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Gold/Silber

Goldpreis abgerutscht – neue Daten, neuer Optimismus? Die aktuelle Lage

Claudio Kummerfeld

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Mehrere Barren Gold

Erst gestern berichteten wir über die Chance, dass der Goldpreis einen neuen Anlauf in Richtung 2.000 Dollar nehmen könne. Denn gestern Mittag wurden schlechte US-Konjunkturdaten veröffentlicht, die eigentlich die Chance boten Gold als „Sicheren Hafen“ steigen zu lassen. Auch die Rendite für US-Staatsanleihen unterstützte dieses Szenario. Aber es kam anders.

Goldpreis fällt

Der Goldpreis fällt seit gestern Nachmittag von 1.965 Dollar (Dienstag ich Hoch 1.992 Dollar) auf 1.933 Dollar gestern Abend, um dann heute Nacht wieder auf 1.950 Dollar zu steigen. Aber nichts da. Bis vorhin kam der Preis für das Edelmetall wieder runter auf 1.929 Dollar. Der seit Monaten fallende US-Dollar hatte dem Goldpreis lange Zeit „gute Dienste“ geleistet bei seinem Anstieg. Vorgestern erreichte der Dollar-Index einen Tiefpunkt, um seitdem immer weiter anzusteigen. Der auch gestern und heute fortgesetzte Anstieg schwächte den Goldpreis, und dass obwohl die Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen weiter schwächelt (aktuell 0,65 Prozent, am 28. August noch 0,77 Prozent).

Ganz aktuelle US-Daten

Vor wenigen Minuten wurden in den USA die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht. Sie fielen geringer aus als erwartet, also ein gutes Zeichen für die Konjunktur. Das ist natürlich tendenziell ein gutes Zeichen für den Aktienmarkt, was wiederum schlecht ist für den Goldpreis. Mit aktuell 1.934 Dollar bewegt er sich derzeit nicht besonders. Naeem Aslam von Avatrade erwähnt dazu ganz aktuell in einem Kurzkommentar, dass es vorhin um 14:30 Uhr gemischte Zahlen gegeben habe. Die Zahl der US-Arbeitslosenanträge sei zwar besser gewesen, aber die auch um 14:30 Uhr vermeldeten Handelsbilanzdaten für die USA (Defizit Juli -63,6 Milliarden Dollar nach -53,5 im Juni) seien wirklich schrecklich gewesen. Dies helfe dem Goldpreis, so seine Meinung.

Wohl wegen den Außenhandelsdaten ist der US-Dollar seit 14:30 Uhr etwas gefallen. Die aktuelle Tendenz für Gold? Puhhh. Unklar. Die seit Tagen gefallene Anleiherendite sollte dem Goldpreis eigentlich Auftrieb geben, tut sie aber nicht. Grundsätzlich könnte, wie wir schon gestern schrieben, ein neuer Anlauf auf die Marke von 2.000 Dollar anstehen. Aber derzeit tut sich noch nichts. Nach den Zahlen ist vor den Zahlen. Morgen um 14:30 Uhr erhalten wir die großen monatlichen Arbeitsmarktdaten aus den USA. Gibt es dann einen ganz neuen Impuls für eine Bewegung im Goldpreis? Der folgende Chart zeigt seinen Verlauf in den letzten 30 Tagen.

Dieser Chart zeigt den Verlauf im Goldpreis in den letzten 30 Tagen

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Anleihen

Goldpreis vs Anleiherenditen: Eindeutiger Langfristvergleich

Claudio Kummerfeld

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Mehrere Gold-Barren

Der Goldpreis wird von vielen Faktoren beeinflusst. Da wäre zum Beispiel der US-Dollar, und natürlich das allgemeine Risk On/Risk Off-Szenario. Sind die Anleger bereit aufgrund diverser Faktoren mehr Risiko einzugehen, verkaufen sie Gold und kaufen Aktien, und umgekehrt. Je mehr die Notenbanken Geld drucken und je mehr die Staaten sich verschulden, desto wichtiger erscheint vielen Anlegern auf lange Sicht auch Gold als sicherer Fluchthafen vor Inflation, und der Goldpreis steigt.

Aber vor allem werden auch die Anleiherenditen als wichtiger Beeinflussungsfaktor für den Goldpreis herangezogen. Je mehr Rendite man für Staatsanleihen erhält, desto weniger attraktiv ist das zinslose Gold bei Anlegern. Schauen wir daher mal auf den folgenden Chart, ob man langfristig eine echte Verbindung zwischen Gold und Anleiherenditen erkennen kann. Hier sehen wir seit Anfang 2016 in blau den steigenden Goldpreis, der seitdem 69 Prozent zulegen konnte. Die in orange verlaufende Anleiherendite (für zehnjährige US-Staatsanleihen) ist seitdem um 46 Prozent gesunken (langfristig gesunkenes Zinsniveau). Man sieht eine klare negative Korrelation. Je tiefer die Anleiherenditen, desto besser für den Goldpreis. Das jüngste Ansteigen in der Rendite hat dem Goldpreis einige Schwierigkeiten bereitet, und seinen weiteren Anstieg erst einmal ausgebremst.

Chart zeigt Goldpreis gegen Anleiherenditen seit dem Jahr 2016

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Gold/Silber

Rüdiger Born: Charttechnik bei Dow, Nasdaq und Silber

Redaktion

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Ganz so einfach ist die Lage bei Dow Jones, Nasdaq und Silber derzeit nicht. Schauen wir genauer auf die Charts im folgenden Video.

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Gold/Silber

Gold: Rekorddaten und Ausblick für 2021 durch World Gold Council

Jörg Bernhard

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Für das abgelaufene Jahr meldete der World Gold Council (WGC) diverse Rekorde im Marktsegment der Gold-ETFs und kommunizierte zudem seinen Ausblick zur Entwicklung der Goldmärkte im Jahr 2021.

Gold: Rekordlaune bei Investments in ETFs

Bedingt durch die Coronakrise haben verunsicherte Investoren im Jahr 2020 in großem Stil Gold in Form von physisch hinterlegten ETFs gekauft. Im September kletterten zum Beispiel die Goldbestände von insgesamt 83 erfassten ETFs auf 3.880 Tonnen und einen Marktwert von insgesamt 235,4 Milliarden Dollar. Beide Werte stellten einen neuen Rekord dar. Zum Jahreswechsel stellten sich Werte von 3.751,5 Tonnen bzw. 228,1 Milliarden Dollar ein.

Ein weiteres Allzeithoch wurde aber auch bei den registrierten Gold-Zuflüssen registriert. Mit 877,1 Tonnen Gold wurde der Vorjahreswert in Höhe von 398,3 Tonnen um 120 Prozent und das im Jahr 2009 erzielte bisherige Allzeithoch in Höhe von 649 Tonnen um 35 Prozent übertroffen. In Nordamerika waren Gold-ETFs übrigens besonders stark gefragt. Dort erhöhten sich die Bestände dieser Form von Papiergold innerhalb eines Jahres um 563,3 Tonnen. Der zweitstärkste Appetit war mit 259,9 Tonnen in Europa auszumachen, womit diese beiden Regionen fast 94 Prozent der weltweiten ETF-Nachfrage repräsentiert haben.

Ausblick für 2021 tendenziell optimistisch

In einem weiteren Statement veröffentlichte der WGC seinen Ausblick für das Jahr 2021. Dessen Analysten gehen davon aus, dass Investoren dauerhaft niedrige Zinsen in riskantere Anlageklassen locken könnte. Weil dies mit steigenden Haushaltsdefiziten, wachsenden Inflationssorgen und hohen Aktien-Bewertungen einhergehen dürfte, rechnet die internationale Interessenvertretung der Goldminenindustrie mit einer stabilen Investorennachfrage, während die Konsumentennachfrage dank einer wirtschaftlichen Erholung anziehen könnte.

Die Performance des Goldpreises hängt laut WGC von insgesamt vier Faktoren ab, von denen zwei von strategischer und zwei von taktischer Natur seien. Zur erstgenannten Gruppe gehören das wirtschaftliche Wachstum sowie das Maß an Verunsicherung. Von taktischer Bedeutung seien die Opportunitätskosten und das Momentum.

Fazit

Der WGC rechnet für 2021 mit einer positiven Performance von Gold, wenngleich in gedämpfter Form. Als wichtigsten Grund für diese Erwartungshaltung wurde die Aussicht auf eine höhere Konsumentennachfrage in China und Indien, gefolgt von der Chance auf dauerhaft niedrige Zinsen und dem damit verbundenen Wegfall von Opportunitätskosten (Zinsverzicht bei Gold) genannt.#

Hier finden Sie zusätzliche Informationen des World Gold Council..

Gold dürfte auch 2021 gesucht sein

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