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Goldpreis erholt? Nein, aktuell besteht Gefahr für erneuten Abrutsch!

Claudio Kummerfeld

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am

Ein Barren Gold

Der Goldpreis ist seit Anfang der Woche deutlich gefallen, von 1.950 Dollar auf 1.848 Dollar im Tief gestern früh. Seitdem trat eine gewisse Erholung ein, und Gold stieg auf Niveaus um die 1.870 Dollar. Aktuell notiert der Goldpreis bei 1.866 Dollar. Ist das eine Bodenbildung? Nein, es besteht Gefahr für Gold-Bullen, die wieder Hoffnung schöpfen.

US-Dollar steigt

Denn vor allem der US-Dollar als Gegenpart zu Gold ist seit gut 3 Stunden wieder am Ansteigen. Aber der Goldpreis fällt aber bisher nicht. Deswegen könnte ein Abrutsch im Edelmetall bevorstehen, um sich dem gestiegenen US-Dollar anzupassen. Schauen wir auf die Charts. Zunächst sehen wir den Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Währungen) seit Mittwoch Abend. Gut sichtbar ist, dass er in den letzten Stunden versucht wieder das gestrige Hoch anzulaufen.

Chart zeigt Verlauf im US-Dollar Index seit Mittwoch

Goldpreis hat noch nicht den steigenden US-Dollar berücksichtigt

Im folgenden Chart sehen wir den Goldpreis seit Mittwoch Abend. Es wirkt so, als hätte Gold jetzt noch Nachholpotenzial nach unten, so wie der US-Dollar gerade ansteigt. Also Vorsicht. Ein weiterer Abrutsch im Gold könnte anstehen!

Chart zeigt Verlauf im Goldpreis seit Mittwoch

Beim Klick an dieser Stelle finden Sie die gestrige Analyse des Experten Andre Stagge zu den wichtigsten Gründen, warum der Goldpreis in den letzten Tagen so spürbar gefallen war.

7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    Marko

    25. September 2020 14:59 at 14:59

    Beim Goldpreis liegt das Kursziel wohl eher um die 1500-1600 USD herum.

    Das dürfte die Gold-Fanatiker nicht gerade erfreuen ?

    • Avatar

      Parker Schnabel

      25. September 2020 15:24 at 15:24

      Ich sehe das Kurziel bei 2100 USD zum Ende das Jahres. Und 3000 per Ende 2021.

      Ich bin sehr erfreut, dass dies die FIAT-Money Fans ärgert.

    • Avatar

      Zimmermann

      27. September 2020 16:09 at 16:09

      Ich denke auch, dass Gold eher in diese Richtung 1600 mit den noch weiter korrigierenden Aktienmärkten fallen wird, bevor es über 2000 USD wieder steigt. Da sind noch viel zu viele „Long im Gold“. Viele davon müssen noch rausgekegelt werden, bevor es weiter steigen kann.

  2. Avatar

    Marko

    25. September 2020 15:40 at 15:40

    Siehe hier :

    https://www.onvista.de/news/onvista-boersenfuchs-gold-behaelt-langfristig-seinen-glaenzenden-charakter-397180889

    „Weil die Edelmetallpreise ihre Klettertour abgebrochen haben. Also doch keine sicheren Häfen?“

    „Obwohl sich beide in den letzten Wochen ganz schön abgeseilt haben, ändert das nix an ihrem langfristigen Charakter – Gold ist einfach schön, schwer, dauerhaft und eine wertvolle Reservewährung. Nur hat sich jetzt wieder mal gezeigt, wie stark die (kurzfristigen) preisspekulativen Einflüsse geworden sind.“

    Genauso reden Gold-Fanatiker, Gold ist schwer ?!? und schön ?!?

    Und dann :

    Auch internationale Profis machen sich stark fürs gelbe Metall: „Wir sind sehr optimistisch in Bezug auf Gold. Wir glauben, dass die Preise steigen werden, und was interessant ist: Wir glauben, dass sie länger als erwartet höher bleiben werden“, sagte Yeoh Choo Guan von der schweizerischen UBS in einem CNBC-Interview erklärte.

  3. Avatar

    .Artenschützer

    27. September 2020 21:20 at 21:20

    @ Zimmermann , was hat sich geändert, kürzlich schrieben sie doch, die Pandemie sei abgehackt und Börsen könnten nur steigen? ? Wollen sie wirklich Marko und Roland alleine lassen als einsame Bullen?
    Bald muss diese Art geschützt werden

    • Avatar

      Columbo

      28. September 2020 19:53 at 19:53

      @Artenschützer

      „Die Pandemie abgehackt“

      Super, endlich hat jemand ein Beil genommen und die Pandemie abgehackt, den gordischen Knoten durchschlagen, herrlich.

  4. Avatar

    Artenschützer

    30. September 2020 07:17 at 07:17

    @ Columbo,ja ich habe die Pandemie abgehackt damit die V – Träumer weiterträumen können und eine Börsenbaisse abhaken können. Aber was machen denn all die Impfstoff-Erfinder und die Pandemie- Profiteure?
    Keine Angst, Pandemien treten ja immer öfter auf ( warum eigentlich ? ) und dank der wohlstandsbringenden Globalisierung werden sie auch immer krasser. Z“B. Argentinien, grausam, nach 6Monaten Lockdown noch keine Besserung in Sicht und das Land lag schon vorher am Boden.

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Experte Andre Stagge: Trading kurz vor der US-Wahl

Redaktion

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So kurz vor der US-Wahl, worauf sollten Trader achten? Wer wird die Wahl gewinnen, und was bedeutet das für die Börse? Der Experte Andre Stagge (hier mehr zu seiner Person) erklärt im folgenden ganz aktuellen Video seine Meinung und seine Handelsstrategie. Müssen seine Handelsstrategien „Turnaround Tuesday“ und „Ultimo“ in dieser besonderen Woche ausgesetzt oder angepasst werden?

Der Börsenexperte Andre Stagge
Andre Stagge

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Goldpreis steigt nicht – Gründe, aktuelle Lage, Expertenkommentar

Claudio Kummerfeld

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Gold und US-Dollar mit Adler

Der Goldpreis war letzte Woche wacklig unterwegs (wir berichteten). Das gilt auch für diese Woche. Wird die runde Marke von 1.900 Dollar zur Dauer-Qual für die Gold-Bullen, weil der Goldpreis immer und immer wieder hierhin zurückfällt? Ganz aktuell fällt der Goldpreis wieder zurück von 1.910 Dollar heute früh auf jetzt 1.901 Dollar.

Zwar sind die Renditen für zehnjährige US-Staatsanleihen seit letztem Freitag wieder gesunken von 0,86 auf 0,80 Prozent. Aber der US-Dollar (in Form des Dollar-Index) zeigt sich seit Freitag relativ stabil auf Niveaus um die 93 Indexpunkte. Der Rückfall im US-Dollar konnte letzten Mittwoch gestoppt werden, und ist seitdem abgesagt. Dies ist schlecht für den Goldpreis.

Goldpreis-Anstieg bei Verschärfung der Corona-Lage?

Wir empfehlen beim Klick an dieser Stelle die gestrige Analyse von CMC Markets-Analyst Jochen Stanz zu Gold. Er bespricht ausführlich die Frage, ob im Goldpreis der große Knall bevorsteht. Was, wenn der zweite globale Lockdown umfassend durchgeführt wird? Die Staatsausgaben zur Stützung von Bevölkerung und Wirtschaft überall auf der Welt würden die Staatsverschuldungen immens nach oben treiben, was eine große Chance für Gold darstellen könnte.

Aber im Augenblick klebt der Goldpreis weiter an der 1.900 Dollar-Marke. Die Aktienmärkte fallen, und der US-Dollar sackt nicht weiter ab. Wir erinnern uns. Im März, wo die Corona-Panik weltweit am Schlimmste war, schoss der Dollar-Index von 95 auf 103 Indexpunkte nach oben (Flucht in den Sicheren Hafen US-Dollar), und zwar sehr schnell. Der Goldpreis fiel von 1.700 auf 1.464 Dollar. Also: Könnte der Goldpreis bei einer dramatischen Verschärfung der Corona-Lage erneut nicht profitieren, weil der steigende US-Dollar Gold ausbremst?

Heutige Konjunkturdaten

Derzeit jedenfalls kann der Goldpreis als sicherer Fluchthafen in unsicheren Zeiten nicht von den weltweit stark zunehmenden Corona-Infektionszahlen profitieren. Heute um 13:30 Uhr werden in den USA die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter veröffentlicht, und vermutlich um 12 Uhr deutscher Zeit veröffentlicht der weltweit größte Baumaschinenhersteller Caterpillar seine Quartalszahlen. Beide Ereignisse könnten Aktienkurse und US-Dollar in Bewegung bringen, wie auch den Goldpreis. Genauso kann auch das um 15 Uhr veröffentlichte US-Verbrauchervertrauen die Kurse bewegen.

Aktueller Analystenkommentar

Die Experten der Commerzbank haben vor wenigen Minuten einen Researchbericht auch zu Gold veröffentlicht. Hier auszugsweise im Wortlaut:

Heute Morgen notiert Gold weiter in unmittelbarer Nähe der 1.900 USD-Marke, die eine starke Anziehungskraft auf den Preis ausübt. Gold in Euro gerechnet notiert seit etwa vier Wochen knapp oberhalb von 1.600 EUR je Feinunze. Eine nennenswerte Preiskorrektur wird unseres Erachtens durch die anhaltend solide Investmentnachfrage verhindert. Gestern verzeichneten die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs Zuflüsse von 3,5 Tonnen. Auch wenn die Dynamik der Zuflüsse in den letzten Wochen nachgelassen hat, erachten offenbar viele Marktteilnehmer den aktuellen Goldpreis noch als attraktive Kaufgelegenheit. In China hat sich die Goldnachfrage gemäß Angaben des Verbands der chinesischen Goldproduzenten zuletzt offenbar erholt: Sie ist demnach im dritten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um 29% gestiegen. Der Verband führt dies auf die Erholung der Wirtschaft und auf eine schnelle Rückkehr des Hochzeitsmarktes zurück.

Chart zeigt Kursverlauf im Goldpreis in den letzten 30 Tagen

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Gold: Die Korrektur ist noch nicht vorbei, ausser das passiert..

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Die sehr schwache Performance, welche sich in der vergangenen Handelswoche bei Gold eingestellt hat, konnte die jüngste Betrachtung gut nachvollziehen. Mit dieser Performance folgt das Edelmetall meiner letzten Sichtweise, wie diese im Chart dargestellt ist. Das Tragische daran ist, dass sich Gold nach wie vor im Korrekturmodus befindet und aller Voraussicht nach diesen Zustand zeitnah auch nicht verlassen wird. Die im Chart dargestellte größere Trendwende ist mit der aktuellen Korrektur noch nicht gemeint.

Ausblick für Gold:

Das mehrfache Überschreiten des Widerstandes bei 1.910 USD (0.50-Retracement) ist für sich genommen ein positives Vorzeichen auf die zu erwartende Entwicklung. Doch wurden diese Schritte immer wieder abverkauft, sodass sich der positive Effekt in sehr engen Grenzen hält. Im weiteren Verlauf von Welle (x) wird Gold noch bis zur 0.76-Linie (1.943 USD) steigen; für wesentlich mehr wird die Kraft indes nicht reichen. Die auf dem gleichen Niveau liegende Trendkanallinie unterstützt dieses Szenario zusätzlich und zudem noch sehr massiv.

Gold befindet sich nach wie vor in der Korrektur
Mit der sich anschließenden zweiten Welle (a), der komplexen Korrektur (abc-x-abcde), wird der übergeordnete Abwärtstrend bei Gold wieder aufgenommen. Das Potenzial dieser Korrektur wird sich nicht dramatisch darstellen und sollte bereits auf dem Niveau des 0.38-Retracements (1.810 USD) erschöpft sein. Andererseits würde sich erst durch einen signifikanten Sprung über den 0.76-Widerstand bei 1.943 USD ein positives Signal generieren. Diesen Schritt erwarte ich für den hier abgebildeten Zeitraum nicht.

Fazit:

Die derzeit noch laufende Korrektur steht einem Engagement bei Gold, besonders auf längere Sicht, entgegen. Ein kleines Signal würde über der 0.76-Linie (1.943 USD) entstehen.

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