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Gold/Silber

Goldpreis: Achtung, zu viel Euphorie!

Redaktion

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Der Goldpreis ist zuletzt deutlich gestiegen – vor allem aufgrund der Erwartung, dass die Fed (aber auch andere Notenbanken wie die EZB) die Zinsen senken werden bzw. sogar wieder Quantitative Easing (Anleihekäufe) betreiben aufgrund der schwachen konjunkturellen Lage. Damit würde der Nachteil, den Gold aufgrund nicht vorhandender Verzinsung hat, praktisch wegfallen, zumal wenn es in vielen Währungsbereichen bereits negative Einlagezinsen gibt oder selbst langlaufende Staatsanleihen mit einer Negativrendite versehen sind.

Lars Erichsen zeigt in diesem Video (siehe unten), dass der Goldpreis vor allem auf die Realzinsen reagiert (also den jeweiligen Leizins minus Inflation). Aus seiner Sicht wird Gold neue Allzeithochs erreichen – aber kurzfristig gebe es angesichts der derzeitigen Euphorie über den Anstieg des Golpreises Risiken für einen größeren Rücksetzer. Das könnte eine weniger dovishe Haltung der Fed sein, denn die Märkte (auch der Gold-Markt) haben zwischen drei und vier Zinssenkungen in den nächsten 12 Monaten eingepreist. Für eine Zinssenkung von 0,5% preisen die Fed Fund Futures derzeit sogar eine Wahrscheinlichkeit von über 28% ein – und das obwohl selbst das dovishte FOMC-Mitglied, James Bullard, kürzlich einen solchen Schritt ausgeschlossen hat!

Interessant ist auch das Verhältnis zwischen dem Leitindex S&P 500 und Gold, genauer gesagt zwischen dem maßgeblichen ETF namens „SPY“ auf den Leitindex der Welt, den S&P 500, und Gold bzw. dem maßgeblichen ETF auf den Goldpreis, den „GDL“. Hier könnte sich das Ende des Aufschwungzyklus andeuten, wie Michael Krieger schreibt:

„Personally, I think the cycle’s over and we’ve entered a new era of increased chaos within the economy and, more specifically, the global financial system — and the SPY/GLD ratio is flashing this warning signal.“

Diese Aussage ist mittel- bis langfristig zu verstehen. Kurzfristig, das zeigt wiederum Lars Erichsen in folgendem Video, wäre ein Rückfall des Goldpreises per Wochenschluß unter die Marke von 1380 Dollar (und damit wieder unter die vorherige Ausbruchs-Zone) ein sehr negatives Zeichen:

Der Goldpreis könnte kurzfristig vor einem Rückschlag stehen

 

Goldpreis: Kurzfristig gefährdet für Rückschlag

Auffallend sind die letzten beiden lange Dochte nach oben, dann eine „hanging man“-Kerze. Auffallend weiter, dass der Anstieg bei Gold wie auch beim Dow Jones Anfang Juni erfolgte:

 

Goldpreis und Dow Jones

 

Aber zurück zu Gold und seinen kurzfristigen Perspektiven: Besonders erstaunlich ist an diesem Video, in dem Erichsen wie immer charttechnisch sauber argumentiert, dass er sich diesmal wirklich kurz hält..:

 

 

 

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8 Kommentare

8 Comments

  1. Avatar

    Columbo

    5. Juli 2019 11:23 at 11:23

    Wie lang ist kurz-mittel-langfristig?
    Gegoogelt:
    Kurzfristig: 0-1Jahr
    Mittelfristig: 1-6 Jahre
    Langfristig: Über 6 Jahre.
    Stimmt das so ungefähr?

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      5. Juli 2019 11:34 at 11:34

      @Columbo, hier ist mit krufrsitig ein wirklich kurzer Zeitrahmen gemeint, also einige Wochen, aber sicher kein ganzes Jahr..

      Liebe Grüsse jenseits des Brenners!

      • Avatar

        Columbo

        5. Juli 2019 12:19 at 12:19

        Danke Markus.
        Kurzfristig:Wochen
        Mittelfristig:Monate
        Langfristig:Jahre
        Müßte allgemein passen.

  2. Avatar

    Nurmalso

    5. Juli 2019 11:45 at 11:45

    OMG,… wenn ich solche Überschriften lese. Achtung Euphorie !!!
    Erst hatte ich gedacht das gilt für Dow, S&P, Nasdaq und Co.
    Nach 10 Jahren Aufstieg.
    Aber nein, der Goldpreis ist gemeint der sich nach 5 Jahren gerade mal 5 mm bewegt hat.
    Bisher ist werder eine spürbare Rezession eingetroffen noch herrscht Panik am Markt.
    Wenn wir im Goldpreis die reale Inflation abbilden wollten kämen wir doch weit über einige Tausend Dollar pro Unze. Gemessen an der täglich neu erzeugten Geldmenge ist der Preis doch lächerlich gering. Eher ein Fall von Depression.

    • Avatar

      maria

      7. Juli 2019 11:26 at 11:26

      genau so ist es !!!

  3. Avatar

    white-nigga

    5. Juli 2019 14:04 at 14:04

    GLD ist die richtige Abkürzung des ETF für Gold

  4. Avatar

    maria

    7. Juli 2019 11:23 at 11:23

    die Wirtschaft lieg am Boden, warum sollte jetzt das Gold fallen, das kann doch nur ein Witz sein. Alles wird von der EZB geflutet, welcher Grund wäre dafür geeignet?

  5. Avatar

    Shong09

    8. Juli 2019 11:53 at 11:53

    Die ZB und die Banken ahben den Preis seit 2011 gedrückt und werden es bei und nach einem gewissen Anstieg wieder tun.

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Gold/Silber

Rüdiger Born: Blick auf Indizes, und bei Gold ganz genau hingucken!

Rüdiger Born

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Im folgenden Video blicke ich direkt am Chart auf die aktuellen Bewegungen in den Indizes. Und bei Gold, da sollte man derzeit ganz genau hinschauen. Vorsicht, die Goldpreis kann noch weiter abrutschen.

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Devisen

Goldpreis fällt weiter – Experte bringt das Problem auf den Punkt

Claudio Kummerfeld

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am

Gold Barren mit Adler und US-Dollar

Der Goldpreis fällt weiter. Dank immer neuer hoffnungsfroher Meldungen wegen den Corona-Impfstoffen nimmt die Euphorie der Anleger immer mehr zu, und sie schalten um in den Risk On-Modus (hier die Begriffserklärung). Man schaltet um, weg von sicheren Häfen wie Gold, und kauft wieder risikoreichere Anlageklassen wie Aktien. Vor genau einer Woche notierte der Goldpreis noch bei 1.868 Dollar. Letzten Freitag Abend waren es dann nur noch 1.786 Dollar, und jetzt aktuell 1.774 Dollar.

US-Dollar kann Goldpreis nicht helfen

Seit Wochen und Monaten war es wie eine Automatismus. Bewegte sich der US-Dollar etwas, zack, bewegte sich der Goldpreis sofort entgegengesetzt. Denn alles was in US-Dollar gehandelt wird (wie auch Gold), tendiert im Preis oft in der Tendenz gegensätzlich. Diese negative Korrelation war bei Gold die letzten Monate extrem stark vorhanden. Seit einigen Tagen aber ist davon gar nichts mehr zu spüren. Wir wiesen bereits letzte Woche darauf hin. Und nicht nur letze Woche fiel der US-Dollar deutlich. Auch diese Woche fällt er weiter. Der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Währungen) fällt weiter, seit genau einer Woche von 92,60 auf jetzt 91,62 Indexpunkte. Aber der Goldpreis will einfach überhaupt nicht reagieren und ansteigen.

Experte bringt es auf den Punkt

Der Experte Carsten Fritsch von der Commerzbank bringt es mit seiner erst vor wenigen Minuten veröffentlichten Gold-Analyse auf den Punkt. „Nicht mal ein schwacher Dollar kann Gold helfen“, so lautet der Titel seiner Analyse. Der angesprungene Risk On-Modus (Sog hin zu Aktien) scheint derart stark zu sein, dass wie gesagt selbst der immer weiter fallende US-Dollar dem Goldpreis derzeit keine Kehrtwende beschert. Durch den Bruch der wichtigen Unterstützung bei 1.800 Dollar am Freitag habe sich das charttechnische Bild für Gold nochmals eingetrübt, was weitere kurzfristig orientierte Anleger zum Ausstieg veranlasst haben dürfte, so seine Worte. Die letzte Woche verlor Gold 4,5 Prozent an Wert, womit es nur knapp am stärksten Wochenverlust seit März vorbeischrammte. Den heute zu Ende gehenden Monat November dürfte der Goldpreis mit dem stärksten Verlust seit vier Jahren abschließen. Die aktuelle Schwäche von Gold sei umso bemerkenswerter, weil der US-Dollar ebenfalls zur Schwäche neigt, so Carsten Fritsch.

Der EUR-USD-Wechselkurs nähere sich laut seinen Aussagen der Marke von 1,20, die zuletzt Anfang September erreicht wurde. Die Mischung aus Goldpreis-Schwäche und Dollarschwäche lasse den Goldpreis in Euro abstürzen. Dieser verzeichnete am Morgen mit 1.475 Euro je Feinunze den niedrigsten Stand seit Anfang April. Angesichts der seither durch die Anleihekäufe verursachten Ausweitung der EZB-Bilanzsumme um 1,7 Billionen Euro sei dies geradezu grotesk. Auch dass derzeit Anleihen mit einem Rekordvolumen von knapp 17,5 Billionen US-Dollar mit einer negativen Rendite handeln, verhindere den Preisverfall nicht. Somit falle es schwer, diesen Ausverkauf noch mit fundamentalen Argumenten zu erklären.

ETF-Abflüsse

Das Vertrauen in Gold habe laut Carsten Fritsch dadurch stark gelitten, was sich in anhaltenden Abflüssen aus den Gold-ETFs widerspiegelt. Mit dem für Freitag gemeldeten Abfluss hätten sich diese in der letzten Woche auf rund 40 Tonnen und in den letzten drei Wochen auf gut 90 Tonnen summiert. Also, bleibt es erstmal bei der Schwäche im Goldpreis? Unerwartet für viele Beobachter! Geht es weiter bergab, wenn die ersten Bilder von Corona-Impfungen im Dezember über die Schirme flimmern?

Beim Klick an dieser Stelle finden Sie die gestrige sehr interessante Gold-Analyse des Experten Mario Steinrücken.

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf in US-Dollar seit Mai
Im Chart sehen wir den Goldpreis-Verlauf in US-Dollar seit Mai.

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Gold/Silber

Goldpreis – jetzt aufwachen!

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Ein Stapel Barren aus Gold

Nachdem Markus Fugmann im Marktgeflüster am Freitag auf die Schwäche im Goldpreis eingegangen ist, möchte ich die Edelmetalle aus charttechnischer Sicht unter die Lupe nehmen.

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Goldpreis – der Trend ist intakt, kurzfristige Schwäche nutzen

Im langfristigen Chartbild befindet sich der Goldpreis weiterhin im Aufwärtstrend. Die wichtigsten Unterstützungen liegen zwischen 1.670 bis 1.800 USD. Denn solange sich der Goldpreis über diesem Niveau aufhält, können wir weiterhin von einem langfristig starken Markt sprechen. Erst bei Kursen unter diesem Auffangniveau trübt sich meine bislang bullische Stimmung ein. Denn je tiefer der Goldpreis fällt, desto geringer die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Trendfortsetzung mit neuen Höchstständen.

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf mit Charttechnik

Entsprechend gilt es jetzt auf Zeichen einer Bodenbildung zu achten. Für eine langfristige Positionierung ist ein gestaffelter Einstieg im aktuell angelaufenen Unterstützungsniveau sehr interessant.

Silberpreis steuert wichtige Unterstützung an

Im Silberpreis wurde das letzte Verlaufstief vom 24. September 2020 bislang nicht unterschritten. Die Chancen stehen aktuell auch gar nicht so schlecht, dass diese Unterstützung auch der aktuellen Verkaufswelle standhält. Denn aus technischer Sicht dürften die aktuellen Verkäufer zwischen 19,00 und 22,00 USD auf eine Wand an Kauforders treffen. Seit 2014 hat sich der Silberpreis an diesem Niveau den Kopf gestoßen. Nach dem Ausbruch im Juli, ist dieser alte Widerstand zu einer sehr markanten Unterstützung geworden.

Chart zeigt Silberpreis-Verlauf

Minenaktien – der Hebel zum Goldpreis

Schauen Sie sich auch das Video an und erfahren, welche Minenaktien aktuell einen näheren Blick wert sind!

Mario Steinrücken ist Daytrader. Er hat sich auf das Orderflow Trading im E-Mini S&P 500 Futures (ES), Nasdaq 100 Futures (NQ) und Dow Jones Futures (YM) spezialisiert. Seine professionelle Trader Laufbahn startete er 2004 im Aktienhandel der Börse Stuttgart. Später arbeitete er zusammen mit Dirk Müller an der Frankfurter Börse im Aktienhandel. Er besitzt die Xetra- und Eurex Lizenz und war ebenso als Futures Trader bei der Wertpapiereigenhandelsgesellschaft „Gass Capital Markets“ in Frankfurt tätig. Seine Begeisterung für Trading versucht er seinen Followern mit Tipps und Tricks auch auf seinem eigenen YouTube Kanal näher zu bringen.

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