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Goldpreis: Die Konsolidierung läuft – Putin Aussagen im Fokus

Goldpreis: Die Konsolidierung läuft - Putin Aussagen im Fokus

Der Goldpreis ist am vergangenen Mittwoch wieder unter die psychologische Marke von 2.000 USD gefallen. Damit dürfte die Gold-Rally zunächst gestoppt sein. Die Hoffnung auf eine vorsichtige Annäherung zwischen Russland und der Ukraine hatten das goldene Edelmetall zuletzt belastet. Zuvor war der Goldpreis noch auf ein Hoch bei 2.070 USD gesprungen und hat dabei den Rekord aus August 2020 nur um fünf Dollar verpasst.

Obwohl es bisher kaum nennenswerten Anzeichen für eine Annäherung der beiden Kriegsparteien gibt, hat der Markt etwas Risiko herausgenommen. Sowohl die russischen als auch die ukrainischen Verhandlungsführer haben in dieser Woche Bereitschaft für ein Entgegenkommen signalisiert, man liegt aber noch ein großes Stück auseinander. Das gestrige Treffen der Außenminister Russlands und der Ukraine, das ohne Ergebnisse blieb, hat gezeigt, dass es zu keiner schnellen Lösung kommt. Indessen nehmen die Kämpfe an Brisanz zu. Gerade eben lief jedoch die Nachricht über den Ticker, dass Putin gewisse „positive Wendungen“ in den Gesprächen mit der Ukraine sieht. Daraufhin sackt der Goldpreis weiter ab.

Goldpreis: Konsolidierung des Anstiegs

Aus technischer Sicht spricht vieles dafür, dass der steile Anstieg zunächst konsolidiert wird. Ähnlich wie bei den Aktienmärkten hat sich auch beim Gold eine technische Gegenbewegung abgezeichnet. Zum Beispiel hat der RSI-Indikator einen deutlich überkauften Wert von 82 auf Tagesbasis erreicht. Der Goldpreis hat die Gewinne dieser Woche nach der jüngsten Meldung fast vollständig wieder abgegeben. Jetzt rückt die Unterstützung bei 1.974 USD in den Fokus. Wenn die lokalen Tiefs unterschritten werden, kann sich die Konsolidierung weiter ausweiten. Im großen Bild bleibt der Aufwärtstrend jedoch intakt, solange die letzten Korrekturtiefs bei 1.917 USD halten. Zudem dürfte die Konsolidierungszone (Demand Zone) zwischen 1.949 und 1.917 USD unterstützend wirken.

Sollte es zu einem Pullback in diesen Bereich kommen, dann könnten wir erwarten, dass sich der übergeordnete Trend von dort fortsetzt. Kann der Markt die Zone jedoch nicht halten, dürfte es ungemütlich werden. Allerdings spricht aufgrund der Krisensituation wenig für einen stark fallenden Goldpreis. In Krisen- und Kriegszeiten schichten Anleger ihr Kapital in sichere Häfen wie Gold um. Bisher deutet kaum etwas darauf hin, dass der Ukraine-Konflikt ein baldiges Ende findet.

Innerhalb der Zone zwischen 2.009 und 1.973 USD befindet sich der Preis für Gold in einer neutralen Zone. Hier könnte sich eine Seitwärtsphase einstellen. Erst ein Rutsch unter die Tiefs bei 1.973 USD dürfte eine weitere Abwärtswelle bis in den Bereich bei 1.949/17 einleiten. Oberhalb von 2.009 hellt sich die Lage wieder auf, allerdings ist derzeit nicht mit neuen Höchstständen zu rechnen. Der Goldpreis dürfte sich in den nächsten Tagen und Wochen in eine Konsolidierungsphase begeben.

Gold: Goldpreis Konsolidierung nach der Rally

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4 Kommentare

  1. John Duke of Lancaster

    Wir reden hier über Papier-Gold. Die Derivate-Märkte sind genauso dem Tod geweiht wie die der Euro, der Dollar und die anderen Fiat Währungen

    1. John Duke of Lancaster

      Keine Ahnung, gefällt mir nicht und ich beschäftige mich nicht damit. Manche sagen dazu ‚Datenschrott‘.

      Bitcoin gibt es 3 oder 4 Jahre, Gold seit der frühen Menschheitsgeschichte. Gold als Wert-Aufbewahrungsmittel wird es auch in 1000 Jahren, noch geben, Bitcoin nicht.

      1. Sehr gute wahl ;-)

        Bitcoin ist ein sehr gefährliches Investment, wie sich noch herausstellen wird.

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