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Goldpreis: Blick auf US-Dollar und US-Rendite – droht weiteres Ungemach?

Claudio Kummerfeld

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am

Ein Stapel Barren aus Gold

Wir haben den Rückfall im Goldpreis in der letzten Woche mit unseren Berichten begleitet. Glaubt man einigen Expertenaussagen und Marktbeobachtungen anhand objektiver Faktoren, dann könnte weiteres Ungemach drohen für die Gold-Bullen.

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Der Goldpreis ist vom letzten Mittwoch bis heute abgerutscht von 1.959 Dollar bis auf 1.817 Dollar. Aktuell scheint sich der Markt leicht zu erholen auf 1.843 Dollar. Aber schaut man auf die Bewegung seit letztem Mittwoch, folgte jedes Mal nach einem der Abwärtsschübe eine kurze Erholung nach oben. Kann es also weiter bergab gehen im Goldpreis? Schauen wir auf den folgenden Tweet von Lance Roberts. Er zeigt (grüner Bereich) einen seit Monaten wachsenden Berg an Netto-Short-Positionen im US-Dollar.

US-Dollar Problem für Goldpreis

Das bedeutet, dass am Terminmarkt immer mehr Spekulanten mit Futures auf einen fallenden US-Dollar gewettet haben. Und wird dieser Berg an Shorts zu groß, folgt irgendwann immer die Gegenbewegung. Durch Gewinnmitnahmen werden die Käufe dann natürlich verstärkt. Seit letztem Mittwoch, genau zu dem Zeitpunkt wo der Goldpreis begann abzurutschen, ist der US-Dollar am Ansteigen. Der Dollar-Index stieg seitdem von 89,20 auf aktuell 90,45 Indexpunkte. Geht diese Aufwärtskorrektur weiter, und der Goldpreis erleidet weitere Rückschläge?

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Karen Jones, Team Head FICC Technical Analysis Research bei der Commerzbank, hat heute einen Research-Kommentar zum US-Dollar veröffentlicht mit der Headline-Aussage „Die Aufwärtskorrektur des US Dollar gewinnt an Dynamik“. Nach ihrer Aussage erlebte EUR/USD letzte Woche eine Divergenz auf dem Tages-RSI – das spiegele nachlassende Aufwärtsdynamik wider, kurzfristig korrigiert das Paar abwärts. Der kurzfristige Aufwärtstrend wurde erodiert, man rechne mit Verlusten zum Tief 21. Dezember bei 1.2130 und potentiell zum Hoch vom September bei 1.2014 oder sogar dem Aufwärtstrend bei 1.1915. Intraday dürften Rallys im Bereich bei 1.2250 Schwierigkeiten haben. GBP/USD verzeichnete letzte Woche ihrer Aussage nach eine wichtige Reversion knapp vor dem Tief vom Februar bei 1.3712 und beginne jetzt, glattgestellt zu werden. Der Markt erodiere die Unterstützung in Form des Hochs von September und Anfang Dezember bei 1.3540/1.3483. Weiter unten befindet sich das Tief von Ende Dezember bei 1.3350 und das Tief vom 21. Dezember bei 1.3189 sowie der Tiefstand vom Dezember bei 1.3155. Die derzeitigen Elliott-Wellen-Counts würden auf einen Rückgang bis 1.3370/1.3275 hindeuten.

Anleiherenditen drücken gegen Gold

Der folgende Chart zeigt seit letztem Dienstag die prozentuale Entwicklung im Goldpreis mit -4,57 Prozent. Dem gegenüber steht ein Plus von 19,75 Prozent bei der Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen. Sie stieg von 0,92 Prozent auf 1,11 Prozent. Geldanlagen in Anleihen werden also attraktiver, dazu drückt noch der US-Dollar. Beides ist negativ für das zinslose Gold. Geht vor allem die Entwicklung bei den Anleiherenditen weiter, wird es problematisch für den Goldpreis, zumindest kurzfristig.

Chart zeigt steigende US-Rendite gegenfallenden Goldpreis

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Hubert

    12. Januar 2021 07:20 at 07:20

    Warum werden immer die wahren Gründe für die Bewegungen beim Goldpreis ignoriert? Auf „silver doctors“ ist dies ein wichtiges Thema, wie folgender Beitrag verdeutlicht: „Gold und Silber durch Papierspiele zum Opfer gefallen“ – „Eine Erholung des Dollars und steigende Zinssätze erklären nicht die heutige (am 8.01.21) Preisbewegung bei Gold. Eine Studie von Adam Hamilton aus den frühen 1970er Jahren zeigt, dass die beste periodische Rendite von Gold bei steigenden Zinsen erzielt wird. Dies liegt unter anderem daran, dass steigende Zinsen die Erwartung einer steigenden Inflation widerspiegeln“

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Gold/Silber

Goldpreis-Verlauf unter Joe Biden – das ist keine einfache Thematik

Claudio Kummerfeld

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Gold mit US-Dollar und Adler

Wenn ein Unternehmen seine Quartalszahlen deutlich besser als erwartet veröffentlicht, dann ist die Lage einfach und klar. Der Aktienkurs sollte steigen. Und im Goldpreis? Da wird die Lage mit Sicht auf mehrere Wochen und Monate etwas schwieriger. Joe Biden ist jetzt neuer US-Präsident. Und nun steht das gewaltige 1,9 Billionen Dollar schwere Stimulus-Paket an. Wird es verabschiedet werden, und was sind die Auswirkungen auf den Goldpreis?

Carsten Fritsch von der Commerzbank wies am Mittwoch in einem Kommentar darauf hin, dass die Verabschiedung dieses gigantischen Konjunkturpakets die erste große Aufgabe von Joe Biden sein werde. Zwar würden die Demokraten nach dem Sieg bei den Senats-Stichwahlen in Georgia über eine knappe Mehrheit in beiden Kongresskammern verfügen. Einfach werde der Genehmigungsprozess dennoch nicht. Von daher bleibe abzuwarten, wie lange es dauert, bis das Paket unterschriftsreif auf dem Schreibtisch des neuen Präsidenten liegt. Gold dürfte laut Carsten Fritsch von dieser Unsicherheit profitieren. Nach Inkrafttreten dürfte die Wirtschaft in den USA dank des massiven Impulses spürbar anziehen, was den US-Dollar aufwerten lassen und den Goldpreis damit belasten könnte.

Goldpreis im größeren Bild mit guten Aussichten?

Das ist das kurzfristige Szenario für die Aussicht auf Tage und Wochen. Und danach, wenn man auf das große Gesamtbild blickt? Gold ist doch der Fluchthafen, wenn die angeblich große Inflationswelle kommt? Ja, dieses Szenario sollte im größeren Bild nie vergessen werden. Die Notenbanken drucken immer mehr Geld, die Staaten verschulden sich immer mehr. Nicht eine Hyperinflation, sondern „nur“ ein deutlich spürbares Anziehen der Inflation könnte den Goldpreis wieder anfachen als Fluchthafen. Die Fed hat Ende letzten Jahres schon klar gemacht, dass sie zur Stützung der Konjunktur eine möglicherweise anziehende Inflation erst einmal nicht bremsen würde mit höheren Zinsen. Dies wäre womöglich die Chance für Gold-Trader auf höhere Kurse zu setzen.

Blickt man ganz aktuell auf den Goldpreis, dann hat er diese Woche zulegen können. Unter 1.830 Dollar am Montag gestartet, ging es bis gestern rauf auf das Hoch bei 1.874 Dollar. Aktuell kann man sich mit 1.862 Dollar auf erhöhtem Niveau halten. Im Chart sehen wir seit Montag den steigenden Goldpreis gegen den fallenden US-Dollar (Dollar-Index blau). Gestern hatten wir schon den nicht einfach zu erklärenden Goldpreis-Anstieg in dieser Woche besprochen. Derzeit ist die Lage nicht ganz so klar wie üblich. Die Biden-Wahl bringt viel in Bewegung.

Chart zeigt Goldpreis-Anstieg seit Montag gegen fallenden US-Dollar

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Silberpreis: Geht es jetzt bald deutlich nach oben?

Markus Fugmann

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Der Silberpreis hatte einen holprigen Start in die Woche – aber er hat es geschafft, wieder ins Positive zu drehen. Wohin wird sich das Edelmetall in den kommenden Wochen bewegen?

Der Silberpreis war im Januar 2021 ziemlich instabil. Das gilt insbesondere nach dem deutlichen Pullback, den wir seit Wochenbeginn gesehen haben. Fast unmittelbar danach prallte Silber jedoch vom Unterstützungsniveau bei 24 $ wieder nach oben.

Silberpreis: Der Widerstand bei 26 Dollar

Trotz der deutlichen Erholung beim Silberpreis vom Unterstützungsniveau von 24 Dollar: nun liegt ein starker Widerstand um die $26-Marke vor uns. Sollte es dem Silber jedoch gelingen, diese Marke zu überwinden, könnten im Januar sogar Gewinne bis zur 28 $-Marke möglich sein.

Bricht jedoch das Unterstützungsniveau von 24 $,  dann dürfte der Silberpreis bis auf 22,90 $ zurückfallen. Übergeordnet geht David Jones, chief market strategist bei capital.com, davon aus, dass Silber weiter steigen wird. Aber das größte Risiko wäre eine Erholung beim US-Dollar:

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Wohin geht der Silberpreis?

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Goldpreis steigt weiter an – keine einfache Spurensuche nach den Gründen

Claudio Kummerfeld

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Mehrere Barren Gold

Der Goldpreis steigt weiter an. Gestern Vormittag besprachen wir die gute Laune der Gold-Anleger bei einem Preisniveau von 1.855 Dollar. Jetzt 24 Stunden später notiert Gold bei aktuell 1.872 Dollar. Die Spurensuche für die Gründe ist nicht ganz so einfach.

Schwierige Spurensuche für steigenden Goldpreis

Sogar die Experten der Commerzbank, die in Sachen Edelmetallen ziemlich fit sind, tun sich aktuell schwer. So sagen sie in einem ganz frischen Kommentar, dass die Preise für Edelmetalle gestern Nachmittag urplötzlich und ohne einen erkennbaren Grund nach oben sprangen. Der Preisanstieg auch im Goldpreis sei ohne Zutun des US-Dollar erfolgt, der sogar leicht aufwertete. Möglicherweise habe die Erwartung massiver fiskalischer Stimulierungsmaßnahmen am Tag der Amtseinführung von US-Präsident Biden eine Rolle gespielt, wodurch die Inflationsrisiken steigen und die Staatsverschuldung nochmals deutlich anschwillt. Aber auch charttechnische Faktoren könnten laut CoBa eine Rolle gespielt haben, nachdem der Goldpreis die wichtige 200-Tage-Linie überwunden hat. Dadurch könnten spekulative Finanzanleger weitere Käufe getätigt haben.

Man könnte auch abgesehen von diesen Faktoren sagen (so meine Meinung): Vielleicht setzt derzeit ein neuer Aufwärtsschub im Goldpreis ein, weil die Anleger grundsätzlich wieder stärker in Kauflaune für Gold sind? Die gesamte Gemengelage aus Inflationsangst und globalen Unsicherheiten lässt Gold wieder attraktiver erscheinen in 2021, und die Menschen kaufen mehr Gold? Ganz kurzfristig schaut der aktive Trader heute auf die EZB-Entscheidung um 13:45 Uhr und die folgende PK um 14:30 Uhr. Große Entscheidungen werden nicht erwartet, aber man weiß ja nie. Und um 14:30 Uhr werden die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA veröffentlicht. Auch sie können vor allem den Devisenmarkt bewegen, und somit auch den Goldpreis.

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf seit dem 11. Januar
Chart zeigt Goldpreis-Verlauf seit dem 11. Januar.

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