Gold

Trump eskaliert Goldpreis auf Rekord, Silber +5 % – Trump-Angriff auf die Fed

Trump sägt aktuell massiv an der Unabhängigkeit der Fed. Goldpreis und Silberpreis springen kräftig nach oben!

Gold-Barren. Milan Jaros/Bloomberg

Der Goldpreis erreichte heute früh um 2 Uhr ein neues Rekordhoch von 4.601 Dollar – ein Anstieg von 1,5 % gegenüber Freitag Abend (aktuell 4.575 Dollar). Die Flucht in die „Sicheren Hafen“ Gold und Silber sind plötzlich verstärkt angesagt. Denn das US-Justizministerium hat der US-Notenbank Federal Reserve mit einer strafrechtlichen Anklage gedroht. Hierzu meldet Bloomberg: Diese Entwicklung hat die Sorgen um die Unabhängigkeit der Notenbank neu entfacht. Gleichzeitig halten die fortgesetzten Proteste im Iran die Sorge um die Geopolitik hoch.

Goldpreis-Rally: Trump, Fed, Iran, NATO

Neben dem Anstieg im Goldpreis springt Silber mit +5,3 % umso stärker nach oben, auch auf einen neuen Rekord. Die US-Notenbank Fed ist laut Jerome Powell vom Justizministerium zur Herausgabe von Unterlagen verpflichtet worden, unter Androhung einer strafrechtlichen Anklage. Dies sollte “im weiteren Kontext der Drohungen und des anhaltenden Drucks der Regierung gesehen werden, die Zentralbank bei ihren Zinsentscheidungen zu beeinflussen”, so der Fed-Chef. Die wiederholten Angriffe der Trump-Administration auf die Fed im vergangenen Jahr hatten das Vertrauen in den Dollar erheblich untergraben.

Auch die tödlichen Proteste im Iran haben die Attraktivität von Edelmetallen als sicheren Hafen weiter erhöht. Im Raum steht die Möglichkeit, dass die Islamische Republik gestürzt werden könnte. US-Präsident Donald Trump sagte am Sonntag, er erwäge verschiedene Optionen im Hinblick auf den Iran. Gleichzeitig bekräftigte er Drohungen, Grönland zu übernehmen, und stellte den Wert der NATO infrage – nur gut eine Woche nachdem er den venezolanischen Machthaber Nicolas Maduro abgesetzt hatte. (FMW: Für den Goldpreis bedeutet mehr geopolitische Unsicherheit, dass Anleger vermehrt nach dem Sicheren Hafen suchen und Gold kaufen)

Silber-Knappheit

Silber hat sich im vergangenen Jahr um fast 150% verteuert angesichts eines historischen Short Squeeze, der den Markt im Oktober erfasst hatte. Am Londoner Kassamarkt herrscht weiterhin Knappheit. “Wir sehen das Defizit am Silbermarkt auch 2026 fortbestehen, vor allem wegen der stärkeren Nachfrage von Investoren”, erklärte die Fitch-Sparte BMI am Montag. Zudem habe die industrielle Nachfrage den physischen Markt in nie dagewesener Weise verknappt.

Kommentar

FMW: Der perfekte Mix aus Geopolitik und Angriffen gegen die Unabhängigkeit der Fed! Diese Ängste lassen Goldpreis und Silberpreis weiter haussieren. Vor allem das Sägen am Fundament der Fed ist entscheidend für Anleger. Sollte es in den nächsten Tagen verstärkt Äußerungen rund um die Fed geben, kann das für noch mehr Volatilität bei Gold, Silber und beim US-Dollar führen.

Grafik zeigt Goldpreis-Verlauf in den letzten zwölf Monaten

FMW/Bloomberg



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6 Kommentare

  1. Sir Donald spricht von Verhandlungen mit dem OPEC+-Mitgliedsland Islamische Republik Iran, erwägt jedoch, zuvor die Flugzeuge Richtung Teheran aufsteigen zu lassen. Präsident Trump erinnert mich an den 45. US-Präsidenten Donald John Trump: Erst die JCPOA-Vereinbarung einseitig aufkündigen (was vom Naher und Mittlerer Osten-Experte Dr. Michael Lüders als völkerrechtswidrig angesehen wird), und dann Verhandlungen als Agenda ansehen. Naher und Mittlerer Osten-Experte Daniel Gerlach wird hierzu eine Meinung haben.

    1. @Holger Voss

      Das UN-Mitglied Islamische Republik Iran schießt mit scharfer Munition auf Demonstranten und tötet sie. Ich vermisse, dass du dieses Verhalten als Verstoß gegen die UN-Menschenrechtskommission kritisierst. Offenbar zählen Menschenrechte nicht besonders viel bei dir. Da du ja bekennender AfD-Fan bist, gehe ich davon aus, dass du ein vergleichbares Vorgehen einer AfD-Bundesregierung gegen Proteste gutieren würdest.

  2. Für Montagmorgen, vor dem Frühstück, ist das schon bemerkenswert.
    In den paar Tagen im Neuen Jahr, bei Silber in Euro, etwa 19 %.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

  3. An FMW-Nutzer Menschenfreund: Die UN-Mitgliedsländer OPEC+-Mitgliedsland Islamische Republik Iran und die Bundesrepublik Deutschland miteinander zu vergleichen, ist nicht kompatibel mit der UN-Charta.

    1. @Holger Voss

      Ach, wie das? Ich denke, die UN-Charta gilt für alle Staaten gleich? Also, Menschenrechte, zu deren Einhaltung sich der Iran verpflichtet hat, gelten plötzlich im Gottesstaat nicht?

      Bedenklich an deinen Posts ist wirklich, wie du so ein menschenverachtendes Regime verteidigst. Es lässt tief blicken, dass Menschen- und Bürgerrechten nichts zählen. Was im Übrigen nicht verwunderlich bei deiner Nähe zur AfD ist. Schließlich will sich die AfD ja auch nur begrenzt an allgemeine Grundrechte halten. Stichwort „Remmigration.“

      Ich empfehle dir einen Besuch im Iran. Vergiss aber nicht die kugelsichere Weste.

  4. An FMW-Nutzer Menschenfreund: Der eine sagt so, der andere sagt so.

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