Der Goldpreis gerät unter Druck, während sich die Lage an den Energiemärkten weiter zuspitzt. Der Krieg im Nahen Osten treibt den Ölpreis deutlich nach oben und sorgt gleichzeitig für neue Inflationssorgen. In Kombination mit einem stärkeren US-Dollar wächst damit die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank Fed ihre Zinsen länger hoch hält – ein Umfeld, das den sicheren Hafen Gold aktuell belastet.
Goldpreis fällt wegen Ölpreis-Anstieg
Der Goldpreis ist am Montag erneut gefallen. Belastet wurde das Edelmetall vor allem durch einen stärkeren US-Dollar sowie wachsende Sorgen über länger anhaltend hohe Zinsen. Gleichzeitig ist der Krieg im Nahen Osten in seine zweite Woche gegangen, während der Ölpreis in Richtung 120 Dollar je Barrel gestiegen ist.
Gold verlor zeitweise bis zu drei Prozent und fiel auf 5.015 Dollar je Unze, bevor eine Erholung einsetzte. Damit setzte sich der Abwärtstrend fort, nachdem das Edelmetall zuvor seinen ersten Wochenverlust seit mehr als einem Monat verzeichnet hatte.

Laut einem Bericht von Bloomberg reduzierten große Öl- und Gasproduzenten in der Golfregion ihre Förderung, während der Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran weiterhin keine Anzeichen einer Entspannung zeigt. Gleichzeitig legte der US-Dollar gegenüber allen wichtigen Währungen zu. Der Dollarindex stieg zeitweise um bis zu 0,7 Prozent.
Die Kombination aus steigenden Energiepreisen und einem stärkeren Dollar sorgt für zusätzlichen Druck auf den Goldmarkt. Höhere Ölpreise schüren Inflationssorgen in den USA, was wiederum die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass die US-Notenbank Fed ihre Zinsen länger auf einem hohen Niveau belässt oder sogar weiter anheben könnte.
Inflationssorgen belasten Edelmetalle
Die 10-jährige Benchmark-Rendite stieg am Montag auf über 4,2 Prozent. Steigende Zinsen wirken sich in der Regel negativ auf Edelmetalle aus. Wenn Kreditkosten steigen und der Dollar stärker wird, verliert Gold häufig an Attraktivität für Investoren.
Zusätzlich wurde Gold zuletzt auch als Liquiditätsquelle genutzt. Während die globalen Aktienmärkte eine stärkere Korrektur durchlaufen, verkaufen einige Anleger sichere Häfen wie Gold, um Verluste in anderen Anlageklassen auszugleichen oder Kapital freizusetzen.
Trotz der jüngsten Schwäche bleibt die Entwicklung des Edelmetalls im laufenden Jahr weiterhin stark. Seit Jahresbeginn ist der Goldpreis insgesamt um rund 18 Prozent gestiegen.
Ein wichtiger Treiber ist die anhaltend hohe Nachfrage der Zentralbanken. Vor allem die People’s Bank of China hat ihre Goldkäufe ausgeweitet und im Februar erneut Gold erworben. Damit verlängerte sie ihre Kaufserie auf mittlerweile 16 Monate in Folge.
Krieg und Geldpolitik im Fokus
Die weitere Entwicklung des Goldpreises hängt stark davon ab, wie sich der Konflikt im Nahen Osten entwickelt.
Ein relativ schneller Waffenstillstand könnte den US-Dollar und den Ölpreis schwächen, wodurch der Goldpreis wieder an Attraktivität gewinnt. Sollte der Krieg hingegen länger andauern, könnten sowohl der Dollar als auch die Renditen von US-Staatsanleihen weiter zulegen. Investoren würden dann höhere Inflation erwarten, was wiederum Zinssenkungen der Fed unwahrscheinlicher machen würde.
Der Metallanalyst Ed Meir von Marex Capital Markets erklärte in einer Analyse vom 7. März: „Es gibt eine Zeit zum Kaufen, eine Zeit zum Verkaufen und eine Zeit, einfach abzuwarten. Letzteres ist im Moment die bevorzugte Strategie.“
Konflikt treibt Energiepreise
Der Krieg im Nahen Osten befindet sich inzwischen im zehnten Tag. Am Wochenende hat Teheran einen neuen obersten Führer bestimmt und gleichzeitig seine Angriffe im Persischen Golf fortgesetzt. Israel griff unterdessen Treibstoffdepots in der iranischen Hauptstadt an und drohte mit Angriffen auf das Stromnetz der Islamischen Republik.
Besonders kritisch für die globalen Energiemärkte sind Angriffe auf Energieinfrastruktur sowie die Unterbrechung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus. Diese Meerenge ist eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt, über die normalerweise etwa ein Fünftel des globalen Ölhandels abgewickelt wird.
Die Störungen haben sowohl den Öl- als auch den Gaspreis deutlich steigen lassen und tragen damit zusätzlich zu Inflationssorgen auf den internationalen Märkten bei.
Aktuelle Preise am Edelmetallmarkt
Am Spotmarkt fiel der Goldpreis um knapp 1 Prozent auf 5.120,39 Dollar je Unze (Stand: 6:58 Uhr in Frankfurt).
Auch andere Edelmetalle gerieten unter Druck. Silber verlor 0,5 Prozent und fiel auf 84,10 Dollar. Platin und Palladium gaben ebenfalls nach.
Der Bloomberg Dollar Spot Index legte gleichzeitig um 0,5 Prozent zu, nachdem er bereits in der Vorwoche um 1,3 Prozent gestiegen war.
FMW/Bloomberg
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Ja, entsetzlich.
Der Goldpreis ist seit Anfang des Jahres nur um 20,14 % in Euro und 18,20 % in Dollar gestiegen.
Mehr als das doppelte als im langfristigen Zweijahres-Durchschnitt.
Ich denke, es muss wieder Papiergold verkauft werden, um gehebelte Aktien vor der Zwangs-Liquidation zu retten.
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
Die Agenda der Fed-Zinspolitik heißt zur Zeit: Inflation.
Der Goldpreis wird irgendwann fallen, vielleicht auch dramatisch, aber nicht während derart extremer geopolitischer Spannungen. Ich vermute, solange Trump oben ist, bleibt auch Gold oben.
6000 Dollar sind drin, wenn es so weitergeht. Allerdings, kaufen würde ich auf diesem Niveau keine einzige Unze.
Frei nach Rainer Maria Rilke: „Wer jetzt kein Gold hat, kauft sich keines mehr“ (Original: „Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr“ aus dem Gedicht „Herbsttag“).
Das könnte ein teurer Fehler werden. Gold kann und wird immer wieder mal fallen, aber der Kurs geht langfristig nach oben, weil Gold die Geldmenge widerspiegelt. Je mehr Geld geschaffen wird, desto höher der Preis für Gold in Geld, weil es DIE weltweite Reservewährung ist.
In Zeiten der Geldmengenausweitung ohne entsprechendes Wirtschaftswachstum ist Gold nicht nur die sicherste Anlage, sondern auch die beste Anlageklasse. Nur Einzelaktien können Gold dann schlagen, sieht man von Wetten aller Art einmal ab.
Ich gehe davon aus, dass falls wir die unruhigen Jahre überwinden und wieder in solide Verhältnisse kommen, Gold bis dahin näher bei 20.000$ als an 5000$ stehen wird.
Aber wenn die USA ein schnelles Ende im Iran hinbekommen und die EURP erfolgreich anläuft, kann dies vorübergehend ein neues Taper Tantrum auslösen, in dem der breite Markt Gold wieder für eine Zeit lang ignoriert. Das wird aber ein Strohfeuer sein, und Gold würde dann wieder zurückkommen, wenn sich die EU nicht völlig anders aufstellt und auch auf einen starken Wachstumskurs kommt.
Es ist aber gar nicht nötig, sich auf solche Überlegungen zu verlassen oder sie zu verwerfen. Gold kann 2000$ fallen und die guten Goldminen verdienen sich immer noch eine „goldene Nase“.
Für mich gilt unabhängig von allen Investitionsüberlegungen immer die Regel: Gold hat man zu haben. Es ist fahrlässig, kein Gold zu haben. Wer kein Gold hat und wer nicht von jedem Einkommen etwas spart, gehört zwangsläufig zu denen, die in jeder Krise nach dem Staat rufen. Das ist unbürgerlich und letztlich zerstört der ständige Interventionismus auch die Demokratie.
Das klingt sehr gut! Danke für deine Einschätzung und klingt sehr interessant.
Die Agenda der Notenbanken wird in Kürze von der Stagflation bestimmt sein.
Die Rohstoffkosten werden sich in den nächsten Monaten durch das System fressen und die Inflation ansteigen lassen.
Geld wird zunächst teurer. Das ist gerade in der Rendite der 10 jährigen deutschen Anleihe zu sehen. Von Anfang März bei einem Niveau von ca. 2,65 Prozent sind wir auf 2,9 Prozent hochgeflogen.
Das wird neben den inflationären Kosten auch noch Finanzierungen verteuern. Mit der Folge einer wirtschaftlichen Abkühlung.
Und was ist in einer Stagflation, langfristig gedacht, des Anlegers Liebling?
Ja @ Columbo, das kann alles sein.
Nur- dass Du kein Gold mehr kaufst, hast Du schon bei 2000 Dollar geschrieben.
Gut- ich habe auch keins mehr gekauft in den letzten 25 Jahren.
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
@Helmut, bevor du kein Gold verkauft hast, ist der Gewinn nur ein abstrakter Buchwert.
Vielleicht ist physischer Goldverkauf früher oder später für Privatleute nicht oder nur mehr eingeschränkt möglich. Tendenziell geht es ja in diese Richtung, siehe Bargeldabschaffungsversuche mittels zunehmend verschärfter Geldwäschebestimmungen. Und Gold ist nun mal Bargeld, das ja irgendwann wieder in den Geldkreislauf zurück muss. Wie sonst sollte man damit größere Anschaffungen bezahlen?
Wer in den nächsten Jahren physisches Gold verkaufen will, wird sich noch wundern, wenn er die Herkunft jedes Cents nachweisen muss, mit dem er Gold gekauft hat.
Ich bin jedenfalls heilfroh, das Zeug mit zwar sehr lästigem bürokratischen Aufwand, aber zu einem extrem guten Preis (in Relation zum Einkaufspreis) losgeworden zu sein.
https://www.derstandard.at/story/3000000305139/der-hohe-goldpreis-lockt-zum-verkauf-wie-schwer-ist-das
Columbo. Physisches Gold ist Geld und eine absolute Versicherung. Die Regierungen können Gold für den ganz einfach gestrickten Normie aus dem Bankgeschäft ausschließen, mehr nicht. Aber die Banken haben sich im Goldgeschäft doch schon längst selbst herausgenommen und spielen dabei gar keine Rolle mehr.
Und Depotgold ist immer völlig legal und transparent und sekündlich handelbar.
Das mit dem Buchwert trifft ein Stück weit auf Aktien zu. Aber da ist der reine Buchgewinn oder Verlust eine reale Größe, die z.B. ermöglicht, auf Margin zu handeln.
Ich finde junge Leute sollten ruhig auch mal mit etwas mehr Abenteuergeist an die Geldanlage gehen. Frei nach Kostolany: Wer Geld hat kann spekulieren, wer keins hat, muss spekulieren.
Ja, eine Versicherung mittels Gold zweifelt ja niemand an, aber eben in vertretbaren Mengen.
Vermögensaufbau/erhalt mittels Gold bringt einfach zu wenig Rendite (außer in Andalusien natürlich😉).
Depotgold, also „Papiergold“ ist in meinen Augen eine Absurdität: Es taugt weder zum
Vermögensaufbau/erhalt noch als Versicherung. Und hat oft ein Gegenparteirisiko.
Das stimmt nicht. Gold hatte Schwächephasen und die können auch wiederkommen. Wenn man Gold als Anlageklasse jedoch mit der Anlageklasse Aktien vergleicht, so liegt Gold sowohl ab Ende der Golddeckung als auch ab 2000 sehr gut. Derzeit über 10% p.a. und in manchen Ländern steuerfrei.
Nur zwischen 1980 und 2000 – für Sie wahrscheinlich eine prägende Zeit – kann man Ihr Argument gelten lassen. In der Zeit war Gold einfach nur Geld, weil die Börsen gut liefen und die Menschen absolut von der Geldillusion überzeugt waren. Das waren zugleich die Jahrzehnte, in denen die Boomer durch den Aufbau ihres Lebens die Wirtschaft boomen ließen.
Depotgold hat ein Gegenparteirisiko. Deswegen sollte man sich die Gegenpartei genau ansehen und dieses Gold als Versicherung für das Depot betrachten, nicht als „Prepper-Fluchtgold“. Es dient dazu im Verlaufe eines Börsencrashs gegen Aktien getauscht zu werden, weil es sich in diesen Fällen schneller erholt als der Aktienmarkt und während der Boomphasen nicht von der Inflation aufgezehrt wird.
Mein Gott Columbo.
Bitte nicht wieder die alte Leier, man hätte Schwierigkeiten Gold in bunte Zettel umzutauschen.
Das ist extrem weltfremd.
Legal erworbenes Gold kann immer gegen bunte Zettel (bis 5.000 Euro in bar) oder als Überweisung aufs Konto bis 50.000 Euro (ohne Ursprungsrechnung) bei einem Edelmetallhändler umgetauscht werden.
Natürlich gegen Vorlage des Personalausweis.
Wo ist da ein Problem?
Selbst wenn es enteignet werden sollte, wird es gegen bunte Zettel oder Bankguthaben umgetauscht.
Das war 1933 in den USA auch so.
Außer wenn das Gold illegal erworben wurde.
Kannst Du Dir nicht mal etwas neues einfallen lassen?
Ich brauche kein Gold verkaufen, sondern ich beleihe es für 10 Jahre z. B. für unser Penthouse bei einer schweizer Bank.
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
@Helmut, stimmt nicht genau. Die Banken beginnen sehr viel darunter, als bei 50.000 nachzufragen und bei geringsten Zweifeln müssen sie Meldung ans Finanzamt zu machen.
Wenn das Geld dann noch vom Ausland kommt, wird’s noch kritischer, wenn man nicht alles haarklein belegen kann und schon vorher deklariert hatte.
Klar, wenn alles legal war und immer deklariert wurde, wird alles gutgehen. Aber lustig ist das nicht.
Ich glaube, vielen ist echt nicht nicht bewusst, das physischer Goldverkauf mit einigen Schwierigkeiten verbunden ist. Es ist ja auch so gewollt, Bargeld und Gold sollen weg aus den den Händen der Bürger, hast du das noch nicht mitbekommen? Als Krall-Fan weiß man das ja, oder?
Frage: Wenn du Gold, das sich im Ausland befindet, beleihst, kommt da nicht beispielsweise die Frage, ob du das Auslandvermögen deklariert hattest?
Und warum genau wird irgendwann der Goldpreis fallen?
Haben Sie da immer noch die 500 Dollar pro Unze im Hinterkopf?
Ist dies nicht vielleicht die unseriösere Spekulation auf vollkommen weltfremde Preiserwartung und jeglicher Ignoranz der grundlegenden Tendenz bei der Entwicklung der Fiatgeldsysteme?
In welcher Währung wird denn der Goldpreis fallen?
Wieviel kann man sich denn in 10 Jahren noch mit 500 Dollar kaufen, wenn die US Staatsverschuldung exponentiell weiter wächst?
Ist es überhaupt naheliegend und sinnvoll den Wert des Goldes in einer sterbenden Fiatwährung zu bemessen?
Warum ist denn jetzt aktuell ein schlechter Zeitpunkt für den Goldkauf, wenn jemand langfristig denkt?
Warum gibt es denn überhaupt noch Käufer, wenn doch alle die gleiche Bauernschläue haben und es doch so gut wie sicher ist, dass man doch viel „günstiger“ Gold erwerben kann?
Warum kaufen die Hüter der Finanzstabilität (die Notenbanken) Gold, wenn sie doch erkennen müssten, dass der Preis aktuell vollkommen überbewertet und ungerechtfertigt ist und nur noch vielleicht bis 6000 Dollar steigt um dann, vielleicht auch dramatisch zu fallen.
Sind die derzeitigen Käufer einfach nur Dumm und haben wenig Ahnung vom Finanzsystem?
Ist nicht vielleicht unsere Fiatwährung im Vergleich zu andern vollkommen überbewertet, bei der demografischen und wirtschaftlichen Entwicklung?
Europäische Autos zum Beispiel sind und werden keine Erfolgsstory mehr in den wirtschaftlich aufstrebenden Nationen werden.
Weder Preislich aufgrund viel zu teurer Herstellungskosten, noch Technologisch (und das ist viel gravierender).
Das Thema ist durch und wir können zusehen, wie die europäische Fahrzeughersteller in den wichtigen Märkten in die Bedeutungslosigkeit verschwinden werden.
Mit welcher europäisch arroganten und überheblichen Reaktion ein Herr F.M. aus Deutschland sich eine Roboterschau in China angeschaut hat, ohne zu begreifen, dass die Volkswirtschaft, die diese Technologie hervorgebracht hat, uns mit einem Lächeln in die Bedeutungslosigkeit katapultieren wird, fand ich sehr bezeichnend für den Zustand unserer Gesellschaft.
Wie leistungsfähig sind wir überhaupt noch in Europa, wenn schon in den Schulen die Kinder lernen, dass deren eigene Bedürfnisse an erster Stelle stehen.
Autorität wird verabscheut und gesellschaftlicher Zusammenhalt nimmt schneller ab, als die Schuldentragfähigkeit.
Dramatisch wird daher wohl ehr der Absturz der ehemaligen Industrienationen mit samt deren Finanzsysteme.
Der Konflikt zwischen den beiden Blöcken, also der ehemaligen Industrienationen und den aufstrebenden Industrienationen oder Rohstoffnationen wird so schnell nicht enden und sich tendenziell noch verstärken.
Nicht die Europäer werden sich in 20 Jahren den Luxusurlaub gönnen, sondern Europa ehr zu einem Freilichtmuseum eines gescheiterten Systems für die werden, die eine leistungsfähige Volkswirtschaft vorweisen können.
@Gesellschaftskritiker
Sie sollten Gold kaufen, egal zu welchem Preis😄.
Jeder sollte Gold kaufen, der noch keins hat.
Davon abgesehen ist das oben gezeichnete Bild leider realistisch, wen wir nicht einiges ändern.
Die Moral der Geschichte ist, kaufe so lange du noch was mit deiner überbewerteten Währung kaufen kannst.
Noch bekommt man mehr Gold dafür, als man eigentlich bekommen sollte.
Denn es ist die kränkelnde Währung, der viel zu viel Wert zugesprochen wird 😉
Noch sind wir im Dornröschenschlaf.
Leider wird kein Prinz in Form von Wohlstand vorbei kommen und uns wach küssen.
Es wird wohl ehr der Wohlstandsverlust kommen und uns den Todeskuss geben.
In Italien weiß man ja, was das bedeutet 🤗
@Gesellschaftskritiker
Wenn wir im Dornröschenschlaf sind, kommt auch der Prinz. Sonst wären wir nicht im Dornröschenschlaf.
Ne, Columbo.
Dornröschen ist heute ne Lesbe die nicht schläft und den Prinzen wegen Stalking anzeigt. Diese reaktionären Vorstellungen passen heute nicht mehr.
@Felix
Reaktionäre Vorstellungen und Schlaflosigkeit würde ich eher Kommentatoren zuordnen, die im Trio rund um die Uhr etwa 80 % der FMW-Kommentare liefern, während sie seit Jahren nichts Neues zum Erkenntnisgewinn beizutragen haben 😘
Womöglich sind Sie aktuell etwas frustriert, weil die Epstein-Akten Ihre bewundernswerten Prinzen, Autokraten und Tech-Broligarchen nicht nur hinsichtlich Stalking belasten.
Vielleicht schwingt auch nur etwas Frust mit, weil das demokratische Wahlergebnis in Baden-Württemberg von gestern so gar nicht in Ihr angeblich «sozial-liberales» Weltbild passt.
Wer sich so beharrlich von pandemischen, geopolitischen, klimatischen, wissenschaftlichen, gesellschaftlichen und auch ethischen Entwicklungen entkoppelt, wirkt nicht wie ein disruptiver Prinz, sondern eher wie ein rehäugiges Rapunzel aus der achten Klasse – mit Hoffnungszopf aus der depressiven Goldbug-Szene: tief verhangen in den Denkmustern des letzten Jahrhunderts, während sich draußen die Welt in schwindelerregendem Tempo weiterdreht.
Vielleicht können wir uns darauf einigen, dass eine divers bzw. nicht-binäre Person im Prinzenkostüm in Form des Wohlstandsverlustes kommt?
Ja, eine Versicherung mittels Gold zweifelt ja niemand an, aber eben in vertretbaren Mengen.
Vermögensaufbau/erhalt mittels Gold bringt einfach zu wenig Rendite (außer in Andalusien natürlich😉).
Depotgold, also „Papiergold“ ist in meinen Augen eine Absurdität: Es taugt weder zum
Vermögensaufbau/erhalt noch als Versicherung. Und hat oft ein Gegenparteirisiko.
Was wäre z. B. nun tragisch daran, wenn Gold im Jahr 2026 nur seitwärts laufen würde?
Und 2027 auch noch.
Das kann doch unmöglich so weitergehen mit den Kurssteigerungen.
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
@Helmut, nichts wäre daran tragisch. Es wäre mir komplett egal😂.
Ok, @Felix, als Depotbeimischung lasse ich Gold noch gelten. Und die paar im Mantel oder Gürtel versteckten Flucht-Münzen (die dann am Checkpoint doch jeder findet).
Aber man kann einem 20jährigen sicher nicht raten, sein Vermögen mit Gold aufzubauen. Da sind sich nun wirklich alle einig, die was von Geldanlage verstehen.
Außer natürlich die üblichen Prepper, Crashpropheten und religiösen Goldanbeter. Aber das ist eine Minderheit, die allerdings umso lauter sind😉.
Das sind sich nicht alle einig. Die Portfoliotheorie empfiehlt einen deutlichen Goldanteil für jedes Depot, weil es nicht korreliert ist und Kaufkrafterhalt bietet. Es kommt natürlich darauf an, wieviel Geld jemand zur Verfügung hat und wann er anfängt. Dazu:
1. Heutzutage gibt es kleinste Sparpläne, man kann also aufteilen.
2. Das dümmste ist immer gewesen, auf das gerade aktuelle Pferd zu setzen. In unserem Fall: Tech und Index. Wenn etwas 20 Jahre gut gelaufen ist, ist es höchste Eisenbahn nachzudenken.
Die Idee, dass Gold keinen Gewinn bringt unterschlägt, dass alle Gewinne nur in Fiat anfallen und Gold langfristig den unausweichlichen Kaufkraftverlust ausgleicht. Deswegen läuft Gold besser als alles andere in der Stagflation.
„…Das dümmste ist immer gewesen, auf das gerade aktuelle Pferd zu setzen…“
Richtig: In unserem Fall Gold!
Sehe ich anders, bei Gold ist noch nichts wild. Aber auch wenn das das ATH wäre, würde ich dabei bleiben: wer keins hat, sollte etwas kaufen, und niemand sollte alles auf einen schlag kaufen.
5000 $/Unze sind ziemlich wild. Aber man kann sich alles schönreden.
„Schönreden“ findet im Mainstream statt. Auf der Seite der Contrarians wird das nicht ernst genommen. Man schaut auf Zahlen, Verhältnisse und sammelt anekdotische Evidenz. Letzteres wird immer wichtiger weil die „Wissenschaft“ mit Zeitablauf durch dem Mainstream immer mehr okkupiert wird.
Ein Verhältniszahl gefällig? Bei der „Vorübergehenden“ Aufhebung der Golddeckung waren die US-Staatsschulden noch zu 17% durch Gold gedeckt. Würde man dies heute wieder al Sicherheit implementieren, läge der Preis für eine Unze bei 25.000$. Würde man zur 40% Deckung der 40er Jahre zurückkehren (müssen). lägen wir bei 55.000$.
Das sind alles keine Preisziele, es sind Relationen, die das Potential beschreiben.
„…Die Portfoliotheorie empfiehlt einen deutlichen Goldanteil für jedes Depot…“
Auch richtig, 5-15% Goldanteil des liquiden Vermögens.
Eher 10 bis 20%. Aber mir geht es darum, dass heute fast niemand Gold hat. Somit müßte man es empfehlen, und nicht abraten.
Helmut hat alles in Edelmetall, dass empfehle ich auch nicht. Man muss aber mit Blick auf die Geschichte feststellen, dass damit niemand schlecht gefahren ist. Man läßt Potentiale nach oben aus, aber historisch ist Gold die bessere Wahl als „MSCI World“ und das wird auch so bleiben.
Warren Buffett und all die anderen bekannten Investoren sind überwiegend NICHT mit Gold reich geworden. Viele junge Leute haben mit Aktien-ETF’s und NICHT mit Gold frühzeitig die finanzielle Freiheit erlangt.
Noch einmal: Gold spielt beim Vermögensaufbau eine untergeordnete Rolle. Es ist und bleibt eine Versicherung.
Columbo
Teile der Aktienmärkte sind ab 2009 besonders gut gelaufen. Der MSCI Word war auch in dieser Zeit eine schlechte Entscheidung. Die Maßnahmen der Zentralbank haben das zusätzlich befeuert und die FED iVm der COMEX arbeiteten gegen Gold. Diese Zeit ist nicht typisch für das gesamte Wirtschaftsleben. Aktien laufen im inflationären Wachstum generell besser als Gold, das ist logisch. Diesmal galt das aber nur für Growth. Aber es gibt auch Zeiten in denen die Inflation das Wachstum überwiegt. Dann schlägt Gold zu. Der Blick in der Rückspiegel bringt nur etwas, wenn er die gesamte Vergangenheit in den Blick nimmt und man die richtige Einschätzung der weiteren Zukunft daraus schlussfolgert.
Bis 1971 war Gold nur Geld. Nach 1971 ist Gold immer noch Geld, aber zusätzlich gleicht es die Inflation aus und kann zeitweilig überperformen.
Mein Gott Columbo
Du schreibst:
…Wenn das Geld dann noch vom Ausland kommt…
Welches Geld soll aus dem Ausland kommen, wenn Gold verkauft wird???
Das Geld kommt dann von dem Edelmetallhändler.
Und – wer verkauft schon Gold über eine Bank?
Nocheinmal:
Edelmetallhändler zahlen bis zu 5.000,00 Euro auf Wunsch in bar aus. Ab 50.000 Euro muss die Kaufrechnung vorgelegt werden.
In jedem Fall muss beim Verkauf immer der Ausweis vorgelegt werden.
Wenn Du zwingend bei einer Bank verkauft hast, dann wird das Gold z. B. beliehen sein.
Dann bleibt Dir natürlich nur die Bank.
Als wir für das Darlehen für unsere Penthouse beantragt haben und Gold dafür hinterlegt haben, mussten wir auch den Nachweis über den Kauf des Goldes erbringen.
In der Schweiz bei Beträgen über 100.000 Schweizer Franken.
Es kann auch das Finanzamt sein, das das Gold „einfriert“ weil z. B. noch Steuerschulden in erheblichen Umfang offen sind.
Dann wollen sie nicht, dass der Steuerschuldner erst das Gold in die Hände bekommt, was bei de Bank eingefroren ist. Also muss der Verkauf auch über die Bank erfolgen.
Wer sein Gold frei zur Verfügung hat und über eine Bank verkauft, muss seinem Geld böse sein.
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
@Helmut, meine Frage ging eher in Richtung Deklaration des Auslandsvermögens. Meines Wissens muss jeder EU-Bürger, der im Ausland Vermögen besitzt, dieses deklarieren.
Wenn dies nicht gemacht wurde und es kommt Geld vom Ausland auf das Konto des Betroffenen, könnte es Fragen vom Finanzamt geben.
Aber vielleicht ist in Spanien ja alles ganz anders.
Und noch was @Helmut: Du brauchst nicht gleich unwirsch reagieren. Ich frage, weil es mich interessiert, nicht weil ich dich beunruhigen oder dir die Freude am schönen Gold trüben möchte.
Und…du musst mir ja nicht antworten.
Haĺlo Columbo, ich habe gar kein Auslandsvermögen mehr.
2014 und 2024 habe ich den Freibetrag ausgenutzt und es verschenkt.
Das ist natürlich an Bedingungen geknüpft, wozu auch ggf. die Rückforderung gehört.
Für solche Dinge gibt es schlaue Rechtsanwälte.
Ich wüsste nun nicht, dass die Beschenkten in Deutschland Auslandsvermögen deklarieren müssen, wenn dieses keine Steuerpflicht erzeugt.
Wenn doch, bitte ich um einen Hinweis.
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
@Helmut, meines Wissens muss Auslandsvermögen beim Fiskus deklariert werden mit möglichen unangenehmen Folgen bei Nichtbeachtung.
Aber bitte einfach selbst recherchieren.
@ Columbo, haben sie das Goldthema nicht schon seit Monaten durchgekwatscht? damit dauernd den Andalusi provoziert und dann seine Rechtfertigungen als Wiederholung kritisiert, Ist das ein erfülltes Leben eines Rentenarztes, sie könnten mit ihrem enormen Wissen der Gesellschaft mit humaner Arbeit etwas zurückgeben statt ihre Zeit auf FMW zu verblödeln.
Hallo @ Berufskollege
da bin ich als Corona – Ungeimpfter von Columbo noch gang andere Sachen gewöhnt.
Und dann als angeblicher Arzt.
Viele Grüße aus Andalusien
Helmut
Dazu muss man sagen, dass sehr viele Ärzte versagt haben. Aber es gab auch viele Ärzte, die sich schlicht dem Druck ihrer dummen Patienten gebeugt haben. Ähnlich ist es beim Staat: der muss auch mit den Wählern arbeiten, die da sind. Und solange die den wählen, der „Freibier“ am überzeugendsten verspricht, kann sich in einer Demokratie wenig ändern.
„…angeblicher Arzt…“
@Helmut, hatte ich dir nicht einmal erklärt, ich sei Berufsharfenist (Berufsharfenspieler)? Schon vergessen?🤣
Warum sollte man als 20-jähriger keinen Goldsparplan haben?
Wenn ich ab meinem 19. Lebensjahr, 1971 angefangen wäre Gold anzusparen, dann hätte ich in den letzten 55 Jahren im Schnitt jedes Jahr etwa 10 % Kapitalerträge gehabt.
Da kann man nicht meckern.
Stattdessen musste ich schon mit 17 Jahren Zwangsbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen.
Erst dann konnte ich als selbständiger Handwerker aus der gesetzlichen Rentenversicherung austreten.
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
Hallo @ Felix
Aber es gibt nur eine Unze Gold pro Erdenbürger.
Daher muss man den Leuten erzählen, dass es doch viel bessere Produkte gibt, bei denen die Banken oder Vermögensverwalter noch 30 Jahre mitverdieben können.
Ich bin nun seit 2022 (wegen der Umschichtung) 50/50 in Gold und Silber investiert.
Jedes Prozent Kurssteigerung bring mir etwa 45.000 Euro.
Im Mittel waren das in den letzten 365 Tagen etwa 100 % Kurssteigerungen.
Dazu kommen noch unsere Renten, von denen wir gut leben können und unsere bezahlte Immobilie.
Ich lasse es so laufen.
Wenn Silber über 150 steigt, werde ich wohl davon wieder die Hälfte in andere Edelmetalle
umschichten.
Wenn die Kurse für Gold und Silber um 50 % fallen würden, ändert sich auch nichts an unserem Leben.
Mal sehen was kommt.
Viele Grüße aus Andalusien
Helmut
So ist das. Die Menschen werden absichtlich von Gold und Silber ferngehalten. So manch einer, der den neuesten Hype promotet, weil das sein Job ist, fährt dieser Tage wieder fette Dividenden mit Rio Tinto ein und hat sein persönliches Gold im Sack.
Ich bin bei ihnen, dass jemand der sich absolut nicht mit Börse und Wirtschaft befassen willen, am besten einfach in Edelmetall investiert. Aber ich halte es auf der anderen Seite für unabdingbar notwendig, dass sich möglichst viele mit Börse und Wirtschaft befassen, weil dies ein Wissensfundament erschafft, was für den Bestand einer bürgerlichen Demokratie langfristig erforderlich ist. Nur so können Sie an die Politik sinnvolle Forderungen stellen.
Nehmen wir als Extremfall die Linke. Die Wähler haben ja völlig recht, dass sie bessere Lebensumstände wollen, aber alles was die Linke anbietet, würde ihre Lebensumstände bei Umsetzung nur weiter verschlechtern. Das ist die Folge von wirtschaftlicher Unwissenheit.
Columbo
Über 4,5 Millionen Vermögensaufbau. (wie Du sagst über die Versicherung Gold) reichen mir.
Heute sind wieder über 60.000 Euro dabeigekommen.
Vermögen im Ausland, das keinen steuerpflichtigen Ertrag erwirtschaftet, muss in Deutschland nicht angegeben werden.
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
„…Vermögen im Ausland, das keinen steuerpflichtigen Ertrag erwirtschaftet, muss in Deutschland nicht angegeben werden…“
Dies scheint ein weit verbreiteter Irrtum zu sein.
„Vermögensaufbau mit Gold“
Ausnahmen bestätigen die Regel.
Columbo
Selbst als Berufs- Harfenspieler solltest Du wissen, dass in Deutschland keine Auslandsvermögen angegeben werden müssen, wenn sie keine steuerpflichtigen Kapitalerträge generieren.
Da kannst Du noch so viel auf Deiner Harfe zupfen, es ist so.
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
@Helmut
Meine Nachforschungen ergaben, dass Auslandsvermögen in jedem Fall deklariert werden muss, auch wenn es keine Einkünfte erzielt.
Aber ist ja egal, ich hab jetzt leider keine Zeit, weiter zu diskutieren, muss für das morgige Harfenkonzert üben🤣🤣🤣.
Regie? Hallo Regie! Ich höre gerade, die Leitungen stehen! Wir schalten um zu unseren Außenreporterinnen…
https://www.youtube.com/shorts/WbUP4vMLe1U
https://www.youtube.com/shorts/HDw5w0yMt8I