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Gold/Silber

Goldpreis fällt – was ist da los? Achtung, heute noch wichtige Daten

Claudio Kummerfeld

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Gold Barren

Der Goldpreis leidet aktuell unter einer optimistischen Grundstimmung am Kapitalmarkt. Massenunruhen in den USA, Coronakrise, Arbeitslose, alles egal. Die Zukunft wird rosig aussehen, die Aktienkurse steigen, auch die Renditen für Anleihen gehen etwas nach oben. Also, warum noch Gold halten? Diese Grundstimmung kann sich nach neuen Konjunkturdaten schnell wieder drehen, aber aktuell ist die positive Grundstimmung vereinfacht gesagt die Lage. Gestern sprachen wir noch über das Aufwärtspotenzial für Gold. Die Inhalte haben sich nicht geändert. Handelskrieg-Eskalation (möglich, aber aktuell nicht auf der Tagesordnung), schwächerer US-Dollar usw. Derzeit interessiert das nicht. Gold macht eine Pause. Der Goldpreis schaffte es bis gestern Nachmittag noch anzusteigen auf 1.745 Dollar. Aber dann kam der Absturz auf bis zu 1.721 Dollar bis 18:30 Uhr.

Euphorie blockiert Anstieg im Goldpreis

Gestern zum Start des Kassa-Handels für Aktien in New York konnte der Dow 30 gut 180 Punkte zulegen. Das war zudem Zeitpunkt wohl zu viel für die ALGOS (Computerprogramme), die dann womöglich Gold verkauften. Seitdem sieht man Schwäche im Goldpreis. Heute früh ging es weiter bergab von 1.725 auf jetzt 1.718 Dollar. Grund hierfür war ein besser als erwarteter Einkaufsmanagerindex aus China, der für die Dienstleistungen im Mai mit einem Indexstand von 55 vermeldet wurde (44,4 im April). Mit einem Wert von über 50 zeigt der Index an, dass wieder Wachstum vorhanden ist!

Achtung Konjunkturdaten

Gute Konjunkturdaten sind tendenziell eher Gift für Gold. Im Chart sehen wir seit gestern Vormittag den Goldpreis in rot-grün gegen den Dow 30 auf CFD-Basis in blau. Die Stärke anderer Assets (mehr Risikobereitschaft im Rahmen einer anhaltenden Euphorie) hält Gold derzeit zurück. Schlechte Konjunkturdaten und/oder eine technische Korrektur bei Aktien kann Gold wieder Auftrieb verleihen. Heute um 14:15 Uhr könnte es zu so einem Ereignis kommen. Stets zwei Tage vor den offiziellen staatlichen Daten werden die ADP-Arbeitsmarktdaten für den Vormonat in den USA veröffentlicht. Heute ist es soweit. Schlechter als erwartete Daten könnten Aktienhändler schockieren, und den Goldpreis pushen. Oder eben auch nicht, wenn die Daten nicht überraschen. Übrigens: Naeem Aslam von Avatrade erwähnt heute Marktspekulationen, wonach der Goldpreis durch die Decke gehen könnte, falls Donald Trump seine „diktatorischen“ Züge entfalten und das Militär gegen Demonstranten und Krawallmacher einsetzen sollte.

Aber wie es bisher auch lief, könnte diese mögliche Aktion von Trump den Markt auch völlig kalt lassen. Also, es bleibt dabei. Gold pausiert. Es gibt aber gute Gründe anzunehmen, dass dies eine Art Lauerstellung ist, und bei gegebenem Anlass im Goldpreis viel möglich ist auf dem Weg nach oben. Ipek Ozkardeskaya von Swissquote ist heute der Meinung, dass das Edelmetall für den Fall eines plötzlichen Umschwungs in der globalen Risikobereitschaft auf der Lauer liege, da einige Anleger der Meinung seien, dass die aktuelle Marktrallye (in Aktien) überbewertet scheint und eine Korrektur eher früher als später bevorstehen dürfte. Wichtig: Nach den ADP-Daten um 14:15 stehen um 16 Uhr deutscher Zeit heute noch ISM-Daten in den USA an, die den Markt ebenfalls bewegen können!

Goldpreis vs Dow seit gestern früh

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Gold/Silber

Gold: Die Korrektur ist noch nicht vorbei, ausser das passiert..

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am

Die sehr schwache Performance, welche sich in der vergangenen Handelswoche bei Gold eingestellt hat, konnte die jüngste Betrachtung gut nachvollziehen. Mit dieser Performance folgt das Edelmetall meiner letzten Sichtweise, wie diese im Chart dargestellt ist. Das Tragische daran ist, dass sich Gold nach wie vor im Korrekturmodus befindet und aller Voraussicht nach diesen Zustand zeitnah auch nicht verlassen wird. Die im Chart dargestellte größere Trendwende ist mit der aktuellen Korrektur noch nicht gemeint.

Ausblick für Gold:

Das mehrfache Überschreiten des Widerstandes bei 1.910 USD (0.50-Retracement) ist für sich genommen ein positives Vorzeichen auf die zu erwartende Entwicklung. Doch wurden diese Schritte immer wieder abverkauft, sodass sich der positive Effekt in sehr engen Grenzen hält. Im weiteren Verlauf von Welle (x) wird Gold noch bis zur 0.76-Linie (1.943 USD) steigen; für wesentlich mehr wird die Kraft indes nicht reichen. Die auf dem gleichen Niveau liegende Trendkanallinie unterstützt dieses Szenario zusätzlich und zudem noch sehr massiv.

Gold befindet sich nach wie vor in der Korrektur
Mit der sich anschließenden zweiten Welle (a), der komplexen Korrektur (abc-x-abcde), wird der übergeordnete Abwärtstrend bei Gold wieder aufgenommen. Das Potenzial dieser Korrektur wird sich nicht dramatisch darstellen und sollte bereits auf dem Niveau des 0.38-Retracements (1.810 USD) erschöpft sein. Andererseits würde sich erst durch einen signifikanten Sprung über den 0.76-Widerstand bei 1.943 USD ein positives Signal generieren. Diesen Schritt erwarte ich für den hier abgebildeten Zeitraum nicht.

Fazit:

Die derzeit noch laufende Korrektur steht einem Engagement bei Gold, besonders auf längere Sicht, entgegen. Ein kleines Signal würde über der 0.76-Linie (1.943 USD) entstehen.

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Aktien

Dax-Wochenausblick: Test der 1.000 Punkte Range – folgt bald der Ausbruch?

Stefan Jäger

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Im folgenden Video bespricht Marius Schweitz von Projekt30 die abgelaufene Woche im Dax und gibt einen ausführlichen Ausblick auf die kommende Handelswoche. Dabei geht er konkret auf die übergeordnet Seitwärtsrange ein und zeigt mögliche Szenarien auf, wie sich die ausgebildete 1.000 Punkte Range auflösen könnte. Im deutschen Leitindex haben sich sehr spannende Chart-Formationen herauskristallisiert, die auf eine große Bewegung hindeuten. In dem Video sehen Sie aber nicht nur einen Dax-Ausblick, sondern auch noch weitere Einschätzungen zum Dow Jones, Bitcoin, Gold, Euro, Softbank und Deutsche Bank.

Die Setiwärtsrange im Dax von Juli bis Oktober

Im März startete die rasante Corona-Rally, die viele Anleger als die „meistgehasste Rally aller Zeiten“ betiteln, aber seit ein paar Monaten ist sie ins Stocken geraten. Zwischen März und Juli kannte der deutsche Leitindex im Grunde nur eine Richtung – nämlich gen Norden. Im Juli hat der Anstieg aber erstmals ein abruptes Ende gefunden, nachdem der Dax das Hoch bei 13.315 Punkten erzielt hatte. Seitdem konnte er diesen Bereich nur zweimal wieder erreichen. Zum einen am 03.09. mit dem Hoch bei 13.460 und schließlich noch einmal am 14.09. bei 13.339.

Demgegenüber stehen zusammen mit dem Tief vom letzten Donnerstag drei Marken, die die Unterkante der Range bilden. Die drei Punkte setzen sich aus dem August-Tief (03.08.) bei 12.365, dem September-Tief (25.09.) bei 12.341 und schließlich dem Oktober-Tief (22.10.) bei 12.345 zusammen. Aus diesen drei Marken hat sich ein starker Unterstützungsbereich gebildet. Als zusätzliche Unterstützung kann man noch das Tief von Anfang Juli bei 12.254 hinzuzählen. Ein Bruch der Range-Unterkante dürfte folglich einem kräftigen Impuls auf der Unterseite auslösen. Erfahrungsgemäß wird die gleiche Höhe der Range in die entsprechende Richtung abgearbeitet. Angenommen, dass der Ausbruch im Dax auf der Oberseite gelingt, dann ergibt sich daraus ein Ziel bei 14.340 Punkten. Dementgegen liegt das Ziel bei einem Ausbruch auf der Unterseite bei 11.340 Punkten.

Dax-Wochen-Ausblick KW44 - 1.000 Punkte Seitwärtsrange von Juli bis Oktober

Aktuelle Chart-Fomationen im Dax

Auf verschiedenen Zeitebenen haben sich im Dax interessante Chart-Formationen entwickelt. Zum einen hat sich im 10-Minuten-Chart ein Descending Broadening Wedge (DBW) ausgebildet, das eine bullische Formation darstellt. Im Stundenchart ist zudem ein großes DBW-Wedge aktiv, das bei einer Auflösung hohe Ziele auf der Oberseite ermöglicht. Auf der bärischen Seite sehen wir außerdem noch eine aktive Wolfe Wave (Keil), die den bärischen Trigger bei 12.341 auslösen könnte. Dadurch würden sich Kurse unter der 12.000 Punkte-Marke ergeben. Auf Tagesbasis hat sich zwischen Juli und Oktober zusätzlich eine SKS gebildet. Sowohl die genannten Formationen, als auch die wichtigen charttechnischen Marken für die kommende Woche werden ausführlich und für jeden verständlich im Video erläutert.

Fazit

Der Dax steht vor einer ausschlaggebenden Richtungsentscheidung, diese kann eine Bewegung von mehr als 1.000 Punkten einleiten. In dem Video-Ausblick wird ausführlich auf die möglichen Szenarien eingegangen. Insbesondere die von Marius Schweitz herausgearbeiteten Chart-Formationen sind sehr sehenswert und zeigen die Möglichkeiten auf, wie es im Dax in der nächsten Woche und darüber hinaus weitergehen kann. Zudem erscheint für alle Leser und Leserinnen von Finanzmarktwelt ab Montag wie gewohnt der DAX daily. Viel Spaß beim schauen des Videos.

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Gold/Silber

Goldpreis wacklig unterwegs – Achtung US-Dollar und US-Renditen

Claudio Kummerfeld

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Ein Barren Gold

Gestern berichteten wir über das größere Bild für Gold, und warum der Goldpreis nach einem Biden-Wahlsieg in den USA eventuell spürbar steigen könnte (hier der Artikel). Heute schauen wir auf die Tagesaktualität. Die Gold-Bullen könnten im Keller verschwinden und stundenlang schreien vor Wut. War der Goldpreis noch vorgestern auf 1.931 Dollar gestiegen, und sah es endlich nach dem großen Durchbruch nach oben aus, so rauschte das Edelmetall gestern mal wieder unter die Marke von 1.900 Dollar, auf bis zu 1.893 Dollar im Tief.

Goldpreis mit Blick auf US-Dollar und Anleiherenditen

Aktuell notiert der Goldpreis bei 1.909 Dollar. Nach fast zweitägigem Ansteigen zeigt der US-Dollar seit heute wieder Schwäche. Der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen) fällt heute von 93,08 auf 92,69 Indexpunkte. Kann man ein Niveau im Goldpreis von um die 1.900 Dollar inzwischen als charttechnische Unterstützungsmarke betrachten? Schwer zu sagen. Auf jeden Fall ist es seit Wochen ein elendiges Rauf und Runter um diese runde Marke.

Wichtig für Gold-Bullen ist, dass die Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen seit einigen Tagen am Steigen ist. Binnen genau einer Woche steigt sie von 0,73 Prozent auf 0,85 Prozent. Damit werden Anleihen in Relation zum zinslosen Gold also wieder attraktiver, was den Goldpreis anfälliger für Rückschläge macht.

Die Analysten der Commerzbank merken in einem aktuellen Kommentar zu Gold an, dass die steigenden US-Renditen womöglich auch der Grund seien, dass ETF-Investoren gestern den dritten Tag in Folge Positionen verkauft haben. In den letzten drei Tagen summieren sich die Abflüsse auf 7,6 Tonnen. Auch einige spekulative Finanzinvestoren könnten laut CoBa weitere Long-Positionen geschlossen haben. Einen Eindruck hierüber gebe die CFTC-Statistik heute Abend.

Der folgende Chart zeigt seit Dienstag Abend in rot-grün den Goldpreis gegen den Dollar-Index in blau. Der ganz aktuell fallende US-Dollar könnte heute Mittag dem Goldpreis Aufschub verleihen. Aber man vergesse bitte wie gesagt nicht die steigenden US-Renditen. Und es ist weiterhin unklar, wie nun mit dem möglichen Konjunktur-Stimulus in den USA verfahren wird.

Chart zeigt Vergleich zwischen Goldpreis und US-Dollar

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