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Gold/Silber

Goldpreis ist der Fed-Gewinner – die aktuelle Lage

Claudio Kummerfeld

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Gold Barren Stapel Beispielfoto

Gestern war es soweit. Die Fed senkte zwei Wochen vor der offiziellen Sitzung und einen Tag vor einer vermuteten Erhöhung die Zinsen, und dann gleich um 50 Basispunkte! Die Aktienmärkte zeigten sich enttäuscht, und Dax wie auch Dow notieren aktuell auf den selben Niveaus wie gestern kurz vor der Fed-Entscheidung. Man kann verschiedene Gründe anführen, warum die Aktienhändler keine Kursrally auslösen. Die Fed hat schon viel Pulver verschossen, ein großer Cash-Stimulus für die Banken oder Anleihekäufe fehlen, oder man kann auch sagen, dass der Markt immer noch wartet ob die EZB etwas macht. Aber inzwischen haben Kanada, Australien und die USA diese Woche die Zinsen spürbar gesenkt. Nur die Bank of England und die EZB fehlen noch. Profitieren von der Fed-Entscheidung konnte abseits der Aktienkurse ganz eindeutig der Goldpreis!

Goldpreis ist der Gewinner der Fed-Entscheidung

Im folgenden Chart sieht man den Goldpreis-Verlauf seit Montag. Man sieht in der Mitte ganz klar den Sprung nach oben nach der Zinsentscheidung der Fed gestern Nachmittag. Von 1.604 Dollar stieg der Goldpreis auf 1.647 Dollar. Und dieses Niveau kann der Markt bis heute halten mit einem Kurs von aktuell 1.642 Dollar. Wichtig ist nun die Frage: Stehen wir kurz vor der EZB-Entscheidung? Vielleicht sinkende Zinsen und mehr Liquidität für die Banken? Das kann jederzeit passieren, oder auch gar nicht. Aber die jüngsten Aussagen der EZB lassen eine Entscheidung vermuten.

US-Rendite und ETF-Zuflüsse

Die Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen fiel gestern auf das Tief von 0,93 Prozent. Aktuell notiert sie bei 0,97 Prozent. Das ist nun wirklich erschreckend wenig. Aber das ist natürlich gut für Anleger, die auf einen weiter steigenden Goldpreis setzen. Nachdem börsengehandelte Fonds (ETF), die in Gold investieren, wochenlang konstant Zuflüsse hatten, war damit vor Kurzem Schluss. Jetzt durch den aktuellen Kursschub im Goldpreis geht der Zufluss in diese ETFs wieder weiter. Beim „SPDR Gold Shares“ kann man laut finanzen.net erstmals seit fünf Handelstagen wieder einen Zuwachs vermelden, bei Goldreserven von 934,52 Tonnen gegenüber 931,01 Tonnen am Vortag.

Goldpreis in US-Dollar seit Montag

Interessante Analystenmeinung

Naeem Aslam von Avatrade hat heute früh die Meinung verkündet, dass der starke Anstieg im Goldpreis gestern nach der Fed-Entscheidung hauptsächlich darauf zurückzuführen war, dass die Marktteilnehmer anfingen zu glauben, dass die Fed wie die Bank of Japan und die Europäische Zentralbank handeln werde. Wenn sich diese Sichtweise durchsetze, d.h. wenn wir mehr Zinssenkungen oder eine konsequente dovishe Sprache der Fed sehen, dann würde dies seiner Meinung nach einen sehr starken Rückenwind für den Goldpreis bringen – und zwar auf ein Niveau, das wir vor dem Allzeithoch nicht gesehen haben.

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Devisen

Aktuell: Goldpreis fällt spürbar auf 1.878 Dollar

Claudio Kummerfeld

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Jetzt wo immer konkreter wird, dass Deutschland in Kürze die Corona-Restriktionen stark anzieht, verschärfen sich international die Ängste. Die Aktienkurse fallen weiter, und der US-Dollar als zentraler Fluchthafen zieht weiter an (wir berichteten vorhin bereits). Der Dollar steigt, und der Goldpreis rauscht aktuell runter auf 1.878 Dollar. Gold fällt aktuell gemeinsam mit den Aktienmärkten. Dies ist ein Phänomen, das man bereits im März beobachtete – auch damals funktionierte der US-Dollar kurzzeitig als Fluchthafen.

Goldpreis gegen US-Dollar-Verlauf im Chart

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Gold/Silber

Experte Andre Stagge: Trading kurz vor der US-Wahl

Redaktion

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So kurz vor der US-Wahl, worauf sollten Trader achten? Wer wird die Wahl gewinnen, und was bedeutet das für die Börse? Der Experte Andre Stagge (hier mehr zu seiner Person) erklärt im folgenden ganz aktuellen Video seine Meinung und seine Handelsstrategie. Müssen seine Handelsstrategien „Turnaround Tuesday“ und „Ultimo“ in dieser besonderen Woche ausgesetzt oder angepasst werden?

Der Börsenexperte Andre Stagge
Andre Stagge

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Gold/Silber

Goldpreis steigt nicht – Gründe, aktuelle Lage, Expertenkommentar

Claudio Kummerfeld

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Gold und US-Dollar mit Adler

Der Goldpreis war letzte Woche wacklig unterwegs (wir berichteten). Das gilt auch für diese Woche. Wird die runde Marke von 1.900 Dollar zur Dauer-Qual für die Gold-Bullen, weil der Goldpreis immer und immer wieder hierhin zurückfällt? Ganz aktuell fällt der Goldpreis wieder zurück von 1.910 Dollar heute früh auf jetzt 1.901 Dollar.

Zwar sind die Renditen für zehnjährige US-Staatsanleihen seit letztem Freitag wieder gesunken von 0,86 auf 0,80 Prozent. Aber der US-Dollar (in Form des Dollar-Index) zeigt sich seit Freitag relativ stabil auf Niveaus um die 93 Indexpunkte. Der Rückfall im US-Dollar konnte letzten Mittwoch gestoppt werden, und ist seitdem abgesagt. Dies ist schlecht für den Goldpreis.

Goldpreis-Anstieg bei Verschärfung der Corona-Lage?

Wir empfehlen beim Klick an dieser Stelle die gestrige Analyse von CMC Markets-Analyst Jochen Stanz zu Gold. Er bespricht ausführlich die Frage, ob im Goldpreis der große Knall bevorsteht. Was, wenn der zweite globale Lockdown umfassend durchgeführt wird? Die Staatsausgaben zur Stützung von Bevölkerung und Wirtschaft überall auf der Welt würden die Staatsverschuldungen immens nach oben treiben, was eine große Chance für Gold darstellen könnte.

Aber im Augenblick klebt der Goldpreis weiter an der 1.900 Dollar-Marke. Die Aktienmärkte fallen, und der US-Dollar sackt nicht weiter ab. Wir erinnern uns. Im März, wo die Corona-Panik weltweit am Schlimmste war, schoss der Dollar-Index von 95 auf 103 Indexpunkte nach oben (Flucht in den Sicheren Hafen US-Dollar), und zwar sehr schnell. Der Goldpreis fiel von 1.700 auf 1.464 Dollar. Also: Könnte der Goldpreis bei einer dramatischen Verschärfung der Corona-Lage erneut nicht profitieren, weil der steigende US-Dollar Gold ausbremst?

Heutige Konjunkturdaten

Derzeit jedenfalls kann der Goldpreis als sicherer Fluchthafen in unsicheren Zeiten nicht von den weltweit stark zunehmenden Corona-Infektionszahlen profitieren. Heute um 13:30 Uhr werden in den USA die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter veröffentlicht, und vermutlich um 12 Uhr deutscher Zeit veröffentlicht der weltweit größte Baumaschinenhersteller Caterpillar seine Quartalszahlen. Beide Ereignisse könnten Aktienkurse und US-Dollar in Bewegung bringen, wie auch den Goldpreis. Genauso kann auch das um 15 Uhr veröffentlichte US-Verbrauchervertrauen die Kurse bewegen.

Aktueller Analystenkommentar

Die Experten der Commerzbank haben vor wenigen Minuten einen Researchbericht auch zu Gold veröffentlicht. Hier auszugsweise im Wortlaut:

Heute Morgen notiert Gold weiter in unmittelbarer Nähe der 1.900 USD-Marke, die eine starke Anziehungskraft auf den Preis ausübt. Gold in Euro gerechnet notiert seit etwa vier Wochen knapp oberhalb von 1.600 EUR je Feinunze. Eine nennenswerte Preiskorrektur wird unseres Erachtens durch die anhaltend solide Investmentnachfrage verhindert. Gestern verzeichneten die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs Zuflüsse von 3,5 Tonnen. Auch wenn die Dynamik der Zuflüsse in den letzten Wochen nachgelassen hat, erachten offenbar viele Marktteilnehmer den aktuellen Goldpreis noch als attraktive Kaufgelegenheit. In China hat sich die Goldnachfrage gemäß Angaben des Verbands der chinesischen Goldproduzenten zuletzt offenbar erholt: Sie ist demnach im dritten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um 29% gestiegen. Der Verband führt dies auf die Erholung der Wirtschaft und auf eine schnelle Rückkehr des Hochzeitsmarktes zurück.

Chart zeigt Kursverlauf im Goldpreis in den letzten 30 Tagen

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