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Goldpreis: Baldiger Anstieg, weil die Inflation kommt

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Der Goldpreis prüft derzeit viele Händler: Geduld – gepaart mit guten Nerven – sind angesagt. Die Coronakrise und die leichte Öffnung zum normalen Leben, haben den Goldpreis ein wenig aus dem Fokus der konservativen Anleger gerückt. Traditionell wird das Gold gerade in unsicheren Zeiten am Markt gesucht. Dieser Kaufdruck hat ein wenig abgenommen. Die Menschen haben sich an die Corona-Situation gewöhnt und daher sind die Portfolios erst einmal schon mit dem gelben Metall gefüllt worden. Jetzt heißt es abwarten. Die globale wirtschaftliche Gesamtsituation scheint sich nicht mehr zu verschlechtern. Mit anderen Worten: Das Schlimmste liegt hinter uns. Daher ist es ganz natürlich, dass das gelbe Metall nicht mehr blind gekauft wird.

Schwache Umsätze im Gold-Handel

Die ganze Handelswoche ist mehr oder weniger unspektakulär verlaufen: Der Goldpreis befindet sich in einer relativ engen Handelsrange von 1.720 und 1.730 USD. Leichte Ausreißer sind bei fundamentalen Nachrichten zu beobachten. Es ist aber erstaunlich, wie schnell der Kurs wieder in seine gewohnte Range zurückkehrt. Theoretisch könnte man an den beiden Begrenzungslinien blind Short- bzw. Long gehen. Es muss aber bedacht werden, dass jede Seitwärtsbewegung ein Ende hat.

Die “Energie” wird sich für den Goldpreis weiter aufstauen und der berühmte Tag X für den Ausbruch wird kommen. Es gibt viele Investoren, die sich strikt an eine Devise halten: „Gold verkauft man nicht, Gold besitzt man“.
Daher ist der Goldhandel in ein kleines taktisches Spiel übergegangen – größere Kursabschläge werden zum Kaufen genutzt. Diese Ausbrüche aus der Unterseite sind nur von sehr kurzer Dauer und von sehr wenig Umsatz gekennzeichnet. Dies kann an den langen „Lunten“ der Kurskerzen abgelesen werden. Die Umsätze sind gering, daher gibt es auch keinen neuen Trend. Die Ausreißer sind entsprechende Orders, die auf wenig Gegenorders stoßen. Es ist aber auch deutlich zu spüren bzw. im Chart abzulesen, wie viele Investoren die Hand aufhalten, wenn der Goldpreis einmal in die Knie geht.

Goldpreis auf dem Sprung

Bislang war das Gold immer der sichere Hafen und gab jedem Eigentümer ein gutes Gefühl: Es ist ein psychologisches Phänomen, welches schon immer an den Märkten zu beobachten war. Derzeit gibt es einen Corona-Gewöhnungsfaktor und daher ist die Nachfrage zurückgegangen. Es wird jedoch vermutlich die zweite Welle kommen – nicht auf das Virus bezogen, sondern auf die wirtschaftlichen Folgen, die durch die ganze Pandemie entstanden sind.
Allen voran wird es die enorme Inflation sein, die dem Goldpreis kräftig Rückenwind für die nächste Stufe über 1.800 USD verleihen wird. Noch ist diese nicht so deutlich zu spüren, da die niedrigen Energiepreise vieles kompensieren. Steigt aber der Ölpreis wieder in gewohnte Regionen von 50 USD und vielleicht mehr, dann werden die Geldbeutel der Menschen empfindlich betroffen sein. Diese Inflation ist schon an den Wertpapiermärkten zu beobachten. Gefühlt erfahren wir sie auch schon im Supermarkt. Die Inflation wird auch nicht vor dem Goldpreis halt machen. Es ist daher ratsam, die Longseite zu präferieren und die Short-Trades zu ignorieren.

Ausblick: Goldpreis kurzfristig „Long“

Die roten kreise im Chart (siehe unten) verraten schon viel über die kurzfristige Entwicklung. Der Kurs befindet sich in einer gemächlichen Aufwärtsbewegung. Das Kursziel ist klar die 1.731 USD Marke. Schön ist es auch zu wissen, dass die maßgebliche Unterstützung der EMA 420 Linie (Magenta Linie) bei 1.723 USD verläuft. Der Goldpreis ist von dieser nach oben abgeprallt und daher kann sie gut und gerne als Stop-Loss Marke benutzt werden. Summa summarum ist der Goldpreis auf der bullishen Seite zu sehen. Shorts können gehandelt werden, sind aber auf der riskanteren Seite zu sehen.

Der Goldpreis vor einem Ausbruch nach oben

 

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    Roberto

    19. Juni 2020 11:14 at 11:14

    @M.Fugmann, wenn Gold aufgrund von aufkommender Inflation steigt, dann müssten die Aktien als Sachwerte auch davon profitieren. Das könnte dann gegen eine weitere Korrektur am Markt sprechen. Oder wie sehen Sie das herr Fugmann ?
    Danke für Ihre Antwort im Voraus.

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      Markus Fugmann

      19. Juni 2020 11:34 at 11:34

      @Roberto, der Artikel ist von Agata Janik – er war anfangs fälschlicherweise mir als Autor zugeordnet, ist jetzt korrigiert..
      Grundsätzlich haben Sie mit der Inflation und Aktien recht – allerdings nicht, wenn Trump die Wahl verlieren sollte, weil dann eine Umverteilung von der Wall Street zur Main Street kommen würde..

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    Scheinwert - Kritiker

    19. Juni 2020 12:48 at 12:48

    Wie real Aktien als Sachwerte sind hat gerade wieder Wirecard gezeigt.Wenn Inflation kommt u.Zinsen steigen werden die unrealen Sachwerte noch unrealer. Früher konnte man Aktien von seriösen Firmen alsSachwerte bezeichnen. Heute ist das ein Märchen. Wirecard, Tesla u.viele Andere sind nur der oberste Stock eines hundertstöckigen Kartenhauses. Die Corona u.Rezessionsauswirkungen u.ev.der Fall des DOW
    Jones Königs werden in nächster Zeit noch einige kleine Wirecards aufdecken.

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    Fritzthecat

    19. Juni 2020 15:05 at 15:05

    Ja Gold wird längerfristig steigen.
    Jedoch nicht desshalb weil die Inflation anzieht, sondern die Nachfrage nach physischen Edelmetallen.
    Wir werden aus unterschiedlichen Gründen keine Inflation bekommen. Einer davon ist der verschuldete Konsumtrottel, der das Hamsterrad drehen muss und als Arbeitssklave keine höheren Lohnforderungen stellen kann.

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    Christine Wölfinger

    19. Juni 2020 16:59 at 16:59

    Wieso schreiben Sie, dass die Inflation schon bei den Wertpapieren angekommen sei? Das ist seit 2008 so, Inflation bei den Assets, weil das billige Geld zur Rettung der Finanzmärkte eingesetzt wurde, aber es gab bisher kaum Verbraucherpreisinflation. Das sind verschiedene Sachen.

    • Avatar

      Roberto

      19. Juni 2020 18:03 at 18:03

      @Christine Wölfinger, das mit der verbraucherpreisinflation stimmt aber so nicht. Gehen Sie mal einkaufen und vergleichen Sie mal die Preise mit denen vor 2-3 Jahren. Alles ist teurer geworden. Und das nicht zu wenig. Wenn Sie sich an den statistischen Warenkorb des Bundes festhalten, dann werden sie schlichweg betrogen. In diesem Warenkorb sind nicht viele Dinge die die Verbraucher wirklich zaheln müssen. Normalerweise müssten die Wohnungsmieten mit in diesen Korb rein. Auf der gegenseit müssten auch die Baupreise enthalten sein, da ja die verbraucher auch ein Häuschen bauen oder kaufen ( siehe Immo.preise ). Eine ganz normale Pizza Margeritha kostet heute in einem ital. Restaurant nicht unter 12 €. Und das ist die einfachste die man bestellen kann. Sorry. Aber man schon die Augen fest geschlossen haben um die tatsächliche Inflation nicht zu erkennen.

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Devisen

Rüdiger Born und Andre Stagge mit Blick auf Dax, Gold, Euro, Öl

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Rüdiger Born und Andre Stagge melden sich im folgenden Video direkt vor der Frankfurter Börse. Laut Andre Stagge steckt die Börse derzeit kräftig im Sommerloch. Seit Montag steckt der deutsche Markt in einer Handelsrange. Gold sei derzeit spannender. Der Euro sei fürs Trading einen Blick wert. Beim Trading im Öl hat er einen interessanten Handelsansatz. Wollen Sie meine täglichen Analysen im “Trade des Tages” erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

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Gold/Silber

Goldpreis zeigt mit 1.813 Dollar echte Stärke – die aktuelle Lage

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Der Goldpreis konnte gestern Mittag die 1.800 Dollar-Marke überschreiten. Wir fragten dann auch zeitnah, ob jetzt die Post abgehen würde auf dem Weg nach oben. Denn bei großen runden Kursmarken ist es oft so, dass Shorties Verlust-Stops einbauen, und Long-Spekulanten, die einsteigen wollen, legen knapp oberhalb solcher Marken gerne Kauf-Stops-Orders, um in den steigenden Markt reinzukommen. Gestern konnte der Goldpreis dann in der Tat zügig weiter laufen, und stieg in der Spitze bis auf 1.818 Dollar. Dieses erhöhte Niveau kann der Markt bis jetzt mit aktuell 1.813 Dollar halten. Der Chart am Ende des Artikels zeigt den Goldpreis-Verlauf (rot-grün) seit Ende 2019 im Vergleich zum Dow Jones-Index (blau). Gold hat sich in der Krise bis dato als sehr robust erwiesen.

Goldpreis zeigt Stärke

Gold zeigt seit Tagen und Wochen Stärke. Angefacht wird sie durch einen US-Dollar (sichtbar im US-Dollar Index), der seit dem 30. Juni immer weiter fällt, nämlich von über 97,75 Indexpunkten auf jetzt 96,39. Auch wird dem Edelmetall jüngst weiter Auftrieb verliehen durch gestrige Aussagen des Chefs der Atlanta Fed Raphael Bostic, wonach dass sich die wirtschaftliche Erholung in den USA verzögern könnte. Auch die weltweite Zunahme der Corona-Infektionszahlen sorgt für zunehmende Ängste. Dazu Zinsen sind auf Null, Gelddrucken und neue Schulden ohne Ende. Der perfekte Mix für einen steigenden Goldpreis. Markus Fugmann hat die Lage rund um das Edelmetall jüngst in seinem Markgeflüster besprochen (hier ansehen). Und das folgende Thema ist in aller Munde. Zahlreiche Investoren kaufen keine Gold-Futures oder physisches Gold als Münze. Nein, größtenteils fließen die Anlegergelder in die börsengehandelten Gold-Fonds (ETF). Die Zuflüsse sind enorm. Der folgende Chart zeigt den ansteigenden Berg an mit Gold hinterlegten ETF, parallel dazu der steigende Goldpreis.

Analystenkommentare

Jasper Lawler von der London Capital Group erwähnt, dass der Goldpreis am späten Mittwoch 1.818 Dollar erreichte. Die unmittelbare Quelle der Gewinne seien ein schwächerer US-Dollar und zunehmende Corona-Zahlen. Aber der grundsätzliche Grund für die Hausse am Goldmarkt liege seiner Ansicht nach im schieren Ausmaß der Interventionen der Zentralbanken und der daraus resultierenden Währungsabwertungen. Naeem Aslam von Avatrade, meint, dass die Entwicklung im Goldpreis durch den Zufluss in Gold-ETFs unterstützt werde. Das aktuelle Momentum des Edelmetallpreises zeige, dass Händler den Goldpreis wahrscheinlich unterstützen werden. Die Tür für den Goldpreis steht weit offen um ein neues Allzeithoch anzustreben.

Milan Cutkovic, Marktanalyst bei AxiTrader, meint dass der Goldpreis nicht zu stoppen sei. Die starke Nachfrage sei auch ein Zeichen dafür, dass viele Investoren trotz steigender Aktienkurse einen sicheren Hafen suchen würden. Ipek Ozkardeskaya von Swissquote sagt heute, dass sich die Nachfrage nach Safe-Hafen-Vermögenswerten festige, mit zunehmenden Zuflüssen in US-Treasuries, Schweizer Franken und Gold. Der Goldpreis habe den Widerstand von 1.800 Dollar durchbrochen, und habe sich bei Stopps auf einem Niveau von 1.820 Dollar erholt. Unabhängig davon, ob das sich verstärkende positive Momentum im Gold auf die rutschigen Risikomärkte oder auf steigende Spekulationen zurückzuführen sei. Dass der Anstieg bis auf 2.000 Dollar reichen könnte, sollte das Gefühl, dass Gold in einem zu kurzen Zeitraum zu schnell gekauft worden sein könnte, kurzfristig zu einer Pause ermutigen. Je höher der Preis einer Unze ist, desto größer sei das Risiko einer scharfen Abwärtskorrektur.

Chart zeigt Verlauf von Goldpreis gegen Dow Jones als CFD

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Gold/Silber

Aktuell: Goldpreis überschreitet 1.800 Dollar – geht jetzt die Post ab?

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Während der Gold-Future (August-Laufzeit) schon Ende Juni die Marke von 1.800 Dollar überschritten hatte und dann seit gestern nachhaltig über der Marke notiert (aktuell 1.812 Dollar), so hatte sich der Goldpreis in der Kasse noch geziert. Aber jetzt  läuft Gold über die 1.800 Dollar-Marke mit aktuell 1,801 Dollar.

Geht jetzt die Post ab im Goldpreis?

Über die Gründe für den steigenden Goldpreis (heute früh noch 1.795 Dollar) hatten wir vorhin schon etwas ausführlicher geschrieben (mehr dazu hier). Jetzt stellt sich die rein börsentechnische Frage: Geht in Kürze die Post ab? Haben Trader, die Short in Gold sind, knapp oberhalb der runden Marke von 1.800 Dollar Kauf-Stop-Orders platziert zwecks Verlustbegrenzung? Und kommen noch Long-Spekulanten hinzu, die sich ebenfalls mit Kauf-Stop-Orders in den steigenden Markt reinstoppen wollen, wie man es im Trader-Slang so schön sagt?

Dies könnte für einen weiter rasch steigenden Goldpreis sorgen. Aber oft sieht man auch andere Phänomene. Denn manchmal prallen Preise, wenn sie wichtige, große runde Marken überschreiten, für eine gewisse Zeit wieder zurück unter diese Marke, und steigen dann später weiter kräftig nach oben. Der Drang für einen weiter steigenden Goldpreis scheint da zu sein. Im Chart sieht man den Preisverlauf in der Kasse seit Montag früh.

Chart zeigt Kursverlauf im Goldpreis seit Montag früh

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