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Goldpreis – Aussichten für 2020 sind glänzend

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Trotz haussierender Aktienmärkte und nach wie vor positiver Wachstumsraten der Weltwirtschaft steigt der Goldpreis an. Die Gründe für diese Korrelation werden sich im kommenden Jahr noch verstärken.

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Goldpreis spiegelt die Realität hinter dem schönen Schein wider

Die Aktienmärkte steigen scheinbar endlos nach oben. Anleger geraten in Euphorie, die Weltwirtschaft wird in diesem Jahr voraussichtlich mit 3 Prozent wachsen. Deutschland kann eine Rezession vermeiden und in den USA sind im kommenden Jahr Präsidentschaftswahlen, was statistisch gesehen weiter steigende Aktienkurse verheißt.

Warum also kaufen Anleger und Zentralbanken so viel Gold, dass es seit Wochen bei den Groß- und Einzelhändlern zu Engpässen und Lieferverzögerungen kommt?

Die Antwort ist ganz einfach: Der schöne Schein trügt. Die Aktienhausse basiert auf Notfallmaßnahmen der Notenbanken, das ökonomische Wachstum gibt es nur noch gegen überproportional ansteigende Schulden und jeder Vermögensverwalter mit Verstand ergänzt sein Aktien-Exposure durch Gold als Teil der Risikoabsicherung.

Der Goldpreis im Jahr 2019

Es ist per se kein Widerspruch, dass alle Vermögensklassen gleichzeitig steigen, wenn von Seiten der Geldpolitik derart extreme Anreize gesetzt werden.

Zudem wirken die Notenbanken selbst als Käufer am Markt als Nachfrager. Gemäß dem World Gold Council werden die Zentralbanken auch im kommenden Jahr 2020 neben Anleihen aller Art auch Aktien und Gold kaufen. Letzteres haben die Notenbanken in diesem Jahr erneut in Rekordmenge akkumuliert.

Sinkende Zinsen neutralisieren die Opportunitätskosten für das Halten von Gold. Negativzinsen geben physischen Goldinvestments, deren Erträge nach mind. 12 Monaten Haltedauer in Deutschland steuerfrei sind sogar einen Zinsvorteil (gilt auch für XETRA-Gold). Die global deutlich stärker steigende Geldmenge im Vergleich zur Goldmenge sowie die negativen Realzinsen tragen ebenfalls zu einem weiter steigenden Goldpreis bei. Der Trend zur Abschaffung des Bargeldes kommt den monetären Edelmetallen ebenfalls zu Gute (physische Goldmünzen ein Bargeldsubstitut).

Das Umfeld bleibt 2020 für Gold, Silber und Minenaktien konstruktiv

Die Voraussetzungen für eine Fortsetzung der Hausse beim Goldpreis, Silber und den Minenaktien im Jahr 2020 sind sehr gut. Bedingt durch die anhaltende Verlangsamung des Weltwirtschaftswachstums und den übergeordneten Schuldentrend werden die Zentralbanken alles in ihrer Macht stehende tun, um die Konjunktur am Laufen zu halten. Zu den effektivsten Maßnahmen gehören dabei die Kreditkosten, also die Zinsen, weiter abzusenken und den Ankauf von Schuldpapieren aller Art zu intensivieren, um als Gläubiger der letzten Instanz den globalen Kreditmotor auf Hochtouren zu halten.

Für die zinslosen Edelmetalle Gold und Silber bedeutet dieser Ausblick ein geradezu idealtypisches Umfeld, das bereits in diesem Jahr zu zweistelligen Renditen bei den monetären Edelmetallen führte und zur Outperformance der Minenaktien gegenüber dem Gesamtmarkt (siehe Chart oben: XAU = Philadelphia Gold and Silver Sector Index).

Es zeichnet sich bereits jetzt ab, dass die in diesem Jahr vollzogene Wende hin zu erneuten Zinssenkungen und Gelddruckprogrammen auf Rekordniveau sich im kommenden Jahr 2020 fortsetzen und sogar beschleunigen wird. Allein der Finanzierungsbedarf der Staaten wird in 2020 neue Dimensionen erreichen. In den USA rechnet das Congressional Budget Office (CBO) mit einer Ausweitung des ohnehin schon monströsen Staatsdefizits in Höhe von 1 Billion US-Dollar im Fiskaljahr 2018/2019 (5 Prozent des BIP).

Auch in anderen Ländern, wie China, Japan und Deutschland werden die Staatsschulden erneut steigen, was einen höheren Refinanzierungsbedarf bedeutet, der schon in diesem Jahr nur durch Ankaufprogramme der Notenbanken befriedigt werden konnte.

Schuldenfinanzierte Fiskalprogramme sind in den USA und Japan bereits Realität – die Staaten Europas werden im kommenden Jahr diesem Trend folgen.

Größere Gelddruckprogramme einhergehend mit noch niedrigeren Zinsen sind ein ideales Umfeld für Investments in die monetären Edelmetalle Gold und Silber, die nicht beliebig gedruckt werden können und sich in Krisenzeiten seit mehr als 5.000 bewährt haben.

Die Nebenwirkungen der experimentellen Geldpolitik sind schwer zu prognostizieren, weshalb sich noch mehr Investoren sicherheitshalber mit Gold und Silber gegen die „Schwarzen Schwäne“ im Finanzsystem absichern werden. Wie in diesem Jahr werden auch im Jahr 2020 Zentralbanken zu den größten Goldkäufern gehören und evtl. sogar erneut, wie im Jahr 2019, einen neuen Kaufrekord aufstellen.

Die im kommenden Jahr weiter steigende Nachfrage nach Gold und Silber, vor allem vonseiten der Investoren, sollte die Edelmetallpreise weiter nach oben treiben, ebenso wie die Preise für die Gold- und Silber-Minenaktien sowie die Minenfinanzierer (Royalty- und Streaming Unternehmen).

Fazit und ergänzendes Video

Nur weil die Aktienkurse weltweit steigen, heißt das nicht automatisch, dass alles in wirtschaftlich bester Ordnung ist. Wir erleben derzeit eine Katastrophen-Hausse, deren Ursachen sich immer mehr Investoren weltweit bewusst werden. Mangels Alternativen zur Generierung von Kapitalerträgen und für die Ersparnisbildung kommt man auch im Jahr 2020 an Aktien nicht vorbei. Doch der Trend, Aktieninvestments durch Absicherungselemente wie Gold und Silber zu flankieren, wird sich im Zuge der verstärkten Abkopplung der Aktienpreise von den Fundamentaldaten weiter verstärken.

Der Sektor der Minenaktien bietet im Gegensatz zu den meisten anderen Sektoren zudem steigende Unternehmensgewinne im hohen zweistelligen Bereich, steigende Dividendenausschüttungen und Bewertungspotenzial gegenüber extrem überbewerteten Aktien wie z. B. von Tesla oder Netflix, deren Bewertungen irrational und deren Geschäftsmodelle unprofitabel sind und keine Perspektive haben (viele Hunde sind des Hasen Tod).

Natürlich gibt es auch diverse Risiken bei Investitionen in monetäre Edelmetalle und Minenaktien. Aber zur Beimischung sind sie für ein risikodiversifiziertes Portfolio ein Muss. Schon allein deshalb, um die extremen Risiken der gehypten Standardaktien auszugleichen.

Weitere Gründe für die positiven Perspektiven für den Goldpreis, aber auch für Silber und Minenaktien erläutert folgendes YouTube-Video en Detail (Länge: 43 Minuten).

Der Goldpreis und die Perspektiven für das Jahr 2019

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    Lausi

    21. Dezember 2019 22:31 at 22:31

    Hier noch eine aktuelle Einschätzung von EW-Guru Tiedje: https://www.godmode-trader.de/artikel/ew-analyse-gold-tipps-gegen-langeweile-bitcoin,7992783

    Die Gold-Rakete könnte also bald starten – nach einem vorherigen eventuellen Rücksetzer auf ca. 1420 $. Was das wohl für die Aktienmärkte bedeuten kann, wenn der Goldpreis nach oben rauscht? Risk off?

    Und der Bitcoin sieht auch bombig aus – werde demnächst noch a bissl aufstocken :-)

    • Avatar

      Columbo

      22. Dezember 2019 11:09 at 11:09

      @Lausi
      Sie haben es mit den Elliottwellen? Mir sind die Astrofrauen doch lieber😉

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        Lausi

        22. Dezember 2019 22:16 at 22:16

        @Columbo: Wenn Elliottwellen und Astrofrauen harmonisieren, ist es doch wunderbar. Ich bin halt für jeden esoterischen Scheiß zu haben (Ironie off) ;-)

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    Prognosti

    22. Dezember 2019 15:19 at 15:19

    Wieder gut beschrieben, DIE AKTIENHAUSSE BASIERT AUF NOTFALLMASSNAHMEN.Das gibt es nur an der Börse ,dass NOTFALLMASSNAHMEN nicht nur den Absturz verhindern oder die Lage stabilisieren ,sondern dass die Märkte weiter steigen bis sie selber zum Notfall werden.
    Das Problem der Baissiers u.der Crashpropheten ist, dass man nicht damit rechnen konnte ,dass Finanzleute so dumm u.naiv den nächsten Crash geradezu provozieren.Man sehe nur die parabolartigen
    Trompetencharts gewisser Indices an. Zur Erinnerung ,geographisch u.volumenmässig sind die Verwerfungen gegenüber 2008 etwa hoch 10.
    Das nächste Jahr wird spannend, entweder die Baisse kommt oder Téflon-Trump schenkt den Baissiers eine noch grössere Fallhöhe.

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    Inflations-Leugner

    23. Dezember 2019 06:21 at 06:21

    Niemand erwartet Inflation u.höhere Zinsen. Die USA mit den höchsten Gesundheitskosten sollen nächstes Jahr 20% höhere Prämien zahlen u.irgendwann werden die steigenden Immopreise auf die Mieten von Wohnungen u.Geschäften durchschlagen. Die Gratisgeldorgie wird sich irgendwie rächen, auch wenn vielleicht der Teuerungsindex auch nicht die Realität abbildet.Es gibt Länder wo die Krankenprämien einer Familie fast die Höhe der Miete ausmacht u.eine 20% Erhöhung stark belasten würde.
    Kennt jemand die Verhältnisse in den USA? Könnte eine solche Erhöhung nicht das Budget der 70%
    Wenighabenden u.somit den Konsum u.die Wortschaft belasten?

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Gold/Silber

Aktienmärkte, Goldpreis, Ölpreis: Achten Sie auf diese Termine!

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Großbanken mit Sitz in New York beeinflussen die Aktienmärkte

Die Aktienmärkte stehen diese Woche ganz im Fokus der beginnenden Quartalssaison. Zwar “nervt” das Coronavirus immer weiter mit den steigenden Infektionszahlen, aber nach Freitag hört man auch heute positive Nachrichten von der Medikamentenfront. Das gibt Dax, Dow und Co ordentlich Munition für höhere Kurse. Aber in erster Linie steigt man wohl in freudiger Erwartung, dass die (extrem niedrigen) Erwartungen an die Quartalszahlen übertroffen werden sollten! Und zack, die Aktienmärkte können noch weiter steigen? Und da wären wir auch schon beim Ölpreis. Bessere Daten, damit eine angeblich bessere Konjunkturlage, mehr Nachfrage nach Öl. Und zack, auch rauf mit dem Ölpreis? Und der Goldpreis? Wir sprachen vorhin schon darüber. Gold könnte diese Woche und auch die Tage danach leiden, wenn der Risikoappetit der Anleger stark zunimmt (Risk On), weil die Erwartungen wundersamerweise reihenweise übertroffen werden.

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Aktienmärkte warten auf Signal der US-Banken

Die Aktienmärkte schauen ab morgen ganz genau auf die US-Banken. Geben Sie das “richtige Signal”, kann die Hausse weitergehen, und der Goldpreis könnte darunter leiden! Denn der Markt könnte ein Überschreiten der niedrig angesetzten Gewinnerwartungen als genau das richtige Signal ansehen, dass die Risiken erhöht werden können (verstärkt in Aktien gehen), und Gold als Sicherer Hafen gemieden werden kann. Also, auch bitte Augen auf beim Goldpreis! Morgen Mittag ist es soweit, und wir werden über die wichtigsten Banken dann umgehend berichten. Hier die Tage und Uhrzeiten (MEZ) der Veröffentlichungen.

JP Morgan: Dienstag 12:55 Uhr
Wells Fargo: Dienstag 13:55 Uhr
Citigroup: Dienstag 14:00 Uhr
Goldman Sachs: Mittwoch 13:20 Uhr
Bank of America: Donnerstag 12:45 Uhr

Ölpreis ohne klare Richtung – Warten auf Mittwoch

Mit aktuell 40,18 Dollar pendelt der WTI-Ölpreis jetzt knapp über der 40 Dollar-Marke. Eine recht unklare Veranstaltung ist das derzeit! Natürlich gibt es morgen Abend um 22:30 Uhr wie jede Woche die API-Daten für die Öl-Lagerbestände aus den USA, und Mittwoch um 16:30 Uhr die staatlichen Lagerdaten aus den USA. Aber diese Woche steht beim Thema Öl das “JMMC” im Mittelpunkt. Dieses Kontrollgremium der OPEC bespricht am Mittwoch, ob wie im April bereits vereinbart die Fördermengenkürzung der OPEC und ihrer Partner von 9,7 Millionen Barrels pro Tag auf 7,7 Millionen Barrels pro Tag sinken kann. Ab Anfang August bis Jahresende würde diese Regelung dann in Kraft sein. So wie es derzeit aussieht bei all den Vorab-Aussagen und Gerüchten, wird die Reduzierung der Kürzungsmenge wohl wie geplant umgesetzt werden. Wird das Druck auf den Ölpreis ausüben? Mehr Fördermenge, sinkender Ölpreis?

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Gold: Step by Step – geht der Aufwärtstrend weiter?

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Step by Step! Gold bewegt sich im Schleichschritt seinem prognostizierten Ziel, dem großen 1.62-Retracement (1.852 USD) zu. Mit dieser Performance untermauert das Edelmetall eindrucksvoll die bekannte These, welcher folgend die Schritte am Ende der Fahnenstange immer kleiner werden. Und genau hier liegt der Hase im Pfeffer! Denn hinter dem seit Monaten laufenden Aufwärtstrend versteckt sich nicht mehr und auch nicht weniger als eine ausgewachsene Korrektur! Der Langzeitchart zeigt meine diesbezügliche Sichtweise auf.

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Ausblick für Gold

Gold steht unmittelbar vor dem kleinen 1.62-Retracement bei 1.828 US-Dollar. An den folgenden Tagen wird der Trend diesen Widerstand beim Edelmetall erreichen und erst dann eine kleine Korrektur in die Wege leiten. Viel ist von dieser Korrektur nicht zu erwarten. Im Chart habe ich diese Bewegung bereits dargestellt. Da es sich um Welle (iv) handelt, erwarte ich den Abverkauf bis nahe an die 0.38-Unterstützung (aktuell 1.773 USD) heran. Wesentlich stärker sollte sich (iv) nicht in Szene setzen. Massive Unterstützung erfährt dieses Bild zusätzlich durch die auf gleichem Niveau liegende untere Trendlinie.

Nach Abschluss von (iv) wird sich Gold, im Rahmen der Ausbildung von Welle (v), wieder aufrichten und bis zur 1.62-Linie (1.852 USD) laufen. Das im Chart dargestellte deutliche Überschießen, stellt keine Regelverletzung dar, vielmehr ein sehr typisches Verhalten. Nach Abschluss von (v) und gleichbedeutend der großen (c), wird sich das Blatt wenden. Größere Gefahren stellen sich sofort durch einen eventuellen Bruch der 0.62-Unterstützung (1.746 USD) ein.

Fazit

Der Aufwärtstrend bei Gold ist weiterhin ungebrochen. Damit bleibt das bisherige Signal immer noch aktiv. Von einer erneuten Positionierung rate ich indes ab. Signale: Übersichtstabelle.

Chart zeigt Preisverlauf bei Gold mit Charttechnik-Indikatoren

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Goldpreis über 1.800 Dollar – wird das eine schwierige Woche?

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Ein Barren Gold

Der Goldpreis zeigt sich aktuell robust mit 1.807 Dollar. Eigentlich ein gutes Zeichen! Noch am Donnerstag ging es für Gold von 1.820 Dollar runter auf 1.800 Dollar Freitag früh, in Eintracht mit dem Aktienmarkt. Und dann Freitag Abend fiel Gold bis auf 1.796 Dollar. Und jetzt übers Wochenende, da kann der Goldpreis seine Stabilität zeigen mit Kursen über 1.800 Dollar, und das trotz der Aktienmärkte, die seit Freitag Mittag spürbar am Steigen sind. Wie ist die aktuelle Lage, und was wird diese Woche passieren?

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Goldpreis vor schwieriger Woche

Zunächst muss man sagen: Stützend für den Goldpreis wirkt neben den immer weiter steigenden Corona-Zahlen (alleine 66.000 neue Fälle in den USA nur am letzten Freitag), dass sich der US-Dollar seit zwei Wochen in einem Abwärtstrend befindet. Auch wenn es in Wellen abwärts geht. Aber wer sich den US-Dollar-Index (Währungskorb) seit Ende Juni anschaut, sieht den immer weiter schwächelnden US-Dollar. Das hilft dem Goldpreis.

Aber wie schon erwähnt. Seit Freitag Mittag steigen die Aktienmärkte. Auslöser dafür war die Meldung von Gilead Sciences am Freitag, dass man Fortschritte bei Remdesivir macht im Kampf gegen das Coronavirus. Da sind all die Neuinfizierten egal? Die Aktien steigen einfach dank der Medikamenten-Hoffnung. Der Dow Jones hat alleine seit Freitag um 14 Uhr bis jetzt mehr als 700 Punkte gewonnen. Bis jetzt konnte sich das Edelmetall, das als Fluchthafen in unsicheren Zeiten gilt, gegen die steigenden Aktienkurse “wehren”. Aber möglicherweise (wer kann es schon mit Bestimmtheit sagen?) könnte der Goldpreis im Laufe dieser Woche einen Schwächeanfall erleiden.

Berichtssaison kann Gold schwächen

Denn ab morgen beginnt die US-Berichtssaison. Morgen Mittag fangen die großen US-Banken an ihre Quartalszahlen zu melden. In den Tagen danach folgen all die großen Industrie- und Tech-Konzerne (hier der aktuelle Bericht von Wolfgang Müller zur beginnenden Quartalssaison). Man darf gerade in Corona-Zeiten eine Methodik aussprechen, die schon seit Jahren und Jahrzehnten an der Wall Street angewendet wird, und die sich jetzt negativ auf den Goldpreis auswirken könnte. Oft sind Erwartungen an Unternehmenszahlen so drastisch reduziert worden, dass die Unternehmen diese gesenkten Erwartungen locker übererfüllen. Dann, so kann es auch diesen Monat passieren, werden womöglich in den nächsten Tagen die Börsianer jubeln, weil die Konzerne doch “besser da stehen” als erwartet in dieser Rezession.

Und zack, die Aktien haussieren weiter? Heute scheinen die Märkte diese Euphorie vorab auch schon mal auszuleben. Es kann passieren, dass der Goldpreis sich diesem Sog nicht entziehen kann, und erstmal schwächelt. Wer braucht schon Sicherheit, wenn die Risikoanlagen super laufen? Natürlich kann man im großen Bild weiterhin viel Potenzial für Gold sehen, wegen der abgeschafften Zinsen, Staatsverschuldung und Notenbanken-Druckerpressen-Orgien, und das weltweit. Aber die nächsten Tage und Wochen, da könnte der Aktienmarkt einen auf “Positiv überrascht” machen bei den herein trudelnden Quartalszahlen, was Gold abschwächen könnte, kurzzeitig.

Chart zeigt Goldpreis im Verlauf der letzten dreißig Tage
Goldpreis im Verlauf der letzten 30 Tage. Bisher ein robuster Aufwärtstrend.

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