Gold/Silber

Goldpreis 2.000 Dollar – warum weltgrößter Hedgefonds darüber spricht

Gold Barren Beispielfoto

Kann oder wird der Goldpreis auf 2.000 Dollar steigen von aktuell 1.554 Dollar? Das wäre immerhin ein Plus von 28,5%. Die wichtigste Frage ist, in welchen Zeitraum so ein Zuwachs erzielt werden könnte, und basierend auf welcher Argumentation. Gestern titelten wir „Goldpreis im Fokus der Börsianer: das Beste kommt erst noch“ (gerne hier nachlesen). Und nun kommt Greg Jenson mit seiner Meinung zu Gold um die Ecke, ein Manager beim weltgrößten Hedgefonds „Bridgewater“, wo 160 Milliarden Dollar verwaltet werden.

Gute Begründungen für stark steigenden Goldpreis

Laut Berichten sagt er aktuell, dass der Goldpreis auf 2.000 Dollar steigen könnte. Die Begründung ist durchaus stichhaltig, und hat nichts mit Charttechnik oder kurzfristigen Schwankungen zu tun. Als Erstes wären da naheliegende Gründe anzuführen wie die „üblichen“ Safe Haven-Trades, wo man aus „unsicheren Anlagen“ wie Aktien oder Schwellenländer-Anleihen flieht, hin zu Gold oder dem Schweizer Franken (der läuft derzeit richtig gut). Gründe könnten plötzlich neue Spannungen rund um den Iran oder im Handelskonflikt mit China sein. Gut, so möchten wir anmerken. Das ist keine sensationelle Info. Das weiß nun wirklich jeder an der Börse. Und sonst?

Jensen betont, dass die Leute sich wappnen sollten für ein viel breiteres Spektrum von potenziell volatileren Umständen, als man es meist gewohnt sei. Und jetzt kommt ein wirklich wichtiger Punkt. So glaubt der Mann von Bridgewater daran, dass die Federal Reserve die Inflation in den USA einige Zeit laufen lassen werde, was die Umstände für einen höheren Goldpreis verbessern würde, da Investoren einen Hedge (eine Absicherung) suchen würden um der Inflation entgegenzuwirken. Es werde kein Bestreben der großen Notenbankern mehr geben die Zinsniveaus zu normalisieren, so Jensen. Er schließe die Möglichkeit nicht aus, dass die Fed die Zinsen noch in diesem Jahr auf 0 senken könnte, um eine Rezession in den USA abzuwenden.

Eine tolerierte höhere Inflation gepaart mit einen explodierenden US-Budget und US-Handelsdefizit könnte die Position des US-Dollar schwächen, so Jensen. Dies könne schnell oder erst in einem Jahrzehnt geschehen. Aber es sei möglich. Vor diesem Gesamthintergrund könne der Goldpreis um 30% (also auf gut 2.000 Dollar) zulegen. Also kann man sagen: Der gute Mann von Bridgewater gibt keine Timeline ab, wann dies genau geschehen wird. Sein Szenario kann dieses Jahr eintreten, oder auch erst in zehn Jahren. Gewagt, interessant, und nicht unmöglich ist natürlich seine Anmerkung zur Senkung der US-Leitzinsen auf 0 Prozent. In der Tat, so eine völlige „Entzinsung“ der US-Staatsanleihen könnte viel Anlegergeld ins Gold treiben!?

Die aktuelle Lage bei Gold

Aktuell notiert der Goldpreis bei 1.554 Dollar. Im folgenden Chart sehen wir den Verlauf in US-Dollar in den letzten zwölf Monaten. Nach dem rasanten Anstieg in Dezember und Januar gab es jüngst den Absturz von der Spitze bei 1.611 auf 1.537 Dollar.  Die letzten Tage zeigt Gold aber eine kleine Stabilisierung auf diesem jetzigen Niveau um die Marke von 1.550 Dollar herum. Kann der Markt von hier aus einen neuen Anlauf auf höhere Kurse nehmen?

Goldpreis im Verlauf der letzten zwölf Monate



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