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Gold/Silber

Goldpreis: Das Gold glänzt schon wieder – Italien, Notenbanken, Schulden

Agata Janik

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Der Goldpreis erklimmt neue Höhen und steigt über die symbolisch und charttechnisch wichtige Marke von 1700 Dollar. Derzeit gibt es einen alten Börsenspruch: „Gold besitzt man und verkauft es nicht“. Vor drei Wochen konnte man dieses Statement sicherlich hinterfragen, als der Goldpreis ohne ersichtlichen Grund noch stark unter Druck geraten war. Bis 1.451 USD wurde der Goldpreis nach unten geprügelt. Als Grund, und den muss es immer geben, nannte man die mangelnde Nachfrage aus China. Diese Begründung klingt ein wenig zu einfach. China kann für viel verantwortlich gemacht werden, aber nicht für diesen Verfall beim Goldpreis. Wie sich im Nachhinein herausstellte, war der kurze Abstecher nach Süden einerseits das Resultat von mangelnder Nachfrage der Notenbanken – und andererseits die Folge einer Ent-Hebelung von Investoren, die ihre Gold-Positionen liquidieren mussten, um dem Margin Call zuvor zu kommen.

Ostern war lang, jeder war mit der Familie und mit Corona beschäftigt. Da ist es kein Wunder, dass der Goldpreis still und heimlich über die Feiertage über die psychologische Marke von 1.700 USD geklettert ist. Die Bullen sind sich einig: Das gelbe Metall muss steigen. Aktuell ist Gold wieder in die nähere Auswahl des „Investments“ gerückt. Dies ist nicht verwunderlich, da die Unsicherheiten weiter zunehmen.

Italien feuert den Goldpreis an

Nach dem Brexit der Briten stellt sich auch für andere Staaten der europäischen Union die Frage: nutzt der Euro oder schadet er sogar? Für Staaten, die in finanziellen Schwierigkeiten sind, ist der Euro definitiv schadhaft. Es gibt keinen Ausgleichsmechanismus. Eine Abwertung der eigenen Währung gibt es nicht mehr. Das Euro-System ist starr und daher müssen Länder wie Deutschland und Frankreich finanziell aushelfen. Das ist auf Dauer nicht tragbar. Diesen Fakt sieht der Rest der Welt auch. Ein ähnliches Szenario wie Griechenland oder Zypern wird es mit Italien nicht geben. Sowohl Italien als auch Frankreich sind für den Euro mitunter Stützpfeiler. Der Stiefelstaat wurde aber in letzter Zeit von Brüssel zu sehr alleine gelassen.
Die Italiener haben gelinde ausgedrückt die „Nase voll“ von Europa. Die EU hat Italien allein gelassen. In den neuesten Umfragen will die Mehrheit der Italiener aus dem Euro austreten. Der Nutzen ist nicht mehr zu erkennen und auch zu vermitteln. Das schürt Ängste um den Euro – und das treibt auch den Goldpreis.

Italien wird jetzt noch keine Maßnahmen ergreifen. Die Gesundheit der Bevölkerung geht vor. Ist aber die Lage wieder im Griff, dann wird Rom sehr wohl die Euro-Debatte aufgreifen. Jeder Politiker, der für einen Austritt steht, bekommt viele Stimmen. Daher ist Rom und das italienische Volk für den zukünftigen Euro das Zünglein an der Waage. Diese Situation beobachten viele in der Finanzwelt und sehen – neben den massiven Aktionen der Notenbanken, die unglaubliche Summen aus dem Nichts produzieren – daher auch den Goldpreis wesentlich höher. Der Goldpreis ist kein Rennpferd. Er bewegt sich mal langsam, mal macht er einen Sprung. Diese Situation hatten wir über Ostern.

Leise werden die nächsten Widerstände genommen – und jetzt ist die Marke von 1.800 USD im Fokus. Aus technischer Sicht ist der Weg auf der Oberseite frei. Bäume wachsen aber gewöhnlich nicht (sofort) in den Himmel. Daher wird es noch einige Rückschläge auf der Unterseite geben. Kurzfristig ist aber auf jeden Fall für den Goldpreis das Kursziel von 1.759 USD (siehe Chart unten) zu sehen. Mittelfristig ist jedoch der Goldpreis sicherlich auf dem Weg zu der 2000er Marke. Diese wird schwer zu nehmen werden. In den heutigen Zeiten ist vieles möglich.

Daher sollte auch nicht das Negativ-Szenario übersehen werden. Der Goldpreis wird auf der Unterseite bei 1.686 USD unterstützt. Diese Marke sollte definitiv halten, da ansonsten das technisch positive Bild aufgelöst wird. Für Gold ist manchmal ein wenig mehr Geduld notwendig. Daher bieten Kursrücksetzer sehr wohl gute Einstiegsmöglichkeiten. Der Goldpreis ist noch lange nicht oben angekommen – wir werden demnächst noch mit großer Wahrscheinlichkeit viel höhere Preise sehen.

Der Goldpreis steigt über die symbolisch und charttechnisch wichtige Marke von 1700 Dollar


Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

Die Rettungsaktionen der Notenbanken mit dann folgender immenser Verschuldung beflügeln der Goldpreis

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Gold/Silber

Goldpreis auf wackligen Beinen – morgen weitere Abwertungsgefahr?

Claudio Kummerfeld

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am

Ein Barren Gold

Der Goldpreis zeigt sich aktuell weiter stark anfällig. Die gesamte letzte Woche ging es fast schon komatös seitwärts im Gold um das Kursniveau von 1.850 Dollar herum. Dann ab Freitag Mittag ging es auch wegen US-Konjunkturdaten bergab auf 1.828 Dollar bis Freitag Abend. Heute Nacht zum Wochenstart dann folgte der Absacker im Goldpreis auf 1.810 Dollar, von dem sich der Markt bis jetzt wieder etwas erholt hat auf 1.833 Dollar.

Aber die Lage bleibt labil. Vor allem muss man sehen, dass neben den Renditen für US-Staatsanleihen (hier ein Vergleich) seit einigen Tagen der US-Dollar immer weiter an Stärke gewinnt. Seit November 2020 befindet sich der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere wichtige Währungen) im Abwärtstrend. Der Index fiel seit November von 94,29 auf 89,16 Indexpunkte bis zum 6. Januar 2021. Dann trat die Kehrtwende ein, und der Index stieg bis jetzt auf 90,83 Punkte. Daran erkennt man die leichte neue Stärke im US-Dollar. Das ist schlecht für den Goldpreis. Denn alles was in US-Dollar gehandelt wird, schwächelt tendenziell, wenn der Dollar ansteigt – und umgekehrt. Im folgenden Chart sehen wir als blaue Linie seit dem 5. Januar den steigenden US-Dollar gegen den fallenden Goldpreis in rot-grün.

Goldpreis morgen vor weiterem Absturz?

Wird der Goldpreis morgen weiter fallen? Möglich ist das, aber keinesfalls sicher. Der Rohstoffexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank erwähnt in seinem ganz frischen Kommentar zu Gold, dass die ehemalige Fed-Chefin und neue US-Finanzministerin Janet Yellen morgen im US-Kongress sprechen wird. Wie im Vorfeld durchgesickert sein soll, werde Janet Yellen eine Rückkehr der Biden-Administration zur Wechselkurspolitik vorheriger Regierungen vor Trump verkünden, nämlich die Wechselkurse wieder allein den Märkten zu überlassen.

Inwieweit dies den Goldpreis beeinflusse, werde laut Carsten Fritsch stark von der Richtung abhängen, die der US-Dollar daraufhin einschlägt. Verbale Interventionen zur Abschwächung des US-Dollar wie unter Donald Trump häufig geschehen, dürften allerdings der Vergangenheit angehören, so seine Meinung. Kann diese neue Passivität also bedeuten, dass die Märkte den US-Dollar positiver sehen, weil die US-Regierung nicht mehr auf eine Abwertung drängt? Ein weiter steigender US-Dollar könnte den Goldpreis daher eventuell weiter schwächen, zumindest auf Sicht der nächsten Tage.

Chart zeigt Vergleich von US-Dollar gegen Goldpreis seit dem 5. Januar

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Anleihen

Goldpreis vs Anleiherenditen: Eindeutiger Langfristvergleich

Claudio Kummerfeld

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Mehrere Gold-Barren

Der Goldpreis wird von vielen Faktoren beeinflusst. Da wäre zum Beispiel der US-Dollar, und natürlich das allgemeine Risk On/Risk Off-Szenario. Sind die Anleger bereit aufgrund diverser Faktoren mehr Risiko einzugehen, verkaufen sie Gold und kaufen Aktien, und umgekehrt. Je mehr die Notenbanken Geld drucken und je mehr die Staaten sich verschulden, desto wichtiger erscheint vielen Anlegern auf lange Sicht auch Gold als sicherer Fluchthafen vor Inflation, und der Goldpreis steigt.

Aber vor allem werden auch die Anleiherenditen als wichtiger Beeinflussungsfaktor für den Goldpreis herangezogen. Je mehr Rendite man für Staatsanleihen erhält, desto weniger attraktiv ist das zinslose Gold bei Anlegern. Schauen wir daher mal auf den folgenden Chart, ob man langfristig eine echte Verbindung zwischen Gold und Anleiherenditen erkennen kann. Hier sehen wir seit Anfang 2016 in blau den steigenden Goldpreis, der seitdem 69 Prozent zulegen konnte. Die in orange verlaufende Anleiherendite (für zehnjährige US-Staatsanleihen) ist seitdem um 46 Prozent gesunken (langfristig gesunkenes Zinsniveau). Man sieht eine klare negative Korrelation. Je tiefer die Anleiherenditen, desto besser für den Goldpreis. Das jüngste Ansteigen in der Rendite hat dem Goldpreis einige Schwierigkeiten bereitet, und seinen weiteren Anstieg erst einmal ausgebremst.

Chart zeigt Goldpreis gegen Anleiherenditen seit dem Jahr 2016

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Gold/Silber

Rüdiger Born: Charttechnik bei Dow, Nasdaq und Silber

Redaktion

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Ganz so einfach ist die Lage bei Dow Jones, Nasdaq und Silber derzeit nicht. Schauen wir genauer auf die Charts im folgenden Video.

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