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Goldpreis 2.000 Dollar – warum weltgrößter Hedgefonds darüber spricht

Claudio Kummerfeld

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Gold Barren Beispielfoto

Kann oder wird der Goldpreis auf 2.000 Dollar steigen von aktuell 1.554 Dollar? Das wäre immerhin ein Plus von 28,5%. Die wichtigste Frage ist, in welchen Zeitraum so ein Zuwachs erzielt werden könnte, und basierend auf welcher Argumentation. Gestern titelten wir „Goldpreis im Fokus der Börsianer: das Beste kommt erst noch“ (gerne hier nachlesen). Und nun kommt Greg Jenson mit seiner Meinung zu Gold um die Ecke, ein Manager beim weltgrößten Hedgefonds „Bridgewater“, wo 160 Milliarden Dollar verwaltet werden.

Gute Begründungen für stark steigenden Goldpreis

Laut Berichten sagt er aktuell, dass der Goldpreis auf 2.000 Dollar steigen könnte. Die Begründung ist durchaus stichhaltig, und hat nichts mit Charttechnik oder kurzfristigen Schwankungen zu tun. Als Erstes wären da naheliegende Gründe anzuführen wie die „üblichen“ Safe Haven-Trades, wo man aus „unsicheren Anlagen“ wie Aktien oder Schwellenländer-Anleihen flieht, hin zu Gold oder dem Schweizer Franken (der läuft derzeit richtig gut). Gründe könnten plötzlich neue Spannungen rund um den Iran oder im Handelskonflikt mit China sein. Gut, so möchten wir anmerken. Das ist keine sensationelle Info. Das weiß nun wirklich jeder an der Börse. Und sonst?

Jensen betont, dass die Leute sich wappnen sollten für ein viel breiteres Spektrum von potenziell volatileren Umständen, als man es meist gewohnt sei. Und jetzt kommt ein wirklich wichtiger Punkt. So glaubt der Mann von Bridgewater daran, dass die Federal Reserve die Inflation in den USA einige Zeit laufen lassen werde, was die Umstände für einen höheren Goldpreis verbessern würde, da Investoren einen Hedge (eine Absicherung) suchen würden um der Inflation entgegenzuwirken. Es werde kein Bestreben der großen Notenbankern mehr geben die Zinsniveaus zu normalisieren, so Jensen. Er schließe die Möglichkeit nicht aus, dass die Fed die Zinsen noch in diesem Jahr auf 0 senken könnte, um eine Rezession in den USA abzuwenden.

Eine tolerierte höhere Inflation gepaart mit einen explodierenden US-Budget und US-Handelsdefizit könnte die Position des US-Dollar schwächen, so Jensen. Dies könne schnell oder erst in einem Jahrzehnt geschehen. Aber es sei möglich. Vor diesem Gesamthintergrund könne der Goldpreis um 30% (also auf gut 2.000 Dollar) zulegen. Also kann man sagen: Der gute Mann von Bridgewater gibt keine Timeline ab, wann dies genau geschehen wird. Sein Szenario kann dieses Jahr eintreten, oder auch erst in zehn Jahren. Gewagt, interessant, und nicht unmöglich ist natürlich seine Anmerkung zur Senkung der US-Leitzinsen auf 0 Prozent. In der Tat, so eine völlige „Entzinsung“ der US-Staatsanleihen könnte viel Anlegergeld ins Gold treiben!?

Die aktuelle Lage bei Gold

Aktuell notiert der Goldpreis bei 1.554 Dollar. Im folgenden Chart sehen wir den Verlauf in US-Dollar in den letzten zwölf Monaten. Nach dem rasanten Anstieg in Dezember und Januar gab es jüngst den Absturz von der Spitze bei 1.611 auf 1.537 Dollar.  Die letzten Tage zeigt Gold aber eine kleine Stabilisierung auf diesem jetzigen Niveau um die Marke von 1.550 Dollar herum. Kann der Markt von hier aus einen neuen Anlauf auf höhere Kurse nehmen?

Goldpreis im Verlauf der letzten zwölf Monate

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Gold/Silber

Goldpreis: Jetzt eine gute Kaufgelegenheit? Achten Sie auf diese Kennzahl

Claudio Kummerfeld

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Ein Stapel Barren aus Gold

Der Goldpreis ist monatelang und vor allem in den letzten Wochen kräftig angestiegen, von 1.700 Dollar im Juni auf 2.074 Dollar im absoluten Hochpunkt am 7. August. Dann kam der Rückfall. Am 12. August rutschte Gold sogar schnell runter auf 1.862 Dollar. Derzeit hat sich der Goldpreis wieder erholt und notiert bei 1.953 Dollar auf einem scheinbar stabilen Niveau. Frage: Bietet das aktuelle Kursniveau eine gute Kaufgelegenheit?

Goldpreis 120 Dollar unter dem Hoch – Kaufgelegenheit?

Immerhin notiert der Goldpreis jetzt 120 Dollar unter seinem Rekordhoch. Und die Gründe für einen möglichen weiteren Anstieg sind nicht verschwunden. Unendliche Papiergeldvermehrung durch die Notenbanken, Inflationsangst, Coronakrise, Konjunktursorgen, Staatsschulden explodieren usw. Erst vorgestern nannte ein Experte für das Edelmetall ein langfristiges Kursziel von 4.800 Dollar (hier Video-Interview anschauen).

Beim jüngsten Absturz im Goldpreis muss man sich die Gründe anschauen. Natürlich war vor allem eine gehörige Portion Markttechnik im Spiel. Der Markt war überkauft. Und nach so einem kräftigen „Durchatmen“ (Abverkauf) könnte man nun denken, dass ein neuer Anlauf auf noch höhere Kurse als 2.074 Dollar möglich ist. Aber da waren ja auch noch ein steigender US-Dollar und deutlich steigende Renditen für US-Staatsanleihen. Beides drückte zuletzt gegen den Goldpreis.

Entscheidend scheint derzeit zu sein, dass die Rendite für die zehnjährige US-Staatsanleihe noch weiter ansteigt. Je mehr Rendite hier möglich ist, desto weniger attraktiv ist Gold. Seit letztem Freitag bis heute früh ist die Rendite von 0,54 Prozent auf jetzt 0,70 Prozent gestiegen. Das ist eine spürbare Bewegung! Nimmt man die Annahme, dass die überkaufte Lage bei Gold sich bereinigt hat, und dass die US-Rendite nicht weiter ansteigt, dann könnte der Goldpreis womöglich einen neuen Anlauf über die Marke von 2.000 Dollar nehmen. Aber man behalte bitte weiter die US-Rendite und den US-Dollar (Währungskorb US Dollar Index) im Auge, ob die beiden nicht weiter ansteigen. Wichtig: Heute gibt es in den USA ab 14:30 Uhr deutscher Zeit mehrere Konjunkturdaten, die auch für den Goldpreis Bewegung bringen könnten.

Aktueller Analystenkommentar

Ipek Ozkardeskaya von Swissquote hat erst vor wenigen Minuten einen Kommentar zur aktuellen Lage bei Gold veröffentlicht. Der Goldpreis konsolidiere Gewinne in der Nähe von 1.950 Dollar. Höhere US-Renditen und ein festerer US-Dollar könnten den Appetit kurzfristig einschränken. Doch sollten der steigende Inflationsdruck in den USA und die unsichere Marktstimmung die mittelfristige Goldnachfrage intakt halten und den Goldmarkt stützen. Der positive Trend, der sich seit März aufgebaut habe, dürfte oberhalb von 1.845 Dollar, dem großen 38,2% Retracement aus März-August, anhalten.

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf seit Dezember 2019
Goldpreis-Verlauf seit Dezember 2019. Man sieht gut den jüngsten Rückfall. Sind das Kaufkurse?

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Goldpreis und Silber: Nach dem Rücksetzer jetzt kaufen?

Redaktion

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Der Goldpreis fiel zuletzt so stark wie seit dem Jahr 2013 nicht mehr, konnte sich dann aber wieder erholen, liegt aber gleichwohl noch deutlich unter der 2000er-Marke – und auf der anderen Seite hat auch das zuvor noch stärker abverkaufte Silber den Anstieg über die 26 Dollar-Marke wieder geschafft, was aber ebenfalls noch deutlich unter seinem Höchststand von über 29 Dollar von vor wenigen Sitzungen liegt.

Angesichts der jüngsten geopolitischen Ereignisse, wie Russlands Ankündigung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus, herrscht die Meinung vor, dass die Welt das Schlimmste der Pandemie überstanden hat. Und das wiederum macht es schwieriger, eine Fortsetzung des Aufwärtstrends sowohl beim Goldpreis als auch bei der Silber zu prognostizieren.

Darüber hinaus erholen sich die wichtigsten Volkswirtschaften der Welt rasch, und es gibt ein wachsendes Vertrauen in eine Rückkehr zur „Normalität“, wodurch sichere Häfen wie der Goldpreis weniger in den Fokus der Anleger rücken. Die beide Edelmetalle sind also im Spannungsfeld zwischen dem neuen Konjunkturoptimismus und dem latent schwächeren US-Dollar.

David Jones, chief market strategist bei capital.com, geht von demnächst weiter steigenden Kursen aus und platziert Trades – welche, sehen Sie in diesem Video:

Ist die Korrektur beim Goldpreis und auch bei Silber eine gute Einstiegschance?

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Markus Krall über Nullzinsen und Gold – „Wirecard auf Crack“

Redaktion

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Bekanntlich ist Markus Krall ein Kritiker der Maßnahmen im Rahmen der Coronakrise – und ein Anhänger von Gold (als Chef des Edelmetall-Händlers Degussa kein Wunder..). Er sieht in der Nullzinspolitik einen verhängnisvollen Fehler, der die Illusion unseres Wohlstand aufrecht erhalten soll.

Aber die Möglichkeiten der Notenbanken schrumpfen zunehmend, so Markus Krall. Sie können seit der Coronakrise etwa den Goldpreis nicht mehr so stark manipulieren wie zuvor – und haben mit ihrer Poltik die Banke in eine schwere Krise gebracht (die derzeit aber durch „Bilanzverschleierung“ noch kaschiert werden – „Wirecard auf Crack“, wie Markus Krall süffisant formuliert). Mit der Abschaffung des Zinses und des Insolvenzrechts seien alle Markt-Signale ausser Kraft gesetzt, sodass wir derzeit schon in einer Planwirtschaft leben würden.

Im Grunde passiere derzeit eine gigantische Insolvenzverschleppung, deren einizge Heilung der Goldstandard sei, so der Bestseller-Autor:

Markus Krall über Nullzinsen und Gold

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