Luft ? ?

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    Roberto

    22. Oktober 2019 17:33 at 17:33

    @Hesterberg, Charttechnik funktioniert nur deshalb mal besser mal schlechter, je mehr Händler von den selben Formationen und anderen Werkzeugen ausgehen. Es ist eigentlich nix weiter als eine sich selbst erfüllende Prophezeiung. Wenn der Markt wenig Volumen hat, dann funktioniert es weniger gut, weil weniger Händler beteiligt sind. Und andersrum natürlich. Mehr ist es nicht.
    An der Börse ist auch alles eine Wahrscheinlichkeitsrechnung und keine 100 %ige Wissenschaft. Wäre es Wissenschaft würden wir alle ein paar Bücher studieren und wären sofort reich. Die täglich einprasselnden news verändern dabei je nach Wirkung auch die Richtung. Das macht die Charttechnik noch schwerer. Allerdings gibt es leider nichts anderes oder besseres um zu traden. Denn nach news zu traden ist noch schwieriger weil der Markt, die ein und die selbe news, heute so und morgen anders interpretiert. Also bedient man sich an dem was da ist.

    • Avatar

      Robocop

      22. Oktober 2019 20:17 at 20:17

      @Roberto, einen noch größeren Schwachsinn mit null Aussagekraft findet man nicht einmal über Google auf den seltsamsten Seiten.

      „Funktioniert mal besser mal schlechter“
      „Es ist eine sich selbst erfüllende Prophezeiung“
      „Die täglich einprasselnden news verändern dabei je nach Wirkung auch die Richtung“

      Kann sein aber auch nicht, dass es bergauf geht, vielleicht geht es auch bergab. 50:50, mehr ist es nicht. News und Fake News auszublenden, ist kurzsichtig, dumm und an der Realität vorbei. Seit 2017 dominieren diese die Märkte, Charttechnik ist schon lange tot. Fakten sind tot. Je nach Richtung auch die Wirkung.

      • Avatar

        Roberto

        22. Oktober 2019 21:14 at 21:14

        @Robocop,was suchst Du eigentlich an der Börse ? hast Du erwartet das man Dir hier in einem schmalen Leserbrief den Heiligen Gral überreicht ? Wie krank ist denn Dein Denkmuster über die Börse ??? Börse ist und bleibt ein unbesiegbarer Gegner, den man versucht mit Wahrscheinlichkeiten und eben Charttechnik beizukommen. Charttechnik ist nunmal die psychologische Abbildung der Masse der teilnehmer an den Märkten. Und wenn Du das nicht glaubst dann informiere Dich erst mal genau, bevor Du mich beleidigst. Anhand deines Textes kann ich sehr wohl erkennen das Du ein erfolgloser und enttäuschter Charttechniker bist und jetzt dermaßen rumpöbelst, weil Du geld verloren hast. Du musst aber verstehen das man an der Börse IMMER Geld verliert. Mal weniger und mal mehr. Nur wenn man irgendwann mal für sich selbst entdeckt hat wie man das Verhältnis so ausarbeitet das was übrig bleibt, dann hat man an der Börse langfristig auch erfolg. Heisst aber dennoch nicht das man die Börse besiegt hat. Besiegt hat man sie nur dann wenn man einen Riesengewinn einfährt und sich dann für immer von der Börse verabschiedet. NUR dann. Also lass Deinen Frust über Deine erfolglose Arbeit mit der Charttechnik woanders aus. Aber lass mich mit deinem gefährlichen Halbwissen in Ruhe.

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    Hesterberg

    22. Oktober 2019 20:07 at 20:07

    @Prognosti und Roberto
    Alle Versuche, die künftige Kursentwicklung von Aktien, Gold etc. wissenschaftlich oder mathematisch zu ermitteln sind stets und immerfort gescheitert. Das hatte schon Einstein vor langer Zeit so erkannt. Nun wäre dem Anleger ja schon dann zunehmender Reichtum gesichert, wenn die Charttechnik bei 100 Trades durchschnittlich 55x richtig und nur 45x falsch zu liegen würde. Ein solches Verhältnis müsste schon deshalb gegeben sein, damit auch die Kosten eingespielt werden können. Eine Erfolgsquote von 52 : 48 würde also schon nicht mehr ausreichend sein. Einen solchen Nachweis bleibt die Charttechnik bis heute schuldig.

    Seit einigen Jahren bringen sogar Computerprogramme den Nachweis, dass Charttechnik zu nichts Nütze ist. Da werden zum Beispiel sich aus dem Chartbild ergebene Keile oder Dreiecksformationen eingezeichnet und als extrem bullisch gekennzeichnet und 5 Minuten später – nachdem die Kurse etwas gefallen sind – ist die neue Formation auf einmal extrem bärisch. Die Computerprogramme entlarven sich damit selbst. Wer sich das einmal eine Zeit lang angesehen hat, fragt sich, was das eigentlich soll. Aber damit nicht genug. Es gibt inzwischen derart viele Regeln in der Charttechnik, dass sofort klar ist, dass sie sich unmöglich im Einklang miteinander befinden können, sondern sich ganz zwangsläufig gegenseitig widersprechen.

    Wenn Karsten Kagels, der Autor, seit angeblich 40 Jahren so erfolgreich an der Börse ist, warum residiert er dann mit seiner offenbar noch jungen GmbH als alleiniger Geschäftsführer in einem Hochheimer Plattenbau in sozial schwachem Umfeld? Kann man alles googeln. Wie es scheint, hat ihn seine Charttechnik noch nicht sehr weit gebracht.

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    Roberto

    22. Oktober 2019 21:46 at 21:46

    Hallo @Hesterberg, ich hatte mich in meinem Kommentar nur über die allgemeine Charttechnik geäußert und nicht spezifisch auf Goldpreis gemünzt. Hier haben wir uns vielleicht Misverstanden.
    Ich hatte es vorhin in meinem Kommentar zu Robocop schon geschrieben das man mit Charttechnik natürlich nicht den Heiligen Gral in den Händen hält. An der Börse ist es eigentlich wie im echten Leben auch. Nur weil man z.B. Medizin oder Maschinenbau studiert hat, wird man nicht automatisch erfolgreich im Leben. Im Gegenteil, hier gehören eine Menge andere Dinge genauso dazu wie auch GLÜCK. Es muss vieles zusammenkommen und man muß sich ständig weiterbilden und neu orientieren und dann auch noch die psyche und Charakter haben um wirklich erfolgreich zu sein. Jemand der einfach nur eine Ausbildung gemacht hat, aber alle anderen Fähigkeiten hat die den Erfolg bringen kann also durchaus der erfolgreichere Mensch im Leben werden und sein, als derjenige der Jahrelang studiert hat, aber die menschlichen Eigenschaften nicht mitbringt. Exakt so verhält es sich an der Börse. Nur weil ich ein paar Bücher über cT studiert habe, heisst das noch lange nicht das ich traden kann und noch dazu erfolgreich. Man benötigt, viel Disziplin, Selbserkenntnis wie man in guten und schlechten Phasen reagiert um dem vorzubeugen, sehr viel Glück und natürlich das gewisse etwas, Dinge zu erahnen. Irgendjemand berühmtes sagte mal das Traden eine Kunstlerische Angelegenheit ist. der eine beherrscht es und der andere nicht. Von daher muß jeder für sich selbst entscheiden ob er erfolgreich ist oder nicht. Ich hoffe ich konnte mit diesem Beispiel etwas klarer beschreiben was ich meinte :-)
    Gute Nacht und eine erfolgreiche Woche noch.

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Gold/Silber

Goldpreis steigt spürbar an – Experte erklärt aktuelle Lage

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Ein Barren Gold

Der Goldpreis steigt aktuell spürbar an. Gestern um 16 Uhr noch müde bei 1.900 Dollar, ist Gold seitdem bis heute früh durchgehend gestiegen auf aktuell 1.921. Dollar. Ist das (endlich?) der Durchbruch, nachhaltig und kräftig, wie es viele Bullen schon seit Wochen erwarten? Wir sprachen die letzten Tage in unseren Berichten über die gestrige Deadline der Demokraten in den USA wegen einem neuen Billionen-Stimulus. Und siehe da… die Demokraten räumen nun Zeit bis Ende der Woche ein, und sind optimistisch, dass es funktionieren wird, eine Einigung mit den Republikanern und Donald Trump zu finden. Ob es wirklich eine Einigung geben wird?

Ein neuer Billionenstimulus, das würde deutlich mehr Staatsschulden für die USA bedeuten, und ein mögliches Anheizen der Inflation durch mehr wirtschaftliche Aktivität. Daher verliert der US-Dollar seit gestern bis heute früh deutlich weiter an Boden. Der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen) fällt seit gestern Mittag von 93,27 auf aktuell 92,74 Indexpunkte. Schon seit Montag früh ist der US-Dollar am Fallen. Je schwächer der US-Dollar, desto besser für den Goldpreis.

Experte über aktuelle Lage im Goldpreis

Daniel Briesemann, Analyst für Industriemetalle und Edelmetalle bei der Commerzbank, schildert die aktuelle Lage im Goldpreis und für andere Metalle folgendermaßen. Die gute Stimmung an den Finanzmärkten, die sich in einem hohen Risikoappetit der Marktteilnehmer widerspiegele, habe gestern den Goldpreis in Schach gehalten. Dieser dümpelte um die Marke von 1.900 USD je Feinunze (wir berichteten). Dass andere Assetklassen stärker gefragt waren, sehe man nicht nur in der Preisentwicklung von Gold zum Beispiel gegenüber den Industriemetallen, sondern auch in einem ETF-Abfluss von 3,7 Tonnen.

Über Nacht habe der Goldpreis dann aber doch bis auf 1.920 Dollar zugelegt. Unterstützt werde es laut Daniel Briesemann durch den US-Dollar, der weiter abwertet. EUR-USD notiert heute Morgen auf einem 4-Wochenhoch von 1,186. Obwohl die von der demokratischen Mehrheitsführerin im US-Repräsentantenhaus, Pelosi, gesetzte Deadline gestern Abend verstrichen ist, gehen die Verhandlungen zwischen den Parteien über ein neues Hilfspaket für die US-Wirtschaft weiter. Nach Gesprächen mit Finanzminister Mnuchin äußerte sich Pelosi optimistisch, dass noch diese Woche – und damit vor der Präsidentenwahl – ein Kompromiss gefunden werden könne.

Dies habe den US-Dollar weiter unter Druck gesetzt, und der Goldpreis habe entsprechend profitiert. Wohl angetrieben durch die stark steigenden Industriemetallpreise legten Silber, Platin und Palladium deutlich stärker zu als Gold. Mit einem Plus von 2,5% auf über 2.400 USD je Feinunze wies Palladium die beste Preisentwicklung auf. Platin verteuerte sich zwischenzeitlich ebenfalls um über 2% auf gut 880 USD je Feinunze. Platin handelt seit mittlerweile mehreren Wochen entlang der 200-Tage-Linie, die offenbar eine wichtige Stütze für den Preis ist, so Daniel Briesemann.

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf in den letzten zehn Tagen

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Aktien

Dieser Sektor überstrahlt die Tech-Aktien nachhaltig

Hannes Zipfel

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Tech-Aktien erfreuen sich großer Beliebtheit und werden an den Börsen dementsprechend ambitioniert bewertet. Doch allzu oft sind profitable Geschäftsmodelle in diesem Sektor so häufig anzutreffen wie Einhörner in freier Wildbahn. Abgesehen von einigen wenigen dominierenden Unternehmen mit funktionierenden Businessmodellen investieren Anleger in diesem Sektor allzu oft in grandios überteuerte Phantasie- und Hoffnungswerte. Dass es auch anders und sogar profitabler geht, zeigt eine noch stark vernachlässigte Branche.

Tech-Aktien allein sichern keinen Reichtum

Wenn Börsenprofis von Sektor-Rotation sprechen, dann wird dabei in der Regel nur ein sehr enges Spektrum betrachtet. Meist wird bei dem Tausch von Aktien aus einem Sektor in einen anderen Sektor lediglich zwischen Value und Growth unterschieden. Sowohl institutionellen Anleger als auch Privatanleger schichten je nach Börsenumfeld von Zyklikern in Wachstumswerte, primär Tech-Aktien um. Diese Sichtweise ist jedoch sehr limitiert und wird der Vielfalt der Investitionsmöglichkeiten am Aktienmärkt nicht gerecht.

Wie wäre es alternativ mit einer neuen Variante der Sektor-Rotation, bei der Gewinne im aufgeblähten Tech-Sektor (volksw. Sekundärsektor) realisiert und in einen von den weltweiten Anlegern noch stark vernachlässigten Sektor investiert werden. Dabei geht es um einen Sektor, der mit gesunden Bilanzen (oft komplett schuldenfrei), hohe Margen á la Apple & Co., starken Free-Cash-Flows, zweistelligen Gewinnsteigerungen und attraktiven Dividendenrenditen aufwarten kann.

Nicht ganz unwichtig in Zeiten der Pandemie ist zudem der Status dieses Sektors in vielen Ländern als systemrelevant, weshalb die Produktion hier auch nur peripher von den Lockdowns betroffen war und ist. Das beste aber ist der dieser Branche zugrunde liegende Jahrhunderttrend (Säkularer Bullenmarkt), der nahezu zwangsläufig zu steigenden Investitionen in diesem Sektor führt.
Im Klartext geht es um die Unternehmen, die direkt und indirekt Hartgeld in Form von monetären Edelmetallen aus dem Boden holen. Jahrelang litt die Branche unter Preisverfall und hohen Schulden. Doch diese Zeiten sind längst vorbei. Die meisten Minen haben sich zu investorenfreundlichen Cash-Maschinen gewandelt, die schuldenfrei und mit prall gefüllten Kriegskassen wie zuletzt die Vorstände der Tech-Aktien auf Einkaufstour gehen (M&A) oder eigene Aktien zurückkaufen.

Einsen und Nullen vs. Schaufeln und Bagger

Nicht umsonst bezeichnet man in der Ökonomie den Bergbau als Primärsektor (Urproduktion), da ohne diesen nichts geht – auch nicht im Zeitalter der Digitalisierung und des 3D-Drucks. Für alles, wovon wir uns ernähren, womit wir uns fortbewegen, unsere Gesundheit schützen, arbeiten und uns unterhalten, benötigen wir nach wie vor Rohstoffe – und zwar in einer Menge wie nie zuvor in der Menschheitsgeschichte.

Ein besonders spannender Bereich in diesem primären Sektor ist die Förderung monetärer Edelmetalle wie Gold und Silber, die mit modernsten Abbaumethoden zutage gefördert werden. Keine digitale Notenpresse der Welt kann deren Wert verwässern. Es könnte sich sogar in Zukunft als essenzieller Vorteil erweisen, dass unser digitales Giralgeldsystem, auf das wir uns in unserem täglichen Leben verlassen und das lediglich aus virtuellen Einsen und Nullen besteht, zusätzlich durch eine physische Alternative in Form von weltweit anerkanntem und über Jahrtausende wertstabilem Hartgeld abgesichert ist. Zu dieser Thematik empfiehlt sich das Buch der Deutschen Bundesbank mit dem Titel „Das Gold der Deutschen“. Dort ist die Bedeutung des Goldes für die Reservehaltung unserer Zentralbank sowie für das gesamte Finanzsystem unseres Landes bis hin zur Wohlstandswahrung der Deutschen anschaulich beschrieben. Gold und Silber sichern die Kaufkraft ganzer Nationen, auch im Falle einer weltweiten Pleitewelle – auch von Staaten.

Über den Minen-Sektor können Sie an diesem Megatrend partizipieren und in Unternehmen investieren, die nicht selten 60 Prozent Bruttomarge sowie knapp 30 Prozent Netto-Marge erzielen – mit stark steigender Tendenz in den letzten fünf Jahren. Darüber hinaus zahlen diese Konzerne größtenteils und ebenfalls mit steigender Tendenz Quartalsdividenden aus, die im Schnitt für das Jahr 2021 bei 2,4 Prozent p. a. liegen (Forward Dividend Yield der 25 internationalen Werte im Philadelphia Gold and Silver Sector Index). Die Zeiten, in den Gold- und Silberminen unter Schuldenlasten litten, sind längst passé. Die Unternehmen dieses Sektors haben sich in den letzten Jahren zu wahren Cash-Maschinen gemausert.

Perspektiven

Schaut man sich die Perspektive der Branche an, dann sind die Ursachen für deren Sonderkonjunktur kein temporäres Phänomen, sondern systembedingt: In dem Maße, wie die globale Überschuldung in Höhe von mittlerweile über 330 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (260 Billionen US-Dollar im 1. Quartal 2020) die Kreditportfolios der Banken durch die Zombifizierung der Unternehmen belasten und die Notenbanken zu Nullzinspolitik und Geldmengenausweitung á la Heißluftballon zwingen, um die Staaten vor dem finanziellen „Sudden Death“ zu bewahren, bleibt die Förderung von Gold und Silber ein lukrativer Megatrend.

Der direkte Vergleich

Doch genug der Lobpreisungen und zurück zu den harten Renditefakten: Es ist unumstritten, dass Anleger in den letzten Jahren und speziell seit März dieses Jahres mit einem Index-Investment in den NASDAQ und erst recht in ausgesuchte High-Teck-Aktien wie Apple, Microsoft, Tesla, Amazon oder Alphabet eine herausragende Performance erzielen konnten. Damit war diesen Aktien auch die volle Aufmerksamkeit der Börsenberichterstatter sicher. Dass nur eine Handvoll der im NASDAQ Index enthaltenden Werte für die sehr positive Wertentwicklung verantwortlich sind sei hier nur am Rande erwähnt. Ganz anders sieht die Situation bei den Gold- und Silberminen aus, deren Aufschwung von einer ausgeprägten Marktbreite getragen wird. Auf Jahressicht befinden sich alle 25 im Philadelphia Gold and Silver Sector Index befindlichen Aktien im Plus. Viele sogar auf oder in der Nähe ihrer Allzeithöchststände. Vergleicht man den NASDAQ-Index mit dem Schwerpunkt Tech-Aktien mit einem Index der weltweit 25 größten Gold- und Silberproduzenten sowie Minenfinanzierer (Royalty- und Streaming-Unternehmen) dann ergibt sich folgendes überraschendes Bild:

Chart zeigt Vergleich von Philly Fed-Rohstoffen gegen Tech-Aktien

Auch andere Zeithorizonte belegen die Attraktivität einer Beimischung von Minenaktien in einem breit diversifizierten und mittelfristig ausgerichteten globalen Aktienportfolio. So betrug die Performance des oben dargestellten Minenindex seit Jahresbeginn in US-Dollar +37 Prozent. Der NASDAQ brachte es im gleichen Zeitraum auf +21 Prozent. Über zwei Jahre hinweg betrachtet betrug die Outperfromance des Minenindex gegenüber dem NASDAQ ganze 46,5 Prozent (+108 vs. +61,5 Prozent). Auf Sicht von drei Jahren ist die Wertentwicklung mit 71,5 zu 71,25 Prozent nahezu identisch. Seit 20. Oktober 2016 performte der NASDAQ mit +96 Prozent besser als der Minenindex mit +66 Prozent. Auf Sicht von 5 Jahren hatte dann aber wieder der Minenindex klar die Nase mit +172 gegenüber +135 Prozent vorn.

Erhellend ist auch ein Vergleich der Marktkapitalisierung zwischen einem einzelnen Vertreter der Tech-Aktien und allen börsengelisteten Aktiengesellschaften der Edelmetallindustrie. Aus den Renditevergleichen, den Bewertungen sowie den Zukunftsperspektiven, die im Bereich der Tech-Aktien von Zerschlagungsintentionen überschattet werden, ergibt sich auch durch die extrem asymmetrische Kapitalallokation enormes Umschichtungspotenzial zugunsten des Minensektors.

Grafik zeigt Apple Marktwert gegenüber Edelmetallen

Fazit

Umso tiefer die Welt unaufhaltsam in den Schuldenstrudel gerät, umso interessanter wird eine Branche: die Geldproduzenten. Und damit sind nicht etwa die Zauberlehrlinge aus den Notenbankzentralen gemeint, sondern die Bergbauunternehmen, die das bewährte Geld der Vergangenheit und das verlässliche Geld der Zukunft aus der Erde schürfen. Gäbe es diese Branche nicht, würden den Anlegern eine interessante Investmentopportunität entgehen und die Möglichkeit, hart erarbeiteten Wohlstand auch in unsicheren Zeiten zu sichern, schwieriger. Auch die Weltwirtschaft und das Weltfinanzsystem können sich über das oft zu Unrecht verteufelte kosmische Geschenk der Edelmetalle freuen, genauso wie unsere Vorfahren, denen Gold und Silber durch unzählige Krisen half.

Dieser Megatrend, der seit Jahrtausenden funktioniert, verdient seinen Namen und die Unternehmen aus diesem Sektor verdienen trotz aller bekannten Risken zumindest einen Platz auf der Watchlist der Anleger. Wie interessierte Investoren ein Startportfolio in diesem Sektor aufbauen können, hatten wir bereits vor gut einem Jahr erläutert.

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Gold/Silber

Goldpreis klebt an 1.900 Dollar-Marke – großer Move noch heute möglich

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Ein Barren Gold

Der Goldpreis klebt aktuell um die Marke von 1.900 Dollar. Gestern war es das selbe wie in den Tagen zuvor auch. Gold steigt schnell und deutlich über 1.900 Dollar, und verliert dann genau so schnell wieder den Mut. Und zack, der Goldpreis sackt wieder unter diese runde Marke. Ein Horror-Markt für die Bullen, die sich deutlich höhere Kurse erhoffen in diesem Umfeld von Nullzinsen und Gelddruck-Orgien.

Gestern im Hoch bei 1.918 Dollar, sehen wir aktuell 1.902 Dollar im Goldpreis. Der US-Dollar als derzeit perfekte Negativ-Korrelation für Gold fiel gestern spürbar (sichtbar im Dollar-Index), um sich dann gestern Abend wieder etwas zu stabilisieren. Das hat auch den Goldpreis wieder zurückgebracht, runter Richtung 1.900 Dollar.

Einigung in Washington DC Auslöser für deutlichen Move im Goldpreis?

Heute Abend kann es interessant werden, oder sonst morgen früh deutscher Zeit. Die in diesem Fall extrem wichtige Demokratin im US-Kongress Nancy Pelosi betont derzeit, wie wichtig die Deadline heute Abend ist für die Einigung mit der US-Regierung über ein neues billionenschweres Konjunkturpaket. Je nachdem ob das Paket kommt und wie groß es wird, kann dies die Aktienmärkte, den US-Dollar und auch den Goldpreis kräftig in Bewegung bringen, und damit diese elendige Herumschwirren um die 1.900 Dollar-Marke beenden. Wann die Einigung oder Absage in Washington kommt? Womöglich heute noch, oder morgen früh deutscher Zeit? Man wird sehen.

Die Analysten der Commerzbank kommentieren ganz aktuell die aktuelle Lage in Washington DC so: Pelosi und Mnuchin haben „ihre Differenzen weiter verringert“. Mitarbeiter werden bis Dienstagabend „rund um die Uhr“ gemeinsamen Nenner suchen. Schumer bezeichnet Vorschlag der Republikaner als voll von „Giftpillen“. Regierungssprecherin ist „verhalten optimistisch“.

Naeem Aslam von Avatrade kommentiert die ganz aktuelle Lage bei Gold folgendermaßen: Was den Goldpreis betrifft, so kämpfe das Edelmetall mit der 1900 Dollar-Marke. Der Goldpreis versuche sein Bestes, um im täglichen Zeitrahmen über dem gleitenden 100-Tage-Durchschnitt zu bleiben, und nur die Zeit werde zeigen, ob er diesen Krieg gewinnen wird. Eine Sache sei ziemlich sicher, dass die Bullen nicht so leicht nachgeben würden. Das liege daran, dass es einfach zu viel Unsicherheit bezüglich der US-Wahlen und des Coronavirus gebe, die das Interesse der Händler am Goldpreis aufrecht erhalten, so seine Worte.

Also, Augen auf heute und morgen, ob man sich in Washington DC auf ein neues Billionen-Paket einigt. Durchbricht diese Info endlich die Lethargie im Goldpreis?

Chart zeigt Verlauf im Goldpreis in den letzten 30 Tagen
Goldpreis im Verlauf der letzten 30 Tage.

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