Gold

Goldpreis fällt – Inflation, Renditen, Dollar belasten – aber nur auf kurze Sicht?

Aktuell belasten höhere Anleiherenditen und höhere Inflation den Goldpreis. Ein aktueller Blick und eine Expertenmeinung für das große Bild.

Grafik: ChatGPT

Der Goldpreis fällt. Seit gestern Mittag geht es bergab von 4.704 Dollar auf aktuell 4.582 Dollar. Zum Kriegsausbruch im Iran Anfang März lag das Preisniveau für Gold noch bei 5.190 Dollar. Im XAUUSD Chart sehen wir den Preisrückgang seit Ende Februar. Dazu passend sehen wir in negativer Korrelation die steigende zehnjährige US-Anleiherendite. Sie steigt seit Kriegsausbruch von 3,96 % auf 4,53 %. Auch der US-Dollar zeigt seit Tagen Auftrieb.


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Goldpreis fällt – belastende Faktoren

Aktuell gibt es frische Faktoren für den weiter fallenden Goldpreis. Trumps Gespräche mit Xi haben in Sachen Iran-Krieg keine Fortschritte gebracht. Offenbar ging es eher um Taiwan und die Handelsbeziehungen zwischen den USA und China. Damit dürfte sich der Iran-Konflikt noch weiter in die Länge ziehen, und die Straße von Hormus länger gesperrt bleiben. Das erhöht den Ausblick auf einer längere Zeit höhere Inflation in den USA, Europa und Asien.

Höhere Renditen als Problem

Dazu kommen noch die Daten von Dienstag und Mittwoch. Sie zeigten für die USA im April deutlich ansteigende Verbraucherpreise und Erzeugerpreise. Der Iran-Krieg weht die Inflation in die amerikanische Volkswirtschaft. Was das mit dem Goldpreis zu tun hat? Anleger wollen als Ausgleich für Inflation mehr Rendite für Staatsanleihen sehen. Und Zentralbanken tendieren zu steigenden Zinsen, wenn die Inflation steigt. Denn höhere Kreditzinsen bremsen die Wirtschaftsleistung und damit die Inflation, so die Theorie. Für Gold wird das zum Problem. Denn höhere Renditen für Anleihen lassen das zinslose Gold im Vergleich weniger attraktiv wirken.

Fallender Goldpreis im Vergleich zu US-Anleiherenditen

Das größere Bild


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Blickt man auf höhere Renditen und Zinsen im Zeitraum von 5 oder 10 Jahren oder noch länger, dann belasten sie den Goldpreis gar nicht? Denn auf längere Sicht benutzen viele Anleger Gold als Wertspeicher, der vor Inflation schützen soll. Steigende Preise für Gold würden dann als Inflationsausgleich angesehen. Der Experte Dimitri Speck hat letzte Woche jedenfalls diese These vertreten – nämlich dass die allgemeine Annahme, dass der Goldpreis bei steigenden Zinsen falle, falsch sei. Im historischen Bild steige Gold in Zeiten hoher Inflation. Hier dazu seine Aussagen in einem Video-Interview letzte Woche. Er sieht für den Goldpreis langfristig Potenzial für 15.000 Dollar.



Über den RedakteurClaudio Kummerfeld
Claudio Kummerfeld verfügt über langjährige Kapitalmarkterfahrung. Er berichtet als Finanzjournalist über aktuelle Marktereignisse. Dazu kommentiert er politische und wirtschaftliche Themen.
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27 Kommentare

  1. Der Goldpreis fällt immer wieder.
    Nur – er steigt dann auuch immer wieder höher als das letzte Alzeithoch.
    Jedenfalls seit 1971, als der Goldpreis praktisch freigegeben wurde.
    Langfristig geglättet um 9 % im Jahr.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

  2. Wenn Gold fällt, muß der Speck mit seinen 15.000 her.
    Zittrige, ängstliche Goldhändchen? Alles wird gut…

    1. Columbo,

      lass die zittrigen Hände mal schon verkaufen! Schließlich wollen andere kaufen. Und das natürlich möglichst günstig.

      Ratierlich im Sparplan, niedrige Limit-Angebote zum Abstauben und wer kann, verkauft Puts. Rohstoffe und ihre Hersteller sind bereits der nächste Boomsektor. Etliches hat sich in wenigen Jahren verdoppelt oder verdreifacht und wird immer noch mit KGVs unter 10 gehandelt. Wer jetzt noch die Mag7 kauft, schläft einfach.

  3. Höhere Inflation heisst einfach, dass mehr Geld gedruckt wird. Längerfristig ist das immer gut für Gold. Wenn es eine Inflation von 5% gibt und es 4% Zinsen gibt, dann macht man einen realen Verlust. Abgesehen davon sind die offiziellen Inflationsraten eh fräsiert und sind in Wirklichkeit viel höher

  4. Es geht geade wieder runter am Aktienmarkt. Mit dem Papiergold-Verkauf werden gerade Aktien vor der Zwangs- Liquidation gerettet.
    Der richtige Zeitpunkt physisch nachzukaufen.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

  5. Der Kranke als Gesundbeter

    @ Columbo, Gold lässt sie nicht ruhen, sind sie ein Goldsklave ? unverständlich für einen Spritzendoktor der andern öfters Gesindheitstipps geben will.

  6. Es ist doch sogar mittelfristig sehr positiv für physisches Gold, wenn jetzt der Goldpreis sinkt, weil mit dem Verkauf von Papiergold nun Aktien vor der Zwangsliquidierung gerettet werden müssen.
    Das ist ja auch ein ganz normaler Vorgang.
    Wenn dann die Gegenbewegung kommt, geht es weiter hoch mit dem Goldpreis.
    Das ist doch auch ganz normal.
    Gold ist auch in den ersten Monaten des Jahres im Preis gestiegen.

    Aber was ist passiert?
    Gold hat im letzten Jahr in Euro um unglaubliche 47,49 % zugelegt und 66,47 % in Dollar
    In diesem Jahr bereits um 5,68 %.
    5,68 % sind dann immer noch über dem Schnitt der letzten 55 Jahre.
    Im viel interessanteren 365-Tagezeitraum sind es 36,1 % in Euro 41,8 % in Dollar
    In diesen 365 Tagen stieg:
    Der DAX um 2 %
    Der MSCI World um 23,4 % in Euro x Faktor 0,86
    Der Nasdaq 35,92 % in Euro x Faktor 0,86
    Der S&p 500 24,34 % in Euro x Faktor 0,86
    Der Dow Jones 16,11 % in Euro x Faktor 0,86

    Und dann noch Steuern davon zahlen.
    Zusammenfassend:
    Bisher ist nichts passiert bei physischen Goldbesitzern.
    Was soll da auch passieren?
    Wenn Gold unter 2000 Euro fällt, dann haben sich meine Hoffnungen, die ich auf 2000 in Gold gesetzt habe, nicht erfüllt, denn dann würde der durchschnittliche jährliche Kapitalertrag unter 8 % sinken.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

    1. Zahlenfriedhofmut-Fan

      Mir tun die Leute leid, die Gold da oben bei 5500 und Silber bei 120 gekauft haben. Das ist doch das volle Desaster. Da kannst du noch soviel Zahlenfriedhöfe präsentieren. Das macht es nicht besser. Demnächst unterschreiten wir mal wieder die Werte vom Jahresanfang. Viel Spaß auf dem Weg nach unten – vor allem denen, die Short positioniert sind.

  7. Hallo @ Der Kranke als Gesundbeter
    Ich schreibe ja auch hier viel über Gold. Alles oft mit viel Zahlen und Vergleichen.
    Ich bin sehr positiv gegenüber Gold eingestellt und begründet auch warum.
    Natürlich kann man das auch anders sehen.
    Aber nur immer dieselbe Leier wie bei Columbo über Goldverbote und Enteignungen, bringt doch nichts.
    Wenn schon, dann wenigstens mit der Erklärung, wie sie abgelaufen sind, wie die Goldbesitzer entschädigt wurden, wie lange sie galten usw. ,usw.
    Sondern einfach nur immer dieses Schlagwortartige Gelaber und auch noch falsche Informationen über die gesetzlichen Bestimmungen beim Goldverkauf an Edelmetallhändler.
    Selbst das Gold kein Bargeld ist, versteht er nicht.
    Das Columbo sein Gold abgestoßen hat, macht da auch Sinn.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

    1. Naja, @Helmut, meine Kommentare scheinen dich sehr zu beschäftigen. Wenn du dir so sicher bist, warum musst du Gold gefühlt dreihundertmal am Tag so vehement verteidigen?

  8. Der auf de Bombe sitzt

    @ Goldsklave,was Indien macht ist kontraproduktiv und erhöht die Nachfrage/ Preise. Dass Goldimporte die Importrechnung belasten ist ökonomisch gesehen purer Blödsinn, denn es sind Werte die das Volksvermögen erhöhen, im Gegensatz zu Energieimporten die verbraucht werden.Sie haben anscheinend nach stundenlangem Googeln wieder ein negatives Argument gegen Gold gefunden aber nicht einmal gemerkt,dass es positiv für den Goldpreis ist.Früher mussten Sklaven für ein Butterbrot hart schuften, die modernen Goldsklaven ( reiche Leute) müssen stundenlang googeln um ihre Rechthaberei zu befriedigen.
    Dass ein selbsternannter Aktien- Permabulle sich mit Gold die Gesundheit ruiniert und auf der hochexplosiven Aktienbombe ( Aktien sind Realwerte ? ? ) sitzt versteht kein normaler Mensch.
    Süchtige sind schwer zuheilen, also Herr Columbo googeln sie weiter nach negativen Goldkommentaren und werden sie glücklich dabei.

    1. Entscheidungen, wie sie Indien getroffen hat, machen Goldbugs nervös und aggressiv…durchaus verständlich. Bitte Ruhe bewahren, alles wird gut😊.

      1. Weit gefehlt, Columbo. Solche „Bitten“ einer Regierung sind Treibstoff für den Goldkauf. Und in Indien waren die Menschen schon Jahrtausende von Mißtrauen gegen ihre Regierung erfüllt, als wir noch gar keine hatten.

        Lass die Regierung noch die Einfuhrzölle erhöhen, das erhöht auch die Margen der Goldimporteure. Die freuen sich schon.

    2. Richtig, Goldkauf läßt Devisen abfließen, die die Regierung lieber verkonsumieren würde. Das ist alles.

  9. Columbo
    Ich muss Gold nicht verteidigen.
    Die Zahlen sprechen für sich.
    Das hat jeder in 2 Minuten gegoogelt.
    Wenn, dann vergleiche ich nur den Kapitalertrag von Gold und Silber über die verschiedenen Zeiträume.
    Die letzen 365 Tage.
    Das letzte Jahr.
    Die letzten 3 und 5 Jahre.
    Und die letzten 26 Jahre, in denen ich Gold in größerem Umfang besitze.
    Interessehalber auch die Goldpreisentwicklung seit 1971.
    Die hatte ich mit 2000 angesehen, bevor ich investiert hatte.
    Was in diesem Jahr passiert kann natürlich niemand sagen.
    Aber nach (in der Mitte) 80 % Kapitalertrag im letzten Jahr, können Gold und Silber meinetwegen auch einige Jahre seitwärts laufen.
    Außer Deinem substanzlosen Gelaber, könntest Du ja auch mal Zahlen in Deinen Kommentaren verwenden.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

    1. Naja @Helmut, wer beleidigt, zeigt Unsicherheit. Wenn die Argumente ausgehen, wird die unterste Schublade gezogen.

  10. Zahlenfriedhofmut-Fan
    Wer sich gleich hinter mehreren Pseudonymen versteckt, kann natürlich jeden beliebigen Unsinn schreiben, ohne ihn jemals vorgehalten zu bekommen.
    Als ich 2000 für 280 Euro Gold gekauft habe, gab es auch Schwätzer, die mir prophezeit haben, dass Gold wieder auf unter 35 Dollar fällt.
    Diese Leute gibt es immer.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

    1. Zahlenfriedhofmut-Fan

      Helmut, bist du in der Lage auf meinen Kommentar zu antworten oder nicht? Ich wiederhole:

      Mir tun die Leute leid, die Gold da oben bei 5500 und Silber bei 120 gekauft haben. Das ist doch das volle Desaster. Da kannst du noch soviel Zahlenfriedhöfe präsentieren. Das macht es nicht besser. Demnächst unterschreiten wir mal wieder die Werte vom Jahresanfang. Viel Spaß auf dem Weg nach unten – vor allem denen, die Short positioniert sind.

  11. Columbo
    Ja und, dann wird das Gold in Indien noch teurer.
    Ich denke, dass auch Gold in Europa bald mit der jeweiligen Mehrwertsteuer belegt wird.
    50 % Zoll für Europa wären mir auch sehr recht.
    Und auch der Kapitalertrag wird, wie ab 2009 bei Aktien, bei Gold auch versteuert werden müssen.
    Das kann sogar ganz schnell gehen.
    Zwei oder 3 Gründe mehr, um sich noch schnell mit Gold einzudecken.
    Und was ist dann passiert bei Hortern wie mir, die seit 26 Jahren ihre Edelmatalle haben?
    Wie heute bei den Silbermünzen.
    Der Wiener Philharmoniker 1 Unze Silber kostet im Handel etwa 112 Euro und im privaten Handem 80 bis 95 Euro.
    Die Unze Gold könnte ich dann an privat für 4.000 Euro verkaufen, aber der Händler muss schon 4.800 Eurro nehmen, plus Zoll.
    Wenn ich dann 4.400 nehme, würde ich sie bei Interessenten nach größeren Mengen, immer noch los.
    Egal ob gegen bar oder Überweisung.
    Noch ein Grund mehr für ein Zollfreilager außerhalb der EU oder Europas.
    Heute schon ohne Mehrwertsteuer und dann auch noch ohne Zoll.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

    1. „…Und was ist dann passiert bei Hortern wie mir, die seit 26 Jahren ihre Edelmatalle haben?…“

      Was passiert? Wenn eine oder mehrere Regierungen es wollen, wird dein Gold unverkäuflich, auch privat, weil es dann kriminalisiert werden könnte. (Solche Tendenzen sind heute schon sichtbar).
      Das kann mit Aktien nicht so leicht geschehen, da sie für einen Staat Ausdruck von Produktivität bedeuten. Gold ist hingegen totes Material, das in Händen der Bürger in kritischen Momenten den „Gelddruckstaaten“ mehr schadet, als nützt. Dann könnte es nur mehr zur Hortung in den Tresoren der Zentralbanken erlaubt sein.
      Also noch einmal: Gold ist (in meinen Augen) kein gutes Investment, aber in adäquaten Mengen eine Versicherung.

  12. Columbo
    Schon wieder nur Gelaber.
    Widerlegen doch mal meine Zahlen.
    Oder rede sie wenigstens schlecht.
    Und nicht nur mit fiktiven Goldverboten, als die Leute in den USA den aktuellen Goldpreis für das eingezogen Gold erhalten haben, während der Großteil der Aktionäre ruiniert war.
    Den enteigneten Goldbesitzern ging es viel besser, als den runierten Aktienvesitzer, denn die Goldbesitzer hatten keinen Dollar verloren.
    Was meinst Du denn wohl, wo in Deutschland oder Europa die Aktien stehen werden, wenn Gold verboten werden muss.
    Das ist die letzte Notbremse, damit der Goldpreis nicht ganz durch die Decke geht.
    In Deutschland hat schon mal eine Unze Gold 148 Billionen gekostet. Deutsche Billionen.
    Also mal ran, für einen Kommentar mit Substanz.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

  13. Die Lunte brennt und die Politik pennt

    Der Doktor liegt auffälligerweise fast immer falsch, keine Chance gegen den Dreifachmeister. Es gibt zuviele Theoretiker ohne gesunden Menschenverstand. Da passt der Spruch des weltweit bekannten Journalisten wieder. DIE AKADEMISCHEN WICHTIGTUER HABEN SÄMTLICHEN RESPEKT GEGENÜBER DER WERTSCHÖPFENDEN GESELLSCHAFT VERLOREN. Und es wird immer schlimmer, es gibt immer weniger echte Wertschöpfer, nur noch Gelddrucker, Influenzer, Krypto- Schürfer u.s.w. und naive Realisten,die total gehypte Luftaktien als Realwerte betrachten.

  14. Zahlenfriedhofmut-Fan
    Was soll ich auf soetwas antworten?
    Genauso hättest Du schreiben können:
    „So jung kommen wie nie mehr zusammen“.
    Aber wenn Du eine einfache Antwort möchtest:
    Bei etwa 11.000 Euro pro Unze hat der Goldkäufer, der zum Höchstpreis gekauft hat, etwa100 % Kursgewinn.
    Wann das sein wird weiß ich nicht. Aber von 2000 auf 4000 ging die Verdoppelung recht schnell.
    Mal sehen was kommt.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

  15. Zahlenfriedhofmut-Fan

    „Bei etwa 11.000 Euro pro Unze hat der Goldkäufer, der zum Höchstpreis gekauft hat, etwa100 % Kursgewinn.“

    Diese Aussage ist ungefähr genauso brillant wie z.B. zu sagen: „der Schnee ist weiß“.

  16. Zahlenfriedhofmut-Fan
    Aber Du verstehst es wenigstens.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

    1. Unverständnismut-Fan

      Helmut, bei dir bin ich mir allerdings nicht sicher.

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