Mit aktuell 2.696 Dollar erreicht der Goldpreis nach dem vorigen Hoch von 2.685 Dollar ein neues Allzeithoch. Die EZB hat heute die Zinsen gesenkt, und weitere Senkungen im Dezember sind in Aussicht. Das ist positiv für das zinslose Gold. Aber da ist noch mehr.
Die Einzelhandelsumsätze in den USA legten im September stärker zu als erwartet, wie Daten des US-Handelsministeriums heute zeigten. Unterdessen sanken die US-Arbeitslosenzahlen unerwartet, nachdem sie in der Vorwoche in den vom Hurrikan Helene betroffenen Südoststaaten sprunghaft angestiegen waren, wie aus dem jüngsten Bericht des US-Arbeitsministeriums hervorgeht. Der Euro-Rückgang (Dollar-Stärke) dank der EZB-Zinssenkung kann den Goldpreis aktuell nicht am Anstieg hindern.
Bloomberg schreibt aktuell: Die US-Daten fügten sich in eine Reihe gemischter US-Wirtschaftsdaten ein, die kürzlich veröffentlicht wurden, und bestärkten die Erwartungen der Goldhändler, dass die Fed ihren Zinssenkungskurs für den Rest des Jahres fortsetzen wird (FMW: Sinkende Zinsen = gut für steigenden Goldpreis). „Das waren gute Datenpunkte“, sagte Bob Haberkorn, leitender Marktstratege bei RJO Futures. “Ich denke, die Fed will die Zinsen senken, und sie werden wahrscheinlich noch mindestens einen weiteren Viertelpunkt vor Jahresende senken. Wenn die Zinsen sinken, sollte Gold stärker werden.“
Das Edelmetall erhält auch starke Unterstützung durch die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten. Israel gab bekannt, dass bei einer Militäroperation in Gaza möglicherweise der Hamas-Führer Yahya Sinwar getötet wurde. Dies ist Teil eines erneuten Angriffs auf die militante Gruppe nach mehr als einem Jahr Krieg in den palästinensischen Gebieten.
Niedrigere Zinssätze kommen in der Regel unverzinslichen Edelmetallen zugute. Der Goldpreis ist diese Woche um 1,1 % gestiegen, da die Anleger ihre Portfolios vor der US-Wahl am 5. November neu ausrichten. Da beide Kandidaten unterschiedliche Risiken für die Wirtschaft darstellen, wird Gold wahrscheinlich weiter unterstützt werden – unabhängig davon, ob Donald Trump oder Vizepräsidentin Kamala Harris gewinnt.
Goldbarren – in diesem Jahr um mehr als 30 % gestiegen – gehören zu den Rohstoffen mit der stärksten Performance. Der Optimismus hinsichtlich einer Zinssenkung befeuerte die jüngsten Gewinne, da die Fed im vergangenen Monat ihren Lockerungszyklus einleitete. Auch die umfangreichen Käufe der Zentralbank haben den Goldpreis gestützt.
FMW: Das grundsätzliche Bild bleibt intakt – Zinssenkungen und Aussichten auf weitere Senkungen weltweit treiben den Goldpreis weiter an. Dazu kommen noch massive Aufkäufe von Zentralbanken, sowie die Nahost-Krise, die Anleger in die „Sicheren Häfen“ drängt, unter anderem Gold.
Dieser XAUUSD Chart zeigt den Goldpreis-Verlauf in den letzten zwölf Monaten.
FMW/Bloomberg
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Nicht zu vergessen die globale Schuldensituation, die sich vor allem in den USA, Frankreich, Italien weiter zuspitzt.
Nach den Sanktionen gegen Russland haben die BRICS-Staaten in den letzten 18 Monaten 800 Tonnen Gold erworben.
Wobei aber gerade China wahrheinlich erhebliche Mengen Gold am offiziellen Markt vorbei gekauft hat.
Viele Grüße aus Andalusien Helmut